DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Sexualisierung jetzt auch in der Bundeswehr


Bunt, cool und sexy – das neue Outfit der Bundeswehr. Von der Leyen rührt für die Gender-Vielfalt die Werbetrommel und lädt am 31. Januar 2017 zum Sexseminar mit dem Thema „Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr“

Nationale Identität – Fehlanzeige
Sexuelle Identität – politisches Ziel

Es gibt bei allem Irrsinn, von dem man sich umgeben sieht, immer noch eine Steigerung, die dann allem die Krone aufsetzt. Und dieser bin ich gerade begegnet.
Dass Merkel die Türen ihres Hauses, für deren Bewohner sie Verantwortung trägt, öffnet, um dann mit Überwachungskameras nachschauen zu lassen, wer drin ist. Diesen Wahnsinn haben wir erlebt. Dass ein Terrorist mit vierzehn Identitäten in diesem Land unbehelligt von Pontius nach Pilatus wandern kann, um dann skrupellos Menschen zu töten und zu verletzen, grenzt an den größten Dilettantismus, der hier je Hochzeit feierte. Dass sich eine Genderideologie bis in unsere Schulen hineingefressen hat, ohne dass die Bevölkerung je über die Ausbreitung dieser gesellschaftlichen Virusepidemie informiert wurde, ist schier unglaublich und skandalös.

Bunte sexy K(r)ampftruppe der Bundeswehr

Und was jetzt in der K(r)ampftruppe der Bundeswehr abläuft, schlägt dem Fass den Boden aus. Wie focus am 12. Januar berichtete, veranstaltet die Verteidigungsministerin von der Leyen ein Sex-Seminar. Der Workshop zum Thema „Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr“ findet am 31. Januar statt und richtet sich an Parlamentarier, den Beirat Innere Führung der Bundeswehr, sowie an die Chefs der Teilstreitkräfte.
Da in diesem Land das Löschen einer nationalen Identität inzwischen Programm ist, muss nach einer anderen Identität Ausschau gehalten werden. Früher wurde danach gefragt, ob die Bundeswehr schlagkräftig und gut ausgerüstet ist. Heute weiß jeder, dass Gewehre nicht schießen, Flugzeuge nicht fliegen und der gesamte funktionslose Schrott Millionen von Steuergeldern verprasst hat. Und da die Bundeswehr mit ihren Negativschlagzeilen schon oft genug in der Kritik stand, muss jetzt eine neue Strategie gefahren werden, um mit Modernisierungsgelüsten und Attraktivität von ihrer Funktionslosigkeit abzulenken. Und welche Thematik erzeugt da bei jungen Menschen die größtmögliche Aufmerksamkeit? Sex und Sexualität. Damit soll laut  von der Leyen die Truppe bunter gemacht werden mit dem Ziel, sexuelle Identitäten zu verteilen. Früher verlieh man an die Soldaten Orden, heute unterzieht man sie einer Gehirnwäsche. Und das Musikkorps, das zum Großen Zapfenstreich traditionell das Gebet von Bortnjanski (Ich bete an die Macht der Liebe) intonierte, wird durch eine Neukomposition mit dem Titel „Ich bete an den Quatsch von Gender“ ersetzt. Die Transformation der Bundeswehr in die Transgender-Spezial-Forces mit pinken Gewehren und Federboa, wie ein Leser in der Presse die Sexualisierung der Uniformierten kommentiert – für das Ausland, Gegner, Terroristen und unsere mohammedanischen Freunde und Gäste eine weitere Lachnummer. Diese Regierung gehört nicht in den Bundestag. Sie gehört auf die Kabarett-Bühne!

Politisches Grün-gesteuertes Komplott gegen unsere Wertegesellschaft

Das ist ja nun wahrhaft ein WICHTIGES Thema, das Frau von der Leyen als Überraschungsei für ihre Truppe zu Beginn des neuen Jahres 2017 aus ihrem rosa Wattetäschchen hervorholt. Das folgt keiner Idee der Verteidigungsministerin – das ist die gemeinsame neue Strategie der CDU, quasi Teil des Wahlprogramms für die Bundestagswahl im Herbst. Zu dieser Szenerie gehört Merkels Generalsekretär Tauber in vorderster Reihe, Ministerpräsident Kretschmann von den Grünen in Baden-Württemberg mit seiner Gender-Schulpolitik und eben von der Leyen mit ihrer Sex-freudigen Bundeswehr.
Es wird Zeit, den linksliberalen Intelligenzen, den Ideologieträgern der 68er Bewegung einmal gründlich zu gratulieren. Sie haben mit Hartnäckigkeit und Frechheit geschafft, ihr großes Ziel zu erreichen und ihre Identitätslosigkeit auf diese von ihnen gehasste deutsche Gesellschaft zu übertragen. „Ihre antifaschistische und feministische Gesinnung trugen und tragen sie wie eine Monstranz vor sich her. Der islamistische Faschismus hingegen, der Sexismus und die Homophobie der islamischen Kultur laufen in diesen Kreisen jedoch unter Folklore… Demokratische Forderungen sind nur dann demokratisch, wenn sie in das eigene politische Raster passen… Und der Multikulturalismus, den man predigt, hat mit Vielfalt nichts zu tun, er ist eine Einheitskultur, in der Bunt das neue Uni ist.“
Wer diese Moralapostel und Trauergestalten einer sich selbst ad absurdum führenden Ideologie für verantwortungsvolle zukunftsfähige Politiker hält, schaufelt mit am Grab einer schon stark ins Wanken geratenen Wertegesellschaft. Glaube, Familie, Erziehung, Liebe, Moral, Rechtsempfinden, Würde des Kindes, Meinungsfreiheit, Volk, Toleranz und Demokratie bieten allesamt keine Identifikationsanreize für die ewig gestrige Deutschland-Hasser-Partei.

Ozeane der Armut – Inseln des Reichtums


Oxfam kritisiert zum wiederholten Mal die Verteilungsungerechtigkeit. Das Wirtschaftssystem sei aus dem Ruder. Doch Deutschland schont auch weiterhin seine Reichen.

CDU garantiert: Arm bleibt arm und reich bleibt reich
Oxfam Wiesbaden
Oxfam Wiesbaden

Eigentlich wissen wir es ja schon alle, weil diese Art von Zahlenspielen schon länger durch die Medien geistert. Heute kommt ein neues Puzzlesteinchen der Erkenntnis hinzu. Die Entwicklungsorganisation Oxfam veröffentlicht vor dem Start des Weltwirtschaftsforums in Davos das Ergebnis einer Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass 8 Männer so viel besitzen wie die gesamte arme Hälfte der Menschheit. In Deutschland besitzen 36 Milliardäre so viel Vermögen (297 Milliarden US-Dollar) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, das reichste Prozent besitzt rund ein Drittel des Gesamtvermögens.
Kaum dass diese schockierende Nachricht gelesen war, wurde sie auch schon mathematisch in Frage gestellt. Im vergangenen Jahr hatte Oxfam nämlich noch verkündet, das Vermögen der 62 reichsten Personen entspreche dem der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung. Und jetzt sollten die 62 auf 8 geschrumpft sein? Das hält die Süddeutsche Zeitung für unmöglich und schreibt: „Nein, denn die Zahl 8 ist ziemlich sicher falsch.“

Wirtschaftssystem aus dem Ruder

Ob nun der heutige „Vermögensbericht“ von letztens 62 auf heute 8 Männer einer mathematisch korrekten Berechnung entstammt oder statt der 8 eine 20 dort stehen müsste, ändert doch gar nichts an der Aussage, dass diese Welt an einer sagenhaften Verteilungsungerechtigkeit zugrunde geht. Oxfam kommentiert seinen Bericht so: „Unser Wirtschaftssystem ist aus dem Ruder gelaufen. Davon profitiert ein Prozent der Bevölkerung gegenüber 99. Diese Entwicklung bereitet nach Einschätzung von Oxfam auch den Boden für Rechtspopulisten. Es gibt starke Hinweise darauf, dass die Brüche in unserem politischen System zum Teil mit der wachsenden Ungleichheit zu tun haben. Die Leute fühlen sich immer weniger am Erfolg ihrer Länder und Gesellschaften beteiligt und sind immer unzufriedener mit ihrem Status quo.“
Oxfam fordert einen weltweiten Mindeststeuersatz für Konzerne, die Schließung von Steueroasen, Transparenz bei Gewinnen und Steuerzahlungen internationaler Konzerne sowie Steuern auf sehr hohe Einkommen und Vermögen.

