DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Der Bürger in Käfighaltung


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Gehört das Gehirn zu Deutschland?

Man mag es nicht glauben, aber seit Politik, Medien und all die gehorsamen Bürger durch einen Wecker der Firma AfD aus dem Schlaf gerissen wurden, sind Tabubrüche, Verbalattacken und Beschimpfungen in den gesellschaftlichen und parlamentarischen Umgangsformen zu verzeichnen. Der dressierte Bürger, der am Gängelband geistiger und sprachlicher Verbote zu einem „politischen Nichts“ heruntergekühlt wurde, begann plötzlich an Funktionsstörungen zu leiden. Seine „Käfighaltung“ wurde ihm dadurch bewusst, dass er das Freiland zwar sah, ihn Gitterstäbe aber daran hinderten, es zu erreichen.
Im Käfig in Mainstreamhaltung zu leben, war er gewohnt, die Gitterstäbe sah er nicht oder wollte sie nicht sehen, erarbeitete sich sogar ein eigenes Stückchen Käfig und umzäunte es als Zeichen seines Besitzes und seiner Individualität. Was interessierte ihn da in seiner Idylle der Gesellschaftskäfig mit den seine Freiheit einschränkenden Gitterstäben aus Sprachverboten, Political Correctness, MeToo- und Gender-Gefahrenzonen, anstehenden Fahrver-boten und Sicherheitsbetonklötzen vor der Haustür … um nur einige zu nennen.

Und doch ereignen sich auf einmal Dinge, die unsere Freilandpolitiker so nicht erwartet haben. Etliche Käfigbewohner sind bis zu den Gitterstäben vorgedrungen. Mit ihren Händen die Stäbe umfassend rütteln sie wie damals Gerhard Schröder an ihnen. So wie Schröder damals rief: „Ich will hier rein!“ skandieren jetzt diese Bürger: „Wir wollen hier raus!“
Es formiert sich Widerstand gegen die Käfighalter, die nun um ihre Sicherheit fürchten, weitere Gitterstäbe ersinnen und die dressierten Käfigbewohner mit passenden Kommandos und Trillerpfeifen auf die Ausreißer und Randalierer hetzen.

Soweit die bildliche Darstellung einer gespaltenen Gesellschaft in Käfighaltung. Versuche zur Überwindung und Zusammenführung finden statt. So lud der MDR (Mitteldeutscher Rundfunk) zur Hörer-Diskussionssendung „Dienstags direkt“ ein mit dem Thema „Politisch korrekt oder korrekt politisch?“, die im üblichen Talkshow-Modus stattfinden sollte. Am Ende wurde sie ein paar Stunden vor Beginn abgesagt, weil zwei der vier geladenen Gäste nicht mehr diskutieren wollten. Ein Tweed mit der Frage „Darf man heute noch ‚Neger‘ sagen?“, der für diese Sendung werben sollte, löste die Absage zweier geladener Gäste aus. Eine illustre Runde von vier Leuten, die man ersonnen hatte, hätten eine sicher interessante Debatte bieten können. Doch die Sensibelchen Kerstin Köditz, sächsische Landtagsabgeordnete der Linken und der Politikwissenschaftler Robert Feustel gaben sich schon ohne Diskussion geschlagen und bewiesen damit, dass der konservative Journalist Peter Hahne und die inzwischen parteilose Frauke Petry mit einem Punktsieg von der Bühne gingen. Diese Episode endet mit dem Satz: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

So und ähnlich laufen auch andere Debatten ab, die mal sinnvoll, zumeist sinnlos geführt werden. Die wichtigste scheint laut Politikergetöse gerade die über die Frage zu sein: Gehört der Islam zu Deutschland? Wer vom deutschen Dilettanten- und Kommödiantenteam hat übrigens schon einmal mit derselben Überzeugung, mit der die Behauptung „Der Islam gehört zu Deutschland“ ins Land posaunt wird, den Satz formuliert, der wohl zu hundert Prozent seine Berechtigung hat: „Das Judentum gehört zu Deutschland?

Leider muss man sich der Tatsache hingeben, dass stattdessen der Antisemitismus zu Deutschland gehört. Ein Fakt, der zum Schämen Anlass gibt. Wie hat dieser Staat es mit dieser Geschichte nur erlauben können, dass der Holocaust geleugnet, Hitlerparolen skandiert werden und Neonazis aufmarschieren? Das kann doch nur als Fortsetzung des deutschen Trauerspiels gedeutet werden. Aber nicht genug der Blamage über das eigene Unvermögen. Jetzt holen wir uns auch noch den islamgeprägten Antisemitismus ins Haus und schlagen uns zusätzlich damit herum.
Heute gab der großartige Pianist und Dirigent Daniel Barenboim zusammen mit seinen Berliner Philharmonikern die gemeinsame Auszeichnung „Echo“ zurück aus Protest über die Vergabe des Preises an die Rapper Kollegah und Farid Bang, die in ihrem Rap eine fragwürdige Auschwitz-Zeile rhythmisierten. Wie kann sich ein Kunstgremium wie die Jury, die den „Echo“ vergibt, einen derartigen Fauxpas leisten? Damit hat sich der Echo den eigenen künstlerisch hochwertigen Boden für immer entzogen.

Und nach fast 1.000 antisemitischen Übergriffen und Straftaten 2017 allein in Berlin immer wieder dieselben Entrüstungsfloskeln aus dem Mund unserer Politiker.
Da ist man in Frankreich konkreter. In einem gemeinsamen Manifest prangern 300 namhafte Vertreter der französischen Gesellschaft einen „neuen Antisemitismus“ in Frankreich an. „Wir fordern, dass der Kampf gegen dieses Scheitern der Demokratie, den Antisemitismus, zur nationalen Angelegenheit erklärt wird, bevor es zu spät ist. Bevor Frankreich nicht mehr Frankreich ist“, heißt es in dem Manifest.
Damit kritisieren sie eine „lautlose ethnische Säuberung“ in einigen Stadtvierteln, die auf eine „islamistische Radikalisierung“ zurückzuführen sei. Den Medien werfen sie vor, über die Entwicklung zu schweigen. Rund 50.000 Juden seien zum Umzug gezwungen, weil sie in einigen Städten nicht mehr sicher seien und ihre Kinder nicht mehr zur Schule gehen könnten.
Was für eine Welt! Was für dumme Menschen! Welch ein Versagen von Politik! Welch geistige Schande! Und immer wieder … welcher Irrsinn in Deutschland!

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Merkels verjüngte Regierungsmannschaft


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Zensurminister Maas wird Außenminister

Wer glaubt, der desolate gesellschaftsspaltende Zustand in der BRD könne nicht mehr schlimmer werden und die gerade von Merkel und Nahles zusammengetragene neue „stabile“ Regierung werde die politischen Dilettanten durch neue fähige Leute ersetzen, hat die Rechnung ohne Merkel gemacht.
Da wird doch der kleine Antidemokrat Heiko Maas, Justizminister seines Zeichens, nun der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland! Kein Wunder! Wer aus der SPD hat denn Merkel in der letzten GroKo-Legislaturperiode das wunderbare Netzwerkdurchsetzungsgesetz beschert und dafür gesorgt, dass ihr der Rücken von allen Kritikern freigehalten wurde? Der Herr hat also seine Schuldigkeit getan – der Herr kann gehen. Aber nicht etwa nach Brüssel oder nach Hause … nein, ins Außenministerium auf den Posten des Außenministers. Und was schreibt die Presse, die noch im letzten Jahr das Netzwerkdurchsetzungsgesetz des Herrn Maas als dilettantisch und nicht durchdacht abgekanzelt hat? „Seine Sache als Justiz- und Verbraucherschutzminister hat Maas so ordentlich gemacht, dass er vier Jahre später in die nächste Liga aufsteigen darf.“

Es geht also eine Regierung an den Start, in der nun nicht nur die Kanzlerin das Volk spaltet, sondern auch noch der zukünftige Außenminister, der in Ostdeutschland zum Hassobjekt geworden ist. „Selten hat ein Mitglied der Bundesregierung den ideologisch einseitigen Missbrauch seines hohen Amtes skrupelloser zur profilneurotischen Methode gemacht. Wer regierungskritische Demonstranten als ‚Schande’ beschimpft, missliebige Meinungen durch eine Gesinnungs-Mafia von Stasi-Zuträgern verfolgen läßt und den Inlandsgeheimdienst auf Oppositionspolitiker hetzen möchte, während er über den Straßenterror gewalttätiger Linksextremisten nur mit den Achseln zuckt und Scharfmacher ‚gegen Rechts‘ sogar noch mit Dankbotschaften hofieren lässt, hat seine Nichteignung als Verfassungsminister hinlänglich unter Beweis gestellt.“

Seine Wut gegenüber den Erlebnissen in Ostdeutschland, wo er durch Schreie und Großdemonstrationen an seiner Rede gehindert wurde und wo man ihn als „Volksverräter“ betitulierte, kanalisierte Maas in seinem Buch „Aufstehen statt wegducken – eine Strategie gegen Rechts“. Nicht nur in seinem Buch, sondern auch öffentlich scheint Maas ja die Demokratie ausschließlich in Paukenschlägen gegen Rechts retten zu wollen. „Die AfD – das sind Brüder im Geiste von Wladimir Putin, Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan: nationalistisch, autoritär und frauenfeindlich.“ Pegida nannte er eine „Schande für Deutschland“, die Organisation betreibe „rhetorische Brandstiftung“. Er selber zeigt sich allerdings recht dünnhäutig gegenüber Kritik. So beklagt er sich im Buch, dass er wegen seines geplanten „Netzwerk-durchsetzungsgesetzes“ als „Zensurminister“ bezeichnet werde. Dabei gehe es ihm doch nur darum, dass Gewaltaufrufe und Morddrohungen auch im Internet strafbar bleiben. Das freilich stellt niemand infrage. Mit seinem Gesetz aber überträgt Maas die Entscheidung, was strafbar ist und was nicht, Internetkonzernen wie Facebook. Diese Entscheidung aber ist eine staatliche Aufgabe.

