DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Fußball hat nationalen Charakter!


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Nationalmannschaft und Nationalhymne

Die Europameisterschaft treibt mal wieder nicht nur Fußballfans vor die Flimmerkiste und in die Stadien. Auch Ehefrauen, Nachbarn, Kinder, Gelangweilte sind infiziert und fiebern bei den oft spannenden Spielen der einzelnen Mannschaften mit.image

Gestern trat die Altherrenmannschaft der Italiener – sie wurde als die bei dieser EM mit dem höchsten Altersdurchschnitt vorgestellt – gegen die Belgischen Fußballer an.
Noch vor dem Anpfiff öffnete man sein Herz für die Italiener beim Erklingen der Nationalhymne, die – wie ein Auszug aus einer Verdi-Oper mit schwungvollem Rhythmus und melodiösen Bögen – die gesamte Mannschaft in einen leistungsstarken Männerchor verwandelte. Und wer Musiker ist und die emotionale gruppendynamische Kraft eines mit Begeisterung gemeinschaftlich gesungenen Liedes kennt – in diesem Fall mehr als das, nämlich die traditionsgefüllte Nationalhymne – der muss sich um den Teamgeist und den Siegeswillen dieser Mannschaft keine Sorgen machen.
Was die Belgier allerdings danach als unbewegliche Stummfische beim Erklingen ihrer Hymne darboten, war einfach nur leblos, sodass sich selbst der Kommentator zu einer entsprechenden Bemerkung hinreißen ließ.

Politiker mit National-Neurose

Dabei versetzte uns doch gerade das belgische Team durch seine stimmliche Verweigerungshaltung schon jetzt hautnah in die Zukunft. Nationalhymnen stehen im Abseits und müssen genauso ausgewechselt werden wie der Name unserer Nationalmannschaft mitsamt dem nationalen Symbol einer bisher schwarz-rot-gold-farbenen Flagge. imageJürgen Trittin hat als Bundestagsabgeordneter der Grünen noch nie die Nationalhymne mitgesungen, wie er einmal stolz im TV berichtete und Merkel ekelt sich sogar bei der Feier zu ihrem Wahlsieg vor der deutschen Fahne.
Weg mit den nationalen Symbolen! Schluss mit Deutschland, das wahrscheinlich bald nur noch „Land“ heißen wird.

Merkels nationalloses Vereinigtes Europa

imageDer nächste große Meilenstein auf dem Weg in das nationallose Vereinigte Europa ist damit getan, ohne dass das Fuß(ball)volk in Aufregung versetzt worden wäre. Und da Fußballer ja mit den Beinen denken, nahmen sie die Umbenennung ihres Teams als PR-Maßnahme ohne Gegenwehr hin und verkaufen sie nun mit der Überzeugung, dass ihnen etwas Gutes widerfuhr.
Sie heißen jetzt „Die Mannschaft“, was auf einen Ideenreichtum erster Güte hindeutet. Wer ist demnach das geistige „Elter 1“ oder „Elter 2“ (Gender-Begriffe für veraltet: Vater und Mutter) dieser trockenfruchtigen Namensgebung? Natürlich die Gender-infizierte und nationalfreie Angela Merkel. Der Irrsinn hat System und die Dummheit hat ihr Volk.
Wenn der DFB nun „die Mannschaft“ mit Werbung und Marketing zukunftsfähig macht, welche Namensgebung trägt da Merkel für unsere nationale Damenmannschaft unter ihrer Raute? Soll da jetzt auch „Die Mannschaft“ auf dem Bus stehen? Oder doch lieber „Die Frauschaft“? Und wäre es bei geschätzten 60 bis 3.000 möglichen Geschlechtsidentitäten nicht eher angebracht, von „X-Schaft“ zu reden? (Das X entfernt den Zwang zu einer Geschlechterzugehörigkeit)

Nicht für dich und mich

Die „Bilderberger“ und die „Genderisten“ auf dem Weg in die wunderbare demokratielose NWO (Neue Welt-Ordnung), von der die Reichen und Mächtigen der westlichen transatlantischen Welt schon lange träumen und für die Merkel nur eine austauschbare, aber überzeugte Erfüllungsgehilfin ist. Es geht seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion für die USA um nichts anderes als um den Meistertitel der einzigen Weltmacht. Mit diesem Titel werden sie die NWO kreieren und das Paradies auf Erden erschaffen, zwar nicht für dich und mich, aber für den dann einzigen Glauben auf dieser Erde…. den an Macht und Geld.

