DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Ein fragwürdiger Verein – Deutsche Umwelthilfe e.V.


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Mini-Verein mit Maxi-Kapital

Frau Angela Merkel hat in der Dieselaffäre ein (Macht)Wort gesprochen. Natürlich in Hessen – natürlich im Wahlkampf – natürlich zwecks Stimmenfang. Während sie bisher der Autolobby hörig war, hat mal wieder der Wahlkampf Besitz von ihr ergriffen.
Der vom Bund festgelegte Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) je Kubikmeter Luft dürfe auch bei „geringfügigen“ Grenzwert-überschreitungen keine Fahrverbote nach sich ziehen. Sie sei sogar bereit, diese auch gesetzlich abzuwenden. Wo der Grenzwert um weniger als zehn Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft überschritten werde, seien Fahrverbote „unverhältnismäßig“. So Merkel bei einer Wahlkampfrede in Hessen.

Ein Hoch auf die Klimakanzlerin, deren Statement der Baden-Württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit folgenden Worten kommentierte: „Da hätte es jetzt der Weisheit der Bundeskanzlerin nicht bedurft, so schlau waren wir schon selber. … Das ist auch kein Ausweis guten Regierens, fünf Tage vor der Hessenwahl zu sagen, jetzt machen wir da doch mal schnell einen Coup.“ Das aus dem Munde ihres guten Freundes, der einmal zugab, dass er seine Kanzlerin täglich in seine Gebete mit einschließt! Nun – auch die Grünen machen Wahlkampf und Kretschmann weiß sehr gut, dass die politische Zukunftsehe CDU/Grüne heißen wird. Die Stimmen, die er als Vertreter seiner Partei der CDU nimmt, bleiben schließlich in der schwarz-grünen Zukunfts-Familie.
Lieber Wähler, schrei also nicht so laut „Seehofer und Merkel weg!“, sondern besinne dich darauf, dass  es noch schlimmer kommen kann und verhindere, was mainstreamgefördert kommen soll! (Cohn-Bendit sieht gute Chancen für Habeck als künftigen Kanzler).

Zurück zur Diesel-Hysterie unserer bei allen Gerichten bekannten  Deutschen Umwelthilfe.
„Die bestehen doch nur aus ein paar Männekes und wenn du da rein willst, wirst du erst vom Verfassungsschutz überprüft“, erklärte mir eine ehemalige Grün-Wählerin diesen Verein mit einer typisch abwinkenden Handbewegung. Wer oder was sind sie also, die paar Männekes?

Jürgen Resch
Foto: Junge Freiheit

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. ist ein „gemeinnütziger“ Umwelt- und Verbraucherschutzverein mit tatsächlich nur 287 Mitgliedern, dafür aber einem Kapitalbudget von mehreren Millionen Euro. Die sprudelnden Geldquellen fließen sowohl aus größeren und kleineren Firmen,  die in eine Gesetzeslücke getappt sind, die die DUH juristisch und im Klageverfahren für sich nutzt, als auch aus Sponsorengeldern und natürlich aus deutschen Steuerzahlergeldern. Für aktuelle Vorhaben erhält die Deutsche Umwelthilfe fünf Millionen Euro von der Bundesregierung, wie diese dem Bundestag Anfang März mitteilte.

Im Vergleich zu den bekannten Umweltorganisationen sollten wir einmal eine Rechnung übernehmen, die das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) schon geleistet hat. Umweltorganisationen wie der BUND haben 565.000 Mitglieder (Wikipedia, Stand 2015), NABU hat 541.000 Mitglieder (Wikipedia, Stand 2015) und der WWF hat gar über 5 Millionen Mitglieder (Wikipedia, Stand 2014). Die Deutsche Umwelthilfe mit ihren „paar Männekes“ hat gerade einmal das Mandat von nicht einmal 0,0003% der Bevölkerung, schickt sich aber an, mit dubiosen Klageverfahren ganze Kommunen, Mittelstands-unternehmen und Industriezweige zu strangulieren, ohne dass die Politik dieser dubiosen Minderheit Einhalt gebietet. Im Gegenteil, sie lässt sich von ihr sogar durch die Manege treiben und schaufelt sich damit dieseltechnisch ihr eigenes Grab, wie Merkel gerade wieder im Hessen-Wahlkampf beweist.

Der 0,0003-prozentige Mandatsträger und Vorsitzende Jürgen Resch, der laut Süddeutscher Zeitung ein Studium der Verwaltungswissenschaften abbrach, um heute als personifizierte Umweltrichtlinienkompetenz Mitglied des sog. HON Circles bei der Lufthansa zu sein, lässt sich ungern in die Karten gucken und hält die Fäden der Macht fest in seiner Hand.  „Diesen höchsten Vielfliegerstatus erhält derjenige, der innerhalb von zwei Jahren 600.000 Meilen fliegt. Dies sind ca. 28,5 Erdumrundungen. Damit gehört Jürgen Resch zu einem kleinen und erlauchten Kreis von knapp 3.000 Lufthansa-Vielfliegern. Wer die begehrte schwarze Karte besitzt, wird vor und nach dem Flug in exklusiven Topkunden-Lounges verwöhnt und auf Wunsch sogar in einem Porsche-Cayenne direkt zum Flugzeug gebracht.“ Das ist Umwelt- und Klimaschutz in höchster Vollendung.

Dieses Land glaubt zwar, von denen regiert zu werden, die ab und zu mal aus dem Sicherheitstrakt „Bundestag“ heraustreten, um Mikrophone, Kameras und die Neugier der Bürger zu bedienen – dem ist allerdings nicht so. Unzählige NGOs und Lobbyisten haben die Zügel in der Hand und Sie dürfen raten, aus welchem bunten Vielfaltlager die Anweisungen für unsere „Marionetten“ kommen, die Horst Seehofer mit den Worten beschreibt: „Diejenigen, die gewählt sind, haben nichts zu sagen und diejenigen, die was zu sagen haben, sind nicht gewählt.“ Treffender kann auch das Treiben und Hantieren der Deutschen Umwelthilfe nicht bezeichnet werden.

Eine letzte Frage bleibt offen: Welche Koryphäe hat uns eigentlich den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) je Kubikmeter Luft beschert und die Tausende von Toten auf unser Schuldkonto geschrieben, das wir alle zu verantworten haben? Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat die Grenzwerte für Luftschadstoffe festgelegt. Besonders putzig hört sich dabei die Begründung für diese lebensrettende Maßnahme der Grenzwertbestimmung an: In 41 europäischen Ländern kam es nach Schätzungen 2016 zu 467.000 vorzeitigen Todesfällen wegen PM2.5-Exposition (Feinstaub), 71.000 wegen NO2-Exposition (Stickstoffdioxid), 17.000 wegen O3-Exposition (Ozon); davon in Deutschland 73.400 (PM2.5), 10.610 (NO2), 2.500 (O3).

Solange mir niemand erklären kann, wie diese Todesfälle berechnet wurden, wie genau ermittelt wurde, ob es sich um einen durch Feinstaub, durch Stickstoffdioxid oder Ozon verursachten Todesfall handelt, werte ich diese Zahlen als mathematische Geschichten aus „Tausend und eine Nacht“.

Interessant auch zu erfahren, dass Deutschland sein nationales Recht, seine Grenzwerte per Gesetzgeber festzulegen, in die europäische Hand gegeben hat. „WHO-Richtwerte dienen als evidenzbasierte Grundlage, auf deren Basis verbindliche Grenzwerte durch die Gesetzgeber abgeleitet werden können. … Nationale, rechtlich verbindliche Grenzwerte werden vom nationalen Gesetzgeber festgelegt, für Deutschland gelten EU-Grenzwerte. … Grenzwerte sind Ergebnis eines politischen Abwägungsprozesses: gesundheitliche Verbesserungen versus Machbarkeit und Kosten der zu ergreifenden Maßnahmen.“ Ein idealer Zustand für die Deutsche Umwelthilfe, die hervorragend die Löcher füllen kann, welche die Politik ihr gelassen hat.

Da können selbst Lungenärzte wie Dieter Köhler, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, das politische Gezeter über Fahrverbote und das Getöse um NO2-Grenzwerte für völlig überzogen halten – was stört es eine deutsche Eiche, wenn sich ein Wildschwein daran reibt? Die Raucher müssten schon alle reihenweise tot umgefallen sein. Schließlich inhaliert jeder von ihnen „über 200.000 Mikrogramm pro Kubikmeter, wenn er eine Zigarette raucht“. Selbst das Anzünden eines Adventskranzes verursache mehr als 200 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft, gibt Köhler zu bedenken.