Deutschland schont seine Reichen

Wie heißt es so klug in unserem Grundgesetz? „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Was antwortet darauf die Realität? In keinem großen Industriestaat werden Vermögen so gering besteuert wie in Deutschland. Die britische Regierung etwa verlangt ihren „Reichen“ sechs Mal so viel ab wie die deutsche. Kein Grund für den hiesigen Finanzminister Schäuble, eine Änderung herbeizuführen. Auch der Wahlkampf 2017 findet für CDU/CSU ohne eine Vermögenssteuer auf ihrer Agenda statt. Allein das kann als skandalös bezeichnet werden, weil damit offenkundig wird, dass es sich bei diesen Parteien um keine Volkspartei mehr handelt, weil das Volk keine Vermögensumverteilung erwarten darf. Die Reich-Arm-Schere wird in Deutschland ihr Maul auch zukünftig immer weiter aufreißen und den Bürger auf der Strecke lassen.
Was sagt eine Studie der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung vom Oktober 2016?
„Arm bleibt arm und reich bleibt reich“.
Dazu O-Ton Angela Merkel: „Deutschland geht es gut“, frei nach einem Sketch des „alten“ Komikers Peter Frankenfeld: „Papi geht’s gut.“
Jedenfalls wird es im September zur Bundestagswahl 2017 heißen: „Mutti geht’s gut“, wenn das Kreuz neben Muttis CDU gemacht und das Kreuz hinterher vom Bürger getragen wird.

Christoph Seils: Parteiendämmerung


Das Kapitel Volksparteien in der deutschen Geschichte ist abgeschlossen. Was kommt danach? Hier eine zutreffende Prognose von Christoph Seils.

oder… Was kommt nach den Volksparteien?

img_6029Christoph Seils hat das Buch zwar schon 2010 veröffentlicht, es hat allerdings nichts von seiner Aktualität verloren, sondern durch die unvorhergesehene Flüchtlings-Entwicklung in unserm Land eine ganz besondere und brisante Aktualität erlangt.

Gut und treffend durchforstet Seils die Zeit nach dem 1. Weltkrieg mit den zu Recht so bezeichneten zwei Volksparteien CDU/CSU und SPD. Der Krieg hatte dem Image der Deutschen in aller Welt so tiefe Wunden geschlagen, dass es erst einmal darum ging, in der Welt Fuß zu fassen und den überlebenden Deutschen eine neue Richtung in die Zukunft zu weisen. Zerstörung, Kadavergehorsam und Scham waren gestern; Vergessen, Verdrängen und Neustart waren jetzt. Adenauer schien da genau der richtige Mann für die Nachkriegssuche nach einem gemeinsamen Etwas. Er bot den Deutschen das „C“ im Namen der Partei, das sich als „politisch-integrierende Wunderwaffe entpuppte“ und dem „Kapitalismus rhetorisch ein soziales Antlitz“ verlieh, welches dann auch tatsächlich von Ludwig Erhard mit seiner sozialen Marktwirtschaft und dem Ziel: „Wohlstand für alle“ umgesetzt wurde.
Adenauers uneingeschränkte Popularität verdankte er seinen politischen Taten: In einem Versöhnungsakt mit Frankreich unterschrieb er 1957 die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Er reiste 1955 nach Moskau, im Gepäck hatte er die Freilassung von 30.000 Kriegsgefangenen. Innenpolitisch kann man ihn als Vorbild der heutigen Kanzlerin bezeichnen, die wie er keinen Wert legt auf eine demokratische Mitwirkung der eigenen  Partei und des Parlaments, diese nur als Kanzlerwahlverein braucht.
Die SPD machte sich erst Anfang der 60er Jahre durch Willi Brandt zum Hoffnungsträger, der es dann 1969 auf den Kanzlerstuhl schaffte. Seine Außenpolitik mit dem Kniefall in Warschau bleibt unvergessen. Innenpolitisch ereignete sich ein sozialer Wandel, in dem auch Arbeiterkinder ins Gymnasium und in Universitäten einzogen, „die Löhne stiegen, die Arbeitsbedingungen verbessert wurden, jeder seine Aufstiegsmöglichkeiten finden konnte und die ‚Gastarbeiter‘ fortan die Drecksarbeit machten.“
Diese Volksparteien wirkten mit sicheren Mehrheiten und Ergebnissen bis etwa zu den Bundestagswahlen 2005 und 2009. „Weltweit wurde eine neoliberale Politik propagiert und die CDU glaubte, einen Teil ihrer politischen, personellen und programmatischen Wurzeln kappen, mit ihrer Geschichte brechen zu können.“ Auch die SPD verabschiedete sich von sozialen Errungenschaften und verriet ihre Wählerschaft durch Schröders Agenda 2010 und Hartz IV. Schon längst nicht mehr kamen die Politiker aus dem Volk (wie Blüm oder Beck) und fühlten sich als ihre Vertreter. Der Aufstieg der Mächtigen gestaltete sich wie folgt: Junge Union oder Jusos, Jura-Studium, Parteikarriere. Skandale wie schwarze Kassen, Vorteilsnahme, Korruption, Einflussnahme, Mauschelei, Vertuschungen, Spendenaffären bis hin zur parteipolitischen Einverleibung von Verfassungsschutzbehörden. Das alles verärgerte die Wähler und ließ – wie wir heute wissen – zur Resignation und Politikverdrossenheit auch noch Wut hinzukommen. Der Bürger begann, Machtmissbrauch, Selbstbedienung und die Erfüllung von Eigeninteressen auf politischer Ebene mit dem Entzug seiner Wählerstimme zu ahnden.
Seils beschreibt 2010 deutlich die Zukunftsängste der Deutschen, die sich heute alle bewahrheitet haben: Explodierende Staatsschulden mit schwindender Leistungsfähigkeit des Sozialstaates, steigende Energiepreise, soziale Spaltung, Konflikte, Kriege und Islam. Die Gesellschaft hat sich vollständig verändert. Familie, Arbeitsplatz, Kirche und Partei sind keine Sicherheitsgaranten mehr. Patchwork, Minijob und Lobby haben stattdessen die Felder besetzt.
Bei Kohl musste der Gürtel enger geschnallt werden, Schröder ging mit der Axt ans Soziale und Merkel rettet gleich ganze Staaten und Millionen „qualifizierter junger männlicher Arbeitskräfte“ aus Nordafrika und dem nahen Osten. Nicht zu vergessen, die halbe inzwischen durch Erdogan weggeputschte Türkei.