Erklärung: Gender-Mainstream
NWO (Neue Welt-Ordnung)

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Bilderberger heute in Dresden


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Treffen der Reichen und Mächtigen

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Ein wunderbarer Zeitpunkt für die Reichen und Mächtigen, vom 9. bis 12. 6. 2016 im Taschenbergpalais in Dresden die 64. Bilderberger Konferenz durchzuführen. Jahrzehntelang unterlagen diese regelmäßigen Treffen und die Gesprächsthemen der Geheimhaltung. Und so sieht und hört man auch jetzt fast nichts über diese Großveranstaltung, die jedesmal aus dem Finanztopf des Landes finanziert wird, in dem sie stattfindet.

Der Zeitpunkt ist günstig, was ja sicher genau so beabsichtigt war: Fußball-EM in Frankreich, Nato-Großmanöver in Polen und die glückliche Wendung eines Extrem-Wetters, das ganze Teile Deutschlands in Wasser und Schlamm getaucht hat. Tausenden von Menschen und Helfern sind bei der Rettung ihrer letzten Habseligkeiten und den Aufräumarbeiten Uhrzeit und Datum abhanden gekommen. Was interessiert sie eine Bilderberger Konferenz?

Welt-Entscheider unter sich

Ideale Bedingungen also, die private Konferenz jeder Wahrnehmung zu entziehen und in luxuriösen „Hinterzimmern“ neue „Rezepte“ zu entwickeln ohne Teilnahme und Einmischung des „Fußvolkes“.
Diese Konferenz vermittelt Einblicke in das Funktionieren der Presse und Medien und Volkes Frage nach ihrer Unabhängigkeit. Dass Chefredakteure eingeladen sind, steht außer Frage, aber zu glauben, dass sie zum Zwecke einer ausgewogenen und kritischen Berichterstattung vor Ort sind, wäre dumm. Anwesend und wichtiger sind nämlich die Medien-Besitzer und Medien-Herausgeber, die ihren Chefredakteuren den zukünftigen Kurs der Berichterstattung für die Zeit nach „Bilderberg“ vermitteln.

Verschwörungstheorien und Demokratievorstellungen sind beide in Verbindung mit den „Bilderbergern“ unangebracht, wobei die Wucht des Zusammenschlusses von Macht und Kapital nicht unterschätzt werden darf. Beispielsweise geht die Einführung des Euro imagenach Angaben des belgischen Unternehmers und Ehrenvorsitzenden Etienne Davignon auf eine Bilderberg-Konferenz zurück.
Der Sicherheitsaufwand ist in Zeiten des Terrors natürlich gigantisch, die Kosten dafür ebenfalls. In Dresden sorgen augenblicklich 400 Polizisten für die Sicherheit und Abschirmung der 130 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzwelt. Angesichts dessen, dass es sich um eine private Konferenz handelt, muss die Frage erlaubt sein, warum die finanzstarken Teilnehmer nicht in ihre eigenen Taschen greifen, sondern sich vom Gastgeberland alimentieren lassen.

Krönungsrituale für Volkes Zukunft

Viele werden bis heute noch nichts über die Bilderberger wissen. Diese Konferenz wurde 1954 vom niederländischen Prinz Bernhard im Hotel „de Bilderberg“ ins Leben gerufen. Eingeladen waren damals hochrangige Leute aus Westeuropa und Nordamerika, um diese Beziehung zu intensivieren. Heraus kam eine Geheimkonferenz, die sich das Recht herausnahm, gewünschte Menschen in gewünschte Positionen zu bringen. Und auch in diesem Jahr werden die Blicke der Bilderberger auf den nächsten möglichen Bundespräsidenten und die Nachfolge Merkels gerichtet sein. Die Presse hat schon gute Vorarbeit geleistet und von der Leyen mehrfach glänzend inszeniert.
Fürchten wir uns deshalb schon heute vor einem Deutschland mit einer Kanzlerin von der Leyen und einem Bundespräsidenten Schäuble, nicht etwa dieser Personen wegen, sondern der Tatsache wegen, dass nach dem Austausch der Marionetten diese sinnlose auf Wachstum, Kapital und Amerikahörigkeit ausgerichtete Politik so weiter geht wie bisher.

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Provokation in Richtung Russland


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Erst Provokation – dann Konfrontation?