Wieso verdreht sich eigentlich nicht unser Magen, wenn wir übers Wochenende nach Barcelona jetten oder unsere 70 Kilogramm Körpergewicht von einem 2,5 Tonnen schweren SUV durch die Innenstadt kutschieren lassen?
(Nick Reimer, Journalist und Buchautor)

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Die Klima-Hysterie der Grünen


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Heißzeit – neue Wortschöpfung der Grünen

Es ist Sommer, und zwar ein ausgesprochen heißer. Während sich in Abwesenheit der Vorsitzenden und Kanzlerin Teile der Union neu positionieren und sich in einer WerteUnion zu den verlorengegangenen konservativen Ausrichtungen ihrer Partei rückbesinnen wollen, posaunt eine andere Gruppe von CDU-Politikern einen interessanten Vorschlag hinaus ins politische Sommerloch: Ein Comeback der Wehrpflicht und ein Pflichtjahr in einer sozialen Einrichtung. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht 2011 fiel auch der Zivildienst weg – beides Dienste für die Allgemeinheit, die mit Verantwortung, Einsatz und Pflichterfüllung zu tun haben. Kaum aber ist der neue Gedanke ausgesprochen, stehen schon wieder die Kritiker auf, um mit ihren Menschenrechtsparolen und „Wir setzen auf Freiwilligkeit“-Gesängen den gedanklichen Steckling sofort im Keim zu ersticken. Gleichzeitig stimmen aber genau diese linksgrünen Alleswisser und Alleskönner das Klagelied über eine verrohte Gesellschaft mit ihren Hassparolen an. Die Journalistin Hayali mit ihren Sologesängen in Funk und Fernsehen muss dem Dummvolk journalistische Orientierung vermitteln, Außenminister Heiko Maas ließ gleich für alle Zukunft seine Zensurkeule in ein Gesetz gießen, die Gesetzeshüter kümmern sich um die Rückholung krimineller HarzIV-Empfänger und der deutsche Bundespräsident bereitet schon einmal das Staatsbankett für den Super-Demokraten Erdogan vor, den er mit militärischen Ehren dafür belohnen will, dass er uns für viel Geld einige Flüchtlinge abgenommen hat. 

Aber zurück zum Sommer 2018, der endlich mal wieder ein richtiger Sommer ist! Seit Jahren sehnen sich die Menschen nach Jahreszeiten, wie sie auf dem Kalender stehen. Zu meiner Kindheit waren Sommer noch Sommer und Winter auch Winter und meine Aufenthalte in Polen lehrten mich, was ein kontinentales Klima ist – extrem heiße Sommer und mit Schnee und Eis dienende kalte Winter. 

Aber unsere linksgrünen Hysteriker machen aus diesem Sommer den bevorstehenden Weltun-tergang. Es droht eine Heißzeit … Wir befinden uns mitten im Klimawandel … wir brauchen ein Klimaschutzgesetz … Kohleausstieg sofort … weg vom Verbrennungsmotor … 

Es ist doch immer wieder hilfreich, ein gerade zur rechten Zeit (vor einer Wahl) auftretendes Naturereignis als Wahlhelfer zu benutzen. Dieser Heiß-Sommer darf nicht ungenutzt verstreichen, dachten sich die Grünen und die mit ihnen verbündeten Aktivisten und bliesen zur Jagd nach Wählerstimmen. Ihre tägliche Medienpräsenz mit Aufrufen zur Klima- und Weltrettung ist unüberhörbar und während sich die ehemalige Klimakanzlerin in Marokko und Spanien um ihr Lieblingsthema „Relocation und Resettlement“ kümmert, greifen  die Grünen schon einmal nach ihrem zukünftigen Ministerium, das sie nach der nächsten Wahl (egal in welchem Bundesland) unter Regierungsbeteiligung beanspruchen werden. Dazu haben sie auch neue Köpfe ins Rennen geschickt, die nun zusammen mit den „alten“  ihr jahrzehntelang geübtes ideologisches  Säbelrasseln täglich zum Besten geben. 

Der Klimawandel ist eine naturgegebene Tatsache. Das Klima kann gar nicht anders, als sich ständig zu wandeln. Und wer diesen Sommer als Beweis für einen von Menschen gemachten Klimawandel anführen will, der sollte sich einmal die Wetteraufzeichnungen der letzten 120 Jahre zu Gemüte führen. Heißzeit gab es damals schon ohne die Grünen.

Da sind Extremwetterereignisse, Temperaturen oder Temperaturänderungen, Heiß-, Kalt- und Regensommer, Überschwemmungen und Hitzeperioden mit Toten genauso ausgeprägt wie heute. „Der Begriff  ‘Klimaschutz’ ist sinnlos, denn man kann Klima – einen naturgesetzlich sich laufend ändernden statistischen Mittelwert über 30 Jahre – nicht schützen. Entsprechend sinnlos und unwirksam sind Klimaschutzgesetze. Jetzt kommen die linken und grünen Gauner ins Spiel. … Diese Leute werden nicht eher Ruhe geben, bis sie das logische Resultat linker Politik erreicht haben: den Kollaps des Systems. Wie ich bereits schrieb, ist die Linke nicht der Gegner und schon gar nicht irgendeine Alternative zum Kapitalismus, sondern sein Parasit.“

Diese Deutschland-Hasser und -Zerstörer haben gerade ihr Lieblingsspielzeug verloren, ihre unglaubwürdige Türkeipolitik zwecks Übernahme und Ausbreitung des Islams in Deutschland. Glücklicherweise bot sich Merkels Grenzöffnung 2015 und ihre „Kommt-alle-zu-uns“— Politik als Ersatz an, sodass bei den ideologisch Verfärbten bei der letzten Regierungsbildung (Jamaika-Verhandlungen) die Hoffnung aufkeimte, wieder in vorderster Front am Untergang Deutschlands mitwirken zu können. Hat wie wir wissen nicht geklappt — also: Strategiewechsel! Klimakatastrophe in den Mittelpunkt rücken! Dabei hat die Grünste aller Grünen, Göring-Eckard, sogar noch den Stein der Weisen ausgebuddelt: Sie ist dabei, den Klimawandel als Fluchtgrund einzuführen. 

  • Wo sind die Grünen, wenn Waffenexporte in die Türkei abgesegnet werden? 
  • Wo sind die Grünen, wenn die Giftküche Monsanto von Bayer aufgekauft wird?
  • Wo sind die Grünen, wenn der Autokäufer vom Hersteller betrogen wird?
  • Wo sind die Grünen, wenn Imker das Sterben ihrer Bienen beklagen?
  • Wo sind die Grünen, wenn das Schwinden von Insekten bemerkt wird?
  • Wo sind die Grünen in den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz?
  • usw. usw.

Dafür standen sie einmal. Heute ist das alles viel zu unspektakulär!

HEUTE …

  • sind sie da, wenn es um Staatsverträge mit Islamverbänden geht.
  • sind sie da, wenn es um den  Islamunterricht an NRW Schulen geht.
  • sind sie da, wenn die Genderisierung der Gesellschaft vorangetrieben wird.
  • sind sie da für Kampagnen wie Me-Too oder Me-Two.
  • sind sie da, wenn die AfD nicht nur mit legalen Mitteln bekämpft wird.
  • sind sie da, wenn Andersdenkende als Rassisten beschimpft werden.
  • sind sie da, wenn Sexualunterricht schon in Kitas zum Thema wird.
  • sind sie da, wenn mehr als 50  sexuelle Identitäten gezählt werden.
  • sind sie da, wenn allen Flüchtlingen der Welt Einlass gewährt wird.
  • usw. usw.