Deutliche Worte fand der FDP-Politiker und Jurist Wolfgang Kubicki: „Der Bundesjustizminister hat mit seinem Netzwerkdurchsetzungsgesetz den Rechtsstaat aufgegeben und kapituliert. Wir dürfen das nicht den großen Konzernen selbst überlassen. Wenn Facebook, Twitter und Co. selbst zum Richter werden und über Meinungsäußerungen entscheiden, haben wir ein Riesenproblem. Das ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft“, so Kubicki. „Ein Justizminister, der das zulässt und für die Selbstaufgabe mitverantwortlich ist, ist in seinem Amt nicht mehr tragbar. Herr Maas hat als Justizminister versagt. Wer seinen eigenen Strafverfolgungsbehörden nicht mehr zutraut, die Probleme zu lösen, sollte sein Amt aufgeben.“

Der Cicero kontert heute fröhlich bis satirisch über die Regierungsbildung im Allgemeinen und Heiko Maas im Besonderen:  „Außenpolitik ist derart unwichtig, die Weltlage derart gefestigt, dass damit ein Berufseinsteiger betraut werden kann. Die Innere Sicherheit überlässt der Bund den Ländern, Armeen werden überschätzt. Man ist ja von Freunden umgeben. Leisten kann man sich ein solches Personaltableau nur mit unrettbar sonnigem Gemüt, prallvollen Taschen und einer weichen, aber blickdichten Binde vor den Augen. Deutschland: Hier werden sie geschunkelt.“

Wer redet da von „Amt aufgeben“ oder „Fehlbesetzung“? In der Politik findet stets das „Peter-Prinzip“ seine Anwendung. Und das bedeutet: Jeder wird – egal, was er sich in seiner Position geleistet hat, so lange weiter befördert, bis er die Position seiner vollständigen Unfähigkeit erreicht hat. Beispiele gibt es wie Sand am Meer: Oettinger, von der Leyen, Roth, Göring-Eckhard, Özdemir, Tauber, Altmaier, Kauder, Gröhe, um nur einige zu nennen.
Und in diese Liste reihen sich nun mindestens zwei SPD-Politiker ein: Olaf Scholz als Finanzminister und Maas als Außenminister. Wer in Hamburg mit den Millionen nur so um sich warf, um Merkel mit ihrem Wunsch nach einem G-20-Gipfel zu befrieden, dann aber ruck zuck die Platte putzte, um nun woanders noch größeren Schaden anzurichten, wird keine SPD erneuern … er wird auch weiterhin brav Frau Merkels Wünsche erfüllen … und er wird nicht der Einzige sein.

Was kann Merkel besseres passieren als diese zwei Herren und eine unerfahrene Jungtruppe als Regierungsmannschaft zu haben, die allesamt aus Dankbarkeit über ihren Ministerposten gerne auf große Profilierungsakte verzichten und der erfahrenen Kanzlerin folgen. Nun denn: Vorhang auf für die Theatersaison 2018!

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Essener Tafel nimmt nur noch Deutsche auf


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Die deutschen „Gutmenschen“ schreien auf

Eine Presse-Nachricht über eine Essener Tafel verbreitete sich wie ein Lauffeuer und sorgte für Furore. Seit Dezember nimmt die Tafel in Essen nur noch Menschen mit deutschem Pass neu auf. Die Begründung: Es habe sich seit zwei Jahren die Stimmung verschlechtert. Schlimme Zustände habe es teilweise vor der Lebensmittelausgabe gegeben. Der Vorsitzende der Tafel, Jörg Sartor, erzählt von Schubsereien und Gedrängel. Sogar ältere Menschen seien einfach weggeschubst worden. Er wolle aber nicht länger zusehen, sondern die alten Menschen, die inzwischen aus Angst weggeblieben sind, wieder an die Tafel zurückholen. „Da aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahren der Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75 Prozent angestiegen ist, sehen wir uns gezwungen, um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen“, heißt es auf der Internetseite des Vereins.

Kaum veröffentlicht, geriet das deutsche Gutmenschentum in helle Aufregung. Und sie reicht wie gewohnt von menschenverachtend über diskriminierend bis an die Grenze zum Rassismus (Kerstin Griese (SPD)). Unbekannte beschmierten die Türen der „Tafel“ im Wasserturm an der Steeler Straße sowie Fahrzeuge des Vereins, die dort parkten, mit Graffiti. Die Täter hinterließen die Worte „Nazis“ und „Fuck Nazis“, berichtete die Polizei. Eine deutliche Antwort auf die Frage: „Auf welcher Seite lagert eigentlich das Gewaltpotential, auf der rechten oder auf der linken Seite der Gesinnungsvertreter?“ So sieht also eine „Gutmenschen-Unterschrift“ aus! Der deutsche Irrsinn hat Hochkonjunktur!

Fast 1.000 Tafeln in Deutschland mit 60.000 ehrenamtlichen Helfern erledigen im reichen Deutschland die Arbeit und Aufgabe der Politik. Sie sind der Ersatz für anständige Sozialleistungen und Renten. 2014 wurden über die Tafeln 1,5 Millionen Bedürftige versorgt und der Andrang erhöhte sich seit der Grenzöffnung 2015 um einiges. Dabei wurde die Dreistigkeit, mit der häufig Menschen ohne deutschen Pass ausgestattet sind, vielfach festgestellt und bemängelt.
Die Kritiker der Ehrenamtlichen in Essen oder sonstwo sollten ihre Richtung wechseln und dorthin ihre Kritik äußern, wo sie auch hingehört … in die Landesparlamente und ganz besonders in den Bundestag. Welch beschämender Zustand für dieses Deutschland, für diese Regierung, die ununterbrochen in die Medien blökt, wie wirtschaftlich gut es diesem Land geht, wie gering die Arbeitslosigkeit ist und dass es sich um ein Land handelt, indem „WIR GUT UND GERNE LEBEN“ (populistischer Slogan eines Wahlplakats der CDU)! Dabei bezeichnet der Paritätische Wohlfahrtsverband jeden sechsten Deutschen als arm. In NRW ist sogar jeder Fünfte arm mit weiterhin steigender Tendenz. Zu den Risikogruppen zählen Alte, Alleinerziehende mit Kindern und unsere Neubürger ohne Integrationsabsichten.

Um diesen Missstand zu beseitigen, wurde 2011 – unter dem Druck eines harschen Urteils des Bundesverfassungsgerichts – das Bildungspaket eingeführt: Auf Antrag können Hartz-IV-Kinder Zuschüsse für Mittagessen, Sportverein, Musikschule, Klassenfahrten bekommen oder bei akuter Gefahr des Sitzenbleibens Nachhilfe erhalten – insgesamt summieren sich die Zuschüsse auf höchstens 250 Euro im Jahr. Laut Armuts- und Reichtumsbericht ist das Problem damit gelöst.
Das Ergebnis: Viele Leistungen werden kaum genutzt, weil die Beantragung zu kompliziert, die Hürden zu hoch – oder die Zuschüsse zu niedrig sind, um etwa tatsächlich Musikunterricht bezahlen zu können. Vieles aus dem Paket ersetzt zudem nur, was zuvor aus anderen Töpfen gezahlt wurde. Noch dazu ist das Paket ein Bürokratiemonster, wodurch ein hoher Teil der Ausgaben gar nicht den Kindern zugute kommt: Für zuletzt 570 Millionen Euro Förderung im Jahr entstanden Verwaltungskosten von mehr als 182 Millionen Euro.“

Ich plädiere für ein „Flüchtlingslager“ für unsere Politiker irgendwo auf dem „platten Land“ ohne Kontakt zu ihren Geldquellen, ausgestattet mit einem Harz IV-Satz zur Ideenschmiede zwecks Überflüssigmachung der Tafeln.

