DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Altkanzler Schröder erhält Ludwig-Erhard-Preis


Der Sozialdemokrat und seine „soziale“ Agenda 2010

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„Heiliger Strohsack“, war die erste Reaktion eines Mannes, der im Ruhrpott jahrelanges SPD-Mitglied gewesen war und während der Schröder-Kanzlerschaft austrat und gleich ganz das politische Handtuch warf. „Der ist doch nicht SPD! Da können sie ja auch den  Kohl zum Papst machen“, fuhr er fort und seine aufkeimende Wut war ihm anzumerken.

Schröder bekommt nun also für seine Agenda 2010 den Ludwig-Erhard-Preis mit einem Preisgeld von 10.000 Euro zuerkannt, weil er mit dieser Reform „Deutschland wieder wettbewerbsfähig gemacht“ hätte.
Mag sein. Diese Feststellung offenbart dann aber nur eine Seite der Medaille. Man muss kein Wirtschaftsexperte sein, sondern nur ein lesender, zuhörender und denkender Mensch, um  die andere Seite zu kennen. Und mit der kommt man zu einem  fragwürdigen Urteil über Schröders Kanzlerschaft. Es hat nie einen größeren sozialen Kahlschlag gegeben als den durch den sozialdemokratischen Bundeskanzler Gerhard Schröder verursachten.

SPD-Wähler kündigten  Schröder die Gefolgschaft

image„Wohlstand für alle“ lautete Ludwig Erhards Leitspruch. Ein-Euro-Jobs, Riester-Rente für alle, Ich-AG und weitere Nettigkeiten für die Bürger als „Arbeitsbeschaffungsmaßnah-men“ waren Schrödersimage marktwirtschaftliche Antwor-ten. Ausgerechnet die rot-grüne Koalition senkte im Rahmen von Schröders Agenda den Spitzensteuersatz auf 42% und leitete eine fatale Entwicklung nicht nur auf dem Arbeitsmarkt ein. Massenentlassungen und Arbeitslose, neue Ein-Euro-Jobs, Leiharbeit und Zeitarbeit produzierten eine neue Notlage von Familien mit Kindern. Monatsreserven schwanden und Kinder bedeuteten mehr denn je Konsumverzicht.
Durch die von der SPD initiierte Entlastung der Reichen schwanden die Einnahmen im politischen Finanztopf. Zum Ausgleich wurde die Mehrwertsteuer erhöht, die nun auch wieder die Familien und die Mittelschicht belastete. Es gibt bis heute keine Pläne einer dringend erforderlichen Kapital-Umverteilung zur Rettung der Demokratie und des sozialen Friedens. Die mit dem sogenannten »Nachhaltigkeitsfaktor« verbundene schrittweise Senkung des Rentenniveaus um fast 20 Prozent erwies sich als Rohrkrepierer für eine heutige und zukünftige angemessene Rente nach lebenslanger Berufstätigkeit. Das Wort „Altersarmut“ geistert durch die Köpfe der Menschen und ist auch schon in der Realität angekommen. SPD-Mitglieder liefen scharenweise weg. Sie haben bis heute nicht verstanden, warum eine soziale Partei ausgerechnet nur dem „kleinen Mann“ in die Tasche greift.
Viele Neuerfindungen mit Strahlkraft sehen heute blass aus. Die Praxisgebühr hat nichts gebracht und wurde wieder abgeschafft, die Riester-Rente blickt erfolglos drein, das Abitur nach 8 Jahren war auch nicht der Renner. Der Meisterzwang wurde abgeschafft, Renten wurden nun statt am Monatsanfang zur Schonung der Rentenkassen erst am Monatsende ausgezahlt. Statt der Eigenheimzulage wurden nun Wohnungsbauprogramme aufgelegt, für welche Hedgefonds erlaubte, die nach der Finanzkrise wieder reguliert werden mussten. Und auch die Abgeltungssteuer war scheinbar überflüssig, weil sie der Finanzminister mangels Begründbarkeit wieder abschaffen will.

So viel aus der Sicht einer „SPD-Wählerin aus grauer Vorzeit“ über das „Verdienst“ Gerhard Schröders für soziale Gerechtigkeit, Bildung, Finanzpolitik, Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik. Sein Ruhm hält sich daher, was seine Agenda betrifft, in sehr überschaubaren Grenzen und hat ihm, der SPD und dem Vertrauen der Bürger geschadet. Würde man ihm für  seine Ablehnung einer deutschen Beteiligung am Irak-Krieg der Amerikaner heute einen Preis überreichen,  wäre das eine Auszeichnung, die ihm unbedingt zusteht. Dieser Preis aber ist lächerlich und soll wohl in einer Zeit, da die SPD zum „Kranken Mann Deutschlands“ geworden ist, das Ansehen der Partei wieder etwas aufpolieren. Da kann man nur hoffen, dass Maschmeyer, Riester, Hartz, Putin und Gazprom schon gratuliert haben.

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Gegen CETA und TTIP auf die Straße


CETA – trotz massiver Proteste von SPD abgenickt

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Am 17. September gingen Tausende von Bürgern in allen Großstädten des Landes auf die Straße, um gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP zu demonstrieren. Schon lange ist dieser Protest spürbar mit der Forderung nach mehr Transparenz und Beteiligung. Es gehe nicht an, dass über die Köpfe der Bürger hinter verschlossenen Türen verhandelt und auch entschieden würde. CETA wird erst der Beginn des Ritts in die Freihandelsabkommen sein und die Generalprobe für das viel umstrittenere TTIP-Abkommen mit den USA. Eigentlich geht es gerade erst richtig los auf dem Weg in die gelebte Globalisierung und die große Freiheit der Bürger … oder doch wohl eher der Konzerne, Firmen und Banken.

