DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Auf Wiedersehen, Türkei!


Der türkische Präsident steht kurz vor der Erfüllung seiner Träume. Sein Präsidialsystem, das er ab Sonntag in seinem Land installiert, wird ihn zum Demokrator Europas machen. Ein Sieg für den Islam auf ganzer Linie.

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Hayir-Sager (Nein-Sager) dürfen noch einen Tag lang träumen

„Die Welt erlaubt keine schwachen Regierungen!“ sagt ein Erdogan-Anhänger mit voller Überzeugung. Das Referendum, das Erdogan alle Macht zusichert, steht unter einem guten Stern. Alle Vorbereitungen sind im Sinne Erdogans abgeschlossen dank des Putsches, der, egal ob wirklich stattgefunden oder inszeniert, dem angehenden Demokrator alle Tore öffnete in Richtung Referendum.
Erdogan agierte wie am Fließband. In kurzer Zeit entließ er 100.000 Menschen und inhaftierte 7.000. Es wurden weit über 100 Journalisten verhaftet, rund 150 Medien geschlossen und mehr als 700 Presseausweise annulliert.
Erdogans Vorbereitungen für sein ersehntes Präsidialsystem wurden mit den Verhaftungen, Verfolgungen und Repressalien seiner Landsleute so weit getrieben, dass nur mutige Menschen dem über Monate aufgebauten Druck standhalten konnten. Die wenigsten trauten sich in der Türkei, mit ihrem Nein die Öffentlichkeit zu behelligen. Selbst hier in Deutschland gab und gibt es Bespitzelungen durch den türkischen Geheimdienst und die Imame, die bis in die deutschen Schulen reichen.
Wer glauben möchte, dass die Einführung des Präsidialsystems per Wahl am Sonntag abgelehnt werden könnte, glaubt auch, dass Erdogan ein Demokrat ist. Niemals wird es ein Diktator erlauben, dass ihn sein Volk mehrheitlich abwählt. Jede Wahl ist manipulierbar und erst recht unter diktatorischer Führung. Da wird eben gelogen, bestochen, erpresst und es werden Methoden erfunden, die den gewünschten Wahlausgang hervorbringen. Allein der Gedanke, dass Erdogan vor sein Volk tritt und ihm mitteilt, dass sein Traum von einem Präsidialsystem geplatzt sei, ist unvorstellbar.
Wer die schreckliche deutsche Geschichte des letzten Jahrhunderts kennt, wird schon heute Parallelen zur Entwicklung in der Türkei erkennen. Wer nicht spurt, Kritik äußert oder wie im Fall des Journalisten Deniz Yücel kriminelle Wahrheiten aufdeckt, hat verspielt, erhält den Titel Terrorist oder Agent und verliert seine Bürgerrechte. Yücels Anklageschrift ist 400 Seiten stark und niemand glaubt noch daran, dass dieser Mann mit einem fairen Verfahren zu rechnen hat.
Die Türkei unter Erdogan wird ein Unrechtsstaat bleiben und das Volk wird wie damals in Deutschland seinem Führer Huldigung und Verehrung zollen. An Feindbildern mangelt es ihm nicht. Die Türkei befindet sich schon heute mit allen prokurdischen Gruppierungen im Krieg, egal ob diese mit oder gegen den IS kämpfen.
Und was macht Deutschland? Es verhängt bei Demonstrationen der Kurden gegen Erdogan ein Flaggenverbot, um den Demokrator nicht zu provozieren. Zugeständnisse an Erdogan und unsere türkischen Mitbürger sind inzwischen das gängige Procedere, das sich Deutschland und Europa seit Jahren leisten – von Waffengeschäften mit diesem Land ganz zu schweigen. Aber wenn es um Geld geht, sind Menschenleben unwichtig. Das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall in Düsseldorf plant eine Tochterfirma in Istanbul, da die Bundesregierung wohl augenblicklich bei Waffengeschäften Zurückhaltung übt. Auf den Bau einer Panzerfabrik von Grundstein auf hat die Regierung keinen Einfluss.
Gegenüber der Rüstungsindustrie braucht es stärkere Kontrollen und neue gesetzliche Maßnahmen.
Aber auch in Deutschland macht sich die Demokratie schleichend vom Acker. Sowohl in einem Land, wo der Präsident stündlich präsent ist als auch bei uns, wo die Kanzlerin vollständig abgetaucht ist, hält das Volk seinen Dornröschenschlaf in der Wartestellung auf weiterhin gute Zeiten. Merkel und Erdogan werden unsere Länder schon (zugrunde)richten – der eine früher, der andere später.