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Honeckers ewige Rache


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Kohls Mädchen und Honeckers Rache

„Die Merkel hat keine Ahnung“ soll Kohl in seinem unautorisierten Buch über „sein Mädchen“ gesagt haben und so wie Honecker 1989 die Wirklichkeit ausblendete, blendet auch Merkel große Teile der deutschen Wirklichkeit aus. Machterhalt heißt ihre Wirklichkeit. Ihre politischen Erfolge in Deutschland, Europa und der Welt bleiben fraglich. Die Ermüdungserscheinungen der Volksparteien sind überdeutlich. Volkes Unzufriedenheit nimmt selbst bei den Kanzlervasallen langsam Form an und die Kritiker kriechen allmählich aus ihren Schweigekartellen an die Öffentlichkeit. Einige von ihnen sollen hier vor dem nächsten Elend einer erneuten GroKo zu Wort kommen.

1. Peter Sloterdijk
Der Karlsruher Philosoph Peter Sloterdijk („Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“, „Du mußt dein Leben ändern“), einer der zeitgenössischen Denker in Deutschland, kann der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel nichts abgewinnen. Es gebe keine Pflicht zur Selbstzerstörung, sagte er in einem Interview.
Mit Blick auf die EU sagte Sloterdijk, die Union habe als ‚lockerer Bund’ mehr Zukunft als eine verdichtete Gemeinschaft. ‚Europa ist falsch formatiert’ ergänzte er. Durch den Euro sei die EU zu einer überforderten Zwangsgemeinschaft geworden, in der sich die Mitglieder entfremdeten. Der jetzt entstehende Nationalismus sei eine ‚lokale Notwehr‘.
Doch für Sloterdijk ist Merkel auch eine „Hohlraumfigur“, in der zahllose Menschen „etwas von ihren Hoffnungen, ihren Ärgernissen, ihren Träumen, ihren Niederlagen, ihren Sorgen, ihren Müdigkeiten“ deponiert hätten, was aber nicht ohne Folgen bleibe. „Der natürliche Preis einer solchen Delegation ist Entpolitisierung“, resümiert Sloterdijk. „Wo Politik war, wird betreutes Dahindämmern.“

2. Ralf Stegner, SPD
Stegner, heutiger GroKo-Befürworter, kritisierte noch 2016 Merkel für ihre Dämmerpolitik in politikfreier Zone. Sie agiere nach dem Grundsatz „Alles ist richtig, auch das Gegenteil“. Vom Soli bis zur Ausländermaut, von der Atomenergie bis zum Mindestlohn könne heute immer auch das Gegenteil dessen gelten, was sie gestern noch vertreten habe. Ihre „Sie kennen mich“-Beruhigungsattitüde mache politische Führung überflüssig, deaktiviere politische Gegner und ködere die Wähler. Konkurrenz in der eigenen Partei habe sie dezent zum Verstummen gebracht und „inhaltliche Impulse in der Großen Koalition“ der SPD überlassen.

3. Karl Lagerfeld
Mit Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel hat Karl Lagerfeld in Frankreich für viel Wirbel gesorgt. Der Modeschöpfer sagte, man könne nicht Millionen Juden töten und dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land kommen lassen. Die Logik ist nicht ganz abwegig, doch auf dem Fuß folgte Lagerfelds Beförderung zum Rassisten. Die Aussagen Lagerfelds gegen Merkels Flüchtlingspolitik und das Ins-Land-Holen der größten Judenhasser seien rassistische Volksverhetzung. Diese Beurteilung maßt sich kein Geringerer an als der Rebell und Radikaldenker Jürgen Todenhöfer, der den Islam für ebenso barmherzig einstuft wie das Christentum und Jesus und Mohammed auf eine Stufe stellt. Der verrückteste Satz aus dem Repertoire seines Gutmenschentums lautet: „Muslime tragen den neuen Judenstern.“

4. Gertrud Höhler
Ein Buch mit dem Titel „Die Patin“ brachte die Publizistin Gertrud Höhler 2012 auf die Bestsellerliste. „Angela Merkel bedient sich der Kernbotschaften anderer Parteien, ohne sich zu deren Werten zu bekennen. Machterhalt geht vor Parteienvielfalt“, kritisiert sie das System Merkel. Angela Merkel untergräbt das rechtliche und moralische Fundament des Staates, lautete ihre These, die von den Medien kritisiert wurde und als prophetisches Raunen vom Deutschlandfunk bezeichnet wurde. Heute hat sich ihre Propheterie als wahr erwiesen. Merkel hat sowohl das rechtliche als auch das moralische Fundament dieses Landes unkenntlich gemacht und ihre Partei entkernt. „Für alle, die die Faust noch in der Tasche haben … will Höhler das Wort ergreifen.
„Die Leute sagen: ‚Ich hab die Faust in der Tasche. So! Und ich sage: Nimm die Faust aus der Tasche, weil: Dann wirst Du den gerechten Zorn entwickeln können, den man entwickelt, wenn die kostbarsten Spielregeln unserer Verfassung gebrochen werden‘.“

5. Wolfgang Herles
Der politische Journalist Wolfgang Herles, früher einmal dem „Posaunenchor des Mainstreams“ zugehörig, analysiert das augenblickliche politische Chaos. Er hält den Streit für ein wesentliches Merkmal der Demokratie. Die Ununterscheidbarkeit der Parteien sei für die Bürger ein Desaster. Und Merkel „hat nichts auf der Pfanne“ und steht nur noch für ein „Weiter-so“. In dieser vierten Periode ihrer Kanzlerschaft hat sich nichts als Verschleiß eingestellt. Dieser Merkelismus ist ein andauerndes Managementproblem, ob Energie oder Flüchtlinge. Merkel hat nur Unheil angerichtet. Die innerparteiliche Demokratie ist am Boden. Die Parteitage sind Huldigungsexzesse. Jüngere Ideenträger und Visionäre sind nicht in Sicht. Die CDU ist entkernt und genauso am Ende wie die SPD.

6. Thilo Sarrazin
Der umstrittene, aber auch erfolgreichste Sachbuchautor Thilo Sarrazin bemängelt, dass sich die meisten Politiker von Hoffnungen und Erwartungen statt von Fakten und Sachkenntnis leiten ließen. Kanzlerin Merkel fehle schon längst der Einsatz für ihre Bürger und das Interesse an der Zukunft der eigenen Nation. Deutschland müsse zu einer geregelten Einwanderungspolitik finden, die sich nach Leistungs- und Integrationsbereitschaft richte und den Zuzug aus islamischen Ländern stark begrenze.

7. Vera Lengsfeld
Kanzlerin Merkel hat aller Welt deutlich gemacht, dass sie lediglich an der Erhaltung ihrer Macht interessiert ist. Das Land interessiert sie nicht, die Folgen ihrer „Flüchtlingspolitik“ interessieren sie nicht („Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“), die Partei interessiert sie schon gar nicht, oder nur insofern, als sie auf einen Kanzlerwahlverein nicht verzichten kann. In Ewald Königs Buch „Merkels Welt zur Wendezeit“ kann man seit Jahren nachlesen, wie sehr Merkel die CDU verachtet. Die CDU-Mitglieder haben das leider nie zur Kenntnis genommen. … Noch nie sind die Bürger unseres Landes so belogen und betrogen worden. … Man kann allen nur raten, sich den Koalitionsvertrag genau anzusehen und zur Kenntnis zu nehmen, welche Zumutungen die Merkel-Regierung für die „Menschen“ plant.

8. Alexander Marguier
Alexander Marguier, Redakteur der Zeitung „Cicero“ spricht vom System Merkel, das zum Opfer seiner eigenen Machtarroganz geworden ist. „Und das Scheitern der Jamaika-Sondierungen ist keineswegs das erste Beispiel für diese Deformation politischer Kultur. Man denke nur an die Unwilligkeit mitteleuropäischer EU-Partner, sich der kanzleramtlichen Flüchtlingsdoktrin zu unterwerfen. … Angela Merkels selbstherr-liche Attitüde hat ihre Partei jetzt in die schwerste Krise seit der Spendenaffäre geführt. Das desolate Bundestagswahlergebnis von 32,9 Prozent harrt der Aufarbeitung, doch dazu wird es nicht kommen. ‚Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssen’, lautet das Credo der Vorsitzenden, frei nach der Honecker-Losung: ‚Vorwärts immer, rückwärts nimmer!‘“

9. Norbert Bolz
Norbert Bolz ist Philosoph, Medien- und Kommunikationstheoretiker. Er erklärt in seinem Buch „Merkel – eine kritische Bilanz“, warum Demokratie unter Merkel nur eine von ihr erlernte Tugend ist. Sie hatte vor ihrem Sprung in die westdeutsche Politik nur unter der SED-Diktatur gelebt. Da konnte sich Freiheitsverlangen bilden, aber kein alltägliches Demokratieverständnis.
Demokratie hat sie sich buchstäblich angelesen. Ihre analytische Schärfe und ihre Durchsetzungskraft werden ja weltweit bewundert, aber sie gehen mit der autoritären Attitüde einher, stets die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wer das in Zweifel zieht, wird aus dem Verkehr gezogen oder mundtot gemacht. Diese Methode weckt bei vielen Menschen den Eindruck, man müsse nur „Mutti“ folgen, dann sei man auf der sicheren Seite. Dass dieser Schein trügt, begreifen inzwischen immer mehr Bürger.

