DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Grausamer Terroranschlag in Nizza


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Reaktionen

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Angela Merkel zum Anschlag in Nizza: „Ich bin davon überzeugt, dass  WIR trotz aller Schwierigkeiten den Kampf gewinnen werden.“
Schon einmal habe ich mich zu dem beliebten und unspezifischen WIR der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in einem Beitrag geäußert und frage mich zum erneuten Mal, was sie außer ihrem wieder und wieder formulierten „WIR“ an Maßnahmen für die innere Sicherheit IHRES Landes zu tun gedenkt.

„Die tödliche Hand des Terrors greift nach unserem Alltagsleben“, formuliert ein Kommentator des österreichischen Fernsehens. „Wie soll der Rechtsstaat darauf reagieren?“ fragt er weiter. Und gibt erstaunlicherweise auch gleich die Antwort. „Fürchtet euch nicht“, heißt es schon vor Hunderten von Jahren. Das ist die Antwort. Es ist die Antwort aus der Bibel, sie lautet 365 mal, an jedem neuen Tag: „Fürchtet euch nicht!“

Auf diese Antwort folgt die Bemerkung eines Augenzeugen, der gefragt wurde, welche Gefühle er nach diesem schrecklichen Erlebnis in Nizza hat. Er sagte: „Man wird neu über das Problem der Immigration nachdenken müssen. Für mich ist auch dieser Anschlag der Beweis, dass die unterschiedlichen Menschengruppen dieses Landes nicht zueinander kommen können und wollen.“

Italien sichert seine Grenzen. Der Direktor einer Sicherheitsbehörde in England mahnt die mangelhafte Grenzsicherung an. „Schengen“ läge brach. Er bemängelt auch die zu geringe Zusammenarbeit der drei französischen Geheimdienste.

Ein französischer Dschihad-Experte kritisiert die Hilf- und Tatenlosigkeit aller Europäer, die sich stets wiederholenden Klischees und Trauerreden. Seit 20 Jahren wäre unser aller Aufgabe, tätig zu sein im Verhindern terroristischer Anschläge durch die Zusammenarbeit aller Länder, ihrer Sicherheitsorgane, Pädagogen, Psychologen, Soziologen, Politiker usw., denn schließlich wären die westlichen Staaten, auch Frankreich mit daran beteiligt gewesen, diesen heute existierenden Terrororganisationen Raum und Waffen zu geben. Das sind     die spontanen Meinungen und Empfindungen von Menschen, die emotional betroffen nach Lösungen suchen, zum Teil schon Lösungsansätze benennen.
Erbärmlich dagegen die inhaltslose Satzhülse: „Ich bin davon überzeugt, dass WIR den Kampf gewinnen werden.“

Für den Sieg des Bösen reicht die Untätigkeit der Guten. Edmund Burke (1729-1797)

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Vorsicht: Pharmaindustrie


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Angebot der Pharmaindustrie zur Gesundung: Die Tablette

imageEin älterer Mensch, der mit einem erhöhten Blutdruck- oder Cholesterinwert herum- läuft und dafür vielleicht schon die senkende Tablette zu sich nimmt, wird sich vielleicht noch erinnern. Es gab eine Zeit, da lag der erlaubte Cholesterinwert bei 200 + Alter. Meine damals 80-jährige Großmutter durfte einen systolischen Blutdruckwert von 180 haben, ohne dass sie diesen medikamentös senken musste.
Vor 50 Jahren hielt man es noch für gefährlich, wenn der obere systolische Blutdruckwert unter 180 sank.image Man nahm an, dass das Gehirn zum Arbeiten diesen Druck braucht, um ausreichend mit Blut versorgt zu werden. Meiner Mutter, die nun 80 ist, verschrieb man gegen ihren „hohen Blutdruck“ Tabletten, die den Wert auf das ideale Maß von 120 zu 70 senken sollen. Das Nachforschen, warum der Blutdruck eines Menschen zu hoch ist, ist längst nicht mehr von Bedeutung. Die Diagnose lautet dann schlicht und für den Patienten unverständlich: Essentielle Hypertonie. Auch der Cholesterinwert wurde über die Jahrzehnte erst mit 250, dann mit 220, noch ein paar Jahre später mit 200, inzwischen schon mit unter 150 als ideal angegeben.

