DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Deutschland gegen Ungarn


Der nationale Gedanke lebt

Heute findet im Schalke-Stadion in Gelsenkirchen das Test- und Freundschaftsspiel Deutschland gegen Ungarn statt.imageDie ungarische Nationalmannschaft mit dem deutschen Trainer Bernd Storck hat seit 44 Jahren erstmals wieder eine EM-Endrunde erreicht und so werden sicher beide Mannschaften heute ihr Bestes geben, um am 12. 6. in die Europameisterschaft zu starten.
Fußballspiele sind nationale Sportereignisse, die auch zu Europa- und Weltmeisterschaften ihren nationalen Charakter nicht ablegen. Und wieviel Menschen der Fußball aktiviert und in die Stadien treibt, beweist, dass das nationale Gefühl, wenn auch politisch seitens Europa nicht gewünscht, lebt.

Und dieser Nationalgedanke muss auch politisch erlaubt sein! In vielen europäischen Ländern ist er vorhanden und eine Selbstverständlichkeit, wird allerdings gerade von deutschen Politikern als „rechtes Gedankengut“ kritisiert und abgewertet. Verständlich, schließlich ist Deutschland das Land, das nach seiner schrecklichen Geschichte im letzten Jahrhundert zu keiner Identität mehr gefunden hat.
Ungarn allerdings besitzt eine solche und es besitzt sogar einen Präsidenten, der zum ungarischen Nationalfeiertag am 15. 3. 2016 eine beachtenswerte Rede zu diesem Thema hielt, die in Deutschland/Europa keine besondere Beachtung fand.

Vorwort und Übersetzung: Professor Adorján F. Kovács

Wie jedes Jahr, so hielt der ungarische Ministerpräsident auch diesmal vor dem Nationalmuseum in Budapest eine Rede in Erinnerung an den Beginn der ungarischen Revolution 1848. Tenor ist immer die innere und äußere Freiheit Ungarns, wie es zum Tag passt.

Mittelteil der Rede Orbans:image

„Das Schicksal der Ungarn ist so mit dem der europäischen Nationen verflochten, ist so in die gemeinsame Union hineingewachsen, dass heute kein einziges Volk – einschließlich des ungarischen – frei sein kann, wenn Europa nicht frei ist. Und Europa ist heute so zerbrechlich, schwach und krank wie eine Blume, die von einem versteckten Wurm zerfressen wird. Heute, 160 Jahre nach den großen Freiheitskämpfen der Völker, ist Europa – unser gemeinsames Haus – nicht frei.