Die Grünen gehören längst der bildungsbürgerlichen Mittelschicht an und versammeln in ihrem Parteitopf alle möglichen bürgerrechtlichen Organisationen. Somit machen sie auch nur für diese Klientel Politik. Die Zustimmung zu Gerhard Schröders Agenda-Politik war dafür ein sichtbares Zeichen. „Auf den Parteitagen wurden nicht mehr Dritte-Welt-Aktivisten eingeladen, sondern die Chefs von Weltkonzernen … Man setzte sich inzwischen lieber für Spitzenpositionen von Frauen in Dax-Konzernen ein als für die Lebensbedingungen alleinerziehender Mütter mit Hartz IV. … Die heutigen Mandatsträger sind in der Mehrheit Anhänger der sogenannten menschenrechtsgestützten Außenpolitik der Ära Merkel.“

Was also kann einen denkenden Menschen dazu bewegen, diese Ideologie zu wählen, die als genderwahnsinnige, politisch-korrekte Sprach- und Ernährungspolizei das heutige „Gutmenschentum“ vertritt. Ihr alleiniger Anspruch, über Gut und Böse, Christentum und Islam, Demokrat und Rassist, Links und Rechts, Lüge und Wahrheit, Sicherheit und Risiko entscheiden und urteilen zu können, charakterisiert ihre Arroganz und Selbstliebe. Beide Eigenschaften haben nichts mit Demokratie und Menschenachtung zu tun. Die Mehrheit der Bürger und deren Mehrheitsmeinung haben sie nie interessiert. Sie machen bis heute jede Minderheit zur Mehrheit und missachten jeden, der ihnen und ihrer Meinung widerspricht. Davon ist auch ihre Klimapolitik nicht ausgeschlossen. Auf der Idee des menschengemachten Klimawandels baut ihre Politik eine preistreibende Energiepolitik auf. Dabei sind die Treibhaus-Thesen längst widerlegt, wie es Günter Ederer schon  2011 in der Welt beschrieb.

Als abgehobene Verbots-, Besserwisser-, Heißzeit- und Multikulti-Partei, die so gut wie nichts mehr mit ihren Umwelt- und Verbraucherschutz-Wurzeln zu tun hat, stehen sie für die Arroganzen, die schon seit Jahren in der Versenkung des Bundestags und der Länderparlamente hätten verschwinden müssen. Aber wie schlechte und alternde Chorvereine oder Schützen- und Kleingartenvereine, die sich zwar ständig streiten, kleben sie über Jahrzehnte zusammen nur deshalb, weil sie eine gemeinsame Vergangenheit haben. Und nur, weil ihnen immer wieder ein neues Ideologiethema einfällt, wuseln sie noch weiter in der Altparteienlandschaft herum. 

Mein Champagner wechselt zu jeder Wahl in Deutschland seinen Standort vom Keller in den Kühlschrank, immer in Erwartung des Wahlergebnisses, das irgendwann einmal verkündet, dass die Grünen die Fünf-Prozent-Hürde nicht genommen haben. 

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Deutschland und seine Klimakanzlerin


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Die Klima-, Kohle- und Autokanzlerin Angela Merkel

Angela Merkel, Klima-, Bildungs- und Umweltkanzlerin in einer Person, erhält nun die Quittung für ihre Auto-Lobby-Hörigkeit. Statt sich von Anfang der Diesel-Skandalwelle auf die Seite ihrer betrogenen Bürger zu schlagen, nimmt sie bis heute die Autoindustrie in Schutz. „Es kann nicht unser Interesse sein, dass wir durch politische Maßnahmen die Automobilindustrie so schwächen, dass sie keine Kraft mehr hat, in die eigentlichen Zukunftsinvestitionen etwas hineinzustecken.“ Eine solche unehrliche Politik gegen Bürger und Natur gehört bestraft – und das passiert nun. Wegen zu schmutziger Luft in vielen deutschen Städten verklagt die EU-Kommission Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof. Aber was soll’s? Die Zeche zahlt sowieso wie immer der deutsche Steuerzahler. Was also geht es die GroKo und vor allem die Dame an, die längst nicht mehr meine Kanzlerin ist? Da Verkehrsexperten kurzfristig nur zwei Lösungsmöglichkeiten sehen, nämlich die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen oder Fahrverbote, wird uns Merkel, die Tatenlose, wohl Fahrverbote bescheren.
Kaum hatte Merkel bei der Haushaltsdebatte im Bundestag der Autoindustrie ihre Loyalität versichert, da glänzten schon die nächsten Modelle mit einem erneuten Abgasbetrug. 60.000 Porsche-Modelle, die Luxusgeländewagen Cayenne und Macan, werden gleich wegen mehrerer Software-Manipulationen vom Kraftfahrt-Bundesamt zurückgerufen.

Sicher ist, dass jeder Einzelne etwas für die Umwelt, für das Klima und die Natur tun kann, wenn er nur will. Meine Zuversicht hält sich jedoch in Grenzen. Eine kommunale Veranstaltung mit dem Thema „Was ist mir eine saubere Stadt wert?“ brachte etwa 20 Teilnehmer auf die Beine. Sowohl Politiker als auch Bürger übertrafen sich mit Klagen und Kosten, zeigten sich aber wie gewohnt recht ideenlos.

Was aber haben wir versäumt in dieser unserer einzigen Welt? Jeder von uns trägt ein Quäntchen Verantwortung für ihren Fortbestand. Die Politiker allerdings als Inhaber von Macht und Gesetz stehen an vorderster Front. Das ist für unser Land seit mehr als 12 Jahren die Klima-, Bildungs- und Umweltkanzlerin mit „Erfolgen“ wie
– Anstieg der Trinkwasserpreise in zehn Jahren um 25%
– neben Malta die höchste Nitratbelastung des Grundwassers. (Auch hierzu liegt ein Klageverfahren der EU vor. Die Klageschrift zeichnet akribisch nach, wie Deutschland seit Jahren das Problem ignoriert. Es werde zugelassen, dass wesentlich mehr Dünger auf die Äcker gebracht werde, als die Pflanzen überhaupt aufnehmen könnten.)
– die Zustimmung zum Pflanzengift Glyphosat
– die Inbetriebnahme neuer Kohlekraftwerksblöcke in Boxberg, Neurath, Moorburg oder Hamm, die für eine Steigerung und nicht für eine Verminderung von CO2 in unserer Atemluft sorgen.
– das weitere Festhalten am Kohlestrom, der in Deutschland längst nicht mehr gebraucht wird.
– das Durchsetzen von Sonderregeln für die deutschen Autohersteller bei den Beratungen über Ober­grenzen für den CO2-­Ausstoß und das Verhindern einer Abstimmung über die EU-Richtlinie im Minister­rat.
– usw.

Wieviel Klima also in der Klima-Kanzlerin vorhanden ist, darf wohl nach dieser Aufzählung klar sein. Alles nur Makulatur, ob Bildung, ob Klima, ob Landwirtschaft, ob Gesundheit. Nichts von positiver Bedeutung, wohin man auch schaut, eher im Gegenteil.

Wer der Prognose des des Klimaforschers Hans Joachim Schellnhuber lauscht (Gründungsdirektor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen), hat weiß Gott nichts mehr zu lachen. In einem sehr guten, aber auch beängstigenden Bild erklärt er, warum der Klimawandel zum zentralen Thema der Weltpolitik werden muss: „Man könnte die Situation mit einem leckgeschlagenen Schiff auf hoher See vergleichen. Natürlich gibt es auch neben dieser Havarie Probleme: Das Essen in der dritten Klasse ist miserabel, die Matrosen werden ausgebeutet, die Musikkapelle spielt deutsche Schlager, aber wenn das Schiff untergeht, ist all das irrelevant. Wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, wenn wir das Schiff nicht über Wasser halten können, brauchen wir über Einkommensverteilung, Rassismus und guten Geschmack nicht mehr nachzudenken.“
Schellnhuber beklagt die politische und mediale Gleichgültigkeit im Umgang mit der anstehenden Klimakatastrophe, die in diesem Tempo, auf einem überbevölkerten, übernutzten Planeten, einem kollektiven Suizidversuch gleichkommt. „Ja, wir müssen alle Kohlekraftwerke schließen, ja, Deutschland muss auf 100 Prozent erneuerbare Energien gehen, aber Sie und ich können von heute auf morgen beschließen, kein Fleisch mehr zu essen und keine Langstreckenflüge mehr zu machen.“

Enden möchte ich diese Misserfolgsstory unserer Klimaexpertin Merkel mit einem Witz auf Professor Leschs Buchrücken seines neuen Buches „Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän“ : Treffen sich zwei Planeten. Der eine: „Du siehst aber schlecht aus.“ Der andere: „Ich habe Menschen!“ Der eine: „Oh, das geht vorbei.

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Weltklimakonferenz in Bonn


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Super Klimakanzlerin gerade in Jamaika

Zur Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen treffen sich gerade in Bonn 25.000 Menschen, um mal wieder nichts zu bewirken, stattdessen aber die Umwelt in Bonn und um Bonn herum entsprechend zu belasten.
Es geht um das Pariser Klimaabkommen aus 2015, in dem das Ziel formuliert wurde, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zu den Werten vor der Industrialisierung zu begrenzen. 170 von 197 Staaten der UN-Klimakonferenz haben inzwischen das Abkommen ratifiziert.