Gewinn statt Gesundheit

Dahinter steckt natürlich System, nämlich der Profit der Pharmaindustrie und die Lobby der Schul-mediziner, die nicht selten das einmal Gelernte für das dauerhaft Gültige halten. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei den Preisen im oberen Mittelfeld. Pharmahersteller in Deutschland können in den ersten zwölf Monaten nach der Zulassung eines neuen, innovativen Arzneimittels den Preis selbst bestimmen.
Das Medikament, das der Arzt uns verschreibt oder der Apotheker uns verkauft, ist nicht unbedingt das beste, sondern oft nur das am besten verkaufte oder für alle Beteiligten (uns natürlich ausgenommen) das lukrativste.

Cholesterin, Homocystein, Cayenne, Ritalin, Omega3

Ich bin durch eine langwierige Erkrankung glücklicherweise an einen ganzheitlichen Kardiologen,image an einen guten Arzt, einen berufenen Natur-heilkundler und an viele kluge Bücher geraten, die mir den Weg durch den Dschungel der „krank-machenden“ und „krank-lassenden“ Medizin gewiesen haben. Was wir unbedingt brauchen, ist ein gesundes Misstrauen gegen Medikamenten- und Arztgläubigkeit. Es ist an der Zeit, dass wir unsere Gesundheit noch ein Stück weiter selbst in die Hand nehmen, und das nicht nur, wenn es um Ernährung und Fitness geht.
Vergessen Sie das Wort Cholesterin und kümmern Sie sich lieber um das Wort Homocystein! Gönnen Sie sich weizenfreies Brot und verzichten Sie auf gezuckerte Fruchtsäfte. Und lesen Sie nach, warum Sie Ihrem hyperaktiven Kind statt mit „Ritalin“ lieber mit mehreren Gramm langkettiger Omega3-Fettsäuren helfen sollten. Und erfahren Sie von Uwe Karstädt, warum er Cayenne wählen würde, dürfte er sich zur Mitnahme auf eine einsame Insel nur für ein einziges Mittel aus der Kräuterapotheke entscheiden.

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Nationales Mitspracherecht bei CETA und TTIP


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Kein Eilverfahren bei CETA!

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Die EU-Kommission musste kleinlaut einlenken. Über CETA und TTIP werden Bundestag und Bundesrat mitentscheiden. Das ist ein wichtiger Sieg.

Die Nachricht hieß: „Die nationalen Parlamente entscheiden doch über CETA – die EU-Kommission lenkt ein.“ Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat tatsächlich einen Rückzieher gemacht, nachdem ihm das Mitspracherecht der nationalen Parlamente noch kurz zuvor „schnurzegal“ war (1] „Juncker über nationales Mitspracherecht bei CETA ‚Mir ist das persönlich schnurzegal’“, 29.6.2016, Tagesschau Online).
Was für ein Erfolg für uns alle – für Sie und mehr als 300.000 weitere Bürger/innen, die in den letzten Tagen unseren Appell gegen die Entmachtung von Bundestag und Bundesrat unterzeichnet haben.

Junckers Niederlage ist ein wichtiger Sieg für die Demokratie in Europa. Eine eigenmächtige Entscheidung hätte nach dem Brexit die Skepsis der Bürger/innen zusätzlich genährt. Nun wissen wir: Bürgerferne Politik ist nicht mehr durchsetzbar. Brüssel muss auf die Menschen hören.

Und doch ist das erst ein Etappensieg und erfordert weiterhin den Einsatz von uns Bürgern.

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Peter Hahne: Schluss mit lustig


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Das Ende der Spaßgesellschaft

imageEs gibt Bücher, die sind vor 10 Jahren erschienen und noch immer aktuell. Das gilt auch für dieses Buch, das den 11. September 2001, also den Terrorakt in New York, als Wendepunkt einer jahrelangen Spaßgesell-schaft bezeichnet. Werte seien darin verloren gegangen, das Single-Dasein hatte Hochkonjunk-tur und auf Familien mit mehr als zwei Kindern wurde lächelnd bis kopfschüttelnd heruntergeschaut.image