Verehrte Feiernde,

Europa ist nicht frei, weil die Freiheit mit dem Aussprechen der Wahrheit beginnt. In Europa ist es heute verboten, die Wahrheit zu sagen. Ein Maulkorb ist ein Maulkorb – auch wenn er aus Seide hergestellt wird. Es ist verboten zu sagen, dass nicht Flüchtlinge ankommen, sondern dass Europa von einer Völkerwanderung bedroht ist. Es ist verboten zu sagen, dass zig Millionen bereit stehen, in unsere Richtung aufzubrechen. Es ist verboten zu sagen, dass die Einwanderung Kriminalität und Terrorismus in unsere Länder bringt. Es ist verboten zu sagen, dass die Massen von Menschen aus anderen Kulturen eine Bedrohung für unsere Lebensweise, unsere Kultur, unsere Sitten und unsere christlichen Traditionen darstellen. Es ist verboten zu sagen, das diejenigen, die früher hierher kamen, statt sich zu integrieren schon eine eigene Welt gebaut haben, mit ihren eigenen Gesetzen und Idealen, die die tausend Jahre alte Struktur Europas auseinander zwingt. Es ist verboten zu sagen, dass dies nicht zufällig ist und nicht eine Kette von unbeabsichtigten Folgen, sondern eine geplante, orchestrierte Aktion, eine auf uns gerichtete Menschenmasse. Es ist verboten zu sagen, dass in Brüssel heute daran gearbeitet wird, die Fremden so schnell wie möglich hierher zu transportieren und unter uns anzusiedeln. Es ist verboten zu sagen, dass es der Zweck der Ansiedlung ist, die religiöse und kulturelle Landkarte Europas neu zu zeichnen und seine ethnischen Grundlagen neu zu konfigurieren, um die Nationalstaaten zu beseitigen, die das letzte Hindernis für die Internationale sind. Es ist verboten zu sagen, dass Brüssel verstohlen immer neue und neue Scheiben unserer nationalen Souveränität verschlingt, und dass heute in Brüssel viele an einem Plan für die Vereinigten Staaten von Europa arbeiten, wofür niemand jemals ihnen eine Ermächtigung erteilt hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die heutigen Feinde der Freiheit sind aus anderem Holz geschnitzt als die königlichen und kaiserlichen Herrscher oder die Herren des Sowjetsystems; sie verwenden andere Mittel, um uns zur Unterwerfung zu zwingen. Heute kerkern sie uns nicht ein, sie transportieren uns nicht in Lager und sie besetzen nicht mit Tanks die Länder, die der Freiheit treu sind. Heute ist das Trommelfeuer der Weltpresse, sind Denunziationen, Drohungen und Erpressung genug –oder besser gesagt: sie waren es bisher. Die Völker Europas erwachen langsam, ordnen ihre Reihen und gewinnen Boden zurück. Die Balken des auf die Unterdrückung der Wahrheit gebauten Europas knarren und knacken. Die Völker Europas haben jetzt vielleicht verstanden, dass ihre Zukunft auf dem Spiel steht: nicht nur ihr Wohlstand, ihr Komfort und ihre Arbeitsplätze, sondern ihre Sicherheit und die friedliche Ordnung ihres Lebens sind schon in Gefahr. Die im Wohlstand schlummernden Völker Europas haben endlich verstanden, dass die Prinzipien des Lebens, auf die wir Europa gebaut haben, in Lebensgefahr sind. Europa ist das Zusammenleben von christlichen, freien und unabhängigen Nationen; es ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau, fairer Wettbewerb und Solidarität, Stolz und Demut, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
 
Diese Gefahr bedroht uns jetzt nicht, wie es Kriege und die Schläge der Naturkatastrophen tun, die uns den Boden unter den Füßen wegreißen von einem Augenblick auf den andern. Die Völkerwanderung ist ein langsames Wasser, das mit stetigem Strom die Ufer wegspült. Es erscheint in der Gestalt der humanitären Sache, aber seine wahre Natur ist die Besetzung von Territorium; und deren Gewinn an Territorium ist unser Verlust von Territorium. Haufen unverbesserlicher Kämpfer für die Menschenrechte fühlen einen unstillbaren Drang, uns zu belehren und anzuklagen. Es wird behauptet, dass wir fremdenfeindlich und feindselig seien, aber die Wahrheit ist, dass die Geschichte unserer Nation auch die einer der Aufnahme und der Verflechtung der Kulturen ist. Diejenigen, die hier als neue Familienmitglieder, als Verbündete oder als Vertriebene aus Angst um ihr Leben um Aufnahme baten, die haben wir eingelassen und sie haben ein neues Zuhause für sich gefunden. Aber diejenigen, die mit der Absicht kommen, unser Land zu verändern und unsere Nation nach ihrem eigenen Bild zu formen, diejenigen, die mit Gewalt und gegen unseren Willen gekommen sind, die sind immer auf Widerstand gestoßen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zuerst ist nur von ein paar hundert, tausend oder zweitausend Menschen die Rede, die angesiedelt werden sollen. Aber nicht ein einziger verantwortlicher europäischer Führer würde es wagen, unter Eid zu schwören, dass diese paar Tausend nicht schließlich auf Zehn- oder Hunderttausende anwachsen. Wenn wir diese Völkerwanderung stoppen wollen, müssen wir zunächst einmal Brüssel bremsen. Die größte Gefahr für die Zukunft Europas kommt nicht von denen, die hierher kommen wollen, sondern von den Brüsseler Fanatikern des Internationalismus. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Brüssel über die Gesetze stellt.“