Volksparteien ohne Volk – Populismus mit Volk

Die Parteiendämmerung hat eingesetzt und wird sich weiter vollziehen. Ob es Merkel zum vierten Mal gelingen wird, aus ihren Floskeln und Worthülsen den Slogan für ihr nächstes Wahlprogramm zu stricken, konnte Seils derzeit noch nicht wissen. Seine Analysen, dass sich weitere kleine Parteien bilden, dass die Medien bei den politischen Inszenierungen mitspielen, wenn nicht sogar den Ton angeben und eine kompetente Erscheinung keine Kompetenz besitzen muss, haben sich bewahrheitet.
Die etablierten Parteien, die Pegida, Sarrazin und die AfD als Populisten beschimpfen, bedienen sich doch oft selber einer populistischen Redeweise. Was versprach Merkel 2008, als sie mit fast 500 Milliarden Euro die deutschen Banken rettete, zur Beruhigung den Wählern? Dass die Einlagen der Sparer und Sparerinnen hundertprozentig sicher seien – eine rechtlich völlig unverbindliche Absichtserklärung, wie es Seils nennt. Multikulti sei absolut gescheitert, tönte sie auch. Nichts als populistische Beruhigungspillen und das Reden nach dem Mund des Wählers.
Auf die Frage des Buchtitels „Was kommt nach den Volksparteien?“ gibt der Autor Antworten, die heute ihre Bestätigung finden. „Überall in Europa sind rechtspopulistische Parteien erfolgreich… Die Auseinandersetzungen über die Globalisierung und Europa, über internationale Militäreinsätze und Weltaußenpolitik sowie über die Einwanderung und den Islam können die etablierten Parteien nicht für die Mobilisierung ihrer Wähler nutzen… Kein Wunder, dass es 2010 in den 16 deutschen Landtagen zehn verschiedene Regierungskonstellationen gab… Die Veränderungen im Parteiensystem drängen mit Macht aus den Ländern in die Bundespolitik… Der Reflex der Parteien besteht in Krisensituaionen darin, sich auf ihre Grundüberzeugungen und auf traditionelle Werte zu besinnen. Wenn schon die Wähler sich abwenden, dann gilt es zumindest, die Basis zu besänftigen, die eigenen Reihen zu schließen. Das Kapitel Volksparteien in der deutschen Geschichte ist abgeschlossen… Der Ruf nach direkter Demokratie wird immer lauter.“
Eine kluge Vorausschau auf unsere heutige Gesellschaft und Parteienlandschaft. Da derartige Erkenntnisse die politischen Chefetagen allerdings nicht erreichen, wird der von Seils  beschriebene Zustand durch Merkels alternativlose Brandbeschleunigungspolitik im Zeitraffer ablaufen.

Peter Tauber – CDU Erneuerer an Merkels Seite


Ein kluger Schachzug Merkels, sich seit 2014 mit dem jungen, frechen und selbstbewussten Generalsekretär Peter Tauber zu schmücken. Er wird Merkels erneute Kanzlerschaft ertwittern. Hurra!

Hurra! Der General ist da!
Peter Tauber
Peter Tauber

Peter Tauber ist Enkel des deutschen Apothekers Gustav Tauber. Wahrscheinlich ein Glücksfall, weil er so direkt von der Familie die passenden Pillen für seine Erkrankung bekommen kann. Leider fehlt noch die Diagnose, die jeder Psychologe unschwer als Ferndiagnose formulieren könnte. Schade, dass er nicht der Urenkel von Richard Tauber ist, dann würde sein Gesang harmonischer und melodischer klingen.

Merkel suchte und fand 2013 einen Jüngling ohne lockiges Haar, der dem Alt-Herren-Mief ihrer CDU zukünftig den Garaus machen und der Partei ein neues modernes Kleid überstülpen soll. Der Mann bietet genügend Angriffsfläche für Merkel, um auch bei Fehlfunktionen in die Wüste geschickt werden zu können. Als Merkel sich 2013 diesen Mister Unbekannt zur Seite nahm, schlug sie aber erst einmal mehrere Fliegen mit einer Klappe. Jung, dynamisch, online, vielleicht schwul, Gender-Vertreter, Hesse, bekennender Christ, Reserveoffizier und promoviert. Er war der richtige Mann zur Mobilisierung der jungen Mannschaft der CDU, zur Erweiterung einer digitalisierten twitternden Wählerklientel und zur Vorbereitung auf den neuen Koalitionspartner der Grünen. Er würde, so wünschte es sich Merkel, die Wahlkämpfe organisieren, neue Ideen im Konrad-Adenauer-Haus verbreiten und junge hoffentlich zukünftige Wähler aktivieren. So verdankt er seinen Status auch seiner Fortschrittlichkeit und seinem Durchsetzungsvermögen, im Oktober 2014 den jährlichen LSU-Empfang (Lesben und Schwule in der Union) im Konrad-Adenauer-Haus stattfinden zu lassen, wo er sich in seiner Rede für eine vollständige Gleichstellung von Lesben und Schwulen aussprach und betonte, dass Familienförderung und Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Partnern zusammengehörende Themen seien. Jünger soll sie werden, seine CDU, weiblicher und bunter. Und er der dynamische Impulsgeber.
Tauber, der sich inzwischen zum Twittermeister und Blogger unter dem Namen „Schwarzer Peter“ entwickelt hat, schreibt auf seiner Internetseite: „Mein Wertefundament ergibt sich daraus, dass ich gläubiger Christ bin, Historiker und Reserveoffizier.“

„Wer nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch“

An Selbstbewusstsein fehlt es ihm nicht und der Satz „das Schönste an mir bin ich“ könnte direkt aus seiner Feder stammen. Mit Toleranz, Menschenliebe und Umgangsformen hat er nicht gerade viel am Hut. Nachdem er schon im letzten Jahr seine wahlkämpferischen Qualitäten aus dem (Müll-)Sack gelassen hatte mit der hochkarätigen Aussage „wer nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch“ und sich eine christlich gefärbte Mobbingaktion gegenüber einer langjährigen CDU-Kreisgeschäftsführerin geleistet hatte, folgten nun  weitere Rundumschläge.
Nachdem er sich längst schon über Siegmar Gabriel ausgelassen hatte, verglich er jetzt Christian Lindner, der auf dem Dreikönigstreffen der FDP die Flüchtlings- und Sicherheitspolitik der CDU kritisiert hatte, mit dem Vize-Vorsitzenden der AfD Alexander Gauland. Lindner sei überheblich „und mit seinem selbstherrlichen Auftreten tut Herr Lindner gerade alles dafür, dass die FDP es wieder nicht schafft. Dann wäre die FDP erledigt“, kritisierte Tauber. „Er redet teilweise wie Herr Gauland von der AfD. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Lindner statt eines abgewetzten Tweed-Sakkos einen überteuerten Maßanzug trägt.“
Kurz vorher hatte er sich die beiden attraktiven Politikerinnen Sarah Wagenknecht von den Linken und Frauke Petry von der AfD vorgeknöpft und sie als doppeltes Lottchen des Populismus bezeichnet. Er ging sogar so weit, der Linkspartei den Titel ‚rote AfD‘ zu verpassen. Eine Zusammenarbeit oder Koalition mit den Linken und der AfD lehne die CDU ab und er, Tauber, erwarte diese Einstellung auch von der SPD und den Grünen.

