DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Ein wenig Zynismus über Sexismus


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Nach Ehe für alle nun auch Zweitfrau für alle?

Wie ich las, darf ein Syrer seine Zweitfrau nach Deutschland holen, weil die vier Kinder, die er bei sich hat, von der Frau stammen, die noch nicht in Deutschland ist. Da fragt man sich doch, warum er die Mutter der Kinder nicht zuerst angefordert hat.
Das ist endlich der Schlachtruf für alle Männer in Deutschland, die zwar mit dem Islam als solchem nichts anfangen können, aber die Erlaubnis für erstrebenswert halten, mehr als eine Frau zu haben. Eine fürs Grobe, eine fürs Feine, eine Kinderfrau, eine Chauffeurin usw. usw. – diese Vorstellung wurde schon immer in Männerwitzen verarbeitet.
Jetzt, Männer, ist eure Zeit gekommen! Wie in dem Bremer Tatort „Zurück ins Licht“, in welchem sich eine Frau unbesiegbar wieder ins Leben zurückkämpft, werdet ihr Männer die Schmach, euren Rollenverlust und die Identitätssuche zu euren Gunsten entscheiden und zu neuen Ufern aufbrechen.

Das in Amerika ausgebrochene MeToo-Zeitalter, das den Männern nun endgültig klarmacht, wer die Hosen zukünftig anhat, lässt so manchen Herrn der Schöpfung erschaudern und in seiner Vergangenheit nachforschen, ob er nicht selber in seinem früheren Leben entsprechenden Rockzipfeln mehr als nur Avancen gemacht hat. An den Beispielen des amerikanischen Filmmoguls Harvey Weinstein und des deutschen Regisseurs Dieter Wedel kann Mann ermessen, was ihm blüht, wenn er in die Fänge dieser Debatte gerät.

Nicht um vernünftige Dinge wie die Aufklärung von Vorgängen, die Erhellung von Strukturen, das Beleuchten von sexuellem Missbrauch als Form des Machtmissbrauchs geht es nunmehr, sondern es ist eine hysterische Jagd eröffnet worden, die einen erschrecken kann …
Als sich die französische Diva Catherine Deneuve zuletzt mit anderen Frauen um den Flirt sorgte, der im hysterischen Wortgeklirr auf der Strecke zu bleiben drohe, ist sie dafür hart kritisiert worden.

Nach dem MeToo-Welt-Frauen-Theater, bei dem Karrierefrauen (von den Unbekannten hört man zumeist erst nach Vergewaltigungen etwas) sich an Ereignisse erinnern, die 20 Jahre und länger zurückliegen, bricht jetzt das Zeitalter der „Vielweiberei“ an. Endlich kann sich nun die gesamte Männerwelt die Maßgabe zu eigen machen, die die Politik ihr lange genug vorexerziert hat: Das Spiel mit der Diskriminierung. Kurz und klar für alle: Was den  syrischen Männern recht ist, muss allen anderen Männern billig sein!
Euer Weg, Männer, war steinig und die Frauenrechtlerinnen tragen diesen Namen nicht aus Jux und Dollerei. Als bekannteste Frauenrechtlerin der Gegenwart tat sich Alice Schwarzer hervor, Herausgeberin der Frauenzeitschrift „Emma“. Ich als Frau profitiere durchaus von den Frauen, die mir mein Wahlrecht erkämpft, meine Berufstätigkeit ermöglicht und mir meine sexuelle Freiheit und die durch das Grundgesetz verbriefte Gleichheit zur Grundlage gemacht haben.
Aber was zu viel ist, ist zu viel! Für mich bleiben die öffentlichen Anschuldigungen bis hin zur gesellschaftlichen Zerstörung der beschuldigten Person so lange dubios oder unverschämt bis ein Gericht per Urteil den Mann für schuldig erklärt. Wollen wir verschweigen, wie viele der heute in Film und Fernsehen bekannten Frauen ihre Reize für ihre Karriere bewusst einsetzten und sich die Karriereleiter hochschliefen?
Und dIese ganze MeToo-Kampagne ist eine Kriegserklärung an das erotische Knistern zwischen Mann und Frau. Ob Witze, ob Anzüglichkeiten, ob Komplimente, ob Anmache zwischen den Geschlechtern – all das gerät in die Fänge der MeToo-Kampagne und ich würde mir als Mann überlegen, ob ich nicht buchstäblich die Finger von jeder Frau lassen sollte … und lieber schwul werden.