Glyphosat-Zulassung und Bürgerwille


Für den Schutz von Mensch und Tier

Glyphosat ist ein Pestizid, das beim Menschen erwiesenermaßen gesundheitliche Schäden hervorruft. Auch besteht der Verdacht, dass die Rinder-Erkrankung „chronischer Botulismus“ mit dem Pestizid in Zusammenhang steht.imageNach einigem Hin und Her tagt ab heute die EU-Kommission und es wird die Entscheidung darüber fallen, ob das Glyphosat weiter auf unseren Äckern, auf unseren Tellern und in unseren Körpern landen soll oder nicht.

Passend in die Endspurt-Diskussion warfen Welternährungsorganisation (FAO) und Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern die Beruhigungspille per Nachricht ins Volk, Glyphosat sei nicht krebserregend, wenn es über die Nahrung aufgenommen wird. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin verharmlost die Gefahr von Glyphosat bis heute, obwohl in ausgewerteten Tierstudien signifikante Steigerungen verschiedener Tumorarten auftraten. Die Arbeit dieses Gremiums steht schon seit Jahren in der Kritik. Einzelne Mitglieder haben intensive Beziehungen zur Industrie. Wohl ein Grund, warum die Kommission unter dem Druck der Industrie eingeknickt ist und die EU-Kommission das Pestizid erneut zulassen will. Laut Phoenix vom 19. 2. 2016 wurden Mitarbeiter von Firmen in die Kommission geschleust, die sogar dort als Mitarbeiter der Kommission geführt werden. Zum Beispiel der Ko-Vorsitzende Alan Boobis. Er ist Vizepräsident des International Life Sciences Institute Europe – einer mehrheitlich von Monsanto und Co. finanzierten Einrichtung.

Während in Frankreich inzwischen Pflanzenschutzmittelgeschädigte (Krebserkrankte und an Parkinson Erkrankte) einen Verein gegründet haben und Parkinson als Berufskrankheit der Landwirtschaft schon anerkannt ist, wird eine gesundheitliche Gefährdung durch Glyphosat in Deutschland von den Pflanzenschutzmittelherstellern bis heute geleugnet.
Die letzte Entscheidung fällt jetzt in Brüssel. Der Stand der Dinge in Deutschland: Während die SPD wohl gegen eine Verlängerung für die Ausbringung von Glyphosat auf deutschen/europäischen Böden stimmen will, steht Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) auch weiter in den Reihen der Verharmloser von Glyphosat. Deutschland galt bisher als Beschleuniger für eine weitere Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat und mit mehr als mit einer Enthaltung bei der Abstimmung kann nicht gerechnet werden.
So wird auch in diesem Fall mal wieder deutlich, dass Lobbyisten im Vergleich zu manchem Politiker ihren Job nicht verfehlt haben.

Bargeldabschaffung


Weiterschlafen kostet DEIN Geld

Gerade war aus Schäubles Mund zu hören: „In Kontinentaleuropa kenne ich niemanden, der die Absicht hat, Bargeld abzuschaffen.“ Hört, hört! Es hatte auch mal niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen … oder wie war das?

Inzwischen wird die Einschränkung des Bargeld-Verkehrs von Frankreich und Deutschland mit Hochdruck vorangetrieben. Offiziell geht es um den Kampf gegen den Terror und die Geldwäsche.
Tatsächlich geht es natürlich nicht um die Geldwäsche, sondern darum, zu verhindern, dass die Kunden ihre Gelder von den Banken abziehen.

Der Ideenreichtum der politischen Rudermannschaften kennt kein Halten. Erst erfinden sie hier die Ich-AG, den Ein-Euro-Job, dann brüsten sie sich mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro, wovon ein Mensch nicht leben und nicht sterben kann, schicken Alleinerziehende, Kinder, Familien, Lohnabhängige und zukünftige Rentner in die Armut und planen nun, uns allen das Bargeld aus dem Portemonnaie zu nehmen. Damit können dann auch Bezeichnungen wie „Lohn der Arbeit“, „Taschengeld„, „Trinkgeld“, „Wechselgeld“ u.ä. aus dem Duden gestrichen werden.