Peter Hahne, prominenter Journalist, Buchautor und überzeugter und praktizierender Christ, fordert: „Holt Gott zurück in die Politik!“ Und es gibt genügend Gründe für seine Forderung. Eltern erfüllen ihren Erziehungsauftrag nicht mehr und geben ihn an die Schulen ab. Die dadurch entstehenden Defizite können jedoch nicht ausgeglichen werden, weil über Jahre die Autorität der Lehrerschaft untergraben und ihr die alleinige Schuld an der mangelhaften Erziehung und Orientierung der Kinder zugeschoben wurde. Bildung hat schließlich nur dann einen Wert, wenn sie auch die Bildung des Herzens mit einbezieht. Aber die gedeiht vor den Computern und Fernsehern so gut wie nie.
Werte wie Verlässlichkeit, Verantwortung, Ehrlichkeit, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Fleiß, Glaube, Hoffnung, Liebe – alles nur lästig im maßlosen Dasein des Spaßes und der Selbstfindung.

Ich, ich und noch mal ich

Wenn nur gewusst würde, was zu suchen wäre. Tugend, Ethik und Moral, die stets beheimatet waren in der christlichen Religion, wo sie auch heute noch zu finden sind, wurden zu Fremdwörtern, abgelöst von den Süchten nach Selbstverwirklichung, Freiheit und Freizeit. Der Egoismus boomte. „Ich, ich und noch mal ich“, schreibt Hahne und „wir haben uns wohlig im Freizeitpark Deutschland eingerichtet.“ Verständlich, dass Deutschland zum beliebtesten Land Europas wurde, in dem die Nationalhymne „Einigkeit und Recht auf Freizeit“ lautet, wie der Schröder-Imitator Elmar Brand ironisierte.
Es war Gerhard Schröder, der formulierte: „Ich will eine Gesellschaft, die Kirche überflüssig macht.“
Das haben er und seine 68er geschafft! Die Kirchen sind leer, dumm nur, dass die Moscheen dafür voll sind! „Die große Koalition der Ahnungslosen, der Ängstlichen und der Verharmloser hat den geistigen Streit um den Islam so lange verhindert, bis er uns nun mit einer Wucht einholt, die gerade diese Leute vermeiden wollten, an der sie nun aber schuld sind… Wir umschreiben unseren jämmerlichen Zustand mit dem schillernden Begriff Toleranz. Dabei ist diese Art von Toleranz oft nichts anderes als „Peter Hahne: Schluss mit lustig“ weiterlesen

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Die beleidigten europäischen Arroganzen


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Papst fordert von der EU Kreativität und Erneuerung

Etwas funktioniere nicht an der schwerfälligen Gemeinschaft, äußerte sich Papst Franziskus zur EU nach dem Brexit. Frische Anstöße durch Kreativität für eine Erneuerung seien jetzt notwendig. Das sollten die Schlüsselwörter für die Zukunft der EU sein: Kreativität und Erneuerung.JUNCKER, Jean-Claude (EC) - President of the European Commission; TUSK, Donald - President of the European Council; SCHULZ, Martin (S&D, DE) - EP President
Wenn aber diese Schlüsselwörter auf beleidigte europäische Arroganzen wie Schulz und Juncker stoßen und auch die Medien in den Gesang der erblindeten Nachtigallen einstimmen, haben moralische Instanzen Sendepause.
„Dass eine der ältesten Demokratien der Welt das Vertrauen in die europäischen Institutionen verloren haben könnte, weil ihr die Demokratie am Herzen liegt, ist ein Gedanke, der gleich wieder verbannt wird. Stattdessen hört man, wie rücksichtslos David Cameron war, ein Referendum anzusetzen. Übersetzt heißt der Satz: Wahlen sind immer nur gut, solange das herauskommt, was der gebildete Teil für richtig erachtet.“ (Spiegel.de)

Falsche Signale der Brüsseler Arroganzen

Als Fazit des Brexit wird nur das Eine herauskommen: Die Briten sollen sehen, was sie davon haben! Das Europa der 27 Mitgliedsstaaten braucht England nicht! Es wird jetzt noch enger zusammenrücken und – wenn dabei der Idee von Gabriel/Schulz (SPD) Bedeutung zukommt, die ein 10-Punkte-Papier vorgelegt haben, dann dürfen sich die EU-Länder auf noch mehr Verluste ihrer nationalen Entscheidungsbefugnisse einstellen, um damit der Idee einer neuen Wachstumsoffensive Raum zu schaffen.
Kurz gesagt: Macht und Kapital nach Brüssel, Nationalstaaten ans Gängelband.
Das ist sicher genau das, was Bürger und Länder nach dem Brexit von den Herren Arroganzen in Brüssel und Straßburg erwarten. Und Papst Franziskus wird den Herren sicher lautstark „applaudieren“!