In diesem Jahr leitet das vom Untergang bedrohte Fidschi die UN-Konferenz im Kohleland Nordrhein-Westfalen. Gastgeberstaat ist also Deutschland, das seine Emissionen nicht in den Griff bekommt. Bis 2020 sollten die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland um 40 Prozent reduziert werden. Jedoch hat das Schulmeisterland mit seiner sogenannten Klimakanzlerin schon in den ersten drei Monaten 2017 so viel Kohlendioxid ausgestoßen wie es im gesamten Jahr freisetzen dürfte, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Und bis 2050 dürfe Deutschland jedes Jahr durchschnittlich 220 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, ohne das Weltklima zu gefährden.

Jeder in Deutschland weiß, dass vor der Diskussion über Elektroautos die Frage beantwortet werden muss, woher der Strom für diese Fahrzeuge kommen soll und jeder ist sich klar darüber, dass die Verschandelung des Landes durch den Braunkohleabbau in Ost- und Westdeutschland ein Ende haben muss. Und was rechtfertigt noch das Weiterbetreiben der emmissionsintensiven Kohlekraftwerke gegenüber den zwar teureren, aber umweltfreundlicheren Gaskraftwerken? Deutschland muss sich in eine globale Kohleausstiegs-Allianz einreihen. Jede neu sich bildende Bundesregierung muss den Kohleausstieg im Koalitionsvertrag verankern und erste Kohlekraftwerke schon bis 2020 abschalten.

Wer die Internetseite www.cop23.de aufschlägt, die das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit herausgibt, gerät ins Staunen über den Ideenreichtum und die Großartigkeit der Darstellung mit wunderbaren Fotos und plakativen Äußerungen über Wege, Ziele, Projekte und die damit verbundene Zurschaustellung des Wissens über die Welt kurz vor ihrem klimatischen Zusammenbruch. Was ein Land erreicht, wenn Notwendigkeiten, Veränderungen und Verzicht nur auf Einsicht  pochen, ansonsten aber forderungslos auf Freiwilligkeit setzen, ist am Beispiel Deutschlands erkennbar. Ob Kohleausstieg, Glyphosatverbot, Fahrverbot oder Dieselskandal – die Liste der Untätigkeiten, Fehlentscheidungen und Lobbybeeinflussung führt klimabetrachtend nur noch ins Schämen.

Klimapolitik am Beispiel Vattenfall

Energiekonzerne in Deutschland haben inzwischen begonnen, sich einen schlanken Fuß zu machen. Der Energiekonzern Vattenfall beispielsweise, dem in Brandenburg und Sachsen vier Kohlegruben und drei Kohlekraftwerke gehörten, entledigte sich 2016 seiner Braunkohlebesitztümer, einer Belastung für die Zukunft. Er verkaufte seine Braunkohleförderung an die tschechische Energeticky a Prumyslovy Holding (EPH), die von Vattenfall 1,7 Milliarden Euro Bares für die Renaturierung erhielten. „Wir beschleunigen so unseren Umbau zu einer nachhaltigeren Erzeugung von Energie“, erklärte Vattenfall-Chef Magnus Hall. Wind, Sonne, Atom bleiben auch weiterhin bei der schwedischen Firma.
Auch das Kohlekraftwerk Mehrum im Landkreis Peine steht vor dem Verkauf an EPH in Tschechien. Gekauft wurde dafür die Ventotec-Gruppe in Leer, was das hannoversche Unternehmen zu einem der führenden Akteure bei der Stromerzeugung mit Windrädern macht.

Energiekonzerne wissen, dass die Braunkohleverstromung keine Zukunft mehr hat. Es geht für sie längst darum, den Kohleausstieg zu organisieren und sich der langjährigen Folgeschäden und deren Kosten zu entledigen. Dabei steht der Verkauf, den der Energiekonzern Vattenfall an die tschechische EPH tätigte, in einem schlechten Licht. Im Schwarzbuch EPH, das die Umweltorganisation Greenpeace herausgab, sind die Intransparenzen und Verschleierungstendenzen, in die auch die sächsische und brandenburgische Landesregierungen verwoben waren, nachzulesen. Im Zentrum stehen dabei die beiden tschechischen Finanzoligarchen und Selfmade-Milliardäre Daniel Kretinsky und Petr Kellner. Ein groß angelegtes Konsortium von Schein- und Briefkastenfirmen umgibt auch Kretinsky. Kaum dass Vattenfall seine Anteile an EPH verkauft hatte, wurde aus der als Immobilienunternehmen registrierten Firma ein Stromkonzern. Ob mit dem nach Kauf errichteten undurchsichtigen neuen Firmengeflecht eine Übernahme von möglichen Sanierungskosten für die Folge der Bergbautätigkeit gewährleistet ist, darf bezweifelt werden. So die Aussage im Schwarzbuch von Greenpeace. Der Milliardär Petr Kellner hat sich nach dem Kauf aus der Gesellschafterriege verabschiedet, weil er und seine Frau bei den Panama Papers gelistet waren.

Umweltschützer befürchten, dass die  Steuerzahler auf den Kosten für die Rekultivierung der Kohletagebaugebiete  sitzenbleiben. Da die Auskohlung dieser Gebiete mit erheblichen Eingriffen in Landschaft, Wasserhaushalt und Siedlungsstrukturen verbunden ist, fallen für ihre Renaturierung  über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten Kosten in Milliardenhöhe an.

„Der Energiekonzern Vattenfall, der Milliarden an der Verstromung der Lausitzer Braunkohle verdiente, hat sich aus dem Staub gemacht. Seine Flucht aus der Verantwortung ist eine Flucht vor den Mondlandschaften der Braunkohle und ihrer dreckigen Hinterlassenschaft. Das Prinzip, als Verursacher für die Folgen seines Tuns zu haften, hat der Konzern an tschechische Finanzoligarchen weitergereicht. Ob jene die Kosten in Milliardenhöhe für den Abriss der Kraftwerke, für die Sanierung der Böden, für die Wiedernutzbarmachung der Bergbaufolgelandschaften und für die Sanierung des Wasserhaushaltes tragen werden, hängt von der Politik ab.“

Greenpeace kritisiert in seinem „Schwarzbuch EPH“ das schwere Versäumnis der für die Verkaufsverhandlungen mitverantwortlichen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) in Sachsen und Dietmar Woidke (SPD) in Brandenburg, bei der Übernahme von Vattenfalls Braunkohlesparte auf Sicherheitsleistungen vom tschechischen Investoren verzichtet zu haben und befürchtet Milliardenlöcher für die öffentlichen Haushalte.

Sachsen und Brandenburg dürfen sich mit Vattenfall und Nachfolgern herumschlagen, in NRW werden es RWE und eon sein, die  mit Einigung der Regierung eine  schrittweise Stilllegung ihrer letzten Blöcke bis Oktober 2019 mit hoher staatlicher Alimentierung planen. Der Stromkunde wird jedenfalls auch weiterhin aufgrund einer verfehlten und verschlafenen Klimapolitik deutschlandweit zur Kasse gebeten. Mit der Auslagerung der Bereiche Netze, Vertrieb und Ökostrom in die RWE-Tochtergesellschaft Innogy  darf sich RWE nun auch in Schulen als Vertreter der Zukunft feiern. Die RWE-Lobbyzentrale in Berlin mit ihren Einflussmöglichkeiten wird auch weiterhin für eine  RWE-verträgliche Verantwortungsverteilung sorgen. Auf Antrag des WDR, Einsicht in die Folgekosten des Bergbaus und die Kosten der Renaturierung der betroffenen Gebiete zu erhalten, weigerte sich RWE mit der Begründung, das sei und bliebe ein Geschäftsgeheimnis. Gegen die Forderung nach Offenlegung durch die Bezirksregierung Arnsberg hat RWE Klage eingereicht.

 

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Pflanzenschutzmittel Glyphosat – Beweis für verantwortungslose Politik


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EU-Gezeter um Pflanzenschutzmittel Glyphosat

Nach einem jahrelang andauernden Gezeter um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat hat es gestern im EU-Parlament eine Entscheidung für oder gegen eine Verlängerung der Nutzung geben sollen. Seit 2012 läuft nun schon das Verfahren um die Neuzulassung, die in vielen Ländern und bei vielen Umweltorganisationen auf Kritik und Gegenwehr stößt. Mangels einer Mehrheit der Mitgliedstaaten für oder gegen Glyphosat hatte man 2016 die Zulassung vorerst um anderthalb Jahre bis Ende 2017 verlängert. Gestern nun kam es wieder nicht zu einer Entscheidung.