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Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt


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Gedächtniskirche, Berlin
Gedächtniskirche, Berlin

Mein persönliches Gefühl ist tiefes Mitgefühl mit den Betroffenen, den Familien der Toten und den Verletzten. Gleichzeitig kann ich aber auch Wut und Ärger nicht verbergen, die mich nach den Verantwortlichen fragen lassen. Wer Leser meiner Beiträge ist, kennt meine Antwort darauf, die ich hier aus pietätsgründen gegenüber den Opfern nur emotionsgedämpft formuliere.

Fassungslosigkeit bei Politik und Gesellschaft

Warum eigentlich? Wir alle haben gewusst, dass sich Deutschland schon längst im Fokus terroristischer Anschläge befindet.
Und diese Bezeichnung „terroristisch“ wurde auch direkt von den kondolierenden ausländischen Staatschefs in den Mund genommen, als es unser Innenminister de Maizière noch vermied. Die Frage eines Journalisten an ihn, ob durch dieses schreckliche Ereignis ein Überdenken der bisherigen Flüchtlingspolitik stattfinden wird, wurde nicht beantwortet. Es sei nicht der Tag, um über politische Konsequenzen zu reden. Muss man auch nicht. Schließlich hat man mit der Aufklärung der Tat genug zu tun. Erst recht, nachdem trotz Verfolgung des LKW-Fahrers der womöglich Falsche festgenommen wurde und zu befürchten ist, dass die Fahndung danach unterbrochen wurde.

Merkel äußerte in ihrer Rede, dass sie hofft, dass dieser Anschlag nicht von einem Menschen begangen wurde, der Schutz und Asyl bei uns suchte. Diese Bemerkung ist nur dumm. Natürlich weiß sie, dass es sich bei solchen Terroristen nicht um Schutz- und Asylsuchende handelt. Diese Menschen gehorchen dem IS und man kann bei dieser Flüchtlingspolitik nicht ausschließen, dass sie sich im Rahmen der Einladungs- und Willkommenswochen seit 2015 unter die Hilfesuchenden gemischt haben.

So verständnislos wie Angela Merkel vor nicht allzu langer Zeit bemerkte, dass es nicht ihr Land ist, wenn es nicht erlaubt sei, ein freundliches Gesicht zu zeigen … so ungehalten rufe ich jetzt aus: Das ist nicht mehr mein Deutschland, das mit einladenden Worten in alle Richtungen versäumte, kontrollierend die Spreu vom Weizen zu trennen.

Bundespräsident Gauck wünscht sich, dass die Hass-Tat des Terroristen nicht auch von Seiten der Bevölkerung mit Hass beantwortet wird. Das wünsche auch ich mir und frage mich dann aber auch, wie ein solcher Satz bei den Familien der Getöteten und Verletzten ankommt.

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Zirkus Deutschland – die Clowns sind schon da


Die verkehrte Welt hat wieder Zuwachs bekommen. Clowns, die immer fürs Lachen zuständig waren, verbreiten neuerdings Angst und Schrecken.

