Das Sterben der Bienen

Der Mensch ist nicht mehr im Einklang mit der Natur. Wie sonst ließe sich die Gefahr für die Bienen erklären, deren Bestände schrumpfen. Wäre das nicht eine Aufgabe für die Politik, für die Partei, die den Anspruch erhebt, eine Umweltpartei zu sein, sich um das Bienensterben zu kümmern?

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Kinofilm (2012) More than Honey 

imageWer sich noch an das Lied von Reinhard May erinnert „Es gibt keine Maikäfer mehr“, spürt vielleicht noch seinem Erstaunen nach, das die Frage in uns aufkommen ließ: Ist denn das wahr, was May da singt?
2012 lud das Kino ein zu einem Film mit dem Titel „More than honey“ (Mehr als Honig), den der Bienenforscher und Filmemacher Markus Imhoof nicht nur auf die Leinwand projizierte, sondern auch direkt in die Herzen der Menschen. Erzählt wird die Geschichte der Honigbienen und ihrer Völker, die über Jahrtausende für den Fortbestand der Natur und die menschliche Nahrungsbeschaffung sorgten. Sie flogen, bestäubten, tanzten unermüdlich den Kreislauf der Natur und der Mensch dankt es ihnen seit 100 Jahren, indem er sie pflegt, ihnen Häuser für die Königin und ihr Volk baut, von ihnen lernt und eine Symbiose mit ihnen bildet. Wer liebt nicht den süßlich riechenden Lindenblütenhonig oder den geschmacklich intensiveren Rapshonig und die vielen anderen Sorten, die wir beim Imker, dem Freund aller Bienen, erstehen?
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Im Film aber ertönt ein Hilferuf darüber, dass diese Ära zu Ende geht, da sich schon 30% der Bienen weltweit verabschiedet haben und der Restbestand stark gefährdet ist. Vor 100 Jahren gab es mehr als 4 Millionen Bienenvölker auf der Erde, heute sind es nur noch 700 Tausend. Jedes Jahr, wenn die Imker nach überstandenem Winter ihre Bienenvölker aufsuchen, haben zwischen 10 und 50% ihrer Völker den Winter nicht überlebt.

Warnung der Toxikologen

Das berichtet der Film nach 5-jähriger Forschungsarbeit. Alle Imker sind sich darin einig, dass das Bienensterben eine eindeutige Antwort darauf ist, dass der Mensch nicht mehr im Einklang mit der Natur lebt.

rodalesorganiclife.com
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5000 Tonnen Pestizide landen jährlich nur auf deutschen Böden, der Kleingärtner kann aus 33 angebotenen Giften gegen Unkraut, Milben, Spinnen, Pflanzenbefall wählen. Marktführer ist der Hersteller Monsanto (Nachtrag siehe unten) mit dem Mittel Roundup.

Toxikologen warnen seit Jahren: „Pestizide werden die Gesundheitsskandale der Zukunft auslösen.“

gmo-awareness.com
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 Vermutlich wird es dazu gar nicht kommen, da diese Warnung vom Bienensterben überholt wird und sich eher Einsteins Prognose durchsetzt: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ (dieses Zitat wird in allen Medien verwendet, unbewiesen bleibt, ob Einstein tatsächlich der Urheber ist).

(Nachtrag zu „Der Hersteller Monsanto“: Dieses Video ist nicht mehr verfügbar – Zensur? Siehe stattdessen hier!)

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