Die erste Reaktion Brüssels auf den Brexit gibt es schon: „Kurz nach dem Brexit-Referendum hat die EU-Kommission eine hoch umstrittene Entscheidung gefällt: Die Parlamente der europäischen Staaten sollen „Die beleidigten europäischen Arroganzen“ weiterlesen

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Zum Tode von Götz George


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Götz George ist still gegangen

Erstaunlich, wie leise und unbemerkt sich Götz George, einer der großen deutschen Schauspieler am 19. Juni von der Welt und seinem Publikum verabschiedete.image

Dabei haben wir ihn doch laut und polternd zumindest in seiner Paraderolle als Schimanski, kurz Schimmi, im Tatort Duisburg fast 30 Jahre lang erlebt und bis heute in Erinnerung. So liebten wir Frauen den Macho-Polizisten, der Duisburg und dem ganzen Ruhrgebiet bewies, was ein Bulle draufhaben muss, um die Knackis und Scheißkerle zur Strecke zu bringen.
George bewies allerdings in seiner zweiten Lebenshälfte, dass er jede große Charakterrolle zu meistern verstand. Ob in Helmut Dietls bissiger Satire „Schtonk!“ über die gefälschten Hitler-Tagebücher , ob in Romuald Karmarkars „Der Totmacher“ als Jungenmörder Fritz Haarmann, ob als Alzheimer-Erkrankter in „Mein Vater“ oder als todkranker Staatsanwalt in Andreas Kleinerts „Nacht ohne Morgen“ im Stricher-Milieu. Götz George spielte nicht die Rolle, er lebte sie.
Seine größte und schwerste Rolle nicht nur als Schauspieler, auch als Sohn meisterte er „Zum Tode von Götz George“ weiterlesen

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Europa der Banken muss Europa der Bürger werden


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Zu groß, zu intransparent, zu undemokratisch!
foto: qpress.de
foto: qpress.de

Welcher Teufel wurde da vor der Abstimmung an die Wand gemalt? Welche Nachteile großen Ausmaßes würden vorrangig auf Großbrittanien, natürlich auch auf Europa zueilen bei einem Brexit?
Nun hat er dennoch stattgefunden und trotz aller Warnungen war man ja doch irgendwie darauf vorbereitet, wie Donald Tusk, Präsident des europäischen Rates, am Tag der Bekanntgabe den Rest-Europäern im TV mitteilte.

Schon einen Tag später spürt man eine neue Dynamik. „Vor dem Referendum warnten Europas Politiker, Unternehmer und Finanzfachleute eindringlich vor dem Brexit. Dessen Folgen wurden in drastischer Terminologie beschrieben – Arbeitslosigkeit, der Verfall des Pfunds, Rezession, Chaos. Nach dem Ergebnis indes müssen sowohl Großbritannien als auch Rest-Europa darauf bedacht sein, dass genau das nicht eintritt, was von ihnen prognostiziert worden war.
Wenn das Unheil aber nicht eintritt – wofür vieles spricht, abgesehen von einigen vorübergehenden Turbulenzen an den Finanzmärkten -, werden sich all jene bestätigt fühlen, die die Warnungen von Anfang an als apokalyptischen Alarmismus interpretiert hatten, als Schutzbehauptung Brüsseler Bürokraten, die nur ihre Macht zementieren wollen… Gegen Brüssel, gegen Eliten, gegen zu viele Ausländer und gegen den Status quo zu sein, ist – auch das lehrt der Brexit – mehrheitsfähig in Europa.“

Für ein verteilungsgerechtes Bürger-Europa

Wenn sich Europa nicht grundlegend häutet, um aus seinem hässlichen Raupendasein für den Bürger zu einem leichten Schmetterling zu werden,

foto aus: europaderbuerger.de
foto aus: europaderbuerger.de

kann es damit rechnen, langsam aber sicher zugrunde zu gehen. Und dass Angela Merkel an der Gesamtmisere einen nicht geringen Anteil zu verbuchen hat, wird nicht nur den Brexit-Befürwortern, sondern auch anderen wachen Geistern inzwischen klar geworden sein.