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Das Lachen über Clowns soll uns vergehen

img_5517Da es in Europa und Deutschland in der letzten Zeit nichts zu lachen gibt, haben sich einige Clowns in die Arena begeben, um ihre eigene Langeweile in ein Kostüm zu packen und den dicken Wilhelm zu markieren. Dabei ist diesen vermummten Machos kein Fettnäpfchen zu tief, kein Werkzeug zu gefährlich und kein Opfer zu jung, um ihr perfides Spiel zu treiben. Ihre Zirkusnummer ist keine Lachnummer und verunglimpft jeden, der als fröhlicher Clown kranke Kinder im Krankenhaus zum Lachen bringt und seine Blödeleien unter dem Zirkuszelt belässt.

Geistige Tiefflieger, Straftäter und Idioten

So bezeichnen Politiker und Polizei die herumirrenden Spaßbremsen. Ob schlicht Haloween den ersten amerikanischen Gruselclown aktiviert hat oder doch Steven Kings Killer-Clown „Pennywise“ aus seinem Film „Es“ für die Geburt der Clown-Hysterie verantwortlich ist, wird ein Geheimnis bleiben. Jedenfalls ging selbst Steven King die unbegrenzte Clown-Vermehrung über die Hutschnur und er

Novelist Stephen King (AP Photo/Elise Amendola)
Novelist Stephen King (AP Photo/Elise Amendola)

twitterte am 3. Oktober 2016: „Hey, guys, time to cool the clown hysteria-most of em are good, cheer up the kiddies, make people laugh.“ (Hej, Freunde, Zeit sich von der Clown-Hysterie wieder runter zu schrauben — die meisten von ihnen sind gut, heitern die Kinder auf, bringen Menschen zum Lachen.) Wer von denen, die mit Messer, Beil, Baseballschläger oder Waffen in Rostock, München, Gelsenkirchen, Aachen oder Wesel Schrecken verbreiten, kennt oder interessiert sich für den möglichen Hintergrund ihres Tuns?

Das „Ich“ hat Vorfahrt

Die Verblödungsmaschinerie hat uns doch fest im Griff und während noch der Eine oder Andere die Ausmachtaste oder den Wisch & Weg – Handgriff auf seinem Display zu betätigen weiß, haben sozial Ausgegrenzte, Ungeliebte, Neurotiker, Versager und Dschungel-Camper kein Interesse an einem Leben in sozialer Gemeinschaft. Das „Ich“ hat Vorfahrt und das schönste Gefühl entsteht bei der Beherrschung des „Du“. Und endlich hat jemand dafür die zündende Idee gehabt. Schnell, kostengünstig und unkompliziert können die Helden der Straße nun auch Angst und Schrecken verbreiten, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

Vermummung für alle

Warum auch Vermummungskostüme nur für Frauen? Männer haben nun nachgezogen und man kann hoffen, dass die ältere Generation sich auch etwas einfallen lässt. Wenn nun die Alten in der Verkleidung „Skelett“ oder „Tod“ daherkämen, könnten sie auch am Zirkusprogramm in Deutschland teilnehmen und zu den wahnsinnigen Clowns in Konkurrenz treten. img_5524Vorher müsste über die Medien verbreitet werden, dass sich unter den kostümierten „Toten“ auch Polizisten befinden. Die Clowns wären dann einem Russisch-Roulette-Spiel ausgesetzt. Entweder erreichen sie ihr Ziel, mit ihrer Schocktherapie beim alten, ängstlichen Gegenüber einen Herzschlag auszulösen oder aber sie finden sich in der Dekoration von Handschellen im Knast wieder. Also – warum die allgemeine Vermummung verbieten, wenn sie doch die Idee für eine neue Reality-Show mit dem Titel „Zirkus-Camp“ in Deutschland böte und für einen neuen Verblödungsschub sorgen könnte?

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10 Strategien zur Manipulation der Masse


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Avram Noam Chomsky

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ist emeritierter Professor für Sprachwissenschaften am Massachusetts Institute of Technology, einer der weltweit bekanntesten linken Intellektuellen, Kapitalismus- und Globalisierungskritiker und seit den 1960er Jahren einer der prominentesten Kritiker der US-Außenpolitik, der politischen Weltordnung und der Macht der Massenmedien.image
Er beschreibt, wie das System, bestehend aus Regierungen, Medien und Lobbyisten seine Bevölkerung gezielt manipuliert und steuert, um die eigenen Ziele zu erreichen. In 10 Punkten beschreibt Chomsky, nach welcher Technik die Manipulation der Masse, also auch eines ganzen Volkes funktioniert.