„Im Juli hatte sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gegen eine neuerliche Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat gestellt. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel positionierte sich dagegen wie zuvor Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) klar für Glyphosat“, heißt es wörtlich im MDR. Damit hat es die Bundesregierung, genauer gesagt Merkel und ihre Union, maßgeblich in der Hand, ob die Europäer weiterhin zehn Jahre das Gift auf den Feldern und in ihrer Nahrungskette haben werden und ob sich die Restbestände von Vögeln, Insekten und Bienen auch noch verabschieden werden.
Wie man diese Kanzlerin als Klimakanzlerin bezeichnen kann, ist eine Ironie! So harmlos sie für manche Menschen daherkommt … sie ist wie viele Abgeordnete eine Marionette, gekauft von Lobbyisten, Wirtschaft, Industrie und Medien.

Während die EU-Kommission wieder einmal beweist, dass sie mit Kurzsichtigkeit geschlagen ist, weil sie sich mit Experten umgibt, die mit Hü- und Hot-Methoden die Krebsgefahr von Glyphosat in der Schwebe halten, die Frage nach einer Gefährdung des Ökosystems gar nicht erst stellen, ist man in Berlin mit der Herstellung von Selfies beschäftigt. Schließlich hat sich gerade das zweitgrößte Parlament der Welt (nach China) konstituiert und die neuen und alten Abgeordneten in ihm haben weiß Gott im Moment andere Sorgen als die der Bürger. Pfründe sichern, Parteiprogramme egalisieren, Freundschaften schließen und Posten verteilen.

Die Lobbyisten der amerikanischen Firma Monsanto haben Glyphosat, bekannt unter dem Markennamen „Roundup“, zum Supermittel für Farmer und Hobbygärtner gemacht. Gleichzeitig entwickelte Monsanto gentechnisch verändertes Saatgut für Mais und Sojabohnen. Das Unkraut wurde weggespritzt, die Pflanzen wuchsen und landeten in den Mägen der Menschen. Mit gleichem Erfolg landete das Mittel auf den europäischen Märkten.

Wer nun glaubt, dass die europäische Bürgergesundheit durch ein Verbot von Glyphosat gewährleistet ist, kennt nicht die Schwarze Liste der Organisation Greenpeace, die die 520 aller in der EU zugelassenen Pflanzenschutzmittel überprüfte und zum Ergebnis kam, dass davon 209 Pestizide für Mensch und Umwelt als besonders schädlich eingestuft werden müssen. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, sich für ein EU-weites Verbot der gefährlichsten Pestizide einzusetzen.

Und wieder stellt sich die Frage: Wozu wählen Menschen „Grün“? Statt gegen eine AfD zu Demonstrationen aufzurufen, statt sich um eine Gendersprache zu kümmern und Gendertoiletten zu entwickeln, wäre doch hier ein riesiges Betätigungsfeld. Und was passierte bisher in Sachen Glyphosat?

Mals in Südtirol hat den Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft verboten. Vor drei Jahren schon stimmten die 5000 Einwohner der Gemeinde im Vinschgau in Südtirol in einer Volksabstimmung dafür, dass auf dem Gemeindegebiet keine Pestizide mehr versprüht werden dürfen. Damit treffen sie auf erbitterten Widerstand von konservativen und profitorientierten Bauernverbänden und eine mächtige Chemielobby, die nicht vor Drohgebärden und Klagen zurückschrecken. Einem Malser Obstbauern, der seit dreißig Jahren ganz ohne chemische Hilfsmittel auskommt, sprühten Unbekannte ein Pestizid auf einen Teil seiner Apfelbäume.

Eine bewunderswerte Entscheidung der 5.000 Menschen in Südtirol, verbunden mit etwas Hoffnung für uns in Europa, denn Frankreich, Luxemburg und zuletzt Österreich haben angekündigt, einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat nicht zuzustimmen.

Nachtrag: Soll es wahr sein? Gerade finde ich in den Schlagzeilen eine wenige Stunden alte Meldung, dass die Grünen den Glyphosat-Ausstieg zur Bedingung von Jamaika machen. Bleiben wir skeptisch und warten wir es ab!

 

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Der Zusammenbruch unseres Ökosystems


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Bienen-, Vogel- und Insektensterben

Im Laufe unseres mehr als halben Lebens lebten meine Familie und ich in Deutschland an drei verschiedenen Standorten: am Niederrhein, im Sauerland und heute im Ruhrgebiet. An allen Orten, die wir viele Jahre unser Zuhause nannten und heute nennen, besaßen wir einen Garten. In jeden Garten pflanzten wir einen Sommerflieder, im Volksmund auch Schmetterlingsstrauch genannt. Auf jeder unserer Terrassen fand häufig ein sommerliches Kaffeetrinken statt. Während in den 80er/90er Jahren am Niederrhein der Sommerflieder mit Hunderten von bunten Schmetterlingen geschmückt war, hatte man es auf der Terrasse mit einer Menge Wespen zu tun, die gerne auf den Kuchentellern Platz nahmen.
Des Betrachters Freud‘ war damals noch des Genießers Leid.

Dass sich etwas in der Natur veränderte, bemerkten wir zwanzig Jahre später nur am Rande und sporadisch, schrieben es der Besonderheit des Sommers oder dem vergangenen harten Winter zu. Und doch wurden Jahr für Jahr die Befürchtungen stärker, dass in der Natur etwas im Gange sei, das noch nicht erklärt werden konnte. Jetzt leben wir seit drei Jahren im Ruhrgebiet. Der Sommerflieder zeigte im Sommer sein wunderschönes Kleid – doch Schmetterlinge flogen ihn selten nur einzeln oder als Paar an. Wespen auf der Terrasse gab es keine und was noch auffälliger war: Wo blieb das intensive Vogelkonzert vor Sonnenaufgang? Warum blieb das mit Futter bestückte Vogelhaus im Winter so schlecht besucht?
Fragen, die man sich mit den Giften der Umwelt, den Pestiziden auf den Feldern, den Antibiotika in den Flüssen und der Luftverschmutzung zu erklären suchte.

Erinnern wir uns, dass die EU-Kommission im Februar Deutschland wegen „wiederholter Überschreitung von Grenzwerten für die Luftverschmutzung“ verwarnt hatte. Deutschland wurde deshalb aufgefordert, die Emissionen zu senken. Ich berichtete schon darüber, dass Deutschland trotz einer selbsternannten Klimakanzlerin im April dieses Jahres bereits so viel Kohlendioxid ausgestoßen hatte wie es im gesamten Jahr 2017 laut Pariser Klimaabkommen hätte freisetzen dürfen. Noch immer nicht geklärt ist das Thema Glyphosat, mit dem wir Umweltbewahrer langsam die Nase voll haben. Morgen soll es zu der geplanten Abstimmung unter den 28 Mitgliedsländern kommen für oder gegen die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat um zehn Jahre.

Das alles muss noch keine Weltuntergangsstimmung erzeugen. Das, was aber vor wenigen Tagen als Bestätigung von Befürchtungen durch die Presse lief, ist alles andere als ein Klacks. Da hieß es im Stern: „Deutschland sterben die Vögel weg“ und in der Frankfurter Allgemeinen „75% weniger Insekten“. Über Jahre hat man in den Naturschutzgebieten Deutschlands Insekten gefangen und gewogen. Ergebnisse belegen,  dass wir seit 1989 über drei Viertel der Insektenmasse verloren haben. Da die Naturschutzgebiete ringsum von Ackerflächen umgeben sind, gelten diese keinesfalls als Inseln der Glückseligen für Insekten. Das hat selbst das Umweltbundesamt im März dieses Jahres verkündet. „Der immer intensivere und umfangreichere Einsatz hochwirksamer Breitband-Herbizide und -Insektizide führt in vielen Fällen nicht nur zur gewollten Minimierung der sogenannten Unkräuter und Schadinsekten. Er führt zwangsläufig auch dazu, dass die Ackerbegleitflora verarmt und vielen Vogel-, Säugetier- und anderen Tierarten der Agrarlandschaft die Nahrungsgrundlage entzogen wird. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Pflanzenschutzmittel über die Nahrungskette indirekt eine der Hauptursachen für Bestandsrückgänge bei verschiedenen Feldvogelarten, wie zum Beispiel der Feldlerche, des Goldammers oder des Rebhuhns sind. Auch der weltweit beobachtete Rückgang von Blütenbestäubern wird in einen Zusammenhang mit dem Rückgang von Blütenpflanzen gestellt.“