10. Barbara Erdmann
Die gesamte CDU ist unter Merkel kollabiert, Kritiker befinden sich in der Wüste und wie in der römischen Kampfarena hebt sie als Herrscherin aller Dinge den Daumen für sich und ihre Applaudierer in die Höhe und senkt ihn in Richtung Höllenfeuer für diejenigen, die es wagen, ihre verordnete Tabuisierung der Probleme zu durchbrechen. Kriminelle Messerstechereien, Tötungen auf offener Straße, Vergewaltigungen und Terroranschläge waren vor 2015 Einzelereignisse, ohne dass der Bürger einen Verlust an Sicherheit beklagte und das Verlangen nach betonierten Schutzmaßnahmen äußerte. Angela Merkel hat den Verlust der öffentlichen Ordnung durch Mangel an Sicherheit zu verantworten. Die Menschen, die sie mit ihrer Alternativlosigkeit in den Wahnsinn treibt, sind Lehrer, Polizisten, Kranken- und Altenpfleger, Klimaschützer und all diejenigen, die sich aus Hilflosigkeit, Sorge und Wut über das Verschwinden demokratischer Werte und gesellschaftlicher Normen in Hassrhetorik, Polemik, Populismus, Resignation, Rückzug und Schweigen stürzen.
Nein, sie trägt nicht allein die Schuld an der Spaltung der deutschen und europäischen Gesellschaft. Es ist auch die Truppe ihrer Applaudierer und „Kriecher“, die uns und Europa in diesen desaströsen Zustand manövriert hat.

Das letzte Wort der Verteidigung soll hier die Beklagte haben dürfen:
„Unser Anspruch heißt: Wir wollen Volkspartei bleiben, auch im 21. Jahrhundert. (…) Wir wollen die große Volkspartei der Mitte sein.“
(am Wahlabend des 27. September 2009)
… und …
„Diese Bundesregierung ist die erfolgreichste Bundesregierung seit der Wieder-vereinigung.“
(am 21. November 2012 im Bundestag)

… und für alle, die nicht wissen, was Zukunft ist, noch die Erklärung einer Physikerin:

„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“
(am 2. Juli 2012 im Kanzleramt)

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Ein neuer Aufbruch für Europa


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Ein neuer Aufbruch für Europa // Eine neue Dynamik für Deutschland // Ein neuer Zusammenhalt für unser Land

Neuer Aufbruch, neue Dynamik und neuer Zusammenhalt – schicke Worte auf geduldigem Papier!  „Die CDU wurde von einer 20-Prozent-Partei über den Tisch gezogen. Alle zentralen Ressorts gehen an die SPD oder die CSU. Ist das der Preis dafür, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt?“ fragt Holger Steltzner, einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Antwort ist „Ja“, nachzulesen in meinen bisherigen Beiträgen mit der Prognose, dass Merkel alles verkauft, nur um Kanzlerin zu bleiben. Von den Inhalten einer CDU hat sie im Laufe ihrer Kanzlerschaft schon so viel verhökert, dass es ihr um den Restbestand christdemokratischer Inhalte nun auch nicht mehr ankommt. Ihr Stuhl, der seit Jahren in Europa steht, sorgt für ihre bequeme Sitzposition. In Deutschland steht ihr unbequemes kleines Höckerchen, das sie nur zu gerne nach unnötigen und unerfreulichen Aufenthalten wieder schnellstens verlässt. Sie, die große Meister-Europäerin,  besetzt die erste Aussage des Koalitionsthemas „Ein neuer Aufbruch für Europa“. Ich dachte, es habe eine Bundestagswahl in Deutschland stattgefunden … aber womöglich war es eine Europawahl, die ich gar nicht mitbekommen habe. „Eine neue Dynamik für Deutschland“ überlässt sie der heruntergekommenen SPD mit den Ressourcen Justiz, Außen, Arbeit, Finanzen, Familie und Umwelt. Für einen „Neuen Zusammenhalt in unserem Land“ bekommt Seehofer das „Innere“ von dem armen de Maiziere, der als Merkels Chaos-Minister seit Merkels Grenzöffnung keine ruhige Minute mehr hatte. Ob der Schlafexperte in Sachen Gesundheit, Gröhe, zukünftig auch weiterhin im Paradies der Ideenlosigkeit in seinem Ministerium herumwabern wird, steht zum heutigen Tag noch nicht fest, darf aber schon Patienten, Heimbewohner, Pfleger und Ärzte in Verzweiflung versetzen. All das berührt die schmerzfreie Frau Merkel nicht mehr. Ihre eigene Partei völlig zu entkernen, die Restbestände des Christlich-Konservativen einer Volkspartei mit dem Namen CDU zu verhökern, nur um ihre Kanzlerschaft zu retten, fasst sie mit den Worten zusammen:“Es hat durchaus auch Freude gemacht.“

Über die SPD braucht man keine Aufsätze mehr zu schreiben. Diese Partei hat ihre letzten Kräfte mobilisiert und sicher mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln alles herausgeholt, was möglich war. Dabei waren die künftigen Koalitionspartner in einem Ziel vereint, nämlich die SPD-Basis zu befrieden. Das verstanden selbst Seehofer und Merkel, denn letztlich hängt auch ihr politisches Weiterwirken als Regie-rungspersonen davon ab, ob die Basis den Daumen auf Sieg oder Niederlage stellt. Dass sich diese schon am Boden kriechende Volkspartei SPD dummerweise dem Dirigat eines Martin Schulz unterworfen hat, wird sie zukünftig noch teuer zu stehen kommen. Einen solchen Affentanz auf der Showbühne der Politik hat es in der Geschichte der SPD noch nicht gegeben. Martin Schulz hat den Genossen einmal deutlich gemacht, was politische Überzeugung ist. Heute überzeugte Opposition, morgen aus Überzeugung niemals ein Mitglied der Regierung Merkel, übermorgen Außenminister unter der Regierung Merkel und nächste Woche Präsident der vereinigten Staaten von Europa.

Politik wird nicht zu Unrecht als schmutziges Geschäft bezeichnet. Dieser Empfindung leisten Politiker wie Schulz und Merkel Vorschub. Das Ende ihrer großen Volksparteien sowie den Aufstieg einer AfD haben solche Politiker deutlich mit zu verantworten.

Dieses Land Deutschland hat bei einer derartig dilettantischen und charakterlosen Regiererei zwecks Postensicherung auch zukünftig nichts Großes, Visionäres und Zukunftsvorbereitendes zu erwarten. Dafür darf sich Europa freuen, zwei im wahrsten Sinne des Wortes „alten Hasen“ das Gnadenbrot spenden zu dürfen.
Olaf Scholz flieht nach seinem Desaster in Hamburg beim G20-Gipfel auf den Posten des Finanzministers und Vizekanzlers nach Berlin. Schulz und Merkel zieht es nach Brüssel. Übrig bleiben die reichen Irren, die sich nun in Berlin mit den 177 Seiten Koalitionsvertrag und dem keifenden Volk herumschlagen dürfen.

„Was denken Sie was in diesem Land los wäre,
wenn mehr Menschen wüssten, was in diesem Land los ist?“
Volker Pispers

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Totengesänge auf SPD-Bundesparteitag


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„Zwergenaufstand“ der SPD von Nahles  niedergebrüllt

Mit einer „In-die-Fresse-hau-Rede“ schrie Andrea Nahles am Rednerpult ihren Frust auf dem SPD-Bundesparteitag am letzten Sonntag raus, um noch die Unentschlossenen und Schlafmützen der SPD in die Spur zu bringen. Und es gelang ihr als Einzige aus der Frauenriege der Regierenden, Teile des Saales FÜR eine GroKo zum Kochen zu bringen und den Selbstmord ihrer Partei weiter zu beschleunigen. In Anlehnung an Norbert Blüms Zitat „Die Rente ist sicher“, Arbeitsminister unter Helmut Kohl, hörte man die Zwerge aus den vorderen Reihen sich zuflüstern: „Unsere Pöstchen sind sicher.“ Besagter Norbert Blüm konnte ja damals nicht ahnen, dass ausgerechnet die sozialdemokratische Partei die Schleppen der Kanzler Schröder und Merkel ins Armenviertel, in die Suppenküchen und unter die Obdachlosenbrücken der Nation tragen würde.

Mit Schröder und seiner Agenda 2010, seinen Freunden Riester, Maschmeyer, Rürup und Konsorten begann mit der Renten-Jahrhundertreform der Abstieg der SPD. Die Altersversorgung sollte besser werden. 2002 kam sie dann, die private Altersvorsorge, genannt „Riester Rente“. Im Gegenzug wurde die Gesetzliche Rente heruntergefahren. Drücker-König und AWD-Gründer Carsten Maschmeyer mischte für Deutschland die Karten neu. Was ihm half, war seine dicke Freundschaft mit Kanzler Gerhard Schröder. Das passte gut. Der Drücker-König (Markenzeichen Facelift, mondäne Villen, früher trug er Goldkettchen) schickte seine Lobbyisten zu Schröders Mitarbeitern und sorgte dafür, dass es ihnen, den Erfindern der Altersarmut, in ihrem Alter an nichts fehlen würde.