1.) Kehre die Aufmerksamkeit um

Wann immer die politische Kaste ein politisches Problem oder Vorhaben ohne große Öffentlichkeit zu lösen oder durchzusetzen gedenkt, kommen kuzfristige Ablenkungsmanöver wie Fußball, imagePokemon, politische, gesellschaftliche und mediale Ereignisse als kurzfristige Ablenkungsmanöver wie gerufen. Sportliche Großereignisse wie beispielsweise Olympia, aber auch Dauerberichte über Epidemien oder Terroranschläge sorgen für eine Dauerablenkung öffentlicher Aufmerksamkeit und begünstigen jedes politische Vorhaben.

2.) Erzeuge Probleme und liefere die Lösung
Ein beliebtes und bewährtes Mittel! So dienen augenblicklich die Differenzen mit Russland dazu, den Sinn einer Aufrüstung, z.B. die Modernisierung der in Deutschland stationierten Atomwaffen zu rechtfertigen und die stattgefundene image
große NATO-Übung in Polen als europäische Sicherheitsver-anstaltung auszugeben. Gewalt zu inszenieren oder einen Putsch anzuzetteln sind weitere Möglichkeiten, die Gesellschaft glauben zu machen, dass eine Verschärfung der Rechtsnormen, Massenentlassungen, Willkür-Verhaftungen und strengere Gesetze auf Kosten der eigenen Freiheit akzeptiert werden müssen. Der Putsch in der Türkei ist das beste aktuelle Beispiel dafür.

3.) Stufe Änderungen ab
Der TTIP-Plan macht davon Gebrauch. Um die Skepsis und Ablehnung der Bürger abzubauen, wird erst an imagedem kleineren CETA-Abkommen herumgeschmiedet zum Beweis dafür, dass man die Bedenken der Menschen ernst nimmt. Die schrittweise Absenkung des Rentenniveaus auf 43% bis 2030 zählt ebenfalls zu der stufenweisen Änderung, die über die Jahre aus dem Bewusstsein der Menschen verschwindet. Irgendwann wird ihnen das schmerzlich bewusst, dann aber ist es zu spät, zu reagieren. Auch die Klagefähigkeit ist inzwischen an dem Punkt angekommen, an dem sog. Bagatellfälle bis 2000 Euro gar nicht mehr zur Klage kommen – sie ist damit einem Stufenplan unterworfen, der noch weitere Absenkungen offen lässt.

4.) Aufschub von Änderungen
Zukünftige und notwendige Pläne werden als Aufschubpläne „verkauft“, die aus finanziellen, gesellschaftlichen oder moralischen Gründen nicht imagevermeidbar sind und als „alternativlos“ gelten. Die gewonnene Zeit dient dazu, die Akzeptanz oder Resignation des Bürgers zu erreichen, um dann ungehindert tätig werden zu können. Das politische Bürger-Bewusstsein bewegt sich auf anderen Ebenen: Abtanzen, chillen, chatten, Urlaub, trips Rauschmittel und Erlebnisse stehen im Leben der meisten ganz oben. Änderungen, die nicht heute durchgesetzt werden können, schleichen sich eben etwas später in die Realität. Heraus kommt erst der manipulierbare, gläserne und unmündige Bürger, dann ein ganzes Volk, ein ganzes Europa.

5.) Sprich zur Masse, wie zu kleinen Kindern
Komplizierte Inhalte sind der Öffentlichkeit nicht vermittelbar, werden aber durch eine einfache Sprache mit gönnerhaftem Ton, den man normalerweise in einer Unterhaltung mit Kindernimage oder geistig behinderten Menschen verwendet, dankend entgegengenommen. Sätze wie „Wir schaffen das“, „Deutschland geht es gut“ oder „Wenn der Euro stirbt, stirbt Europa“ sind von dieser Qualität, verständlich und einprägsam für jeden.