Der Durchmarsch der Globalisierung

Auf der sehr aktuellen Warteliste befindet sich nach CETA und TTIP das noch streng geheim verhandelte Dienstleistungsabkommen TISA mit 22 Ländern. Da erwartet uns eine Liberalisierungswelle in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Nahverkehr und Wasser mit den Gefahren einer Privatisierung.
Auch die aufstrebende Großmacht China wartet auf ein Investitions-Abkommen mit der EU, das Merkel bei ihrem letzten Besuch in China sicher schon vorbereitet hat.
Weitere Abkommen mit den südost-asiatischen Staaten Singapur, Vietnam, Malaysia, Thailand, Indonesien und den Philippinen werden folgen.
Die geplanten EPA-Abkommen mit afrikanischen Staaten werden sicher nicht die Afrikaner aufs Gewinnertreppchen steigen lassen, sondern die Taschen der europäischen Konzerne füllen. Wer glaubt, dass all diese Abkommen für eine größere Verteilungsgerechtigkeit und eine Stabilisierung sozialer und demokratischer Strukturen sorgt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Auf in die Privatisierung der Demokratie

Verbraucher- und Umweltverbände, Gewerkschaften und Kirchen, die Netzwerke Attac und Campact, Grüne und Linkspartei sowie der Deutsche Kulturrat haben bei den Demonstrationen ihre Skepsis gegen CETA und TTIP in Worte gefasst, ihre Argumente vorgebracht und einen Appell an die SPD gerichtet, ihren Parteivorsitzenden Siegmar Gabriel durch die Abstimmung gegen CETA am 19. 9. noch zu stoppen. Der allerdings warnte bis zuletzt vor einem Scheitern von CETA. „Wir wollen, dass die Globalisierung endlich den Menschen dient und nicht nur einigen wenigen in der Wirtschaft“, sagte er. Welch eine dreiste und dumme Erklärung! Dient Deutschland den Menschen? Dient Europa den Menschen? Dient die Globalisierung den Menschen? Dient der Kapitalismus den Menschen?
Der Mensch wäre schon zufrieden, Politiker zu haben, die ihm dienten.

SPD mit Siegmar Gabriel talwärts

Es war illusionär, zu hoffen, dass die Wachen und Mutigen im Land die nickenden Köpfe der SPD noch in schüttelnde hätten verwandeln können. Schließlich hatte Gabriel in Kanada schon seine quasi Zustimmung abgeliefert. Außerdem war jedem in seiner Partei klar, dass die politische Zukunft ihres Parteivorsitzenden auf dem Spiel stand. So wurden gleich zwei Gefährdete gerettet: Siegmar Gabriel und CETA.

picture alliance / dpa
picture alliance / dpa

Das Grab, in das die gesamte Partei nun fällt, hat sie sich schon geschaufelt, als sie mit Merkel in die GroKo startete. Merkel hatte bis dahin nicht nur einzelne Politiker, sondern auch die FDP wegrationalisiert und wer zweifelte daran, dass diese Technik nicht auch bei der SPD zur Anwendung käme, was mit einem glücklosen Gabriel an der Spitze ja auch gelungen ist.
Zum absoluten Fiasko wird das politische Possenspiel dann, wenn sich Gabriel zum Kanzlerkanditat gegen Merkel aufstellen lässt. Freunde sollten ihm dringend davon abraten, damit er sich nicht der Lächerlichkeit preisgibt und er vor der größten Niederlage seines Lebens bewahrt wird. Ob er allerdings den Ratschlägen folgen würde, ist sehr fraglich. Dafür ist sein Realitätsverlust wohl schon zu weit fortgeschritten.

Wie gut, (k)eine Meinung zu haben!


(Linker) Gutmensch oder (rechter) Rassist?

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Haben Sie sich auch schon längst abgewöhnt, eine öffentliche Meinung zu haben? Sagen Sie lieber nichts als etwas Falsches? Fühlen Sie sich selbst unter guten Bekannten, Nachbarn und Freunden oft wie ein Spürhund, der seine Nase erst einmal erschnuppern lässt, wie mainstream-gesättigt die Luft ist. Und kommt es dann nach dem Erschnuppern vor, dass Ihnen ungewollt und so leicht wie von selbst Töne entweichen, die gar nicht Ihre sind, sondern geklaute oder geliehene und die in dem Moment, in dem sie Ihren Mund verlassen, so schön klingen, dass Sie selber total überrascht sind? Verglichen etwa mit einer Person, die sich im Bad eines anderen des fremden Parfums bedient hat und als mit fremden Lorbeeren Geschmückte ihr Umfeld betört?
Zu Hause angekommen schauen Sie wie gewöhnlich vor dem Zubettgehen noch einmal in den Spiegel und weichen angewidert zurück. Ihr Spiegelbild eine verzerrte Fratze – schiefer Mund, überlange krumme Nase, ein schielendes Auge. Und das Erstaunliche ist … Sie wissen, warum Ihr eigenes Zerrbild auf Sie blickt.image

Ihr Vorsatz ist eindeutig und steht fest. Lügen haben kurze Beine und eine lange Nase. Daran werden Sie beim nächsten Treffen mit Freunden denken. Und so passiert’s. Direkt und frei heraus verkünden Sie beim nächsten Treffen Ihre Meinung, kritisieren den augenblicklichen Zustand, begründen und machen, um die Luft nicht ganz zu verpesten, sogar Verbesserungsvorschläge. Kaum aber haben sich Ihre befremdlichen oder extremen Äußerungen mit Seltenheitswert, also Ihre Anti-Mainstream-Tiraden durch den Raum geschlängelt, spüren Sie den Atem und die Blicke der anderen, die Ihnen plötzlich kalt entgegenkommen.
Zuhause schauen Sie in den Spiegel. Sie sehen sich unverzerrt und klar und beginnen zu verstehen, dass Sie sich zwischen zwei Varianten zu entscheiden haben und warum es den Mainstream gibt.

Geteiltes Deutschland 2016

So passierte es vielen Menschen im letzten Jahr, nachdem das Merkel-Zitat durch die Medien gewandert war. Seitdem durchlebte das gesamte Land eine gesellschaftliche Metarmophose.

Immerhin durften Sie wählen, in was Sie sich verwandeln wollten: Gutmensch oder Rassist? Und innerhalb dieser Kategorien hatten Sie noch die Möglichkeit, aktiv zu werden oder passiv zu bleiben. Differenzierte Meinungsäußerungen, kritische Bemerkungen mit sachlichen Begründungen, religions- und kulturspezifische Überlegungen … alles verlorene Liebesmüh‘. Es ging nur noch um ein Für oder Wider, um ein Ja oder Nein, um schwarz oder weiß.