Jetzt gehe es darum, „mit Ruhe und Besonnenheit zu analysieren“, sagte Floskel-Merkel. Schäuble will Briten zu „assoziiertem Partnerland“ machen, was immer das auch bedeuten mag.  „Ich glaube nicht, dass andere Länder ermutigt werden, diesen gefährlichen Weg zu gehen“, kommentiert der Parlamentspräsident Martin Schulz.

Die Arroganz der Politiker hat bis auf wenige Ausnahmen keinen Schaden genommen. Eine Ausnahme sitzt weder in Berlin noch in Brüssel. Es ist Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron.

foto: Rainer Jensen
foto: Rainer Jensen

Er schlägt den Entwurf eines neuen „Europa-Projekts“ und die Abstimmung darüber in einem Referendum vor. Die Wähler in der Europäischen Union müssten „Europa der Banken muss Europa der Bürger werden“ weiterlesen

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Was wird die Politik aus dem Brexit lernen?


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Bürgerentscheide verbieten!

Die Bombe in Europa ist geplatzt, der Brexit ist Realität und die EU-Politiker sind nicht wie sonst nur ratlos, sondern sogar einmal sprachlos.

Brexit text with Ballot paper and British and Eu flags illustration

Alexander Graf Lambsdorf, Vizepräsident des EU-Parlaments, gibt in seinem ersten Statement um 8.00 Uhr ein Demokratiedefizit zu, das vorrangig im Europäischen Rat, geführt von Donald Tusk, zu finden ist. Das sei wohl der Ort, an dem eine demokratische Legitimation nicht in der Form vorhanden wäre wie in den anderen europäischen Gremien. Anton Hofreiter von den Grünen sagt den Briten schlimme Zeiten voraus und sieht vorrangig dort die Nachteile und Probleme aufkeimen. Die Gefahr eines Dominoeffekts sieht er durch die britische Abstimmung nicht unbedingt.

Diese Abstimmung ist der Beweis dafür, dass die Politiker im eigenen Land und in Europa weder die Stimmung des Volkes noch deren Willen kennen oder wahrnehmen wollen. Und es ist die Quittung für eine bürgerferne Politik und die Überheblichkeit der Politiker.
Das Intransparenzgebaren der Politik hinter verschlossenen Türen, die undurchsichtige Lobby-Einflussnahme und die Uneinsichtigkeit in das Gemeinwohl aller Bürger außer zu Zeiten der Wahl sind nur einige Gründe für das Totalversagen der Europäischen Union. Brexit heißt politisch übersetzt: So nicht weiter, Ihr Mächtigen Europas!
Wen würde es eigentlich bei dem groß angelegten europäischen Monopoly-Spiel noch wundern, wenn die wichtigste Erkenntnis des heutigen Brexit in Politikerköpfen wäre:
Volksbefragungen zukünftig verhindern!

Ob pro oder contra Brexit, ob pro oder contra Europa… Fazit des heutigen Tages: Ein schöner Tag für die Demokratie und die Bürger Europas!

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Was ist Gender Mainstreaming?


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Umerziehung der Gesellschaft

imageIch begrüße Sie, liebe Leser und Leserinnen,
gender variable, genderqueere, intersexuelle, männliche, Mann zu Frau (MzF), geschlechtslose, nicht-binäre, Pangender, Pangeschlechter, transweibliche, transfeminine, Transgender usw. usw.
Für meine vollständige Gender-Begrüßung habe ich Herrn Steffen Königer aus dem Landtag in Brandenburg auf youtube gefunden, der am 9. 6. 2016 das Parlament entsprechend begrüßte.

Sie haben keine Ahnung und den Begriff „Gender Mainstreaming“ (siehe umfassende Info) und die Begrüßungsbezeichnungen noch nicht gekannt? Warum das Volk oft nichts mitbekommt,  erklärt Ihnen der damalige Premierminister Luxemburgs und heutiger Präsident der europäischen Kommission  Jean-Claude Juncker, der 1999 unverblümt zugab: „Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ Diese Vorgehensweise findet vermutlich in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft ihre Anwendung.