Sonntag nun beendete die SPD mit ihrem Votum FÜR einen weiteren „Bruderkuss“ mit Merkel ihr langes Leben als Volkspartei. Bewundern darf man den Einsatz

Kevin Kühnert, Juso-Chef

der Jusos, die auch die Stimmen der Menschen hören, mit denen sie scheinbar in besserem und intensiverem Kontakt stehen als ihre „Zwergenkönige“, die weiterhin die Rufe von draußen nicht wahrnehmen. Ihr Kampf gegen eine GroKo ist noch nicht zu Ende. Sie starteten sofort ihre Kampagne: „Tritt ein, sag nein!“ Und schon am Dienstagabend veröffentlichte die Tagesschau 2.100 bundesweite Eintritte in die SPD, davon 600 aus NRW. Meine Prognose dazu: Die Hochgedienten der SPD in Berlin werden den Jusos und ihrer Kampagne einen Strich durch die Rechnung machen, indem sie den Stichtag für die Teilnahme an der Mitgliederbefragung so festlegen, dass neue Mitglieder noch nicht mitstimmen dürfen.

Schulz hatte wenige Tage nach der Bundestagswahl gesagt: „In eine Regierung von Angela Merkel werde ich nicht eintreten.“ Er hatte ebenfalls direkt nach der Wahl gesagt: „Wir stehen angesichts des Wahlergebnisses vom 24. September für den Eintritt in eine große Koalition nicht zur Verfügung.“
Einen solchen Schlingerkurs hätten sich seine Vorgänger, selbst Schröder nicht geleistet. Aber wer sich die „Vereinigten Staaten von Europa“ zum Ziel gesetzt hat, darf in Deutschland ruhig Tango tanzen. Daran ist das Wahlvolk längst gewöhnt. Schließlich leben wir ja gut und gerne unter einer Kanzlerin, die uns mit ihren politischen Pirouetten schon jahrelang beglückt.

Erinnern und würdigen wir deshalb noch einmal  Helmut Schmidt, den Kanzler der SPD, der selbst noch als alter weiser Mann mehr Weisheit, Klarsicht und Realitätsbewertung besaß als Schulz und Merkel zusammen.

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Neujahrsansprache der Kanzlerin 2017/18


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Im Dialog mit Angela Merkel

Merkel:
Aus zahlreichen Gesprächen und Begegnungen in diesem Jahr weiß ich, dass sich viele von Ihnen Sorgen über den Zusammenhalt in Deutschland machen. Schon lange gab es darüber nicht mehr so unterschiedliche Meinungen. Manche sprechen gar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht.

Gespräche und Begegnungen mit Menschen, die endlich mal den Mut hatten, unbequeme Fragen zu stellen, sich einer Demonstration, sogar einem Pfeifkonzert anzuschließen und die begannen, sich gegen Beleidigung, Diffamierung, Ausgrenzung und Hetze zu wehren. Der Riss in der Gesellschaft ist die Auswirkung Ihrer Politik, das Erstarken einer AfD ist Ihr Werk. Diese von Ihnen als rechts und radikal bezeichneten abgelehnten Menschen sind wie die Vögel aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“, die sich von den „Brotkrumen“ ernähren, die Sie haben fallen lassen. Die konservativen Werte Ihrer Partei haben Sie denen zum Fraß hingeworfen, die nicht verstehen und akzeptieren wollten, dass Sie die Lebensleistung, die christlichen Wurzeln und die Mühen um die Wiedererlangung einer deutschen Identität nach Kriegsschuld Ihrer neuen Zeitrechnung opfern. Das Erstarken der AfD ist Ihr Werk, vollbracht durch Ihre Abkehr von Inhalten und Werten Ihrer CDU.

Merkel:
Die einen sagen: Deutschland ist ein wunderbares Land, in dem die Werte unseres Grundgesetzes gelebt werden. Ein Land, das stark und wirtschaftlich erfolgreich ist. In dem noch nie so viele Menschen Arbeit hatten wie heute. Ein Land mit einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft, mit einem starken Zusammenhalt, in dem sich tagtäglich Millionen Menschen ehrenamtlich für andere engagieren, zum Beispiel im Sport, für Kranke und Schwache oder auch in der Flüchtlingshilfe.

Deutschland ist tatsächlich ein wunderbares Land, in dem leider die Werte unseres Grundgesetzes immer weniger Bedeutung haben. Papier ist geduldig – und so gehören Werte wie Meinungsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz, gleiche Bildungschancen für alle, soziale Gerechtigkeit und das Grundrecht auf Arbeit, von der der Einzelne auch leben kann, in die Kiste der Illusionen. Und Ihre Existenz als Kanzlerin verdanken Sie seit Ihrer eigenmächtigen Grenzöffnung 2015 allein den Tausenden von Ehrenamtlichen, die unter schwierigsten Bedingungen das von Ihnen verursachte Chaos angenommen und teilweise geordnet haben. Sie haben Ihren Bürgern, vorrangig Polizisten, Lehrern, Krankenschwestern, Frauen und Mitarbeitern in Suppenküchen, Kleiderkammern, Behörden Arbeit und Einsatz abverlangt, die Sie mit einem salbungsvollen Dankeschön quittieren, um sich hinter den Kulissen ins Fäustchen zu lachen, weil der Staat diese Pflichten nicht mehr erbringen und finanzieren muss.

Merkel:
Die anderen sagen: Es gibt zu viele Menschen, die an diesem Erfolg nicht teilhaben. Die nicht mit dem Tempo unserer Zeit mitkommen. Die sehen, dass es ihre Kinder in die Großstädte zieht und sie allein bleiben, in Gebieten, in denen vom Einkauf bis zum Arztbesuch der Alltag immer schwieriger wird. Die sich sorgen, dass es zu viel Kriminalität und Gewalt gibt. Die sich fragen, wie wir die Zuwanderung in unser Land ordnen und steuern können.

Für diese Aussage erhalten Sie meine volle Zustimmung verbunden mit der Frage, wer wohl für diese Zustände die Verantwortung trägt. Das sind Sie, die Sie die Richtlinien der Politik bestimmen und einer Entwicklung zusehen, die von Tatenlosigkeit Ihrer Regierungsmannschaft zeugt. Altersarmut, das Auseinanderdriften der Arm-Reich-Schere, Mieten, Arbeit ohne Lebenssicherung, Bildungsnotstand, beschämende Infrastruktur, Finanznot der Kommunen, Defizite in der Gesundheitsversorgung, ausrüstungsblamable Bundeswehr, überforderte Polizei – all das Ihr Werk, satirisch von Ihnen zusammengefasst unter dem Slogan eines Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.

Merkel
Für mich ist beides Ansporn. Denn Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben uns Politikern den Auftrag gegeben, uns um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und dabei die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger im Auge zu haben. Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet – auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden.

Sie rudern nun seit 12 Jahren das Schiff „Deutschland“ und stellen hier eine solche Behauptung auf!? Die Bedürfnisse aller Bürger und Bürgerinnen mögen Sie im Auge haben – das reicht nicht! Sie sind verpflichtet, die Geschicke dieser Bürger und Bürgerinnen in eine Richtung zu lenken und zu beeinflussen, die Schaden von ihnen abwendet und ihre Sicherheit eines Lebens in Deutschland gewährleistet. Dabei sind Sie gescheitert und haben vollends versagt!

Merkel:
Denn die Welt wartet nicht auf uns. Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es Deutschland auch in 10, 15 Jahren gut geht. Dabei kann der Leitgedanke der Sozialen Marktwirtschaft, dass wirtschaftlicher Erfolg und sozialer Zusammenhalt zwei Seiten einer Medaille sind, auch in der Zeit des digitalen Fortschritts unser Kompass sein.

Sehr richtig. Die Welt wartet nicht auf uns. Schließlich warten wir auf die Welt, auf die Menschen, die hier zu Recht Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, auf diejenigen, die hier Arbeit gefunden haben und ihre Steuern zahlen, auf die, welche es sich im wunderschönen Deutschland gerne arbeitslos gemütlich machen und auf die, welche hier für Übergriffe und Randale sorgen, damit auch endlich Deutschland begreift, was Vergewaltigung, Messerstecherei, Mord und Totschlag und Bombenlegung bedeuten. Schön, dass Sie uns den Leitgedanken der Sozialen Marktwirtschaft einmal kindgerecht erklären … „dass wirtschaftlicher Erfolg und sozialer Zusammenhalt zwei Seiten einer Medaille sind.“ Für den wirtschaftlichen Erfolg arbeiten hier Bürger und Bürgerinnen tagtäglich, zum Teil für Hungerlöhne. Dann sorgen Sie jetzt mal für den sozialen Zusammenhalt, nachdem Sie diesen gründlich versaut haben! Und bitte, missbrauchen Sie diesen Begriff der Sozialen Marktwirtschaft nicht weiterhin. Der damalige Wirtschaftsminister Erhard verstand darunter unter anderem „Wohlstand für alle“. Damit haben Sie doch nun gar nichts im Sinn!