Bargeldlos unter die Kontrolle der Banken

Die vorgeschobenen Gründe sind wie immer Hirngespinste der Vollstrecker: Steuerehrlichkeit und Austrocknung illegaler Märkte. Nein – es geht um die totale Kontrolle des Einzelnen und damit um unsere finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit.
Ohne Bargeld ist jede Transaktion elektronisch gespeichert. Egal ob Kondome, Drogen, Kaugummis oder Eintrittsgelder, es wird immer alles nachvollziehbar sein, was man getan hat. Es glaubt doch wohl niemand im Ernst daran, dass der Staat diese Daten nicht auswerten möchte? Es ist nur eine Frage der Zeit, dann kommt die Transaktionsdatenspeicherung. Und dann werden es die staatstreuen Medien schaffen, uns das Bargeld als unverantwortlich, gefährlich, rassistisch, unerotisch, hinterwäldlerisch, lästig, rechtspopulistisch, antisemitisch, putinversteherisch, homophob, altmodisch oder sonstwie zu verkaufen. Man wird uns die Vorteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs vorbeten und die Menschen werden den „Vorbetern“ schlussendlich auch folgen, denn wenn in Deutschland eines funktioniert, dann ist es der unerschütterliche Glaube der Deutschen an das, was man sie glauben machen will… nämlich dass sich die schon länger hier Lebenden (Merkels Bezeichnung für die Deutschen) entweder an Veränderungen und Verluste gewöhnen müssen oder diese am besten in Triumphe umdeuten.

Es geht schon los!

Diskutiert wird die schrittweise Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Nach einer Übergangsfrist bis Ende 2018 sollen dann keine 500-Euro-Scheine mehr ausgegeben werden. Und was machen die Bürger? Sie funktionieren und beginnen, 500-Euro-Scheine gegen geringere Stückelungen einzutauschen. Na dann …

„Münzen und Scheine sind überholt und schmälern nur den Einfluss von Notenbanken“, sagt Bofinger, einer der sogenannten Wirtschaftsweisen. Er wünscht sich also mehr Macht für die Zentralbank. Mehr Macht für eine Bank! (Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen). Wollen wir einer demokratisch nicht legitimierten Bank mehr Macht geben? Haben nicht Banken überhaupt schon das größte Machtmonopol?

„Erst kommt der Ruin der Staatshaushalte durch die Politik, dann kommen die Erfüllungsgehilfen in den Zentralbanken, und am Ende steht das Ende der bürgerlichen Freiheiten“, meinte Roland Tichy, Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

 

Deutschlands Blitzkrieg gegen Deutschland


von Beshad Miller

In beeindruckender Weise beschreibt Beshad Miller in seinem Artikel, den er in „Metropolico“ veröffentlichte, die Entwicklung Deutschands nach ldem zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Tag und seine Rolle in Europa und in der Welt. Dieser Artikel ist sowohl zu lesen, als auch auf youtube zu hören.

auf youtube

Die Kapitaldiktatur oder…


Wer ist eigentlich Europa?

Manche Menschen wundern sich darüber, dass die Rettung von Banken stets wichtiger war als die Rettung von Menschen, ganz gleich ob es sich um Obdachlose, die Ärmsten der Armen, Hungernde oder Flüchtlinge handelt. Banken sind entweder zu groß, auf jeden Fall zu wichtig, um scheitern zu dürfen.