Sein Profilierungsthema ‚Abtreibung‘

Man kann gespannt sein, ob das große Thema des Peter Tauber, das er mit Wucht in der Jungen Union zwischen 2008 und 2013 vertrat, im aktuellen Wahlprogramm seiner Chefin Ausdruck findet. Die Abtreibung sollte wieder aus der Tabu-Ecke hervorgeholt werden und nur im Falle der Vergewaltigung und einer Lebensgefährdung der Schwangeren straffrei sein (Polens PiS-Partei lässt ihn herzlich grüßen). Die generelle straffreie Abtreibungsmöglichkeit bis zur zwölften Woche nach Bescheinigung einer Schwangerschaftkonflikt- beratung wollte Tauber abschaffen.
Aber das wird ihm Merkel schon bei Übernahme seines Postens als Generalsekretär ausgeredet haben, erlaubte ihm dafür lieber die Lesben und Schwulen-Gender-Bühne. Damit ist schließlich beim zukünftigen grünen Koalitionspartner besser zu punkten als mit seiner konservativen Abtreibungsthematik, an der sich Tauber zum Zweck seiner Profilierung zuvor abgearbeitet hatte.

Parteireform-Kommission: ‚Meine CDU 2017‘

Eine neue Aufgabe übertrugen ihm Merkel und das CDU-Präsidium 2015. Tauber übernahm die Leitung der Parteireform-Kommission „Meine CDU 2017“. Darin geht es um die flächendeckende Bestellung von Mitgliederbeauftragten, einem Antragsrecht für Mitglieder auf Landes- und Bundesparteitagen und einer Neuordnung des Aufnahmeverfahrens zur Sicherung und Anwerbung bundesweiter Mitglieder. Dabei werden die LSU und der Gender-Mainstream eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
Insgesamt darf auch zukünftig mit etlichen kabarettistischen Einlagen Taubers bis zur Bundestagswahl gerechnet werden, denn eines seiner großen Talente liegt im Karneval, wo er als aktiver Büttenredner seine Probeläufe für seine politische Wortakrobatik im Bundestag und in der Öffentlichkeit tätigt. Hurra! Mit diesem Schlachtruf der besonderen Art beendet Tauber nicht selten seine Reden – wahrscheinlich als Ersatz für sein karnevalistisches Helau.
Antwort des Kieler FDP Fraktionsvorsitzenden Kubicki auf Taubers freche FDP-Büttenrede: „Mit seinen unverschämten Äußerungen hat sich Herr Tauber als ernst zu nehmender Gesprächspartner endgültig disqualifiziert. Der CDU-Generalsekretär ist und bleibt eine Taubernuss.“ Alaaf!

Flüchtlinge kassieren ab


Flüchtlinge aus dem Sudan registrierten sich 2015 in Braunschweig mehrfach und kassierten riesige Summen in mehreren Gemeinden ab. So viel zum deutschen kriminellen Import mit hohem Risikofaktor.

Asylbewerber mit bis zu 12 Identitäten

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Unter dem Titel „importiertes Risiko“ berichteten gestern einige Zeitungen über die Unverfrorenheit der bei uns Hilfe und Schutz Suchenden, wie Angela Merkel alle hier Fremden, ob kriminell, arm, hungrig oder terrorverdächtig zu nennen pflegt.
Selbst, wenn jetzt alles, was „Grün“ ist, zu toben beginnt und mit der rassistischen Keule wieder herumzufuchteln beginnt, bin ich nach allem, was bisher in Deutschland seit 2015 passiert ist, verstärkt der Meinung, dass der Staat und seine Vertreter sich als erstes um die Sicherheit und das Wohl seiner Steuer zahlenden Bürger zu kümmern hat. Das scheint aber wohl eine veraltete Auffassung zu sein. Vielleicht sollten die Menschen als Dank für nicht erbrachte staatliche ideelle Leistungen das Arbeiten und Steuerzahlen auch einmal vorübergehend einstellen – damit auf beiden Seiten die veralteten Vorstellungen von Pflichterfüllung beendet werden – und einer Erneuerung staatlicher Ordnungen oder auch Unordnungen Platz machen.

Sudan-Flüchtlinge mit krimineller Energie

Flüchtlinge aus dem Sudan, Eingeladene der Kanzlerin 2015 im Rahmen ihrer eigenen Grenzüberschreitung, haben sich in der Landesaufnahmestelle Braunschweig mehrfach registrieren lassen, sich mit Verkleidung, Bart und/oder Brille drei, vier oder mehr Identitäten zugelegt, um dann in mehreren Gemeinden ihre „Taschengelder“ abzukassieren. Den ersten Preis der Gaunerkomödie erhielt ein Asylbewerber mit zwölf Identitäten, der es dabei auf 45.000 Euro brachte. Ob für die importierten kriminellen Energien vorgestern in Braunschweig, gestern in Berlin, heute in Hamburg und morgen in Dortmund Angela Merkel immer noch ihr freundliches Gesicht parat hat, das ihr zwar (noch) nicht den Friedensnobelpreis, so doch wenigstens den Mutti-Titel bei ihren hier nur Schutz und Hilfe Suchenden einbrachte, wurde in der Presse nicht erwähnt. Hübsch aber zu lesen, dass Merkels freundliches Gesicht im gesamten Land, für das sie die Verantwortung trägt, ein einziges Chaos fabrizierte, das ein Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums so beschrieb: Fingerabdrücke seien derzeit leider nicht genommen worden. „Doch während der Hochzeit des Flüchtlingszuzugs, als täglich 2000 Menschen kamen, war das tagesaktuell nicht möglich.“

Schluss mit der „fleischlosen“ Politik

Polen, Ungarn, Tschechen und Slowaken, teilweise inzwischen auch Österreicher, Schweizer, Franzosen und Dänen haben begriffen oder begreifen langsam, dass „keine Muslime“ auch heißt „keine Terroristen“. (Ganz ruhig, liebe Grüne, ich werde noch deutlicher!) Schade, dass sich der Polizeipräsident wieder einmal einer Linken Meckertante gebeugt hat, als er den öffentlich gewordenen Begriff „Nafri“, den wir Bürger nur als Abkürzung für „Nordafrikaner“ verstanden haben, bedauerte. Ich wünschte, unsere Männer hätten endlich einmal wieder Mumm in den Knochen und würden beginnen, sich mit eigener Meinung und Kampfeslust gegen die grünen „Heiligkeiten“ aus der Gender-Fraktion und gegen sonstige Superfrauen abzugrenzen und durchzusetzen. Die Polen beispielsweise formulieren da laut und klar – und das nicht erst seit Kaczynski -: „Nicht alle Muslime sind Terroristen, aber fast alle Terroristen sind Muslime!“

Mutig und wahr

Hier die Antwort einer Polizistenfrau auf die unverschämte Kritik und Rassismus-Schelte der Grünen-Chefin Simone Peter gegenüber der Polizeiarbeit am Silvesterabend in Köln: „Ich bin entsetzt über Ihre Aussage! Als Frau eines der Kölner Polizeibeamten kann ich meine Wut über Ihre Aussage kaum zügeln“, beginnt Miriam Spieß ihre Antwort. „Wen hätten die betroffenen Beamten Ihrer Meinung nach kontrollieren sollen? Grauhaarige Senioren? Junge Frauen? Familien mit Kindern?“
Mein Mann kam gestern Morgen nach 15 Stunden Dienst vollkommen erschöpft und durchgefroren nach
Hause. […] Während Sie sicherlich eine schöne Silvesternacht gehabt haben, stand mein Mann bei eisiger Kälte in Köln und hat nach bestem Wissen und Gewissen alles Nötige getan, um den Menschen ein friedliches Feiern zu ermöglichen! Ich bin entsetzt über Ihre Aussage! […] Sie sollten sich schämen. Unglaublich.“

Wahljahr 2017 – allerhöchste Zeit, den Mund aufzumachen!

