Ein wenig Zynismus über Sexismus

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Nach Ehe für alle nun auch Zweitfrau für alle?

Wie ich las, darf ein Syrer seine Zweitfrau nach Deutschland holen, weil die vier Kinder, die er bei sich hat, von der Frau stammen, die noch nicht in Deutschland ist. Da fragt man sich doch, warum er die Mutter der Kinder nicht zuerst angefordert hat.
Das ist endlich der Schlachtruf für alle Männer in Deutschland, die zwar mit dem Islam als solchem nichts anfangen können, aber die Erlaubnis für erstrebenswert halten, mehr als eine Frau zu haben. Eine fürs Grobe, eine fürs Feine, eine Kinderfrau, eine Chauffeurin usw. usw. – diese Vorstellung wurde schon immer in Männerwitzen verarbeitet.
Jetzt, Männer, ist eure Zeit gekommen! Wie in dem Bremer Tatort „Zurück ins Licht“, in welchem sich eine Frau unbesiegbar wieder ins Leben zurückkämpft, werdet ihr Männer die Schmach, euren Rollenverlust und die Identitätssuche zu euren Gunsten entscheiden und zu neuen Ufern aufbrechen.

Das in Amerika ausgebrochene MeToo-Zeitalter, das den Männern nun endgültig klarmacht, wer die Hosen zukünftig anhat, lässt so manchen Herrn der Schöpfung erschaudern und in seiner Vergangenheit nachforschen, ob er nicht selber in seinem früheren Leben entsprechenden Rockzipfeln mehr als nur Avancen gemacht hat. An den Beispielen des amerikanischen Filmmoguls Harvey Weinstein und des deutschen Regisseurs Dieter Wedel kann Mann ermessen, was ihm blüht, wenn er in die Fänge dieser Debatte gerät.

Nicht um vernünftige Dinge wie die Aufklärung von Vorgängen, die Erhellung von Strukturen, das Beleuchten von sexuellem Missbrauch als Form des Machtmissbrauchs geht es nunmehr, sondern es ist eine hysterische Jagd eröffnet worden, die einen erschrecken kann …
Als sich die französische Diva Catherine Deneuve zuletzt mit anderen Frauen um den Flirt sorgte, der im hysterischen Wortgeklirr auf der Strecke zu bleiben drohe, ist sie dafür hart kritisiert worden.

Nach dem MeToo-Welt-Frauen-Theater, bei dem Karrierefrauen (von den Unbekannten hört man zumeist erst nach Vergewaltigungen etwas) sich an Ereignisse erinnern, die 20 Jahre und länger zurückliegen, bricht jetzt das Zeitalter der „Vielweiberei“ an. Endlich kann sich nun die gesamte Männerwelt die Maßgabe zu eigen machen, die die Politik ihr lange genug vorexerziert hat: Das Spiel mit der Diskriminierung. Kurz und klar für alle: Was den  syrischen Männern recht ist, muss allen anderen Männern billig sein!
Euer Weg, Männer, war steinig und die Frauenrechtlerinnen tragen diesen Namen nicht aus Jux und Dollerei. Als bekannteste Frauenrechtlerin der Gegenwart tat sich Alice Schwarzer hervor, Herausgeberin der Frauenzeitschrift „Emma“. Ich als Frau profitiere durchaus von den Frauen, die mir mein Wahlrecht erkämpft, meine Berufstätigkeit ermöglicht und mir meine sexuelle Freiheit und die durch das Grundgesetz verbriefte Gleichheit zur Grundlage gemacht haben.
Aber was zu viel ist, ist zu viel! Für mich bleiben die öffentlichen Anschuldigungen bis hin zur gesellschaftlichen Zerstörung der beschuldigten Person so lange dubios oder unverschämt bis ein Gericht per Urteil den Mann für schuldig erklärt. Wollen wir verschweigen, wie viele der heute in Film und Fernsehen bekannten Frauen ihre Reize für ihre Karriere bewusst einsetzten und sich die Karriereleiter hochschliefen?
Und dIese ganze MeToo-Kampagne ist eine Kriegserklärung an das erotische Knistern zwischen Mann und Frau. Ob Witze, ob Anzüglichkeiten, ob Komplimente, ob Anmache zwischen den Geschlechtern – all das gerät in die Fänge der MeToo-Kampagne und ich würde mir als Mann überlegen, ob ich nicht buchstäblich die Finger von jeder Frau lassen sollte … und lieber schwul werden.

Jetzt aber kommen andere Zeiten, vergessen sind die Leiden des „jungen Werther“ (Sven, Dominik, Bodo …), die der alte Lüstling Goethe über das Elend der Unberührbarkeit einer geliebten und begehrten Frau niederschrieb, das den armen Werther in den Selbstmord trieb.
Männer seht, was ihr von fremden Männern lernen könnt! Macht euch auf den Weg zur Vielweiberei! Wo zwei, drei, vier oder fünf Frauen mit einem Mann zusammenleben, wird MeToo überflüssig. Wenn Frau A unpässlich ist, Frau B grippig, stehen immer noch Frau C und D zur sexuellen Bedürfnisbefriedigung des Mannes zur Verfügung.
Nach dem jahrzehntelangen Höllengang der Männer durch den Irrgarten feministischen Unkrauts sehen sie nun endlich die blühende Wiese der Bigamie mit Aussicht auf das Paradies der Vielweiberei.

Abschließend der Gruß des Imams von Izmir aus 1999:

„Dank eurer demokratischen Gesetze werden wir euch überwältigen, dank eurer religiösen Gesetze werden wir euch beherrschen.“ (Imam von Izmir, 1999 – Quelle: Hans-Peter Raddatz, Von Gott zu Allah, 1. Auflage, München 2001, S. 349)

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