6.) Konzentriere dich auf Emotionen, nicht auf Reflexionen
Hinter dem Missbrauch menschlicher Emotionen stand schon immer das Ziel, den gesunden Menschenverstand zu umgehen.image
„Darüber hinaus öffnet eine emotionale Rede Tür und Tor, Ideologie, Bedürfnisse, Ängste und Unruhen, Impulse und bestimmte Verhaltensweisen im Unterbewusstsein.“ Medien beherrschten schon immer durch Film, Bild und Wort, die Propaganda so zu verpacken, dass das von ihnen gewünschte Gefühl beim Nutzer erzeugt wird. Je mehr Gefühl transportiert wurde, desto weniger Platz blieb fürs Denken, Nachfragen und Argumentieren. Auf diesem Weg lief die „Gutmenschen-Geburt“ in Deutschland auf Hochtouren.

7.) Versuche die Ignoranz der Gesellschaft aufrechtzuerhalten
Die Masse der Menschen darf die Manipulations- und Kontrollmechanismen nicht durchschauen. Bildung kann eine Gefahr sein und sollte nur einer Minderheit
zuerkannt werden.image Die Masse der Menschen soll in der Zukunft den Status von arbeits- und lösungswilligen „Sklaven“ einnehmen und das Digitale Zeitalter als aus der Ferne zu betrachtende Erlebnisbühne erfahren.

8.) Entfache in der Bevölkerung den Gedanken, dass sie durchschnittlich sei
Vermittle dem Volk die Überzeugung, dass Bildung, Wissen und Verstehen im Leben nicht vonnöten sind, um ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft zu sein. Dummheit und Mittelmäßigkeit sind cool, machen keinen Ärger und verhindern Ehrgeiz, Anstrengung und Leistung. Das alles sorgt für Gruppenzugehörigkeit bis hin zum Gruppenzwang, der durch mediale Steuerung als gut oder schlecht bewertet wird. Kurze einprägsame stets wiederholteimage
Begriffe und Zugehörigkeiten wie Nazi und AfD, Wachstum und Wohlstand, Sicherheit und Restrisiko, Deutschland und Verantwortung eignen sich, um die politische Stammtischfähigkeit der Masse zu gewährleisten.

9.) Wandle Widerstand in das Gefühl schlechten Gewissens um
Für ein Volk mit der Geschichte des Dritten Reichs bedarf es da keiner besonderen Anstrengung. Das schlechte Gewissen wurde zum ständigen Begleiter.image Dafür sorgte die Welt, wenn es darum ging, sich Deutschland gefügig zu machen. Dafür sorgte die deutsche Regierung, um jeglichen Widerstand ihrer Bürger gegenüber außenpolitischen Entscheidungen wie Bundeswehreinsätze, Finanzhilfen, Waffenexporte, Rettungsschirme im Keim zu ersticken.
Aktuell ist die Flüchtlingspolitik ein passendes Beispiel dafür, wie die aus der schrecklichen deutschen Geschichte besetzten Worte Rassist und Nazi das deutsche Gewissen mit „Schuld und Sühne“ überschütten. Kritiker wurden zum Freiwild für Beleidigung, Verleumdung und Diskriminierung. Widerstand erfordert Mut und Rückgrat und könnte den Widerständler seinen Job, sein Ansehen und seine Sicherheit kosten… und ihn sein restliches Leben mit Gewissensbissen plagen.

10.) Lerne Menschen besser kennen, als sie selbst es tun
imageNicht erst seit Snowden, aber seit seinen Enthüllungen wissen wir noch deutlicher, dass jeder von uns im wahrsten Sinne des Wortes durchschaubar geworden ist. Gegenwärtig kennt das „System“ (Regierung, Medien, Lobbyisten) den Menschen, den einzelnen Bürger, besser als dieser sich selbst und verfügt somit über eine totale Kontrolle über jeden Einzelnen.