Ist es bei der Wucht der Veränderung, der Angst der Bürger vor der Terror-Einreise in unser Land und der „grün-veganen“ Betrachtungsweise dieser Realität ohne Fleisch und Knochen noch verwunderlich, dass die Menschen in ihrer Orientierungslosigkeit und Hilflosigkeit den Zufluchtsort einer AfD aufsuchen? Niemand in den etablierten Parteien sollte sich da etwas vormachen, wenn er glaubt, dass Meldungen der heutigen Art (betrügerische Mehrfach-Identitäten) die ja noch zu den harmloseren gehören, weil niemand verletzt wurde, von allen Bürgern einfach geschluckt und verdaut würden. Nein, der Würgereflex meldet sich und hinterlässt mal wieder eine Magenverstimmung. Wieviele davon sind noch nötig, um endlich mit dem großen Kot… zu beginnen, das dann als Epidemie auch endlich die Abgeordneten in Berlin infiziert, deren Mägen bisher scheinbar nur mit Trüffel, Kaviar und anderen Köstlichkeiten gefüllt sind.
Das neue Jahr hat begonnen und es werden sich zwei Arten von Meldungen und Nachrichten in diesem Jahr vermehrt verbreiten: Horrormeldungen über Krieg, Terror und das Ende von Wohl- und Sicherheitsempfinden. In die zweite Kategorie werden Nachrichten fallen, die Angela Merkels 4. Kanzlerschaft sichern sollen, also Wahlversprechen aller Art und für jede Wählergruppe.
Machen Sie mal ein Rätselraten aus den Zeitungsmeldungen und Tagesschau Nachrichten! Suchen Sie gemeinsam täglich die Meldung für die Bundestagswahl 2017 heraus, um nach der Wahl von Angela Merkel ihr Lieblingszitat zu hören: „Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt.“

Abschied von 2016


Das Jahr 2016, das in Europa Angst und Schrecken verbreitete, ging zu Ende. Was uns in 2017 erwartet, wissen wir nicht, dürfen uns aber schon einmal auf das eine oder andere Märchen einstimmen, das uns die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache erzählte.

Neujahrsansprache aus Tausend und einer Nacht

img_6017Als sich gestern das alte Jahr 2016 mit einer 130 Millionen Euro teuren deutschen Böllerei verabschiedete, ahnten oder spürten viele Bürger dieses Landes, dass dieser Jahreswechsel ein besonderer war, denn er läutete den endgültigen Abschied von einem Deutschland ein, das es nicht mehr geben wird. Dieses demokratische, liberale, großzügige und fleißige Land, das es geschafft hatte, seine 12 Jahre prägende Horrorgeschichte des Dritten Reiches mit einer multikulturellen Antwort zu versehen und sich der Vision eines vereinten Europas hinzugeben, das den Traum einer wirtschaftlichen, aber auch friedensstiftenden Co-Existenz aller Europäer realisieren sollte.
Wer allerdings aufmerksam die Ereignisse in 2016 mit verfolgt hat, wird diesen Jahreswechsel mit Sentimentalität und Sorge absolviert haben. Sentimentalität darüber, dass uns ein endgültiger Abschied von gewohnten gesellschaftlichen und politischen Zuständen bevorsteht und Sorgen darüber, dass wir Zeuge einer ins Negative und Ungewisse führenden Zeitenwende sind, der wir tatenlos zuschauen sollen.
Als wir nach dem Krieg die Gastarbeiter ins Land holten, waren wir durchaus bereit, mit ihnen eine funktionierende Gesellschaft zu gründen, die weder die eigene Sicherheit noch die eigene Kultur einbüßt. Und es sah über weite Strecken so aus, als könnte das, was alle Integration nannten, auch gelingen. Es holperte nur an einer Stelle, und zwar an der damals deutsch-türkischen, wobei die Nationalität vielleicht nicht einmal das Sorgenkind innerhalb dieser Verbindung war. Es war die Mann-Frau-Beziehung, die zum Integrationshindernis wurde … Mütter, die keinen Sprachkurs besuchen durften; Väter, die keinen Sprachkurs besuchen wollten und die immer einen Meter vor ihren Tüten tragenden Frauen in seltener Verkleidung unterwegs waren; Jungen, die in der Schule nicht mitkamen, weil sie sich von Lehrerinnen nichts sagen ließen und es nicht für nötig hielten, die deutsche Sprache für sich zu entdecken; Mädchen, die fleißig waren, allerdings im Sport- und Schwimmunterricht Sonderrechte, für Ausflüge und Fahrten keine Rechte erhielten.

Wenn zwei das Gleiche sagen, ist es nicht dasselbe

In dieses groß angelegte jahrzehntelange Theaterstück mit dem Titel „Deutschland arbeitet seine historische Schuld ab“ fielen die erfreulichen Ereignisse der Gründung der Europäischen Union und der Wiedervereinigung Deutschlands. Als Angela Merkel allerdings vor Jahren die Multikulti-Republik Deutschland für gescheitert erklärte, wusste schon jeder längst, dass Politik, Justiz, Schule und Gesellschaft den ersten Akt ‚Integration‘ völlig vergeigt hatten.

Als sich dann aber Thilo Sarrazin erdreistete, das Bekenntnis Merkels und das gesamte Versagen unserer Multikultigesellschaft in ein Sachbuch zu gießen, das Wahrheiten offenbart, die viele lieber in der Versenkung belassen hätten, zerbrach die Republik in zwei Teile, in Gut und Böse. Gut war der Mainstream mit seinen Vertretern aus Politik, Medien und Parteien – das eben, was als political correctness auf zwei Beinen unterwegs ist. Zu den Bösen gehörten ab sofort alle Sarrazin-Befürworter, Kritiker einer Kanzlerin und ihrer Gefolgschaft, die noch gestern Multikulti für gescheitert erklärt hatten, um dann 2015 einen weiteren Vorhang für den nächsten Akt des oben genannten Theaterstücks zu öffnen.