Oppositionsloser Parteien-Einheitsbrei

Heute fliegen Millionen von Schmetterlingen image(Gutmenschen) umher, die glauben, dass sie unsere Republik bunt machen, indem sie den denkenden, argumentierenden, kritischen, ängstlichen, skeptischen und/oder wütenden Bürgern ihre Flügel stutzen oder den Raupen (Anti-Gutmenschen) die Verpuppung verbieten.
Wie bunt, denken Sie, ist Deutschland, wenn ausschließlich Linienschwärmer (Hyles livornica = Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer) unterwegs sind?
Unsere Einheitspartei CDUGrüneSPD wünscht sich eine bunte Republik und versteht darunter sexuelle, religiöse und nationale Vielfalt. imageDie haben wir schon lange. Dafür muss sich niemand mehr stark machen.
Dass allerdings auch  unbedingt eine gewollte und geförderte Meinungsvielfalt und eine aus ihr erwachsende öffentlich geführte Streitkultur diese Nation erst inhaltlich bunt macht, passt nicht in ihre Köpfe. Auf dieser Ebene bevorzugt die Einheitspartei das Gleichmachprinzip.
Ermöglichen wir diesen Politikern doch einfach einmal einen zweiwöchigen Aufenthalt in Duisburg-Marxloh oder Hochfeld unter Ausschluss der Medien und alleinige Gesprächen mit den dortigen bunten Bewohnern. Vielleicht löst sich dann der politische Einheitsbrei endlich wieder auf und die Erkenntnis einer unserer Großen  ändert Meinung und Richtung. Peter Scholl-Latour würde nämlich in Anbetracht dieses Elends sein Zitat wiederholen:
Wir können Kalkutta nicht retten, indem wir Kalkutta zu uns holen.“

„Seehofer ist die Abrissbirne der Demokratie“


sagt die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt

imageBündnis 90/Die Grünen bereiten sich mit 59400 Mitgliedern und dem Urwahl-Motto „Die Basis ist Boss“ auf die Wahl ihrer Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017 vor. Die einzige weibliche Bewerberin, Katrin Göring-Eckardt, ist schon nominiert, darf also weiter ihre Reden gegen alle schwingen, die dem Einzug der Grünen ins Parlament und ihren Wählern gefährlich werden könnten. Sie gehört dem Realo-Flügel ihrer Partei an und argumentiert mit ihren religiös fundierten Gewissensentscheidungen. Damit fühlt sie sich dem bürgerlichen Milieu nahe mit guten Kontakten zur CDU und ihrer Absicht einer schwarz-grünen Regierungskoalition in 2017.
In der rot-grünen Koalition unter Gerhard Schröder war sie eine entschiedene Befürworterin der Hartz-Reformen und der Agenda 2010. Diese umstrittenen Gesetzespakete setzte sie gegen innerparteiliche Widerstände durch. Agenda 2010 bezeichnete sie als „Frühling der Erneuerung„.

Die Grünen – von der Friedensbewegung zum Gender-Wahnsinn

Den „Frühling der Erneuerung“ haben uns Bündni90/Die Grünen tatsächlich gebracht und sind hoffentlich bald im „Herbst der Verwelkung“ angekommen.
Erinnern wir uns, wie der Zeitgeist unter 68ern und Grünen die Pädophilie fast salonfähig machte. Alles wurde ausprobiert und wie aus dem Regal eines Supermarktes genommen. Die sexuelle Revolution, die Ablehnung jeglicher Autorität, das Ende der konventionellen Familienstruktur und Kindererziehung, eigentlich die totale Umkrempelung des Gewesenen – das alles baute uns eine verstörende Welt, die speziell von den Grünen vertreten und weiter ausgebaut wurde. Heute sind wir mit ihnen im Gender-Mainstream-Irrsinn angekommen, der bis in Schulen und Kindergärten vorgedrungen ist und vor einer Sexualisierung unserer Jüngsten nicht haltmacht. Die Mehrheit der Gesellschaft sah und sieht das nicht, ignoriert es oder lässt sich hinters Licht führen.

Erinnern wir uns …

Ende 1998 wurde erstmals in der BRD eine Regierung mit „68ern“ gebildet — genauer gesagt mit Leuten, die von der Revolte des Jahres 1968 geprägt waren und die sich geraume Zeit positiv auf diesen Einschnitt bezogen. Der Außenminister Fischer imageund der Umweltminister Trittin zählen dazu; der damalige Kanzler Schröder und sein Innenminister Schily wurden ebenfalls in der Nähe der 68er gesehen.
Bei den Grünen – einst eine pazifistische soziale Partei mit Umweltschwerpunkt – sitzen heute die „Realos“ genannten Funktionäre in den höchsten Stellen von Rüstungs- oder Autokonzernen, in den transatlantischen Netzwerken und sind auch zu Kriegseinsätzen bereit. Im Fall Kosovo wurden der Öffentlichkeit sogar mit Kriegsbeginn im März 1999 die dreistesten Lügen erzählt. Weder gab es eine „serbische SS“, wie Joschka Fischer behauptete, noch das von Verteidigungsminister Rudolf Scharping behauptete „KZ im Fußballstadion von Pristina“, noch hat sich der ebenfalls von Scharping kolportierte „Hufeisenplan“ als Wahrheit herausgestellt.

Welchen Islam einbürgern?

Aber zurück zur Hauptperson Göring-Eckardt und einem der Inhalte ihrer Politik. Sie plädiert dafür, den Islam in Deutschland einzubürgern. In Sachen dieses Unfugs schließe ich mich da dem dortigen Kommentar von Kai Marchfeld vom 10.09.2016 an. Er fragt, welchen Islam sie gerne einbürgern möchte … „Die saudische Variante mit Steinigungen, Hinrichtungen und allem PiPaPo? Die nordafrikanische Ausprägung mit Christenverfolgungen und -massakern? Oder doch lieber das aktuelle „Outdoor“-Modell a la Syrien/Irak … mit Köpfen per Video und solchen Sachen? Ich persönlich bevorzuge die iranische Variante … die wirkt irgendwie „staatstragender“. Es wäre wirklich hilfreich, wenn all jene „der-Islam-gehört-zu-Deutschland“-Vertreter endlich einmal Farbe bekennen würden und ein islamisches Musterland präsentierten, in dem die Verträglichkeit dieser Religion mit „westlichen“ Werten wie Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz, Recht auf sexuelle Selbstbestimmung sicht- und erlebbar ist.“

Kann man da nicht verstehen, dass wache Demokraten immer dann, wenn sie „Grün“ hören, inzwischen nur noch „Rot“ sehen?