Jetzt aber kommen andere Zeiten, vergessen sind die Leiden des „jungen Werther“ (Sven, Dominik, Bodo …), die der alte Lüstling Goethe über das Elend der Unberührbarkeit einer geliebten und begehrten Frau niederschrieb, das den armen Werther in den Selbstmord trieb.
Männer seht, was ihr von fremden Männern lernen könnt! Macht euch auf den Weg zur Vielweiberei! Wo zwei, drei, vier oder fünf Frauen mit einem Mann zusammenleben, wird MeToo überflüssig. Wenn Frau A unpässlich ist, Frau B grippig, stehen immer noch Frau C und D zur sexuellen Bedürfnisbefriedigung des Mannes zur Verfügung.
Nach dem jahrzehntelangen Höllengang der Männer durch den Irrgarten feministischen Unkrauts sehen sie nun endlich die blühende Wiese der Bigamie mit Aussicht auf das Paradies der Vielweiberei.

Abschließend der Gruß des Imams von Izmir aus 1999:

„Dank eurer demokratischen Gesetze werden wir euch überwältigen, dank eurer religiösen Gesetze werden wir euch beherrschen.“ (Imam von Izmir, 1999 – Quelle: Hans-Peter Raddatz, Von Gott zu Allah, 1. Auflage, München 2001, S. 349)

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Mein schönstes Weihnachtsgeschenk 2017


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Die Beglückung durch Musik

Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, ein Jahr, das nicht mit Ereignissen sparte, die sich in einer Schnelligkeit ereigneten, der ich mit meinen Beiträgen kaum folgen konnte. Nun war Weihnachten, das Fest der Liebe und Besinnung und ich erlaubte mir eine journalistische Pause.

Als Musikerin, Dirigentin und Chorleiterin schaute ich mir vor Weihnachten den Chorwettbewerb im TV an, bei dem sich 40 Chöre im WDR präsentierten, um letztlich von Jury und Publikum zum besten Chor des Westens erkoren zu werden.
Männer-, Jugend-, Jazz- und gemischte Chöre sowie Gospel- und Kammerensemble präsentierten sich in bester Form und hofften auf eine gerechte Beurteilung ihrer Leistungen durch die Jury. Und diese bemühte sich redlich, leider häufig mit zu deutlicher Zurückhaltung bezüglich einer differenzierten Kritik. Glücklicherweise sparte sie nicht mit Lob für den Chor, der jedem Sänger und Sangesfreudigen eine Gänsehaut bescherte. Noch nie habe ich einen besseren Jungen Chor gehört, noch nie mit tränengefüllten Augen einen solch vollendeten Klang in jeder Körperzelle gespürt. Und wenn man sonst glauben könnte, es reichte, einen Chor zu hören, dann belehrte uns dieser Chor eines Besseren. Diesen Chor muss man einfach auch sehen, weil die Körpersprache der einzelnen Sänger und deren Körpereinsatz bei der Tonformung und Interpretation die Berührung und Begeisterung des Zuhörers potenzieren.

Lange Rede, kurzer Sinn. Der beste Chor des Westens, Nordrhein-Westfalens ist mit Abstand der Jazz-Chor der Uni Bonn. Und der gewann die Mitwirkung bei dem Swinging Christmas Konzert am ersten Weihnachtstag in der Philharmonie Köln. Das wurde zu meinem schönsten Weihnachtserleben, das ich Ihnen, meinen Lesern, nicht vorenthalten möchte.

Lassen Sie sich auch nach Weihnachten noch einmal in Weihnachtsstimmung versetzen mit den Künstlern:

* Tom Gaebel, Gesang und Moderation
* WDR Kinderchor Dortmund
* Jazz-Chor der Uni Bonn, Leitung Sascha Cohn
* WDR Rundfunkchor
* WDR Funkhausorchester
* Stefan Parkman, Gesamtleitung und Dirigent

DANKE für dieses Seelen- und Körpererlebnis!