Geschichten aus 2016 und einer Nacht

Hörte man zur Neujahrsansprache der Kanzlerin eine Entschuldigung für den Fehler, den sie sich gegenüber ganz Europa geleistet hatte? Hörte man das Eingeständnis und Bedauern ihrer Spontanaktion der unkontrollierten Grenzöffnung vor über einem Jahr? Hörte man die Übernahme von Verantwortung für die unsäglichen Folgen des von ihr verursachten Chaos?
Nein, mit Zuversicht rechnet sie auch weiterhin mit einer schlaftrunkenen Nation, die im „Ja und Amen“ verharrt und politisch gleichgültig bis desinterressiert mehr als nur ihre Bürgerpflicht tut. ( „… warum ich trotz allem für Deutschland zuversichtlich bin und warum ich so sehr von den Stärken unseres Landes und seiner Menschen überzeugt bin.“)
Trotz ihrer Erkenntnis („Die schwerste Prüfung ist ohne Zweifel der islamistische Terrorismus, der auch uns Deutsche seit vielen Jahren im Visier hat.“) lud sie Tausende junger Männer ohne Identität und Papiere nach Deutschland ein, weil sie das Bedürfnis verspürte, diesen ein freundliches Gesicht zu zeigen.
Statt sich nun an die eigene Brust zu schlagen und ihr Bedauern über ihre eigene Fehleinschätzung im Hinblick auf die unkontrollierte Massen-Einreise der männlichen Jugend zu erklären, ordnet sie die Terroristen schlicht den hier Schutzsuchenden zu, die halt vom Weg der Dankbarkeit abgekommen sind. („Es ist bitter und widerwärtig, wenn Terroranschläge von Menschen begangen werden, die in unserem Land angeblich Schutz suchen.“) Nur das Wörtchen ‚angeblich‘ in ihrem Satz lässt erkennen, dass sie von der Realität weiß, die sie bewusst in ihre Beruhigungsfloskeln wickelt.
Fast dilletantisch mutet in ihrer Neujahrsrede ihre Betonung der sozialen Marktwirtschaft an („Zu dem, was mir Mut für unser Deutschland macht, gehört auch unsere soziale Marktwirtschaft“), die längst keine mehr ist. Weder präsentiert sich diese Marktwirtschaft sozial noch zeichnet sie sich durch eine Verteilungsgerechtigkeit aus. Merkels soziale Marktwirtschaft hat mit Erhards ‚Wohlstand für alle‘ nichts mehr zu tun, da ihre neoliberale Ausrichtung die Ungleichheit von Einkommen, Vermögen, Arbeit und Chancen zementiert. Um über die Runden ihrer Wahlprogramme und -versprechen zu kommen, verlagerte sie schon 2008  ihren Schwerpunkt von der Marktwirtschaft auf die Bildung und kreierte den Slogan ‚Bildung für all‘. Aber ob Marktwirtschaft, Bildung, Steuer, Familie, Wirtschaft, Europa … der große längst überfällige Coup zum Zwecke einer Verteilungsgerechtigkeit ist Merkel bis heute nicht gelungen und es festigt sich der Eindruck, dass das Aussitzen a la Kohl auch von ihr Besitz ergriffen hat und ihre großen geplanten Reformen stets als Reförmchen enden.
Nun … neues Jahr, neue Chance! Oder vielleicht doch nur das Ende von Merkels Geschichten über Tausend und eine Nacht.

Die christliche Antwort

Papst Franziskus hat auf diese und alle Neujahrsansprachen unserer Mächtigen eine deutliche und elementare Antwort gefunden: „Diese Wirtschaft tötet.“ Und weiter: „Die Anbetung des goldenen Kalbs hat eine neue und erbarmungslose Form gefunden im Fetischismus des Geldes und der Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne menschliches Ziel.“ (Evangelium gaudii)

Wie eine schreckliche Realität zum Märchen wird


Ein kleiner satirischer Ausflug in die makabre Märchenwelt deutscher Schlummerland-Politik ohne happy end.

Von Experten erzählt

img_5970Noch ist der Weg dorthin – sprich Ausbildung- nicht transparent. Dass es aber seit dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt eine Welle unbemerkter Beförderungen gegeben haben muss, steht außer Frage. Ein Klick auf die Fernbedienung des Fernsehers, und schon präsentiert uns der gewählte Sender einen seiner großartigen Terrorismusexperten. Das neue zukunftssichere Berufsbild ist geboren. Ein Terrorismusexperte folgt dem nächsten. Jeder erklärt uns dann, warum der Terrorist Terrorist geworden ist, klärt die Frage, woher er wahrscheinlich gekommen ist und entschuldigt die Tatsache, dass er nicht schon längst hinter schwedischen Gardinen sitzt. Wer allerdings kurz vorher aus dem Mund des nordrheinwestfälischen Innenministers Jäger den Satz vernahm: „Der Mann konnte nicht abgeschoben werden, weil er keine gültigen Ausweispapiere hatte, dafür aber mehrere Identitäten“ versteht, dass man Terrorismusexperten braucht, weil es ja in Politik und Behörden keine Experten mehr  gibt und bei der Aufklärung dieser schrecklichen Tat in Berlin vieles auf Unfähigkeit und Chaos hindeutet.

Das Märchen „Wer suchet, der findet“

Anis Amri, der Attentäter von Berlin, steht auf der Liste der 549 islamistischen Gefährder, die Polizisten und Verfassungsschützer erstellen. Als Gefährder gelten Personen, die von Ermittlern besonders überwacht werden, weil sie „Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen“ könnten: Amri plante –  so die Ermittlungsakten – Anschläge auf Polizisten sowie einen Sprengstoff-Lkw in eine Menschenmenge zu steuern.
Nach vollbrachter Tat ahnte Anis Amri wahrscheinlich schon, dass die Ermittler aller deutschen Behörden wie beispielsweise Polizei und Verfassungsschutz mit seinem Terrorakt vollständig überfordert sein würden und ließ deshalb schon mal für den realen Märchen-Krimi mit dem Titel „Wer suchet, der findet“ seine Papiere unter dem Fahrersitz des beteiligten LKW zurück. Eine prima Geste, wie ich finde, die sicher später vor Gericht als vollständiges Geständnis strafmildernd gewertet wird, sollte er lebend gefasst werden.

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Laut Innenminister Jäger hätte Anis Amram schon im Sommer Deutschland verlassen müssen. Er konnte aber nicht abgeschoben werden, weil er keine gültigen Ausweispapiere hatte und Tunesien zunächst bestritt, dass er Bürger des Landes sei. Ersatz-Ausweispapiere seien der Ausländerbehörde – Wunder gibt es immer wieder – „zufälligerweise heute aus Tunis überstellt worden“. Mir fehlen sämtliche Worte angesichts dieser wunderbaren Papiervermehrung! Wieder ein großartiger Lottogewinn der Ermittlungsbehörden, die nun nur noch öffentlich mitteilen müssen, wo Herr Amram endlich seine Original-Papiere abholen kann. Sicher hatte er sie während seiner „Flucht“ verloren. Eine von den Behörden geplante Razzia in NRW wurde wegen Schreibfehlern in den Durchsuchungsbefehlen verschoben, schreibt der Focus. Die Befehle waren ungültig. So wartete die gesamte Presse stundenlang vor Ort, ohne dass sich die Polizei an diesem Tag noch sehen ließ. Dafür war im Hintergrund der Geschehnisse eine „gute Fee“ zu hören, die in den großen deutschen Märchen immer wieder mal auftritt. Dieses Mal mit den Worten:  „Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere gesamte Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren.“

Hochprofessioneller Murks

Nachdem die Kanzlerin per Kondolenzrede ihre Beruhigungspillen Stunden nach dem Anschlag verteilt hatte, begab sie sich einen Tag später auf Streichelkurs. Sie sei stolz auf die besonnene Reaktion der Bevölkerung und bedankte sich beim Bundeskriminalamt für die „hochprofessionelle“ Arbeit.
Ja, das wäre ich auch gerne – stolz auf mein Land, auf meine Kanzlerin, auf den Verfassungsschutz, auf die Innenminister und unseren Justizminister! Aber Pustekuchen! „Hochprofessionell“ waren zur Zeit der „Flüchtlings-Invasion“ allein  die Millionen Ehrenamtlichen, die das Versinken der Republik ins Chaos verhinderten. Und „hochprofessionell“ sind auch jetzt wieder die vielen Menschen, die statt vor berechtigter Wut aus der Haut zu fahren aus Pietät vor den Betroffenen ihre Fassung bewahren.

Das makabre Ende dieser traurigen Betrachtung einer großen Tragödie, die sich erst am Anfang befindet, lautet ganz märchenhaft …
und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute (bis auf den Attentäter, der auch in dieser Märcheninszenierung erschossen wird).