Merkel:
Das bedeutet zum einen:
– bestehende Arbeitsplätze zu sichern wie auch ganz neue Jobs für die Zukunft zu schaffen,
– die Unternehmen noch mehr bei Forschung und Entwicklung in innovative Technologien zu unterstützen,
– den Staat zum digitalen Vorreiter zu machen,
– und vor allem uns und unsere Kinder mit bester Bildung und Weiterbildung auf den digitalen Fortschritt vorzubereiten.
Und das heißt zum anderen:
– die Familien in den Mittelpunkt zu stellen, sie finanziell zu entlasten, damit sie Familienleben und Beruf noch besser vereinbaren können,
– eine gute und würdevolle Pflege zu ermöglichen, indem wir die Pflegeberufe stärken und die Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, noch besser unterstützen.

Mit dieser Märchen-Aufzählung, die wir uns nun seit 12 Jahren so und in ähnlicher Weise anhören, beende ich meine politische Neujahrsbetrachtung. Ihr Ruf nach einer möglichst schnellen und stabilen Regierung höre ich wohl, allein mir fehlt das Vertrauen. Die SPD klöppelt sich gerade mit Ihrem und des Bundespräsidenten Dazutun den Strick, an dem sie sich früher oder später erhängt … Sie haben von Ihrem Wahlvolk schon längst die Nase voll und warten ungeduldig auf die Tretmaschine Ihres „Weiter-so-Rollators“ und Europa wartet längst auf Sie, um auch weiterhin sicher sein zu können, dass die Firma „Zahlemann und Söhne“ wieder an Bord ist. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, heißt ein schönes Sprichwort. Deshalb hat hier Frau Merkel das letzte Wort …

Merkel:
Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam dafür arbeiten, Europa für die Zukunft fit zu machen. Es wird darum gehen, ob wir Europäer in der globalen und digitalen Welt unsere Werte solidarisch und selbstbewusst nach innen wie nach außen vertreten, ob wir so auch für ein wirtschaftlich erfolgreiches und gerechtes Europa arbeiten und konsequent für den Schutz unserer Außengrenzen wie auch für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eintreten.

                                      PROSIT NEUJAHR

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„Zensurminister“ Heiko Maas erhält Toleranzpreis


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Dekadenz im Endstadium

„Diridi didudldö holera didadldo.“ Loriot ließ seine Hausfrau ein Jodeldiplom absolvieren, damit sie was Eigenes hat. Justizminister Heiko Maas hat nun auch in Berlin sein Jodeldiplom bekommen. Offiziell ist es ein Preis für Toleranz. Wer die Zuordnung Maas und Toleranz nicht versteht, hat auch den Wecker in Deutschland noch nie gehört, der täglich als Nachricht des Irrsinns die Nation wachzurütteln versucht. Bei Maas war es das Durchpauken seines Netzwerkdurchsetzungsgesetzes, wofür er nun den Toleranz-Preis bekam. Aber was soll’s? Haben Obama und die EU den Friedensnobelpreis verdient? Und wird ihn Merkel verdient haben, die auch weiter beharrlich darauf wartet und – so meine Prognose – ihn demnächst in Händen halten wird?

Überreicht wurde Maas der Toleranz-Preis von dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo. Mir war Maneo bisher unbekannt und da dieses Projekt etwa nur sichere 3% der Gesamtbevölkerung repräsentiert, muss ich mir über meine Wissenslücke keine Sorgen machen. Den Preis darf man als Gender-Zugehörigkeitsauslobung verstehen.

Behauptet wird, dass man in Deutschland Lesben und Schwulen als gesellschaftlicher Minderheit nicht selten mit Angst oder gar Hass begegnet. Ein Coming Out ist, abhängig vom gesellschaftlichen und beruflichen Status sowie vom persönlichen Umfeld, meist noch immer mit einem nicht unerheblichen Risiko verbunden. (Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“, Nr. 15-16/2010 „Homosexualität“, 12.04.2010, S. 1.)

Wahr ist, dass Schwule und Lesben bei Muslimen einen schweren Stand haben und deren Beschimpfungen, Beleidigungen und Ausgrenzungen deutlich häufiger ausgesetzt sind als denen der durch die 68er Bewegung kulturell beeinflussten deutschen Ureinwohner. Da diese Wahrheit, die ich aus meinem Schulalltag so bestätigen kann, nicht mehr als Wirklichkeit erwünscht, sondern als rechtes Gedankengut angesehen wird, weiß man, wo „Maneo“ mit dem Toleranzpreis für Heiko Maas politisch anzusiedeln ist. In dem immer und für alles förderbedürftigen gewünschten linksgrünen ideologischen Netzwerk, das mit seinen Umerziehungsinhalten Gender/political correctness/sexismus/fake news die Transformation in Deutschland weitestgehend vollzogen hat.

… der die Meinungsfreiheit mit Füßen tritt

In welcher Dekadenz-Phase wir uns befinden, beweist eben auch ein noch so kleiner Preis an Maas, weil dieser Preis einen Mann für Toleranz auszeichnet, der die Meinungsfreiheit mit Füßen tritt. Sein Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist eine subjektive Zensierungskampagne gegen alles Unerwünschte. Es ist die Gleichschaltung in den Köpfen, nachdem sie bei den Geschlechtern schon vollzogen wurde. Nichts ist dekadenter als die Bekennung zur Toleranz unter Anwendung intoleranter Mittel. Es bedeutet den gesellschaftlichen und kulturellen Niedergang bis hin zu Zuständen von Anarchie.

Ob das von dem Journalisten Roger Boyes im Spiegel als dekadent beschriebene Berlin oder die in einem Internet-blog veröffentlichte Beschreibung der Dekadenz dieser kapitalistischen Gesellschaft … es endet damit, dass der Hirnbesitzer und Denkfähige in die „Geschlossene“ geht, während der Ideologiebesessene und Intolerante weiter frei herumläuft und sich von den Beifall klatschenden Minderheiten seine Toleranzmedaillen um den Hals hängen lässt. Nein, eine Meinungsfreiheit, die nur für ausgewählte Menschen und Meinungen gilt, hat den Namen nicht verdient.

Wer sich über diesen Beitrag echauffiert, dem lege ich das Lesen zweier Bücher ans Herz, die ihm Klarheit verschaffen. Das eine schrieb Heiko Maas mit dem Titel: Aufstehen statt wegducken / Eine Strategie gegen rechts. Das andere schrieb ich mit dem Titel: Die Asche der Demokratie / Theatersaison 2016/17. Während ich im Buch des Herrn Maas eine Feindbild-Hauptrolle  spiele, darf sich Maas über seine Antidemokratie-Hauptrolle in meinem Buch freuen. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Die Toleranz in der Gesellschaft muß jedem Bürger die Freiheit sichern zu glauben, was er will.
Friedrich II., der Große
(1712 – 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«

 

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Das Schwinden christlicher Kirchen in Deutschland


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Kirche ohne Auftrag?

Es weihnachtet und nicht nur aus Tradition, sondern auch aus Emotion erleben viele aktive, aber auch weniger aktive Christen diese Zeit intensiver als das restliche Jahr. Auch die Kirchen haben Hochsaison und rücken wieder ins Bewusstsein der Menschen. Schauen wir einmal genauer auf die Rolle der christlichen Kirchen in unserem Land, die in einer Zeit der gesellschaftlichen Spaltung, einer zunehmenden Armut und Vereinsamung des Menschen vor großen Herausforderungen stehen müssten. Diesen Eindruck macht die Kirche allerdings nicht. Mit der Institution Kirche verhält es sich wie mit der EU: Sie predigen von der Kanzel Menschenrechte, Demokratie und Verantwortung, gelebt werden diese Werte aber nur durch Ehrenamt, Spenden, Nächstenliebe und das Miteinander und die Kommunikation von Mensch zu Mensch. Die Lenker und hochrangigen Vertreter dieser Institutionen scheinen da oft auf anderen Wegen oder mit anderen Überzeugungen zu wandeln.
„Die Kirche hat nicht den Auftrag, die Welt zu verändern. Wenn sie aber ihren Auftrag erfüllt, verändert sich die Welt.“ Das sagte Carl Friedrich von Weizsäcker, ein politischer Zeitgenosse und nicht nur evangelischer Christ, sondern auch ein engagierter Gläubiger, Humanist und Mahner, der aktiv an der Gestaltung, aber auch an der Verpflichtung von Kirche mitwirkte. „Seine von der Bergpredigt inspirierten und philosophisch, physikalisch, politisch wie historisch fundierten Einsichten zur Gefährdung des Weltfriedens im Schatten der nuklearen Bedrohung haben so wichtige Texte wie die Göttinger Erklärung von 1957, die Heidelberger Thesen von 1959, das Tübinger Memorandum von 1961 und den Aufruf zu einem Konzil des Friedens auf dem Düsseldorfer Kirchentag von 1985 hervorgebracht.“ So Bischof Huber zum Tode Weizsäckers. Bewundernswert, welchen Anspruch und Einfluss die Kirche hatte und welchen Einspruch Kirche durch Gläubige zuließ.