Was sich die Gewählten an Rechten herausnehmen, beweist nicht nur Angela Merkel, sondern lehrt uns schon  die Amtszeit Schröder / Fischer. Diese Herren leiteten mit ihrer Agenda 2010 nicht nur den Anfang des Endes des Sozialstaats Deutschland ein, sondern gaben auch den Startschuss zu einer gesellschaftlichen Umformung, genannt Gender-Mainstreaming. Seit dieser Zeit vollbringt diese Erfindung in rasantem Tempo seinen Siegeszug in ganz Europa und hat sich auch mit besonderer Wucht über Deutschland ergossen.
Seit der 4. UN-Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking hat sich international der Begriff Gender Mainstreaming etabliert. Er wurde als harmloses und durchaus berechtigtes Pflänzchen einer zukünftigen Geschlechtergerechtigkeit gepflanzt und verbreitet. Dieses Leitprinzip verpflichtet die Politik, Entscheidungen so zu gestalten, dass sie zur Förderung einer tatsächlichen Gleichberechtigung der Geschlechter beitragen. Seit der Verabschiedung des Vertrags von Lissabon im Jahr 2008 ist die Verpflichtung der EU zu Gender Mainstreaming in Artikel 8 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union festgeschrieben. Und ginge es auch tatsächlich nur um die gesellschaftliche und politische Gleichbehandlung von Mann und Frau, wäre dagegen nichts einzuwenden.

Fortführung der 68er

Die 68er hatten uns die sexuelle Revolution beschert mit Grenzüberschreitungen der noch jungen Grünen. Besondere Berühmtheit erlangten der heutige Europa-Abgeordete Cohn-Bendit und seine pädophilen Kinderfreunde für ihre Missachtung der Paragraphen 174 und 176 des Strafgesetzbuches (sexueller Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen) und für die Forderung nach deren Aufhebung in ihrem ersten Grundsatzprogramm 1980. Die Grünen haben wahrscheinlich bis heute mit der Aufarbeitung ihrer Sünden zu tun.

Das alles aber wird in wenigen Jahren vom Gender Mainstreaming vollständig in den Schatten gestellt werden.

 Credit: SIPA/WENN.com

Credit: SIPA/WENN.com

„In der Geschlechterforschung hat eine Weiterentwicklung ausgehend von der Frauenforschung hin zur Genderforschung stattgefunden. Damit ist mehr gemeint, als die Frage nach der Relevanz für Frauen und Männer zu stellen.“
Das heißt: Mit den beiden Geschlechtern Mann/Frau gibt sich der Gender Mainstream schon längst nicht mehr zufrieden. Die Frauen, die ihre Chancen zur Karriere witterten, haben die Universitäten „gestürmt“ und Berge von Steuergeldern verplempert für die Erschaffung des neuen (Gender-)Menschen.
Aktuell gibt es an deutschen, österreichischen und Schweizer Hochschulen in 30 Fachgebieten 223 Professuren mit einer ausdrücklichen Bestimmung für Frauen- und Geschlechterforschung / Gender Studies. Von ihnen sind zehn mit Männern besetzt. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der “Berliner Datenbank Genderprofessuren” hervor. Wenn man sich erst an den Universitäten etabliert hat und dem Gender Mainstreaming den Charakter der Wissenschaftlichkeit verpasst hat, wird jede Kritik, jedes Gegenargument zur Totgeburt. Schließlich geht es um Vollendung der sexuellen Revolution der 60ger und 70er Jahre, die damals noch von der Mehrheit der Klardenker und Hirnbesitzer abgebremst wurde. Inzwischen hat die mediale Verblödungsindustrie die Massen gekapert und sie zu willfährigen „Abnickern“ gemacht, die immer dann, wenn ihre Aufmerksamkeit gefragt ist, gerade in facebook oder whats-app unterwegs sind und in 10 Jahren zu staunen beginnen, wenn sie vor Gericht wegen mehrfacher Diskriminierung verurteilt werden. Dabei haben sie doch nur von ihren Kindern verlangt, Mutter und Vater genannt zu werden.image

Nicht Satire, nicht Comedy sind die Erfinder des größten Wahnsinns aller Zeiten. Es sind die „hohen Töchter“ der Eltern, die ihren „Feminininnen“ die Sterne vom Himmel holten und vergaßen, ihnen auch einmal eine Schüppe oder den Nachttopf der Großmutter zum Ausleeren in die Hand zu geben. Diese Damen fordern heute nichts Geringeres als die Aufhebung der Geschlechter, die endgültige Denaturierung des Menschen. Es gilt alles zu beseitigen, was das Gesellschaftsmitglied als ein biologisches Wesen auszeichnet. Gegen alle Erkenntnisse widersprechen sie allen, die das Frau-und Mannsein natürlich, biologisch, kulturell und sozial erklären. Ihnen reicht es, zu behaupten, dass allein die soziale Prägung für das Geschlecht verantwortlich ist.
Das, was jetzt mit Ehe und Familie geschieht, ist der tiefste kulturrevolutionäre Eingriff der Menschheitsgeschichte. Er verändert den Menschen in einer Weise, dass er in Gefahr gerät, seine Bodenhaftung und Identität vollends zu verlieren. Was wird aus der Familie, aus dem Glück eines Kindes, aus unserer Gesellschaft, unserer Nation, unserer Kultur?