Der Untergang des (Abend-)Kinderlandes


Linkes Feministen-Gender-Team der Amadeu Antonio Stiftung diagnostiziert in der Apothekenzeitung „Baby und Familie“ schon bei Kita-Kindern rechtes Gefahrenpotential.

Der deutsche Irrsinn hat promoviert

Der Justizminister Heiko Maas greift durch. „Das entschlossene Vorgehen der Ermittlungsbehörden sollte jedem zu denken geben, bevor er bei Facebook in die Tasten haut“. Dieser saloppe Satz wurde als O-Ton  von Bundesjustizminister Heiko Maas überliefert. Gemeint sind Beleidigungen, rechtsradikale Äußerungen und Falschmeldungen, also Fake News, für die Maas die Urheber sogar in den Knast schicken will. Da müssten allerdings schon etliche Politiker sitzen, die beispielsweise mit gefälschten Meldungen den Irak-, Libyen- oder auch den Syrienkrieg völkerrechtswidrig offiziell „legitimiert“ haben. Landesweit säßen Politiker wegen bewusster Lügen und falscher Wahlversprechen in Gefängnissen. Jetzt sollen aber erst einmal die Bürger  eingeschüchtert werden, damit sie sich hundertmal überlegen, was sie demnächst im Netz posten. Die letzten freien Räume der Meinungsäußerung sollen dicht gemacht werden!

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»Zudem gab es auch gerade seitens des BKA noch weitere Aktionen in anderen Fällen. Insgesamt hätten Polizisten dabei in 14 Bundesländern Wohnräume von rund 60 Beschuldigten durchsucht. Der bundesweite Einsatztag sei Teil der im Dezember 2015 eingerichteten Bund-Länder-Projektgruppe «Bekämpfung von Hasspostings».
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) machte deutlich: «Wir haben moralische Grundsätze – offline wie online.» Ja, Herr Maas und Herr de Maisiere … Sie haben moralische Grundsätze! Und wie sieht es mit demokratischen Grundsätzen bei Ihnen aus?

Wunderwaffe Amadeu Antonio Stiftung

Das Problem, das nach Meinung der Politiker NUR von RECHTS kommt, liegt in ihrer tiefen Angst begraben, die sozialen Medien nicht so beherrschen zu können wie es ihnen über Jahrzehnte bei den öffentlichen Medien gelang. In den Aufsichtsgremien sitzen Vertreter von politischen Parteien oder Regierungsgesandte, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Sozialverbände, Kirchen usw. Was die Einflussnahme in den Presse-Medien betrifft, darf sich die Politik ebenfalls zu 90% sicher sein, dass political correctness und Mainstream-Konformismus die politische Berichterstattung bestimmen. Nun geht es ans Eingemachte – und das sind youtube und facebook, die sich bisher noch der politischen Kontrolle entzogen haben. Justizminister Heiko Maasimg_5942 ist auch schon mittendrin, um Abhilfe zu schaffen. Wegen der juristischen Schwierigkeit, dass das deutsche Strafrecht kein Gesinnungsrecht ist und somit die Hasskommentare juristisch nicht greifbar sind, hat sich Maas eine Wunderwaffe geschaffen, die nun zum Einsatz kommt. Dank Frau Vera Lengsfeld fiel meine Recherche auf die staatlich geförderte Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich nun mit der Kontrolle und Löschung der unliebsamen Rechten-Szene-Kommentare beschäftigen soll. Und so legte Maas sein willkürliches Vorgehen ausgerechnet in die Hände zweier fragwürdiger Frauen namens Heike Radvan, Leiterin der „Fachstelle Gender und Rechtsextremismus“ und der Rechtsextremismus-Forscherin Eva Prausner. Radvans damalige Stasi-Tätigkeit bietet da sicher die beste Voraussetzung für diesen finanziell gut geförderten Job der Amadeu-Stiftung, der sie vorsteht. Umfassende Informationen dazu finden sich auf der Seite von Frau Lengsfeld.

Nicht genug! Auch noch ran an die Kinder!

„Kinder rechter Eltern sind nicht unbedingt anders als Kinder anderer Eltern. Sie fallen manchmal erst nach längerer Zeit auf, zum Beispiel weil sie sehr still oder sehr gehorsam sind“, sagt die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Heike Radvan, die im Februar 2016 ihre wahnwitzigen Ideen über rechten  KITA-Rassismus ausgerechnet in der Apothekenzeitung „Baby und Familie“ veröffentlichte. Ergänzt wird dieser Schwachsinn durch weiteren linksradikalen Senf der Eva Prausner: „Töchter rechtsradikaler Eltern fallen zum Beispiel durch akkurat geflochtene Zöpfe und lange Röcke auf. Auch die Söhne sehen oft sehr traditionell aus und tragen zum Beispiel keine amerikanischen Schriftzüge auf ihrer Kleidung.“ Die Dritte im Bunde der linken Superdiskriminierer ist Prof. Dr. Michaela Köttig, die dem Ganzen noch die Krone aufsetzt: „In einigen rechtsextremen Gruppen führen Frauen und Männer ein sehr stark auf germanisches Brauchtum und Tradition ausgelegtes Leben. Es ist häufig nicht anders als in einer Sekte.“

Linker feministischer Gender Einheitsbrei

Als was kann man diese Ideologie bezeichnen? Als linken feministischen, diffamierenden Genderismus. Natürlich ist das familien- und traditionsablehnende feministische „Fachpersonal“ Vertreter und Verbreiter eines westlichen Gender-Einheitswesens. Es ist karrierezentriert und kinderlos mit dem Anspruch und der Überzeugung, alles über Kinder zu wissen, vergleichbar mit einem Botaniker, der sein Studium an Plastikpflanzen absolviert hat. Theorie ist alles – Praxis nichts!

Ich habe in meinem Leben noch keinen größeren Irrsinn zu Papier bringen müssen als diesen. Der Grad meiner Entrüstung ist nicht in Worte zu fassen. Diese „heiligen drei Könige“ aus dem Gender-Land dulden keine andere Gesinnung als ihre eigene und wurden schon vor ihrem Ableben heiliggesprochen, indem ihr diffamierendes Bla Bla auch noch finanziert wird.
Meine 30 Jahre andauernde wunderbare Arbeit mit Kindern in Kindergärten und Schulen erlauben mir, diesen drei „Fachfrauen“ hier auch schriftlich zu bestätigen, dass sie von der kleinen reinen Kinderseele so viel Ahnung haben wie die Kuh vom Jodeln und ich fordere den Justizminister auf, sie wegen Kindesmissbrauchs, Denunzierung und Rassismus zu verklagen.

Warum ist es in diesem Deutschland nur möglich, beständig die linke Spielwiese zu düngen und auf ihr die Waffensysteme aus Beleidigung, Diffamierung, Diskriminierung und Rassismus aufzustellen, die sie von der rechten Spielwiese entwendet haben? Dafür werden sogar staatliche Gelder lockergemacht und die Karriereleitern bis in die höchsten Zentren der Macht  aufgestellt. Dieses Land ist dem Untergang gewidmet und macht mir Angst.

Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt


Gedächtniskirche, Berlin
Gedächtniskirche, Berlin

Mein persönliches Gefühl ist tiefes Mitgefühl mit den Betroffenen, den Familien der Toten und den Verletzten. Gleichzeitig kann ich aber auch Wut und Ärger nicht verbergen, die mich nach den Verantwortlichen fragen lassen. Wer Leser meiner Beiträge ist, kennt meine Antwort darauf, die ich hier aus pietätsgründen gegenüber den Opfern nur emotionsgedämpft formuliere.