NRW-Lehrer vor Gericht wegen Freiheitsberaubung


Schultheater NRW: Schüler gegen Lehrer

Ein schulischer Vorfall in einer Neusser Realschule hat hohe Wellen geschlagen.

imageDer Realschullehrer Phillip Parusel wurde durch die Anzeige der Eltern eines 13-jährigen Schülers vor Gericht zitiert, um sich dort für sein Verhalten während einer Musikstunde zu rechtfertigen. Die Schüler hatten ihre Unlust durch Disziplinmangel und Faxen kundgetan, worauf Parusel ihnen die schriftliche Aufgabe abverlangte, aus Wikipedia einen Text über den Geiger Paganini abzuschreiben. Wer zum Ende der Stunde nicht fertig war, durfte den Klassenraum nicht verlassen, sondern musste erst seine Aufgabe erledigen. Schüler hatten aus diesem Grund die Polizei gerufen, die diese Situation auflöste. Dieser Lehrer landete nun wegen Freiheitsberaubung vor Gericht.
„Mit einem milden Urteil ist am Neusser Amtsgericht der viel beachtete Prozess gegen einen Kaarster Musiklehrer zu Ende gegangen. Richter Heiner Cöllen verurteilte den 50-jährigen Phillip Parusel wegen Freiheitsberaubung, beließ es am Ende aber bei einer Verwarnung. Gleichzeitig entschied er, dass der Lehrer eine Fortbildung zum besseren Umgang mit schwierigen Schülern belegen muss. Macht er das innerhalb eines Jahres nicht, muss er 1000 Euro Geldstrafe zahlen.“

NRW = N_arren, R_ichter und W_eicheier ?

Was sagt man zu solch einer Posse? Nicht zu glauben, was seit Jahrzehnten im schulischen Alltag so abläuft. Und NRW nimmt da wie schon immer eine Position des Irrsinns ein. Zwei Dinge sind für mich von Relevanz in der Schüler-Lehrer-Beziehung: Sexueller Missbrauch und körperliche Gewalt an Schülern gehören zur Klärung, Bestrafung und eventuell Beseitigung des betreffenden Lehrers vor Gericht. Alles andere muss in Gesprächen zwischen Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung geklärt werden. Wo kommen wir denn da hin, wenn eine Bestrafung wie hier, die Stunde wegen Disziplinlosigkeit von Schülern und deren Leistungsverweigerung zu verlängern und sie deshalb am eigenmächtigen Verlassen des Klassenraumes zu hindern, zu einer Polizeiaktion und der Verurteilung des Lehrers führt? Da bürden Politik und Schulministerium den Lehrern ein Bündel an Forderungen auf, entreißen ihnen aber gleichzeitig ihre Autorität, mit entsprechenden Sanktionen auch für einen geregelten Unterrichtsablauf Sorge zu tragen.

Bildung für jeden, Erziehung für die Vernachlässigten, Disziplin für die Unerzogenen, Förderung für die imageSchwachen, Inklusion für die Behinderten, Verständnis für die Faulen, Integration für die Migranten, Vorbild für die Gesellschaft, Gleichbehandlung aller Schüler, Verhinderung der Bevorzugung, Sonderförderung für die Begabten, gerechte Beurteilung der Schülerleistungen, Zusammenarbeit mit den Eltern, Teamwork mit den Kollegen, Umsetzung schulischer Programme, Beherrschung eigener Emotionen sind nur Teile des Bündels, das sich jeder Lehrer jeden Morgen auf seinen Buckel packt.

Klar, das kann doch wohl von einem Pädagogen verlangt werden, dass er diese Eigenschaften in seinem Sortiment hat, oder? Selbstverständlich! Vergessen bleibt bei dieser Sicht der Dinge aber zumeist die Frage, welche Fähigkeiten eigentlich die Schüler mitzubringen haben? Einhellige Antwort darauf: Ihr Smartphone! Ob an das Sportzeug, die Hausaufgaben oder das Frühstück gedacht wurde, ist zweitrangig. Ob es an Benehmen, Disziplin oder Höflichkeit fehlt, spielt auch keine Rolle. Welche Reaktionen der Lehrer darauf tätigen soll, bleibt seit Jahrzehnten unbeantwortet.

Schüler sein ist nicht schwer, Lehrer sein dagegen sehr

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Mein Lehrerdasein in 30 Jahren hat Eintragungen in Personalakten von Kollegen erlebt, das Krank-Mobben einer Kollegin, die frühzeitig aus dem Dienst schied bis hin zu der Forderung der Schulaufsichtsbehörde, die dem Druck einer Mutter nachgab, die Diktatzensur einer Schülerin von „mangelhaft“ auf „ausreichend“ zu verändern, was die betreffende Lehrerin zur Kündigung veranlasste.
Meine Erlebnisse in NRWs Haupt- und Grundschulen sind nachzulesen in meinen imageBildungsbüchern aus den Jahren 2003 und 2005. Erschreckend, was 10 Jahre nach Erscheinen meiner Bücher über das vermaledeite deutsche Schulsystem zu lesen ist: „Schulsysteme in Deutschland sind nach oben zu wenig durchlässig: Es gibt mehr Abstiege als Aufstiege“ – so beschreiben die Schulforscher ein zentrales Wesensmerkmal der Merkelschen „Bildungsrepublik“ im Jahr 2012.
Na dann, liebe Kollegen, lasst die 1000 Schulleiterstellen ruhig unbesetzt. Die Gerichte und Richter werden es Euch danken. Ein Job als Tausendsassa im Zirkus ist weniger gefährlich und schont die Nerven.