In einer EU-Verordnung über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln vom Oktober 2009 wird auf 50 Seiten der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln in allen Details abgehandelt. Wer wie ich die Glyphosat-Geschichte nicht nur verfolgt, sondern sich vehement gegen eine weitere Zulassung eingesetzt hat, fragt sich, was der tiefere Sinn eines 50-seitigen „Verbalgeschwurbels“ ist, wenn man sich bis zum heutigen Tag noch immer nicht über dieses Mittel eine europäisch einhellige Meinung gebildet hat. Wo sind die Fachleute und Experten, die doch bei jedem Terroranschlag sofort zur Stelle sind, bei wissenschaftlicher Arbeit zum Schutze aller Menschen aber ewig nicht zu einem einhelligen Ergebnis kommen? Wir brauchen sie nicht mehr. Ihre Meinungen sind überflüssig. Die Natur hat geantwortet, und zwar mit dem Beginn ihres Zusammenbruchs. Vögel singen nicht mehr, Bienen, Wespen und Hummeln summen nicht mehr. Die Bestäubung unserer Pflanzen ist in höchster Gefahr und man darf gespannt sein, ob die gerade in Deutschland tätigen „Grünen Jamaikaner“ Glyphosat am Mittwoch den Dolchstoß verpassen.
Letztlich wird auch durch diese traurige Vernichtung von Umwelt und Tier bestätigt, dass die Grünen längst verzichtbar sind. Statt sich mit der ihnen im Bundestag und in den Landesparlamenten obliegenden Macht ausgiebig und mit Vehemenz um Umwelt, Klima, Kohleausstieg, Luft und Boden zu kümmern und für Ihre hoffentlich noch vorhandenen Ideale zu kämpfen, schliefen sie über Jahre den Schlaf der Gerechten, nachdem Merkel ihnen das Atomthema aus der Hand genommen hatte. Stattdessen erfanden sie den Veggie-Day und kreierten 60 verschiedene sexuelle Identitäten mit und in ihrem Gender-Wahn.
Sie können ja schon heute darüber nachdenken, als welches sexuelle Identitär sie nach Zusammenbruch des Ökosystems ins Gras beißen wollen.

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Der Anfang vom Ende des Dieselmotors?


Der Diesel-Skandal ist in vollem Gange. Dabei bräuchte es nur konkrete Forderungen seitens der Politik und einen Blick über den Zaun in andere europäische Länder. Vor allem aber: Schluss mit der Kumpanei aus Politik und Wirtschaft!

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Gastbeitrag von Kurt Rohmert

Am Anfang war eine Idee. Eigentlich nicht schlecht. Worum ging es ? Man (also die Politik) wollte etwas gegen den Klimawandel tun. Dazu musste der CO2 Ausstoss von Fahrzeugen verringert werden, weil CO2 ein Klimakiller ist. So kam es zu dem fatalen Entschluss, Diesel-Autos zu fördern, weil sie gegenüber dem Benziner weniger CO2 ausstoßen. Fatal deshalb, weil durch eine gezielte Förderung der Anteil von Diesel bei den zugelassenen Neufahrzeugen auf etwa 50% angestiegen ist, wobei die Zunahme an LKWs nicht eingerechnet ist.

Aber es kam noch schlimmer. Unsere heutigen Umweltprobleme sind das Resultat von Dieselmotoren,  die nicht nur Feinstaub, sondern vor allem das gefährliche Stickstoffdioxid ausstossen. Wie es heißt, sind die Politiker darin getäuscht worden (oder ?), dass unsere Diesel PKW die Abgas-Normen erfüllen und so hatten sie nach eigenen Aussagen nicht damit gerechnet, dass die meisten Diesel (vor allem die SUVs) im Zuge der Entwicklung genauso viel CO2 abgeben wie die Benziner. Von den Manipulationen ganz zu schweigen: der kriminelle Eingriff einiger Automobil-Konzerne in das Motormanagement von Diesel PKW wie auch die Abschaltung der Elektronik osteuropäischer LKWs (durch Eingriff in die Bordelektronik bei AdBlue Lastern).

In NRW und Deutschland haben die Grossstädte Feinstaub mittlerweile im Griff, aber die meisten Kommunen kämpfen mit dem Problem NO2, trotz zahlreicher Massnahmen. Und der Druck wächst, die Deutsche Umwelthilfe hat zahlreiche Städte auf Einhaltung der Luftreinhaltepläne (in Umweltzonen sowas wie Gesetz) verklagt und vor Gericht Recht bekommen. In Düsseldorf hat das Verwaltungsgericht ein Diesel Fahrverbot für rechtens erklärt. Auch in anderen Kommunen (z.B. Dortmund) arbeitet man an einem Konzept für Fahrverbote. In München hat das Gericht die Stadt per Ultimatum aufgefordert, endlich den Luftreinhalteplan so auszugestalten, dass die Grenzwerte eingehalten werden. In Stuttgart gibt es seit Juli 2017 ein klares Urteil für Fahrverbote. Aber nicht nur dort. Die EU hatte bereits 2016 die Bundesregierung aufgefordert, für saubere Luft tätig zu werden. Andernfalls drohe ein Vertragsverletzungsverfahren, Februar 2017 kam dann die „Rote Karte“. Das  könnte für den deutschen Steuerzahler eine Millionen Euro Strafe bedeuten. Aber: Gleichzeitig würde der Weg für eine gesetzliche Grundlage der Fahrverbote auf Bundesebene freigemacht.

Angesichts der enormen Luftverschmutzung in deutschen Städten hat 2016 das Bundesumweltministerium Alarm geschlagen. Den Negativ-Rekord hält Stuttgart, aber auch viele andere Städte (insgesamt 80) stehen nicht besser da. Folglich sprach sich das Ministerium für die Blaue Plakette  aus. Danach würden Dieselautos diese Plakette nur dann erhalten, wenn sie die NOx Werte von Euro 6 (mit Abgasreinigung) einhalten. Durch die Blockadehaltung von Minister Dobrindt oder  der Automobilindustrie hat Ministerin Hendricks dieses Vorhaben vorerst auf Eis gelegt. Aber: Wegen der unübersehbaren Probleme mit unsauberer Luft arbeitet das Ministerium an einer neuen Lösung.

Die Optionen, die Städte mit der Blauen Plakette hätten, werden in vielen Städten in Europa bereits praktiziert. Die gesundheitlichen Schäden sind zwar überall gleich, aber anscheinend nehmen unsere Politiker es mit der Verantwortung nicht so genau. Schließlich ist Papier geduldig. Die EU-Richtlinie ist bekannt und auch in deutsches Recht umgesetzt. Gemäß Luftreinhalteplan müssen die Kommunen sofort tätig werden. Gesundheit der Menschen geht vor Verkehr. Neben Paris, Athen, Madrid (Fahrverbote) könnte man Oslo als gutes Beispiel  nennen. Auch hier sahen die Stadtväter keine Alternative zum Fahrverbot. Die Umwelt-Stadträtin sagt: „Diesel haben in Städten keine Zukunft mehr“. Deshalb boomen in Norwegen die elektrogetriebenen Autos. Heute sind schon 30% der Neuzulassungen Stromer mit vielen Vorteilen: keine Zulassungssteuer, keine Mehrwertsteuer, keine Maut, gratis Parken und kostenlos Strom tanken.

Weiteres Beispiel gefällig? Man nehme Amsterdam. Die Niederländer praktizieren seit Jahren eine radikale Verkehrswende. Ziel ist eine Stadt mit 0% Schadstoffen und zwar in 2025. Und sie sind auf einem guten Weg. Mit ähnlichen Vorteilen wie in Oslo steigen sie auf Elektromobile um : Taxen, Busse, Schiffe, LKW, PKW. Vor allem die Nutzung von Fahrrädern auf Fahrradstrassen, die ihren Namen auch verdienen, wird angenommen. Allgemeiner Tenor: Das macht die Stadt lebenswerter! Und Deutschland? Mir ist leider keine Vision bekannt, wie die Stadt der Zukunft aussehen soll.

Fazit: Es muss einiges in Deutschland passieren! Fahrverbote sind zwar juristische Lösungen, sie treffen aber die Falschen. Zunächst wünsche ich mir Politiker, die wieder Volksvertreter sind und nicht von Lobbyisten benutzt werden. Sie müssen Forderungen an die Wirtschaft stellen, die bislang nur betrogen hat, und endlich den Kuschelkurs beenden. „Freiwillige Lösungen“ bringen nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Werte.  Technische Lösungen müssen her! Aber auch wir müssen als Gesellschaft umdenken. Nicht jeder Kilometer muss mit dem Auto gefahren werden, zu Fuß oder mit dem Fahrrad würde auch der Gesundheit guttun. Der öffentliche Nahverkehr muss besser werden, auch Tempolimits verbessern die Luft. Und das Elektroauto und die Elektromobilität? Vorläufig noch ein schöner Traum für ferne Zukunft!