Fassungslosigkeit bei Politik und Gesellschaft

Warum eigentlich? Wir alle haben gewusst, dass sich Deutschland schon längst im Fokus terroristischer Anschläge befindet.
Und diese Bezeichnung „terroristisch“ wurde auch direkt von den kondolierenden ausländischen Staatschefs in den Mund genommen, als es unser Innenminister de Maizière noch vermied. Die Frage eines Journalisten an ihn, ob durch dieses schreckliche Ereignis ein Überdenken der bisherigen Flüchtlingspolitik stattfinden wird, wurde nicht beantwortet. Es sei nicht der Tag, um über politische Konsequenzen zu reden. Muss man auch nicht. Schließlich hat man mit der Aufklärung der Tat genug zu tun. Erst recht, nachdem trotz Verfolgung des LKW-Fahrers der womöglich Falsche festgenommen wurde und zu befürchten ist, dass die Fahndung danach unterbrochen wurde.

Merkel äußerte in ihrer Rede, dass sie hofft, dass dieser Anschlag nicht von einem Menschen begangen wurde, der Schutz und Asyl bei uns suchte. Diese Bemerkung ist nur dumm. Natürlich weiß sie, dass es sich bei solchen Terroristen nicht um Schutz- und Asylsuchende handelt. Diese Menschen gehorchen dem IS und man kann bei dieser Flüchtlingspolitik nicht ausschließen, dass sie sich im Rahmen der Einladungs- und Willkommenswochen seit 2015 unter die Hilfesuchenden gemischt haben.

So verständnislos wie Angela Merkel vor nicht allzu langer Zeit bemerkte, dass es nicht ihr Land ist, wenn es nicht erlaubt sei, ein freundliches Gesicht zu zeigen … so ungehalten rufe ich jetzt aus: Das ist nicht mehr mein Deutschland, das mit einladenden Worten in alle Richtungen versäumte, kontrollierend die Spreu vom Weizen zu trennen.

Bundespräsident Gauck wünscht sich, dass die Hass-Tat des Terroristen nicht auch von Seiten der Bevölkerung mit Hass beantwortet wird. Das wünsche auch ich mir und frage mich dann aber auch, wie ein solcher Satz bei den Familien der Getöteten und Verletzten ankommt.

Doppelte Staatsbürgerschaft


Damit der CDU Parteitag nicht im langweiligen „Weiter so“ erstickte, lieferten sich Partei und Kanzlerin ein kleines Doppelpass-Kämpfchen, aus dem natürlich Merkel als klare Siegerin hervorging.

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

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Wer Fragen nach der einfachen, aber auch mehrfachen Identität hat, sollte einmal bei Richard David Precht nachlesen in „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ Vielleicht erhält er dort eine philosophische Antwort auf Fragen nach dem Ich, seiner Identität und seiner Zugehörigkeit.
In der Medizin ist die doppelte Identität ein Krankheitsbild. Und hätte man nach dem Mauerfall unsere ostdeutschen „Einwanderer“ nach ihrer doppelten Identität befragt, wäre uns Wessis klar geworden, wie schwer vielen von ihnen die neue Identitätsfindung gefallen ist. Sie hatten allerdings den Vorteil, dass ihre Fahrt in das westliche Gesellschaftssystem keine Rückfahrkarte enthielt.
Meinungsfreiheit, Reisefreiheit und freie Wahlen halfen mit, eine westliche Identität für erstrebenswert zu halten, denn das hatte es in der DDR nicht gegeben. Dennoch blieben Bereiche, in denen das Leben in der DDR als besser bewertet wird, wie beispielsweise der Zusammenhalt der Menschen untereinander.

Deutsche Staatsangehörigkeit unter türkischer Flagge

Für die Doppelte Staatsbürgerschaft galt bis zum Jahr 2000 das im Staatsangehörigkeitsgesetz geregelte Blutrecht von 1913. Deutscher war, wer einen deutschen Elternteil hatte. Für eine Einbürgerung musste man mindestens 15 Jahre in der Bundesrepublik gelebt haben.
Das glaubte dann die rot-grüne Regierung durch etliche Zusätze erleichtern zu müssen, sich aber erst 2008 darum kümmern zu wollen, dass auch die deutsche Sprache bei der Identifikation und Integration eine Bedeutung erhält.
Verstehe wer wolle, was ein Doppelpass für eine Sinnhaftigkeit hat, wenn doch alle beteuern, große Europäer zu sein. Ich bin Deutsche, Polin oder Türkin, weil ich in besagtem Land geboren bin, was mich nicht hindert, in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. Das tat ich sieben Jahre lang in Polen, verlor mein Herz an Menschen und Landschaft, kam hingegen nie auf die Idee, einen polnischen Pass zu beantragen. Da der deutsche Staat mit dem Doppelpass auch die „doppelte Wahl“ ermöglicht, ist schon klar, was das Geschenk „Doppelpass“ selbst bei Menschen ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse bezweckte. Wählerstimmen! Die türkischen Männer erhielten mit dem Geschenk einer doppelten Staatsbürgerschaft die Möglichkeit, sich vom türkischen Militärdienst freizukaufen. Die Erlaubnis zur Integration und Assimilation erhielten sie laut Wahlkampfreden ihres Übervaters Erdogan allerdings nicht. Ihm reichte es, wenn seine Landsleute die Staatsangehörigkeit der Länder annahmen, um eine starke Lobby für die Türkei zu bilden und die türkische Fahne zu schwenken.

Heinz Buschkowsky
Heinz Buschkowsky

Wer also glaubt, der Doppelpass erleichtere eine Integration, der irrt. Im Gegenteil: Er fördert die Zugehörigkeit zum Ursprungsland, was uns Menschen, die es wissen müssen, bestätigen. Der ehemalige SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky, der jahrelang die Praxis in seinem Stadtteil „Berlin-Neukölln“ gelebt und erlebt hat, widerspricht da deutlich seinen in der Theorie argumentierenden SPD-Genossen. Dabei tut sich gerade der SPD Vorsitzende Siegmar Gabriel hervor, der bei seiner Suche nach neuem Wählerpotential mit dem Doppelpass in Richtung Großbritannien winkt, um die jungen Briten zu trösten, die den Brexit zwar nicht wollten, ihn aber zu verantworten haben, weil sie keine Lust hatten, zur Wahlurne zu gehen.

Beschlussfassung gegen „Mutti“

Ein kleines Sensatiönchen ereignete sich in Merkels CDU. Die Junge Union, die sich zum Parteitag in Essen eine eigene Meinung leistete, will die geltende Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft rückgängig machen: „In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern sollen sich wieder für eine Staatsbürgerschaft entscheiden müssen – und nicht sowohl die deutsche als auch die ihrer Eltern behalten dürfen. Die Delegierten stellten sich mit dem Votum sowohl gegen den Koalitionspartner SPD als auch gegen den Wunsch der Parteispitze.“
Alles heiße Luft, was Merkel auch gleich nach dem Parteitag mit den Worten bestätigte: „Nicht alles, was auf einem Parteitag beschlossen wird, muss auch umgesetzt werden.“
Wie passend zu ihrem Lieblingsspruch: „Man kann nicht davon ausgehen, dass das was vor den Wahlen versprochen wird, auch nach den Wahlen gilt.“

In einem Land, in dem Patriotismus und nationale Identität fehlen, kann die Staatsbürgerschaft doch locker verschenkt werden, denn am schwächsten ist das nationale Identitätsgefühl in Deutschland.