Das Sterben der Bienen


Kinofilm (2012) More than Honey 

imageWer sich noch an das Lied von Reinhard May erinnert „Es gibt keine Maikäfer mehr“, spürt vielleicht noch seinem Erstaunen nach, das die Frage in uns aufkommen ließ: Ist denn das wahr, was May da singt?
2012 lud das Kino ein zu einem Film mit dem Titel „More than honey“ (Mehr als Honig), den der Bienenforscher und Filmemacher Markus Imhoof nicht nur auf die Leinwand projizierte, sondern auch direkt in die Herzen der Menschen. Erzählt wird die Geschichte der Honigbienen und ihrer Völker, die über Jahrtausende für den Fortbestand der Natur und die menschliche Nahrungsbeschaffung sorgten. Sie flogen, bestäubten, tanzten unermüdlich den Kreislauf der Natur und der Mensch dankt es ihnen seit 100 Jahren, indem er sie pflegt, ihnen Häuser für die Königin und ihr Volk baut, von ihnen lernt und eine Symbiose mit ihnen bildet. Wer liebt nicht den süßlich riechenden Lindenblütenhonig oder den geschmacklich intensiveren Rapshonig und die vielen anderen Sorten, die wir beim Imker, dem Freund aller Bienen, erstehen?
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Im Film aber ertönt ein Hilferuf darüber, dass diese Ära zu Ende geht, da sich schon 30% der Bienen weltweit verabschiedet haben und der Restbestand stark gefährdet ist. Vor 100 Jahren gab es mehr als 4 Millionen Bienenvölker auf der Erde, heute sind es nur noch 700 Tausend. Jedes Jahr, wenn die Imker nach überstandenem Winter ihre Bienenvölker aufsuchen, haben zwischen 10 und 50% ihrer Völker den Winter nicht überlebt.

Warnung der Toxikologen

Das berichtet der Film nach 5-jähriger Forschungsarbeit. Alle Imker sind sich darin einig, dass das Bienensterben eine eindeutige Antwort darauf ist, dass der Mensch nicht mehr im Einklang mit der Natur lebt.

rodalesorganiclife.com
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5000 Tonnen Pestizide landen jährlich nur auf deutschen Böden, der Kleingärtner kann aus 33 angebotenen Giften gegen Unkraut, Milben, Spinnen, Pflanzenbefall wählen. Marktführer ist der Hersteller Monsanto mit dem Mittel Roundup.

Toxikologen warnen seit Jahren: „Pestizide werden die Gesundheitsskandale der Zukunft auslösen.“

gmo-awareness.com
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 Vermutlich wird es dazu gar nicht kommen, da diese Warnung vom Bienensterben überholt wird und sich eher Einsteins Prognose durchsetzt: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ (dieses Zitat wird in allen Medien verwendet, unbewiesen bleibt, ob Einstein tatsächlich der Urheber ist).

 

Zwei deutsche Kanzler – zwei Kniefälle


Der Kniefall Merkels vor Erdogan

imageLange ist Willy Brandts spontaner Kniefall am 7. Dezember 1970 in Warschau am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos als Demutsgeste zum Zeichen der Versöhnung zu Recht als Symbol empathischer Politik verstanden worden. image
Jetzt gab es einen erneuten Kniefall, den Angela Merkel vor dem türkischen Präsidenten Erdogan tätigte. Dieser Kniefall fand hinter verschlossenen Türen ohne Fotografen und ohne Öffentlichkeit statt. Still und heimlich verlor sie unter den Augen und dem Wissen von Wenigen ihre Haltung, indem sie, ihr Außenminister und ihr Pressesprecher etwas dementierten, was gar nicht dementiert werden muss. Schließlich waren sie, Steinmeier und Gabriel der Abstimmung zur Armenien-Resolution im deutschen Bundestag bewusst ferngeblieben. Das hatte Erdogan allerdings noch nicht gereicht. Es fehlte ihm der  jetzige Kniefall. Drei Monate nach der Abstimmung, die, wie Merkels Pressesprecher Seibert verkündete, keine Rechtsaussage beinhaltet, haben sich jetzt etliche Diplomaten und deutsche Abgeordnete in die Türkei begeben, um einen weiteren Akt der Besänftigungsdiplomatie aufzuführen und eine Relativierung der Völkermord-Formulierung des deutschen Bundestages vorzunehmen. Wer möchte noch glauben, dass dieser Merkelsche Kniefall nicht tatsächlich stattgefunden hat, denn als Geschenk für diesen Mauschelakt schickt Erdogan prompt wieder einen Botschafter nach Deutschland, den er nach der Armenien-Resolution beleidigt und wütend abgezogen hatte.

Wie war das noch? Deutschland gehört zum Islam?

Die deutsch-türkischen Eiertänze werden weiter getanzt werden, weil Merkels und Europas Zukunft von Erdogans Wohlwollen abhängen. Der heutige Kniefall war alles andere als eine spontane Demutsgeste mit Versöhnungscharakter, er war ein wohl überlegter ausgetüftelter Schachzug Merkels zum eigenen Machterhalt. Sie, die deutsche Bundeskanzlerin, hat es geschafft, ihre selbst formulierte Realität auf den Kopf zu stellen. Nicht der Islam gehört, wie sie formulierte, zu Deutschland, sondern Deutschland gehört inzwischen zum Islam und sie als Frau in den Augen Erdogans schon längst. Nicht mehr Merkel bestimmt die Richtlinien der Politik, sondern der türkische Präsident Erdogan. Die Verwirklichung des Islam hat in der Beziehung Merkel-Erdogan längst stattgefunden.

Nicht einmal eine winzige Geste der Versöhnung

Phoenix ließ am 3. 9. 2016 in einer Dokumentation über den Völkermord vor 100 Jahren Türken, Kurden und Armenier zu Wort kommen. Die Vergangenheit war furchtbar, die Gegenwart ist hoffnungslos. Das Zentrum der Hoffnungslosigkeit heißt Erdogan. 1,5 Millionen Armenier wurden 1915 vertrieben und ermordet. Bis heute bleiben die Nachkommen Außenseiter und ohne eine Entschuldigung. Zum 100. Jahrestag im April 2015 reisten Putin und Hollande zur Gedenkfeier nach Eriwan/Armenien. Viele Länder haben inzwischen den Völkermord anerkannt, nur Erdogan hält diese Bezeichnung für eine Provokation gegenüber der Türkei und fordert eine Aufklärung durch ein internationales Gremium von Historikern.
Wie kann Merkel diesem Mann vertrauen, der nicht einmal fähig und willens ist, durch eine Geste der Entschuldigung Vergangenes zu bedauern und das geschehene Unrecht an den Armeniern auf Millionen Schultern seines Volkes zu verteilen, um so am Frieden der Welt wenigstens geringfügig mitzuwirken? Welch eine Größe des Willy Brandt damals – welch eine Armut im Geiste Erdogans heute!