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„Made in Germany“ – politisch abgeschafft


Der Diesel-Gipfel stellt Autoindustrie und Politik zufrieden und beruhigt den Bürger mit der Aussage: Maßnahmen werden ergriffen und Fahrverbote verhindert. Wer das glaubt, glaubt auch: Die Erde ist eine Scheibe.

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Diesel-Diskussion und Fahrverbot

Laut einer Studie haben Menschen in Stuttgart und München die höchste Lebenserwartung. Aber genau dort, nämlich in Stuttgart, findet gerade ein Angriff auf des Deutschen liebstes Kind, das Auto statt. Hier hat nach all den Abgasskandalen der gesamten Autoindustrie die Diskussion über Emmissionswerte, Stickstoffdioxid und Feinstaubgefährdung ihren Höhepunkt erreicht. Es geht sogar schon die Frage nach einem Fahrverbot um. Laut Urteil des Verwaltungsgerichts seien die Emissionsgrenzwerte für Stickstoffdioxid in Stuttgart erheblich überschritten, teils um das Doppelte. Der „Diesel-Gipfel“ sorgt nun für den nächsten Skandal. Beschlossen wurde eine Software-Nachrüstung für 5 Millionen PKW auf Kosten der Hersteller. Toll, wo doch schon von VW eine derartige Zusage für 2,5 Millionen PKW vorliegt. Diesen ganzen Deal haben sich ja nun Autoindustrie und Politiker schön zusammengestrickt. Man hätte es schon ahnen können. Warum wohl waren weder Verbraucher- noch Umweltverbände zum großen Show-Down eingeladen? Man brauchte eine schnelle Einigung im Sinne der kriminell Beteiligten – und das ist auch prima gelungen! Der Dumme ist wie immer der Bürger, der belogen, betrogen und abgezockt wird und für seine weiteren „Untergänge“ auch dieses Mal im September wieder in die Wahlkabine tritt, um sein „Weiter-so, ich bin mit Euch zufrieden“ in die Urne zu werfen. Schön, dass uns unsere Wirtschaftsministerin (scheinbar haben wir eine, Name Zypries, SPD) den Hintergrund dieser schauerlichen hässlichen Inszenierung verriet. Sie fordert eine gemeinsame Strategie von Politik und Automobilindustrie zur Förderung der Elektromobilität. Da hat sie doch wohl schlicht die wunderbaren Worte ihrer Kanzlerin vergessen. „Das Ziel ist und bleibt: Wir wollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bringen“, sagte Merkel 2013 zum Auftakt der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main … Und die Erde ist eine Scheibe! Nun sieht aber auch die Ökobilanz der gelobten Elektrowelt nicht gerade rosig aus, wie der Kolumnist Jan Fleischhauer im Spiegel mit folgenden Worten anmahnt: „Wer noch immer meint, dass der E-Motor eine saubere Alternative sei, dem kann man nur empfehlen, die Begriffe „Lithium“, „Kobalt“ und „Nickel“ in Verbindung mit „Kinderarbeit“, „Mine“ und „Menschenrechten“ zu googeln. Dass die erforderlichen Batterien künftig umweltverträglich in Deutschland und nicht mehr in China hergestellt werden, ist ein Traum.“

Eine ganz andere Rechnung stellt der AfD-Abgeordnete Dr. Christian Blex auf, der in einer Rede danach fragt, warum der arbeitende Mensch in Betrieben einer höheren Schadstoffbelastung ausgesetzt sein darf als auf der Straße.
„Stickstoffdioxid NO2 ist ein normaler Ausstoß der Atemluft und der gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsplatzgrenzwert liegt bei einer 40-Stunden-Woche bei 950 µg/m3. (Mikrogramm pro m3 Luft). Daraus errechnet liegt der Jahresmittelwert bei 226 µg/m3.
Der gefährdende vom Umweltbundesamt festgelegte Mittelwert durch Ausstoß eines Fahrzeugs liegt bei 40. Dieser Wert wurde an 10% der Messwertstellen überschritten, in Stuttgart liegt er bei 82. …
… Während man also dem Werktätigen tagtäglich 950 µg NO2 zumuten kann ohne gesundheitliche Folgen befürchten zu müssen, ist der Grüne Städter schon überfordert, wenn er an weniger stark befahrenen Straßen einem Jahresdurchschnittswert von 40 ausgesetzt ist …“
Bestätigt wird dieses Statement von einem führenden Toxikologen, Professor Helmut Greim von der Technischen Universität München. Er bestreitet sogar die wissenschaftliche Basis der festgelegten Grenzwerte von 40 µg NO2 im Freien. Greim war von 1992 bis 2007 Vorsitzender der MAK-Kommission, die Luftwerte am Arbeitsplatz bewertet. Aus Sicht des erfahrenen Giftkundlers hätten Epidemiologen der Weltgesundheitsorganisation WHO diese niedrigen Werte nur errechnet und festgelegt. Aber diese seien nicht plausibel. Das habe er als Experte bei der Bundestagsanhörung bereits am 8. September 2016 deutlich gesagt.
„Die in der Umwelt, auch an dicht befahrenen Straßen gemessenen NO2-Konzentrationen sind erheblich niedriger als die Arbeitsplatzgrenzwerte“, argumentiert Greim. Es sei daher nicht plausibel, dass Überschreitungen der Grenzwerte im Freien automatisch mit Gesundheitsschäden verbunden sind.

Verständlich, dass ein solches Thema kontrovers und emotional diskutiert wird. Skandalös, dass Politik in Deutschland nur noch von Dilettanten gemacht wird, die es sich nicht mit ihren Lobbyvertretern und möglichen Zusatzarbeitgebern verderben wollen. Schließlich hängen auch Parteispenden von der Verbiegefähigkeit der Politiker ab. Und die hat inzwischen Dimensionen angenommen, die dem aufmerksamen Bürger nur noch die Zornesröte ins Gesicht treibt.
So überflüssig wie der G20-Gipfel in Hamburg war nun auch der Diesel-Gipfel. Und da aller guten Dinge drei sind, wird der dritte Gipfel der Gipfel der Unverschämtheit und Frechheit sein, nämlich die Bundestagswahl, bei der die Mitverantwortlichen  die Stirn haben, sich wieder wählen zu lassen. Überflüssig wie ein Kropf, ergebnislos wie Wahlversprechen und vorhersehbar wie das „verschobene Fahrverbot für Diesel PKW“. Die gerade von Politik und Autoindustrie ausgegebene Schlafpille wird sich nach der Wahl in Luft auflösen. Die dann Wiedergewählten leider nicht.

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Das Glück ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen


Das Rindvieh ist an allem schuld. Klimaaktivisten forderten schon vor Jahren eine Pupssteuer fürs Rindvieh, jetzt sind Babys/Kinder die schlimmsten Klimakiller. Die Umweltbelastung durch den Flugverkehr wird kaum diskutiert. Dafür hat man die Autoindustrie im Visier. Warten wir auf die Einführung der Atemsteuer für den Menschen.

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Schuld an der Klimakrise ist das Rindvieh

Rindviecher sind seit Längerem in den Fokus von Wissenschaft und Umwelt gerückt.
Sechs Jahre lang hat ein Team von rund 300 Wissenschaftlern in 25 Ländern daran gearbeitet, das Genom einer Kuh zu analysieren. Bei den Forschungen rund um Kuh und Mensch stellte man fest, dass 83% der Gene von Kühen und Menschen identisch sind. Nun hoffen die Wissenschaftler, dass die Besonderheiten im Genom der Kühe auch dem Verständnis von Erkrankungen beim Menschen und deren möglicher Behandlung zuträglich sind.