Eine Nachfrage in Brüssel, wie viele Politiker im Ressort Verteilungsgerechtigkeit und im Ministerium für Menschenrettung zu finden sind, wird Aufschluss darüber geben. An Finanzexperten oder solchen, die sich dafür halten, besteht ganz sicher kein Mangel. Und das allein reicht nicht. 1700 Lobbyisten sorgen zusätzlich für das Interesse der Banken. Und Merkels Zitat: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ dient dabei als Freifahrtschein für alle Schweinereien, die sich Banken und ihre Manager einfallen lassen. Die Geschäfte der Banken haben sich als zu riskant, die Bankenaufsicht als zu lasch herausgestellt. Das Eigenkapital der Banken beträgt zum Teil nur 3%. Es haben sich Schattenbanken gebildet, die sich jeglicher Kontrollmöglichkeit entziehen. So agieren etwa 20 Personen im Schatten der offiziellen Großbanken mit 700 Millionen Euro unter Mitwisserschaft der EZB. Die Deutsche Bank hat sogar Briefkastenfirmen gegründet und sie als Schattenbanken installiert. Vorrangiges Ziel ist es, sich jeglicher Kontrolle zu entziehen. Nicht die Politik hat das Sagen, sondern die Banken haben die Politik im Griff.
Und wenn etwas schief läuft, wie in den bekannten Krisenländern passiert, dann heißt der Weg immer: Auf Bankenkrise folgt Staatskrise. Aber das alles spielte und spielt für die größten Lümmel der Bankenfamilie, wie beispielsweise Josef Ackermann, ja keine Rolle. Sein Zitat dazu lautete zur Zeit der Irland-Krise: „Wir müssen nur überzeugt sein, dass Europa jeden Preis wert ist.“
Es bleibt ein fader Geschmack bei der Frage: Wer ist eigentlich Europa?
Herr Ackermann & Co oder der Elektriker, die Angestellte, der Bäckermeister, die Krankenschwester, der Lehrer…?

Dirk Müller, genannt Mr. Dax, äußert sich zum Kapitalwahnsinn / Zins und Zinseszins

Europas Ausverkauf


Türkei auf dem Weg in die EU

Als Jean-Claude Juncker vor wenigen Wochen auf Tätschelkurs mit Recep Tayyip Erdogan ging, wusste jeder: Das wird kosten! Was es sofort kostete, waren unsere Wertvorstellungen über Demokratie und Menschenrechte. Weil es Europa über Jahre nicht geschafft hat, eine für alle Euro-Länder verbindliche Asyl- und Flüchtlingspolitik mit einer entsprechenden Verteilungsquote zu errichten, soll also ausgerechnet der Super-Demokrat Erdogan den „Ausputzer“ spielen. Putin kündigen, Erdogan hofieren und Obama lieben – wenn das Europa in seiner Stagnation nicht weiter bringt… was dann?

Die Wiedervereinigung als Prozess einer langen erfolgreichen Ostpolitik war ein großer gelungener Akt für und mit den Menschen beider deutscher Länder. Die Krönung aber war die großartige Idee eines vereinten Europas.

Und was ist daraus geworden?

Eine gemeinsame Außenpolitik? Eine gemeinsame Steuerpolitik? Eine Steigerung der Lebensqualität der Menschen? Gesicherte Löhne und Renten? Eine Kultur der Friedfertigkeit und Nähe? Eine Verankerung von Mitbestimmung und Demokratie? Eine solidarische Wertegemeinschaft? Ein Aktionsbündnis für eine gerechtere Verteilung von Chancen, Bildung und Kapital? Eine Festlegung auf Rechte und Pflichten für alle Mitgliedsstaaten der EU?

Nein! Das alles nicht! Nach Finanzkrise, Abhöraffäre, Ukraine-Krise, Russland-Konflikt, außenpolitischen Hilflosigkeiten, Griechenland-Rettung, National-Gerangel und Flüchtlingsinvasion hat uns ein Europa ereilt, das manche Illusion seiner Bürger zerstört hat und ihnen die Gewissheit brachte, dass die Wirkmechanismen dieses Systems selbst den Menschen überfordern, der guten Willens ist.

Aber nicht genug, dass sich das Vorhandene in einem maroden Zustand befindet, es soll gerade durch eine weitere Komplikation ergänzt werden…den EU-Beitritt der Türkei. Gegen Dummheit und Naivität ist nun einmal kein Kraut gewachsen. Darum hier das Zitat eines Intelligenten:

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten!“
Tayyip Erdogan, Regierungschef der Türkei