Kirche und Politik

2017 schmückt sie sich im Lutherjahr mit Reden von Angela Merkel und Barack Obama, nachdem die USA ein Jahr zuvor insgesamt 26.171 Bomben auf sieben Länder abgeworfen haben – eine Schätzung des Council on Foreign Relations. Das ist ein Anstieg um 3.027 Bomben beziehungsweise mehr als 13 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Was haben Merkel und Obama als Redner auf dem Evangelischen Kirchentag zu suchen und zu sagen? Natürlich nichts, für Merkel jedoch alles, was Obama mit dem Satz „Ich will Frau Merkel helfen“ unumwunden zugab. Eine nette Komödie verglichen mit den Lebensengagement eines Carl Friedrich von Weizsäcker.
Kirche zum Zwecke einer Wahlkampfveranstaltung für Merkel verbunden mit einem amerikanischen Lob dafür, dass Merkel den Kriegsschmutz der USA in Deutschland zusammenkehrt. Welch ein erbärmliches Possenspiel!
Die katholische Kirche bekleckert sich schon längst nicht mehr mit Ruhm. Der Bischofsskandal in Limburg und aufgedeckte Missbrauchsfälle haben ihre Christlichkeit ins Wanken gebracht. Merkels spontane „Ehe für alle“ mit dem Gesamtpaket, auch „Kinder für alle“ zog an den Kirchen unbemerkt vorbei. Im Gegenteil – Deutschlands oberster Protestant, Heinrich Bedford-Strohm, reagierte erfreut auf die Entscheidung des Bundestages: „Ich wünsche mir, dass jetzt weder Triumphgefühle auf der einen Seite noch Bitterkeit auf der anderen Seite den Ton angeben“, zitiert ihn spiegel online. Für die Katholiken kam Berlins Erzbischof Heiner Koch, seit Herbst 2014 Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie bei der Deutschen Bischofskonferenz, zu Wort. Er habe nichts gegen gleichgeschlechtliche Liebe – wohl aber gegen die Aushöhlung des Ehebegriffs. Und das ist alles, was die Kirchen, Kultur- und Bildungsgeber, moralische Wegweiser, Familien- und Ehebewahrer, Seelsorger und Krankenbegleiter, nach Jahrhunderten zum großen Paukenschlag der Gender-Nation zu sagen haben?
Na dann ist ja alles im Sinne Merkels geregelt, die ja politisch die Ehe für alle schon längst umgesetzt hat.

Was sich nun aber Kardinal Marx aus München geleistet hat, darf nicht nur bloß mit Kopfschütteln beantwortet werden. Er sieht in dem gerade zur Diskussion stehenden „Bedingungslosen Grundeinkommen“ eine Gefährdung der Demokratie. „Die Arbeit ist nicht irgendetwas. Es gehört zur Grundkonstitution des Menschseins, dass ich für mich und meine Familie etwas schaffe, das von Wert ist.“ Das sind die Worte des Bischofs, die mir offenbaren, dass dieser Mensch zu keinen tiefen Erkenntnissen über unsere Gesellschaft gelangt ist. Was nimmt denn er zeitlebens in Anspruch? Was ist das denn anderes als mindestens ein Grundeinkommen? Wie bedingungslos es ist oder sein wird, kann ich nicht beurteilen. Marx warnt vor den Folgen der Digitalisierung, glaubt an die Gefahren der Ungleichheit, sieht aber die größte Gefahr für die Demokratie im Bedingungslosen Grundeinkommen.
Aber was interessiert es das Fußvolk schon, wenn der Chef den Geldsack, auf dem er sitzt, zurechtrückt? Und so interessiert es auch die katholische Arbeiterbewegung nicht, was Kardinal Marx da vom Thron herunterspricht. Sie plädiert auch weiterhin für ein Bedingungsloses Grundeinkommen, damit alle Menschen die Möglichkeit bekommen, am Leben und an der Gesellschaft teilzunehmen. Das findet Winfried Gather, KAB-Diözesansekretär im Bistum Köln. Diese Hoffnung auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen sei ihm von Herzen gegönnt. Schließlich bewegt er sich zwischen den Besitztümern des Erzbistums Köln, das mit einem geschätzten Vermögen von 3,35 Milliarden Euro das reichste in Deutschland ist. Zu den Immobilien und Wertpapieren kamen zeitweise auch Aktiengeschäfte mit dem Verhütungsmittelhersteller Pharma A und der Rüstungsfirma Schneider Electric. Das nahe dem Dom gelegene ehemalige Bankgebäude, heute Domforum, erwarb das Kölner Bistum für 79 Millionen. Im Kölner Grundbuchamt ist nicht das Erzbistum als Eigentümer eingetragen, sondern die „BRD Domkloster Cologne B.V.“ mit Sitz in Amsterdam, wie die „Zeit“ herausfand. Angesiedelt ist diese mit einer Briefkasten-Adresse in Holland. Damit entging das Bistum der Verpflichtung, Gewerbesteuern zahlen zu müssen. Eine leider legale Finanztrickserei, die Deutschland um 1,6 Millionen Euro brachte. Und das leistet sich die katholische Kirche, die jahrhundertelang der moralische Finger für das Leben ihrer Gläubigen war. Gelder erhalten die christlichen Kirchen in Millionenbeträgen vom Staat als Entschädigung für ihre Enteignung vor über 200 Jahren. „In der Tat zahlen die Bundesländer bis heute jedes Jahr fast 500 Millionen Euro an die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen als Entschädigung für entgangene Erträge. Es sind Gehälter von Bischöfen und Pfarrern darunter ebenso wie der Unterhalt für bestimmte Gebäude – bezahlt von allen Steuerpflichtigen, egal ob Mitglied einer Kirche oder nicht“, hieß es zum Thema „Kirche“ im Deutschlandfunk.
Experten schätzen, dass die Steuerzahler seit Gründung der Bundesrepublik etwa 15 Milliarden Euro gezahlt haben (Stand 2010).

Frankreichs Kirche im Vergleich

In Frankreich handelt es sich ganz im Gegensatz zu Deutschland um eine Armenkirche. Seit 1905 sind Staat und Kirche getrennt. Eine Kirchensteuer gibt es nicht. Die Gläubigen müssen spenden, damit die Gemeinde weiterleben kann. Es gibt keine Subventionen, weder vom Staat noch vom Vatikan. Ein Pfarrer versorgt bis zu neun Kirchen und verdient – wie ein Bischof auch – nur 960 Euro. Kirchen können nicht geheizt werden. Priesterseminare mussten verkauft werden.
In Köln gibt es beispielsweise doppelt so viele Gläubige wie in Lyon, das Vermögen beträgt hingegen das 40fache. Auch die christlichen Kirchen in Frankreich investieren in Firmen, die nicht immer etwas mit Ethik zu tun haben.
Um Kirchen und Kathedralen zu erhalten, sind Gelder erforderlich. Kathedralen gehören in Frankreich dem Staat, Kirchen der Kommune.
Konflikte gibt es immer häufiger, weil viele Kirchen zerfallen. Bis 2030 werden 5.000 Kirchen zerfallen sein. Selbst Notre Dame leidet unter morschen Fundamenten.
Seit 1950 gibt es die Möglichkeit für die französische Kirche, Immobilien zu erben oder Gelder von Gläubigen zu bekommen. Das spült wenigstens etwas Geld in die kirchlichen Kassen.
Frankreich und Deutschland, politisch in Freundschaft verbunden, jedoch mit einer Armut der katholischen Kirche in Frankreich, wie sie Papst Franziskus predigt.

„Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“

So die Worte aus der Bibelstelle Lukas 16,13. Eine Mahnung für jeden, Kirchenvertreter inbegriffen. Es ist um die Kirchen in Deutschland nicht gut bestellt. Die Gebäude bleiben oft leer, müssen verkauft oder anderen Inhalten und Aufgaben zugeführt werden. Den Kirchen gehen ihre aktiven Christen immer mehr verloren. Eine groß angelegte Studie des Bistums Essen erforschte die Gründe für die Kirchenaustritte. Danach sind Entfremdung und fehlende Bindung Gründe für die Abkehr von der Kirche. Der Hinweis auf den Mammon, der an die Stelle des Glaubens getreten ist, fehlt bei der Studie. Warum wohl? 2016 verließen etwas mehr als 162.000 Katholiken die Kirche, die EKD meldete 190.000 Austritte, was bei beiden Kirchen einen Rückgang von etwa 20.000 gegenüber dem Vorjahr bedeutete.
Dass sich davon die Kirchenoberen etwas annehmen, sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe von Seelsorge zuwenden und das angehäufte Kapital in die „Armenspeisung“ stecken, ist eher unwahrscheinlich. Hans Hermann von Armins Buchtitel „Fetter Bauch regiert nicht gern“ findet auch hier seine Anwendung. Schließlich sprudeln die Kirchensteuern, dank der guten Konjunktur kletterten sie im vergangenen Jahr sogar auf neue Höchstwerte. Laut Tagesspiegel verbuchte die katholische Kirche 6,15 Milliarden Euro, die evangelische Kirche kam mit 5,45 Milliarden auf ihre Rekordsumme.