Wer 2017 nicht zur Bundestagswahl geht …


… bekommt dasselbe in Grün.

Nach dem Geheimtreffen zwischen der „schwarzen“ Frau Merkel und dem „grünen“ Herrn Kretschmann darf man sich schon einmal auf die Liebesheirat, also auf die CDU/Grünen-Koalition nach der nächsten Bundestagswahl freuen. Da Merkel das von ihr übernommene schwarze Parteibuch während ihrer langjährigen Kanzlerschaft inzwischen speziell linksseitig intensiver beschrieben hat als rechts, dafür die schwarze Schrift auf den rechten Seiten durch die Farben Rot, Grün und Gelb ersetzt hat, ist ihr völlig egal, wer nach der Bundestagswahl um ihre Hand anhält. Sie wird auf jeden Fall ihre weiße Weste tragen, ganz gleich, in welcher Farbe ihr Zukünftiger erscheint.

Trittin hat auf Fragen der Presse schon seine Bereitschaft bekundet, als Trauzeuge aufzutreten, imagewenn er auch die Befürchtung äußert, dass der andere schon feststehende Trauzeuge, der in Bayern wohnt, immer Sonderwünsche äußert imageund daher nicht gerade umgänglich ist. Aber wenn sich das Brautpaar nur genügend liebt, wird es sich schon gegenüber dem bayrischen Trauzeugen durchsetzen können.

Die Nachbarn sind augenblicklich noch etwas skeptisch, ob sie sich über die nächste Hochzeit derselben Braut freuen sollen, hoffen aber trotz allem, dass sie eingeladen werden. Erdogan fordert schon in diesem Jahr unabhängig vom Hochzeitstermin die Einladungskarten (Visa) für seine gesamte türkische Familie. Großbrittanien hat längst abgesagt. Auch Polen, Ungarn, die Slowakei, Tschechien und wohl auch Österreich verhalten sich zögerlich bis ablehnend. Putin wird aller Voraussicht nach gar nicht eingeladen und als Überraschungsgast wartet eine Frau Clinton beziehungsweise ein Herr Trump auf das europäische Ereignis.

Zwei Gruppen in Deutschland sollen nach dem Willen des Brautpaares nur auf den Zuschauerrängen Platz imagenehmen, weil sie entweder links oder rechts ständig aus der Reihe tanzen. Dabei würde doch gerade die schöne und kluge Frau Wagenknecht eine besonders hübsche Brautführerin abgeben! Nein … imageschöne, kluge, intelligente, kritische, demokratische, meinungsstarke, ideenreiche, diskussionsfreudige, andersdenkende Menschen sollten freiwillig auf die Nähe zur Braut verzichten, da eine damit einhergehende manipulative Gefährdung bis hin zur eigenen Alternativlosigkeit die Folge sein kann.

Angst haben darf man schon heute vor den Radau- und Krawallmachern, die ihre verbotenen Parties immer dann cool finden, wenn sie es zu Verwüstungen und Sachbeschädigungen aller Art, ihrer üblichen Schreierei in Gewaltausübung, am liebsten gegenüber der Polizei gebracht haben. Bei der Wahrnehmung der radikalen Schreihälse sollten wir nicht vergessen, auch mit dem linken Auge hinzuschauen.

Ich für meinen Teil wünsche mir, dass jeder von uns zum Gratulieren zur Hochzeit seine Stimme abgibt. Wenn auch die Braut schon feststeht, so haben wir doch vielleicht in Sachen Bräutigam ein winziges Mitspracherecht.

Jugendrichterin Kirsten Heisig – Mord oder Selbstmord?


Das Ende der Geduld –
Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter
 Foto: Michael Gottschalk/ddp/dapd

Foto: Michael Gottschalk/ddp/dapd

Kirsten Heisig, Jugendrichterin an Deutschlands größtem Amtsgericht Berlin-Tiergarten, wird zwei Tage nach ihrem Verschwinden am 3. Juli 2010 tot an einem Baum im Wald hängend gefunden. Ihr Auto steht 500 Meter vom Tatort entfernt.
So schnell wie im Fall Heisig wurde noch nie die Behauptung einer Selbsttötung sofort und zweifelsfrei zum Faktum erhoben. Eine Frau, Mutter von 2 Töchtern, die gerade die Arbeit an ihrem Buch „Das Ende der Geduld“ beendet hatte und gespannt und voller Freude auf die Veröffentlichung wartete, verschwand also ohne Ankündigung, Erklärung und Abschiedsbrief im Wald und erhängte sich. Verständlich, dass das nicht jeder glauben wollte.

Nach Heisigs Tod wurde ihr Buch image„Das Ende der Geduld“ zum Bestseller. Ihre Worte im Vorwort nach 20 Jahren Jugendrichterin-Dasein: „Wir müssen uns gemeinsam Gedanken darüber machen, wie es in dieser Gesellschaft weitergehen soll. Und wir müssen handeln. Jetzt. Hierzu möchte ich einen Beitrag leisten. Als Richterin, aber auch als Bürgerin dieses Landes.“
Heisig, Jugendrichterin aus Leidenschaft, setzte beruflich und literarisch ihre Vision um, jugendliche Kleinkriminelle durch rasche und strenge Bestrafung davor zu bewahren, zu erwachsenen Schwerst-straftätern zu werden. Sie lehnte sogar eine attraktive Beförderung ab, um lieber weiterhin Jugendrichterin im Krisenbezirk Neukölln zu bleiben. Dort entwickelte sie ihr „Neuköllner Modell“, das eine bessere Zusammenarbeit zwischen Polizei, Jugendämtern, Schulen und Justiz garantierte und das ihr Vermächtnis werden sollte. Das von ihr entwickelte Modell zeichnet sich vor allem aus durch Prävention, Abschreckung, Konsequenz und Schnelligkeit bezüglich der Straffälligkeit junger und jüngster Täter.
Freunde machte sie sich in den kriminellen Clans, in der Drogenszene und bei den Familien der Straftäter nicht. Doch nicht nur die jugendlichen Gangster waren ihre Feinde. Auch den trägen Gang der Dinge deckte sie auf und machte sich durch Auftritte in Presse und Fernsehen auch in Politik und Verwaltung viele Feinde. „Das Ende der Geduld“ barg für sie auch ganz persönliche Risiken bis hin zu ihrem tragischen Tod. Das lange durch Tabus besetzte Thema unserer Parallelgesellschaften, die hier eine jahrelange Duldung und seitens der Behörden ein ständiges Weggucken erfahren haben, gelangte endlich durch diese mutige Frau an die Öffentlichkeit.