Ihnen allen

EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR 2018

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Polens Baby-Liebesgarten Tuli Luli


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Tuli Luli heißt Schmusewiege

Polen ist immer für eine Überraschung gut, obwohl es politisch mal wieder die ultra-konservativen Schuhe trägt. Aber ganz gleich, wer regiert: Die Familie ist den Polen bis heute heilig, was sich natürlich auch aus dem das Land prägenden Katholizismus ergibt.
Dieses Land gebar nun eine wunderbare Idee, die den
Babys zugute kommt, die einen schwierigen Start ins Leben haben, weil ihre Eltern sie nicht halten konnten oder wollten und zur Adoption freigegeben haben. Aufgrund einer Stiftung kam eine Initiative zustande, die sich den allein gelassenen Babys widmet und unter dem Namen Tuli Luli das sehr kinderfreundliche, aber auch antibabypillenfeindliche Polen zu Ehren kommen lässt. Tuli Luli heißt übersetzt Schmusewiege und ist die beste Erfindung für mutter- und/oder vaterlose Babys.
Statt einer sonst üblichen Betreuungseinrichtung mit dem eher traurigen Namen „Kinderheim“ kamen vor einem Jahr Menschen zu der Überzeugung, dass eine ausgegliederte Betreuungseinrichtung für die Allerjüngsten einen besseren Start ins Leben bietet als das bisher Praktizierte. Und so beteiligten sich Land und Stadt an den Kosten für das Betreuungspersonal in der Stadt Lodz, während genügend Finanz- und Sachspenden für die Ausstattung sorgten. Inzwischen ist aus der Idee eine gut organisierte Einrichtung geworden, in der es den Babys an nichts fehlt und bei der Transparenz über Nöte und Kosten großgeschrieben wird. Viele Menschen waren derart angetan von der Idee, dass sie sich die Zeit nahmen, als Liebkoser und Streichler der Babys Stunden ihrer Freizeit zu opfern, denn ohne Kontrolle ihrer Person und einer Einführung in ihre neue schöne Tätigkeit durfte mit dem Streicheln nicht begonnen werden. Ein Jahr lang genießen nun die Babys das TuliLuli und warten so freudvoll auf ihre Adoptiveltern, die das Streicheln dann fortsetzen.
Jolanta Kaluszna ist die Leiterin des TuliLuli-Babygartens in Lodz und weiß den Unterschied zwischen Heim und ihrem „Baby-Streichel-Zoo“ zu benennen. Über facebook erfuhren viele Frauen von dieser Einrichtung und sind seitdem dort streichelnd tätig.

Polen tickt gerade ganz anders

Das Kind in den Mittelpunkt von Gesellschaft und Politik zu rücken, lag den Polen immer schon mehr am Herzen als den Deutschen. Auch Senioren genießen dort einen etwas anderen Status. Öffentliche Verkehrsmittel, Taxifahrten, auch Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen sind verbilligt zu haben. Die Wertschätzung ist dabei das Eine, die finanzielle Absicherung das Andere. Da lag auch in Polen lange letzteres im Argen.
Seit einem Jahr wird Polen nun von der nationalkonservativen PiS regiert. Das Parteiprogramm sah nun andere Inhalte vor, die zum Teil schon umgesetzt sind:
a) Die Schaffung eines großzügigen Kindergeldes,
b) die Mindestlohnerhöhung von rund acht Prozent
c) die teilweise Einführung kostenloser Medikamente für Senioren.

So wunderbar der Bürger diese Sozial- und Familienpolitik auch finden und annehmen mag, hat diese „Goldmedaille“ für das polnische Volk leider auch eine zweite nicht so glänzende Seite. Das Land steht nämlich wegen seiner Eingriffe in demokratische Strukturen und der Ablehnung, Flüchtlinge islamischen Glaubens aufzunehmen, bei der EU und auch speziell bei der deutschen Kanzlerin in der Kritik. Unter der Federführung Kaczynskis, der die Fäden im Hintergrund zieht, fand in Polen zum wiederholten Mal eine Gleichschaltung der öffentlich-rechtlichen Medien statt mit einer faktischen Lahmlegung des Verfassungsgerichts. Auch im Bildungsbereich finden Umbauten statt, die nicht mehr nach Realitäten polnischer Geschichte fragen, sondern nach der Wunschgeschichte, geschrieben von der Regierungspartei PiS (Recht und Gerechtigkeit).