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Politik ohne Sinn und Verstand


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Zukünftige Kanzlerin von der Leyen auf Kriegskurs

imageWer ist dieser Herr Stoltenberg, der uns heute in den Medien die Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten von AmEurika und Russland erklärt? Er ist seit Oktober 2014 der Generalsekretär der Nato und hat heute entschieden, das verstaubte Gemälde „Feindbild Russland“ mal wieder aus dem Keller zu holen. Heute wurde es abgestaubt und aufgehängt.

Hier der Beweis heute auf t-online.de:

„Der Ton zwischen Nato und Russland wird zunehmend rauer. Während Moskau das Atlantische Bündnis beschuldigt, eine anti-russische Hysterie zu schüren, warnt Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor einer russischen Expansion. Beide Seiten reagieren mit Aufrüstung an den Grenzen.image
„Russland versucht mit militärischen Mitteln, einen Einflussbereich aufzubauen“, sagte Stoltenberg der „Bild“-Zeitung. Die Nato beobachte eine massive Verstärkung der russischen Militärpräsenz an der eigenen Grenze – in der Arktis, im Baltikum, im Schwarzen Meer bis zum Mittelmeer. Darauf müsse die NATO reagieren, so Stoltenberg.
Ein Verteidigungsbündnis, das seinen Mitgliedsländern nicht zumindest das Gefühl vermittelt, sie gegen Angriffe verteidigen zu können, ist seinen Namen nicht wert. (Und was ist mit dem Gefühl der Sicherheit an den europäischen Außengrenzen?)
Also reagiert die Nato auch. Bereits am Dienstag hatten die Verteidigungsminister des Bündnisses in Brüssel angekündigt, 4000 Soldaten nach Polen, Lettland, Estland und Litauen entsenden zu wollen.
Eines der Bataillone wird von Deutschland geführt, das auch den Großteil der Soldaten dafür stellen will.

Nachtrag vom 26. 6. 2016: Berlin/Passau (dpa) – Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), hat vor einer Eskalationsspirale zwischen Nato und Russland „bis hin zu Krieg“ gewarnt.

Ist Deutschland eigentlich noch zu retten?

a) Da lässt es den Herrn Snowdon, der seiner moralischen Pflicht gehorchend uns Wahrheiten über die Liebesdienste unseres amerikanischen Freundes offenbaren könnte, im russischen Exil versauern.
b) Da öffnet man alle Türen des Landes, um nicht nur – was sehr in Ordnung ist – verzweifelte Kriegsflüchtlinge, sondern auch Tausende von jungen männlichen hier fehlenden Fachkräften willkommen zu heißen, die hier nicht nur in Köln Silvester feiern.
c) Da rettet man seine machtbesessene Haut, indem man sich dem Herrn Erdogan an den Hals wirft und in eine Abhängigkeit gerät, die Auswirkungen auf das gesamte weltpolitische Geschehen hat.
d) Da bläst man militärisch mit einem großangelegten Manöver vor den Toren Russlands nicht nur seine Muskeln auf, sondern beteiligt sich auch noch an der wieder aufgekeimten Russophobie der polnischen Verschwörungs-Regierung unter Kaczynski und lässt ein deutsches Bataillon in Letland aufmarschieren.
e) Da schaut man sich eine Fußball-Europameisterschaft an mit Spielen einer russischen Mannschaft, begreift aber nicht, dass Russland und nicht die USA zu Europa gehören und jedes amerikanische Trommeln in Ländern außerhalb der USA  Unheil verheißt.
f) Und das nicht genug! Russland bekommt noch in Sachen Sanktionen eine halbjährige Spielverlängerung.

Und nun die Frage aller Fragen: Wessen Spielplan wird hier eigentlich gespielt?

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