Ist mit diesen Zuständen von Kirche und Menschen die in der Bibel beschriebene Endzeitprognose erreicht, die uns Paulus in seinem 2. Brief an Thimotheus vorhersagt?
„In den letzten Tagen werden schwere Zeiten anbrechen. Die Menschen werden selbstsüchtig sein, habgierig, prahlerisch, überheblich, bösartig, ungehorsam gegen die Eltern, undankbar, ohne Ehrfurcht, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, rücksichtslos, roh, heimtückisch, verwegen, hochmütig, mehr dem Vergnügen als Gott zugewandt. Den Schein der Frömmigkeit werden sie wahren, doch die Kraft der Frömmigkeit werden sie verleugnen.“

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Die gekaufte Welt und ihre Player


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Kaufen – zocken – manipulieren – regieren

Dass der Kapitalismus sein unbegrenztes Wachstum gleich einem Spinnennetz, das die ganze schon  gekaufte  Welt umwebt, immer weiter fortsetzt, wird jedem Bürger inzwischen klar sein. Während er in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts mit den Milliardengewinnen weniger Auto-, Elektro- und Chemiekonzerne an den Start ging, wuchert er heute als multinationale Steuer-, Banken- und Konzernkriminalität wie ein nicht mehr zu regulierendes Krebsgeschwür durch alle Wirtschafts- und Gesellschaftsformen der Welt. Forschung, Technik, Digitalisierung liegen wie die mediale Welt in Händen unkontrollierbarer Geldflüsse, die auch Regierungsbanken und Gesetzgeber erreichen.
Die inzwischen größte aller Religionen, das Geld, ist über Jahrzehnte durch Kauf, Verleih, Fusion, Spekulation und Manipulation auf den Thron der Welt gestiegen. Heute haben sich aus dieser Entwicklung Milliardäre und Banken zu Göttern erhoben, die das höchste Gebot beherrschten, aus Verlusten Gewinne zu machen.
Niemand wird jemals mehr eine Kontrolle über Spekulationen, Schattenbanken, Steuerparadiese und Geldwäsche ausüben, geschweige denn Maßnahmen zu ihrer Regulierung oder Abschaffung ergreifen können. Das hat Deutschlands Finanzjongleur Schäuble längst bestätigt.

Es heißt: Geld regiert die Welt. Und so ist es. Banken regieren die Welt. Am Ende der Fahnenstange allerdings befinden sich riesige Vermögensverwalter, genannt Finanzholdinggesellschaften. Es sind die Vanguard Group, die State Street Corporation, Goldman Sachs, FMR (Fidelity) und BlackRock. Diese Finanzunternehmen üben die Kontrolle über das globale Bankensystem aus. Gleichzeitig kontrollieren sie damit auch Staaten und große Konzerne wie Monsanto durch den Kauf von Staatsanleihen. Kein großes Unternehmen, kein Konzern, kein Staat entscheidet ohne Mitwirkung der großen  Finanzunternehmen, die noch vor nicht allzu langer Zeit mit Obama und Merkel in Berlin an einem Tisch saßen.
Regierungen sind nichts. Die Banken und das Kapital sind alles

Regiert und gesteuert wird die Welt nicht von den Politikern, die eine Regierung bilden. Sie sind nichts. Die Banken und das Kapital sind alles. Dort sitzen die Akteure dieser Welt. Und diese sind so miteinander vernetzt, dass sie sich gegenseitig die schon übervollen Taschen immer weiter füllen.
Diese immer lauter pulsierenden Kapitaloligarchen heißen Rockefeller, Bezos, Buffet, Gates, Soros oder Mark Zuckerberg. Milliardär Jeff Bezos beispielsweise gründete Amazon, schickte Touristen ins All, kaufte jetzt die „Washington Post“ für 250 Millionen Dollar. Mit im Paket sind ein halbes Dutzend Regionalzeitungen, die der Washington Post gehören. Und da erwarten Politiker und Journalisten, dass wir als Leser an eine freie Presse glauben? Der Milliardär Soros will nicht einmal nur kaufen. Er spendet seine Gelder zur Beeinflussung von Politik für eine offene Gesellschaft. Wie Bill Gates will auch er die Welt verbessern, das jedoch unter Einflussnahme in Politik und Gesellschaft.

Uns wurde die Globalisierung als zoll- und grenzfreier Warenhandel verkauft, als Weltwirtschaftsgewinnchancenoptimierer für Firmen und Konzerne. Auch der Bürger könne davon profitieren, hieß es. Und tatsächlich waren es erst Warenhersteller, die an der Spitze des Gewinnes standen. Heute ist an die Stelle des Exports die Spekulation getreten. Die Gewinner sind die Vermögensverwalter wie BlackRock mit 6 Billionen Dollar im Säckel. Zur Geldmaximierung durch Spekulationen bedient man sich des größten Computers der Welt, genannt Aladdin. Er befindet sich in Manhatten und spuckt täglich 1,6 Millionen Berichte aus und kann damit in Sekunden die Folgen eines sich veränderten Zustands berechnen. Die Profiteure sind natürlich die Eigentümern von BlackRock: Königin Elisabeth II., die Familie Rothschild, Waren Buffet und George Soros.

Comeback des Friedrich Merz

BlackRock agiert nicht nur in den USA, sondern bedient auch das europäische Kapital durch den Einfluss der Weltbesitzer. Euro und EU, europäische Banken- und Zinspolitik sowie die von unseren regierenden Marionetten angestrebte Überführung nationaler Kompetenzen in das „Große Ganze“ sind keine Erfindung der Handlungskette M&M (Merkel&Macron). Es sind die Ergebnisse der „Regierungsflüsterer“ aus den Reihen der globalen Finanzplayer, allen voran BlackRock. Je mehr Geld den Markt flutet, desto intensiver reiben sich die Weltbesitzer ihre Hände.  Ob Rettungsschirm 1, 2 oder 3 zur Rettung Griechenlands – in den Taschen der Bürger kam  kein Cent  an. Riesige Geldtransaktionen  erhöhen nur die Quote der Umverteilung von unten nach oben und stärken Banken, Welt- und Kapitalmärkte.

Der Einfluss der Schattenbanken auf politische Entscheidungen ist enorm. So sorgte der Finanzverwalter Goldman Sachs damals für die Aufnahme Griechenlands in die Europäische Union unter Geheimhaltung ihrer Staatsschulden in Milliardenhöhe. Heute entscheidet und lenkt einer der damaligen Verantwortlichen, nämlich Mario Draghi, Chef der EZB,  das europäische Finanzgebaren. Die Frage, ob die Politik noch unabhängige Entscheidungen treffen kann, ist damit wohl beantwortet. Geldpolitik und Sicherheitslage obliegen der Lenkungshoheit der Kapitalmärkte.
„Was die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel also als marktkonforme Politik bezeichnet hat, ist letztlich der längst vollzogene Kotau vor einem globalen außerparlamentarischen Machtzentrum, das weder vom Volke gewählt noch demokratisch kontrolliert oder legitimiert ist.“ (Jens Berger: Wem gehört Deutschland?)

Als Aufsichtsratschef von BlackRock winkt seit 2016 der CDU-Politiker Friedrich Merz den 700 Lobbyisten zu, die sich in Brüssel nur um die Finanzwelt kümmern und zum Teil inzwischen Gesetzestexte für die Finanzpolitik formulieren. Sein Buch aus 2008 mit dem Titel „Mehr Kapitalismus wagen/Wege zu einer gerechten Gesellschaft“ erschien, als sich Banken verzockt hatten und die westliche Welt in eine Krise stürzte. „Es liegt nichts Verwerfliches darin, dass sich die Kapitalmärkte von den Gütermärkten abgekoppelt haben und mittlerweile auf der Welt mindestens 50 Mal so viele Geldtransaktionen stattfinden wie reale Warengeschäfte.“ So ein Zitat des Autors aus seinem Buch, das nicht meine Zustimmung findet.
Es wird nötig, den heutigen Finanzlobbyisten Friedrich Merz näher unter die Lupe zu nehmen und vor den Glauben an ihn als den deutschen „Macron“ oder auch nur „Merkel-Nachfolger“ die Recherche nach Information zu setzen. Erstaunlich nämlich, dass Merz gerade jetzt die Kritik über Merkel öffentlich formuliert, zu einer Zeit, da er als BlackRock Aufsichtsratschef weiß, wohin das Häufchen der Weltbesitzer die zukünftige Reise ihrer Neuen Weltordnung plant. Wenn also der Kapital- und Finanzinsider Merz zu singen beginnt, dann hat Merkel vermutlich so gut wie ausgesungen.

Für  NRW hat Ministerpräsident Laschet heute schon einmal Friedrich Merz in den Dienst genommen. Er schleuste Merz in den Aufsichtsrat des Köln-Bonner Flughafens mit den Worten: „Ich habe Friedrich Merz als Vertreter des Landes ausgewählt, weil ich den Flughafen Köln-Bonn stärken will.“ Merz sei mit Blick auf die transatlantische und internationale Ausrichtung des Flughafens genau der Richtige. Warum er genau der Richtige ist, wird sich früher oder später noch herausstellen. Auch deshalb darf man Merz nicht aus den Augen verlieren.

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