Aber zurück zur polnischen Familie. Diese darf sich freuen, wahrgenommen und fürs Kinderbekommen und Kindererziehen belohnt zu werden.
Und wir Deutschen, die wir gerne unsere moralische Nase hoch in den Wind halten, sollten einmal bereit sein, gute Dinge von anderen zu lernen und ebenfalls anzuwenden. Ein Lilalu-Baby-Streichelgarten wäre doch ein netter Liebesbeweis für deutsche Babys mit Mutter- oder Vater-Handycap. Es werden allerdings unsere voll ausgebildeten Feministinnen Sturm laufen gegen die Vermütterlichung der Frau. Da doch besser auf der kinderlosen Genderleiter emporsteigen oder bei den Babys nachfragen, ob sie denn mal ein Junge oder Mädchen werden wollen. Schließlich macht eine Schwalbe  (ein „Piepmatz“)  noch keinen Sommer (Jungen).

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Wer heilt, hat Recht.


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Bad Wörishofen feiert 125 Jahre Kneipp

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„Wer heilt, hat Recht“ heißt es in Medizin und Heilkunde und selbst so mancher Schulmediziner stand schon einmal staunend vor einem Patienten, der gesund geworden war, obwohl sein Arzt ihn für austherapiert hielt und ihm nicht mehr hatte helfen können.
Ein etwas makaber anmutender Witz behandelt dieses Phänomen. Ein Patient erscheint nach Jahren bei seinem Arzt. Der erkennt ihn wieder und fragt nach, was ihm fehlt. „Nichts, Herr Doktor,“ antwortet der Patient. „Ich komme, weil Sie mir vor vier Jahren eine Lebensdauer von maximal nur noch einem halben Jahr prognostiziert haben.“ Daraufhin der Arzt gelassen: „Nun, dann sind Sie zwischenzeitlich falsch behandelt worden.“

Man muß auf den ganzen Körper wirken, wenn man den Krankheitsstoff beseitigen will. (S.Kneipp)

Eine fast in Vergessenheit geratene Therapie, die sicher von vielen Medizinern auch als eine zu belächelnde „falsche Behandlung“ angesehen wird, ist die Kneipp-Kur, die uns der katholische Pfarrer Sebastian Kneipp schon seit mehr als 125 Jahren beschert hat und „Wer heilt, hat Recht.“ weiterlesen

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Nationales Mitspracherecht bei CETA und TTIP


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Kein Eilverfahren bei CETA!

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Die EU-Kommission musste kleinlaut einlenken. Über CETA und TTIP werden Bundestag und Bundesrat mitentscheiden. Das ist ein wichtiger Sieg.

Die Nachricht hieß: „Die nationalen Parlamente entscheiden doch über CETA – die EU-Kommission lenkt ein.“ Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat tatsächlich einen Rückzieher gemacht, nachdem ihm das Mitspracherecht der nationalen Parlamente noch kurz zuvor „schnurzegal“ war (1] „Juncker über nationales Mitspracherecht bei CETA ‚Mir ist das persönlich schnurzegal’“, 29.6.2016, Tagesschau Online).
Was für ein Erfolg für uns alle – für Sie und mehr als 300.000 weitere Bürger/innen, die in den letzten Tagen unseren Appell gegen die Entmachtung von Bundestag und Bundesrat unterzeichnet haben.

Junckers Niederlage ist ein wichtiger Sieg für die Demokratie in Europa. Eine eigenmächtige Entscheidung hätte nach dem Brexit die Skepsis der Bürger/innen zusätzlich genährt. Nun wissen wir: Bürgerferne Politik ist nicht mehr durchsetzbar. Brüssel muss auf die Menschen hören.

Und doch ist das erst ein Etappensieg und erfordert weiterhin den Einsatz von uns Bürgern.

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Bundestagsrede des Abgeordneten


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imageKarl-Heinz Stiegler (Vicco von Bülow)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
Politik bedeutet, und davon sollte man ausgehen, das ist doch, ohne darum herum zu reden, in Anbetracht der Situation, in der wir uns befinden. Ich kann meinen politischen Standpunkt in wenigen Worten zusammenfassen:
 Erstens das Selbstverständnis unter der Voraussetzung, zweitens und das ist es was wir unseren Wählern schuldig sind, drittens die konzentrierte Beinhaltung als Kernstück eines zukunftweisenden Parteiprogramms.

Wer hat denn, und das muss vor diesem hohen Hause einmal unmissverständlich ausgesprochen werden. Auch die wirtschaftliche Entwicklung hat sich in keiner Weise, das kann auch von meinen Gegnern nicht bestritten werden, ohne zu verkennen, dass in Brüssel, in London die Ansicht herrscht, die Regierung der Bundesrepublik habe da und, „Bundestagsrede des Abgeordneten“ weiterlesen

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