So weit die gute Nachricht über wissenschaftliche Erkenntnisse. Leider hat die Existenz des Rindviehs aber auch negative Auswirkungen. Weltweit stehen heute anderthalb Milliarden Rinder auf der Weide. Das durch Rülpsen und Darmwinde ausgestoßene Methan heizt das Weltklima 25 Mal stärker auf als Kohlendioxid, heißt es. So sind sie fürs Klima noch schädlicher als der Verkehr … ???
Die Umweltorganisation WWF forderte schon vor Jahren eine Pups-Steuer. Die Landwirt-schaft ist in Deutschland mit bis zu elf Prozent an den Treibhausgas-Emissionen betei-ligt, belegt die neue Studie des WWF. Die Umweltschützer fordern von den Bauern nun mehr Engagement. Harald von Witzke, einer der Autoren der Studie: „Die Abgase einer einzigen Milchkuh sind in etwa so klimaschädlich wie die eines Kleinwagens, der 18.000 Kilometer im Jahr gefahren wird.“

Was tun? Auf Rindfleisch, Milch, Käse etc. verzichten? Viel besser wäre doch das Auffangen dieses Biogases, um damit zu heizen oder das Auto zu betreiben.
Ein Zürcher Forscher will Rindern und Schafen die Blähungen abgewöhnen. Zwar stehen sie friedfertig auf den Weiden, kauen Gras, ab und zu muhen sie und sind das Sinnbild fürs Ländliche, für unvergängliche Beschaulichkeit. Wozu also sich aufregen über umweltignorante Billigfliegerei, über benzinverschlingende Geländewagen in den Städten, über energiefressende Glühbirnen? Nein – alles nur noch harmlos. Das Rindvieh ist der Klimakiller, wie wir jetzt endlich wissen. Messungen haben ergeben, dass ein einziges Vieh 300 bis 500 Liter Methangas jeden Tag ausstößt.

Das Schweizer Pharmaunternehmen Zaluvida hat einen speziellen Futterzusatz entwickelt. Man glaubt, mit „Motral“ ein Mittel gefunden zu haben, mit dem die Landwirtschaft ihren Beitrag zum Klimaschutz praktisch über Nacht vervielfachen kann. Es handelt sich um ein Mittel aus Knoblauch- und Citrusextrakt, das den Bakterien in den vier Kuhmägen so zusetzt, dass sie weniger Methan produzieren.

Laut Klimaschutzplan der Bundesregierung müssen die Bauern die CO2-Emissionen bis 2030 um ein Drittel senken.
Das Umweltbundesamt fordert höhere Mehrwertsteuern auf Milch und Fleisch, Greenpeace fordert die Reduktion des Fleischkonsums. Ich fordere die Abschaffung von „Rindviechern“.
Und man sollte tunlichst darauf achten, dass das Pups- und Rülpskonzert auf Kuhweiden auch tatsächlich bis 2030 beendet oder enorm eingeschränkt wird. Schließlich wollen unsere Autofirmen auch weiterhin für eine bessere Umwelt ihre Abgasnormen einhalten und unser Herr Bundespräsident von Klein-Kleckersdorf nach Groß-Kleckersdorf fliegen. Das Umweltbundesamt erwartet schließlich eine Verdreifachung der Kohlendioxid-Belastung durch den deutschen Flugverkehr bis 2030. Also bitte, liebe Rindviecher, das werdet Ihr doch wohl einsehen, dass ihr euch einschränken müsst, damit die reisenden Menschen das nicht tun müssen.

Natürlich wird auch der Mensch seinen Anteil am Klimaschutz leisten. Er wird nämlich zukünftig keine Kinder mehr zeugen, weil das Kind nun wissenschaftlich ebenfalls zum Klimakiller erklärt wurde. „Ein Kind schadet dem Klima mehr als 24 Autos“ heißt die neueste Erkenntnis. Jetzt werden all die bestraft, die lesen können. Analphabeten haben mit dieser Info kein Problem. Auch Erdogan hält derartige Meldungen für Mumpitz und fröhnt mit noch nicht gezeugten Kindern seinen Rachegelüsten gegenüber Deutschland und Europa. „Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn ihr seid die Zukunft Europas“, sagte Erdogan im westtürkischen Eskisehir. „Das wird die beste Antwort sein, die ihr auf die Unverschämtheiten, Feindseligkeiten und Ungerechtigkeiten, die man euch antut, geben könnt.“
Nun denn, liebe lesende und europäische Bevölkerung … hier eure Zukunftsaussichten aus der Sicht sogenannter Wissenschaftler oder Fachleute:
• Ein Kind weniger zeugen spart 58,6 Tonnen CO2 pro Jahr pro Kopf ein.
• Auto-frei leben spart 2,4 Tonnen CO2 pro Jahr pro Kopf ein.
• Einen Transatlantikflug weniger spart 1,6 Tonnen CO2 pro Jahr pro Kopf ein.
• Eine vegetarische Ernährung spart 0,82 Tonnen CO2 pro Person im Jahr ein.
(Erkenntnisse der kanadischen Forscher Kimberly A. Nicholas und Seth Wynes)

Was kann man dazu noch sagen? Die einzige kompetente „Grüne“, die ich in NRW schätzte, tat einmal folgenden Ausspruch:
„Der Schweizer Käse hat mehr Käse als Löcher. Das Klimapaket (der großen Koalition) hat mehr Löcher als Käse. Und der Rest ist dann auch noch Käse.“
Bärbel Höhn (*1952) deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) – Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger / Worte der Woche

So schließt sich der Kreis mit der Zustimmung, dass der größte Klimakiller das Rindvieh ist!

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Das Sterben der Bienen


Der Mensch ist nicht mehr im Einklang mit der Natur. Wie sonst ließe sich die Gefahr für die Bienen erklären, deren Bestände schrumpfen. Wäre das nicht eine Aufgabe für die Politik, für die Partei, die den Anspruch erhebt, eine Umweltpartei zu sein, sich um das Bienensterben zu kümmern?

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Kinofilm (2012) More than Honey 

imageWer sich noch an das Lied von Reinhard May erinnert „Es gibt keine Maikäfer mehr“, spürt vielleicht noch seinem Erstaunen nach, das die Frage in uns aufkommen ließ: Ist denn das wahr, was May da singt?
2012 lud das Kino ein zu einem Film mit dem Titel „More than honey“ (Mehr als Honig), den der Bienenforscher und Filmemacher Markus Imhoof nicht nur auf die Leinwand projizierte, sondern auch direkt in die Herzen der Menschen. Erzählt wird die Geschichte der Honigbienen und ihrer Völker, die über Jahrtausende für den Fortbestand der Natur und die menschliche Nahrungsbeschaffung sorgten. Sie flogen, bestäubten, tanzten unermüdlich den Kreislauf der Natur und der Mensch dankt es ihnen seit 100 Jahren, indem er sie pflegt, ihnen Häuser für die Königin und ihr Volk baut, von ihnen lernt und eine Symbiose mit ihnen bildet. Wer liebt nicht den süßlich riechenden Lindenblütenhonig oder den geschmacklich intensiveren Rapshonig und die vielen anderen Sorten, die wir beim Imker, dem Freund aller Bienen, erstehen?
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Im Film aber ertönt ein Hilferuf darüber, dass diese Ära zu Ende geht, da sich schon 30% der Bienen weltweit verabschiedet haben und der Restbestand stark gefährdet ist. Vor 100 Jahren gab es mehr als 4 Millionen Bienenvölker auf der Erde, heute sind es nur noch 700 Tausend. Jedes Jahr, wenn die Imker nach überstandenem Winter ihre Bienenvölker aufsuchen, haben zwischen 10 und 50% ihrer Völker den Winter nicht überlebt.

Warnung der Toxikologen

Das berichtet der Film nach 5-jähriger Forschungsarbeit. Alle Imker sind sich darin einig, dass das Bienensterben eine eindeutige Antwort darauf ist, dass der Mensch nicht mehr im Einklang mit der Natur lebt.

rodalesorganiclife.com
rodalesorganiclife.com

5000 Tonnen Pestizide landen jährlich nur auf deutschen Böden, der Kleingärtner kann aus 33 angebotenen Giften gegen Unkraut, Milben, Spinnen, Pflanzenbefall wählen. Marktführer ist der Hersteller Monsanto (Nachtrag siehe unten) mit dem Mittel Roundup.

Toxikologen warnen seit Jahren: „Pestizide werden die Gesundheitsskandale der Zukunft auslösen.“

gmo-awareness.com
gmo-awareness.com

 Vermutlich wird es dazu gar nicht kommen, da diese Warnung vom Bienensterben überholt wird und sich eher Einsteins Prognose durchsetzt: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ (dieses Zitat wird in allen Medien verwendet, unbewiesen bleibt, ob Einstein tatsächlich der Urheber ist).

(Nachtrag zu „Der Hersteller Monsanto“: Dieses Video ist nicht mehr verfügbar – Zensur? Siehe stattdessen hier!)

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