Kundenrezensionen nach Erscheinen ihres Buches (in www.amazon.de)

– Das Buch zeigt klar und deutlich, dass es in Deutschland Zentren gibt, in denen deutsche Gesetzgebung nur noch eingeschränkt gilt. Die Autorin nimmt damit Stellung gegen den Schmusekurs der Gutmenschen, gegen die inkompetenten, auf dem linken Auge blinden Politiker und gegen den Vermutungsjournalismus.

– Der Schnee fällt, die Lawinen kommen noch!

– Ausländerkriminalität und Zuwanderung in die Sozialsysteme müssen endlich ernstgenommen und bekämpft werden. Da die Mainstream-Medien und die im Bundestag vertreten Parteien diese Probleme totschweigen und diejenigen sogar diffamieren, die auf diese zunehmenden Probleme aufmerksam machen, sind Bücher wie dieses umso wichtiger.

– Ich denke nicht, daß die von Kirsten Heisig für notwendig erachtete Diskussion in dem ideologischen Klima des heutigen Deutschlands möglich ist. Ich habe ihr Buch im Anschluß an jenes von Thilo Sarrazin gelesen. Ich habe die Ächtung von Thilo Sarrazin durch höchste Repräsentanten des deutschen Staates und zuletzt durch das unsägliche Produkt des Chef-Feuilletonisten der FAZ verfolgt. Die Zustände und Entwicklungen, wie sie in den Büchern von Thilo Sarrazin und Kirsten Heisig dargelegt werden, offenbaren ein Politikversagen monumentalen Ausmaßes. (Und dabei ist der Ausverkauf des deutschen Steuerzahlers im Zuge der europäischen Transferunion noch nicht einmal Thema dieser Bücher.) Meine Einschätzung – aus dem nichteuro-päischen Ausland – ist, daß Deutschland von seinen sog. Volksvertretern buchstäblich und im übertragenen Sinn verkauft wird. Deutschland ist es ganz einfach nicht würdig, eine Frau vom Format einer Kirsten Heisig zu haben. Traurig nur, daß eine so bewundernswerte Frau wie Kirsten Heisig, aufgrund welcher konkreten Todesumstände auch immer, ihr Leben dafür hat lassen müssen. Es wird wohl einer Katastrophe größeren Ausmaßes bedürfen, um die deutsche Bevölkerung – von ihren sog. Repräsentanten ganz zu schweigen – wach zu rütteln.

– Zu viel Wahrheit für diesen Staat. Das Buch von Frau Heisig liest sich sehr gut und schnell. Die Verzweiflung, die darin mitschwingt, ist deutlich spürbar. Sie kommt sofort zur Sache, keine Umschweife und lange Erklärungen. Aber es ist Tragik pur, zeigt den Spiegel einer dekadenten Gesellschaft, in der sich Oberschicht, entrückt, für alles Elend der dritten Welt interessiert, den Tod der eigenen Kultur aber offensichtlich billigend in Kauf nimmt. Niederschmetternd. Mir ist auch völlig klar, warum sie ermordet wurde.

– Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle, die in Deutschland leben. Die Wahrheit ist schockierend. In einem Punkt bin ich mir sicher. Diese Frau hat sich nicht umgebracht. Nachdem ich das Buch zur Hälfte gelesen hatte war mir klar, dass Teile der Bevölkerung nicht wollen, dass diese Wahrheiten ausgesprochen werden. Wenn man überlegt, was das harmlose Sarrazin Buch für Diskussionen ausgelöst hat, ist Eines klar; dieses Buch hätte eingeschlagen wie eine Bombe, wenn die Diskussionen in der Öffentlichkeit ausgetragen worden wären.

Heisigs „Neuköllner Modell“ nach ihrem Tod

Heute, nach sechs Jahren, arbeitet Bayern erfolgreich nach dem Neuköllner Modell. In Berlin ist der Schlendrian wieder eingekehrt und andere Bundesländer haben sich diesem Modell erst gar nicht geöffnet,image wie der Brandenburger Jugendrichter Andreas Müller in seinem Buch „Schluss mit der Sozialromantik“ 2013 bemerkte.
Nichts wird dieses schlafende Volk wachrütteln, solange der Grill an heißen Sommertagen die Würstchen gart und der nächste Flug in die Sonne gebucht ist. Und wo in Macht-Etagen nicht nur die Mägen, sondern auch die Konten gefüllt sind, sind Idealisten und Reformer wie Heisig und „Konsorten“ allenfalls Streber, Besserwisser und Opportunisten.
Es gab eine lange Zeit, da musste man sich als Deutsche(r) für seine Vergangenheit schämen. Nun ist die Zeit gekommen, in der wir uns für unsere Zukunft schämen werden.

Erika Steinbach – wer ist das?


Letzte Urgestein(in) der CDU mit eigener Meinung image

Wenn auch in Deutschland nicht jeder gleich weiß, wer Erika Steinbach ist und noch weniger ihre Funktionen im deutschen Bundestag nennen kann, so kennt sie in Polen jeder. Als Präsidentin des BdV (Bund der Vertriebenen) oblag ihr von 1998 sechzehn Jahre lang in Sachen deutsch-polnischer Beziehung eine schwierige und zum Teil undankbare Aufgabe. Der Titel eines in Polen erschienenen Buches  lautet übersetzt: „Die Schöne oder das Biest?“, wobei die Antwort für 99% aller Polen feststeht. Einer Erhebung nach befindet sie sich hinter Putin auf Platz 2 der polnischen Ablehnungs- und Angstliste. Im Lande sang man Lieder – „Hajl Steinbach.” Man schrieb über sie in Büchern, sogar ein Comic wurde über sie herausgegeben. In der Presse und dem erwähnten Buch lesen wir: „In Polen wissen sogar die Kinder, dass Erika Steinbach die Verkörperung des Bösen ist. Nicht alle aber kennen Angela Merkel oder Helmut Kohl.”