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Die Bequemlichkeit, das Desinteresse und die Gleichgültigkeit der Menschen sind grenzenlos und erschütternd. Wer als Machthaber die 10 Gebote Chomskys beherrscht – Beispiele dafür gab und gibt es – dem wird die Masse blind folgen ohne auch nur an Widerstand und Revolution zu denken. Das Dritte Reich ist ein deutsches Beispiel für die Manipulation der Masse. Ein Blick in die heutige Erdogan-Türkei bestätigt aktuell, dass Chomskys Thesen erfolgreich angewendet werden können.

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Wie gut, (k)eine Meinung zu haben!


Die Meinungszensur ist ausgebrochen, eine längst vergessene Erkrankung, die schon längst ausgerottet schien. Der Mainstream in Gestalt der Medien und der politischen Korrektheit hat sie zum Leben erweckt.

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(Linker) Gutmensch oder (rechter) Rassist?

Haben Sie sich auch schon längst abgewöhnt, eine öffentliche Meinung zu haben? Sagen Sie lieber nichts als etwas Falsches? Fühlen Sie sich selbst unter guten Bekannten, Nachbarn und Freunden oft wie ein Spürhund, der seine Nase erst einmal erschnuppern lässt, wie mainstream-gesättigt die Luft ist. Und kommt es dann nach dem Erschnuppern vor, dass Ihnen ungewollt und so leicht wie von selbst Töne entweichen, die gar nicht Ihre sind, sondern geklaute oder geliehene und die in dem Moment, in dem sie Ihren Mund verlassen, so schön klingen, dass Sie selber total überrascht sind? Verglichen etwa mit einer Person, die sich im Bad eines anderen des fremden Parfums bedient hat und als mit fremden Lorbeeren Geschmückte ihr Umfeld betört?

Zu Hause angekommen schauen Sie wie gewöhnlich vor dem Zubettgehen noch einmal in den Spiegel und weichen angewidert zurück. Ihr Spiegelbild eine verzerrte Fratze – schiefer Mund, überlange krumme Nase, ein schielendes Auge. Und das Erstaunliche ist … Sie wissen, warum Ihr eigenes Zerrbild auf Sie blickt.image

Ihr Vorsatz ist eindeutig und steht fest. Lügen haben kurze Beine und eine lange Nase. Daran werden Sie beim nächsten Treffen mit Freunden denken. Und so passiert’s. Direkt und frei heraus „Wie gut, (k)eine Meinung zu haben!“ weiterlesen

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Zum Tode von Götz George


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Götz George ist still gegangen

Erstaunlich, wie leise und unbemerkt sich Götz George, einer der großen deutschen Schauspieler am 19. Juni von der Welt und seinem Publikum verabschiedete.image

Dabei haben wir ihn doch laut und polternd zumindest in seiner Paraderolle als Schimanski, kurz Schimmi, im Tatort Duisburg fast 30 Jahre lang erlebt und bis heute in Erinnerung. So liebten wir Frauen den Macho-Polizisten, der Duisburg und dem ganzen Ruhrgebiet bewies, was ein Bulle draufhaben muss, um die Knackis und Scheißkerle zur Strecke zu bringen.
George bewies allerdings in seiner zweiten Lebenshälfte, dass er jede große Charakterrolle zu meistern verstand. Ob in Helmut Dietls bissiger Satire „Schtonk!“ über die gefälschten Hitler-Tagebücher , ob in Romuald Karmarkars „Der Totmacher“ als Jungenmörder Fritz Haarmann, ob als Alzheimer-Erkrankter in „Mein Vater“ oder als todkranker Staatsanwalt in Andreas Kleinerts „Nacht ohne Morgen“ im Stricher-Milieu. Götz George spielte nicht die Rolle, er lebte sie.
Seine größte und schwerste Rolle nicht nur als Schauspieler, auch als Sohn meisterte er „Zum Tode von Götz George“ weiterlesen

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