Das deutsche Feindbild in Polen

Natürlich glaubt Polen, für seine Antipathie Gründe zu haben. Vorrangig beruhen sie allerdings auf Halb- und Unwissen über Steinbachs politische Einstellungen und Standpunkte. Das konservative Polen wird sich auch weiterhin auf seine Vergangenheit und Opferrolle berufen und sich mit den Begriffen wie Vertreibung, Versöhnung, Annäherung in Kombination mit Frau Steinbach schwertun. Ihre Kritik an Wladyslaw Bartoszewski, Historiker, image
Publizist und ehemaliger polnischer Außenminister, der eine moralische Instanz in seiner Heimat war, wurde ihr nicht verziehen. Eine Zusammenarbeit zwischen ihm und Steinbach wäre wünschenswert gewesen, endete aber in Bartoszewskis Verweigerung, ihr die Hand zu geben.

Steinbach, die Oder-Neiße-Grenze und die Ost-Erweiterung

Man warf ihr vor, die Oder-Neiße-Grenze nicht anerkannt zu haben, was nicht stimmt. Steinbach hatte zusammen mit 23 Abgeordneten folgende Erklärung abgegeben: „Dem Vertrag über die Bestätigung der bestehenden Grenze können wir nicht zustimmen, da wir uns (…) für eine in die Zukunft gerichtete Lösung aller offenen deutsch-polnischen Fragen eingesetzt haben.“ Dabei ging es ihnen um die im Vertrag offen gebliebenen Eigentums- und Vermögensfragen. „Wie recht sie damit hatten, zeigte sich spätestens nach der Gründung der ‚Preußische Treuhand GmbH‘ im Jahr 2000, einer Gesellschaft, die sich zum Ziel setzte, die Rückerstattung ehemals deutscher Liegenschaften in Ostpreußen einzuklagen. Die Aufregung, die darüber in Polen entstand, war vor allem der deutschen Rechtslage geschuldet. Frau Steinbach, die stets davor gewarnt hatte, dass solche Vermögensansprüche den deutsch-polnischen Rechtsfrieden stören könnten, distanzierte sich übrigens gleichfalls von den Aktivitäten der ‚Preußischen Treuhand‘, machte aber die Bundesregierung dafür verantwortlich, dass es nun so weit gekommen sei.“
Im Nachhinein verschwiegen Polens Politiker und Medien – es war ihnen offenbar peinlich -, dass in Deutschland nur die BdV-Präsidentin die Position vertrat, die den polnischen Erwartungen entsprach: Frau Steinbach forderte, Vertriebene mit Vermögensansprüchen an deutsche Gerichte zu verweisen, wobei sie klarstellte, dass es dort allenfalls um eine symbolische Anerkennung der Verluste gehen könne.
Frau Steinbachs Vorbehalte gegen die Ost-Erweiterung der EU sind gleichfalls in einer Protokollerklärung im Bundestag festgehalten. Am 3. Juli 2003 stellte sie darin fest, dass in vier der zehn osteuropäischen Beitrittsländer Gesetze in Kraft seien, die mit den Menschenrechten und dem Völkerrecht nicht in Einklang stünden. Vor allem der Europäischen Kommission kreidete sie an, die Streichung dieser fortwirkenden Gesetze nicht zur Beitrittsbedingung gemacht zu haben. Anders als vielfach behauptet, hat Frau Steinbach im Bundestag dennoch nicht gegen, sondern für die Aufnahme Polens in die EU gestimmt.

Das Feindbild „Steinbach“ war in Polen mit keinem Tatsachen-Argument wegzudiskutieren. Diese Erfahrung machte ich persönlich in der TPN (polnisch-deutsche Gesellschaft) in Posen, der ich während meines Polenaufenthaltes ab 2006 für mehrere Jahre angehörte.

Ihre heutige aktive Rolle: Kritik an Merkels Politik

Die Kausa Steinbach hat glücklicherweise auch eine Gegenwart. Diese mutige Frau, die ihrem Gewissen und ihrer Überzeugung mehr Aufmerksamkeit widmet als der Leichtigkeit des Seins durch Abnicken aller „Richtlinien der Politik“ unter dem Dirigat ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel, lässt sich bis heute den Mund nicht verbieten.
Wie sie Merkels Alleingänge, die Flüchtlingspolitik und die damit verbundenen Probleme einstuft, äußert sie in ihren Reden offen und authentisch. Sie unterschrieb mit etwa 50 Abgeordneten ihrer Partei, dem Berliner Kreis, einen Brief, in dem Merkel aufgefordert wird, ihren Weg zu korrigieren, ihre politische Linksausrichtung zu verlassend und das Veto von Teilen ihrer Partei und der Bevölkerung zur Kenntnis zu nehmen.
„Dem Papier und seinen Autoren ist eine gewisse Verzweiflung anzumerken. Man habe doch immer wieder gewarnt, klagen sie, dass Merkels Mitte-Kurs für die Partei verheerend sei. Nun sehen sie sich durch die Stärke der AfD und die jüngsten Wahlergebnisse auf traurige Weise bestätigt.“

Ein bekannter und beliebter Unterzeichner dieses Brandbriefes ist neben Steinbach auch Wolfgang imageBosbach, der sicher zum konservativen Flügel seiner Partei zählt und mit seiner Überzeugung und Authentizität Scharen von nicht nur CDU-Wählern hinter sich und seiner Meinung versammelt.
Vor wenigen Tagen hat er zum großen Bedauern vieler Menschen seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Wer will es ihm verdenken? Kämpfen erfordert Kraft, Mut und leider heute sogar Zivilcourage.
Was Steinbach an Gegenwind, Verleumdung Ablehnung und Anfeindung erfuhr, hat ihren Kampfgeist nicht gebrochen. Deutschland braucht solche Persönlichkeiten, Menschen mit Ecken und Kanten … aber auch mit Überzeugungen, für die sie bereit sind, in die Arena zu treten.