Es gibt die kluge Politik der Diplomatie und der Kompromisse und die der Provokation und Konfrontation. Und es gab diesbezüglich die Hoffnung, dass eine Frau an der Spitze Deutschlands eine harmonisierende Wirkung auf die doch oft testosterongesteuerte Männerwelt ausüben würde. Und so sah es auch anfänglich aus.

Küsschen hier, lächeln dort, heute reden, morgen schweigen. Dass sich aber genau diese Frau inzwischen ehrgeiziger und machthungriger präsentiert als die europäische Männerriege und für dieses Ziel das Drama „Augen zu und durch!“ zu ihrem Programm machte, ahnte niemand.
Vielleicht war die Erwartung zu hoch, um von ihr, einer Ostdeutschen, zu erwarten, dass sie die deutsche Geschichte zum Anlass nehmen würde, nicht nur als Frau, sondern auch als Deutsche eine eher zurückhaltende bis neutrale Politik zu fahren – gerade in einer krisengeschüttelten Welt. Das tat sie nicht! Sie sang die Melodie in Deutschland, Europa und in der Beziehung zu Russland und ließ ihre deutschen und europäischen Herren dazu den Takt schlagen. Dirigent des Ganzen war und ist die USA, hoch akzeptiert dabei der Charmeur Barack Obama.

Anakonda-Gift gegen Russland

Das erste große Polit-Konzert findet dann auch gerade auf Polens Bühnen statt und trägt den verheißungsvollen Titel „Anakonda“.
31.000 Mitwirkende aus 22 Ländern proben dort zehn Tage lang den Aufstand. Polen rief und alle kamen. Selbst die Ukraine, Nicht-Nato-Mitglied und Zankapfel zwischen Russland und Europa, erhielt eine Gastrolle. Polen lässt nichts aus, um dieses Militärspektakel zu einer der Provokationen werden zu lassen, die Europa hätte verhindern müssen.

„Mit der Übung „Anakonda“ ist die Nato nicht glücklich. Das Manöver, heißt es im Hauptquartier, sei „viel zu plump auf Russland gemünzt“. Zudem sei das Durchspielen des Bündnisfalls so kurz vor dem Nato-Gipfel in Polen „zu dick aufgetragen“. Klar sei das Verhältnis zu Russland schwierig, hier aber werde „ohne Not der Ernstfall durchexerziert“.
Hinter den Kulissen hatte die Nato versucht, die Polen zu beschwichtigen. Nicht nur Außenminister Frank-Walter Steinmeier redete viel, bat um Mäßigung. So wie er mussten aber auch die anderen Partner lernen, dass die neue polnische Regierung an ihrem strikten Anti-Russland-Kurs festhält.“
Und damit das Brüllen auch mit genügend Tamtam in Putins Richtung erfolgt, braucht man den Größten aller Brüder, die USA. Die freut sich, mal endlich wieder die Muskeln kraftvoll spielen lassen zu können und sich im Flair der Groß-, wenn nicht Weltmacht zu bewegen. USA – der immer schon gefühlte große Bruder des kleinen Polen.

Putin – wirklich der böse Onkel?

imageDass Russland auf diese Provokation gereizt und verärgert reagiert, erstaunt nicht und war seitens Polens beabsichtigt. Der viel kritisierte Putin, der sich vor der Anektierung der Krim, die meiner Meinung nach eine Wut-Reaktion auf den Wortbruch des Westen war, die Nato nicht weiter nach Osten auszudehnen, hätte mit kluger Politik des Westens gezähmt werden können. Seine Absicht zur Annäherung hat er schließlich in zwei klugen Reden vor dem deutschen Bundestag 2001 und vor der Sicherheitskonferenz 2007 in München deutlich gemacht und schon damals der vom Westen anvisierten Neuen Weltordnung eine Absage erteilt.

Und wieder kommt die Frau ins Spiel, die statt des Versuchs einer ausgleichenden Politik zwischen den USA und Russland auf Obamas Schoß Platz nahm, weil man vom „bösen Onkel“ ja keinen Lutscher annehmen darf.
Diese Politik ist dumm und gefährlich, denn wer besiedelt unseren großen Kontinent und bedarf einer guten Nachbarschaft? Doch wohl die europäischen Länder inclusive Russland.
Jeder möge sich einmal die Liste der Kriege und militärischen Konflikte und Einmischungen der USA  (Nachtrag siehe unten!) nach dem Zweiten Weltkrieg anschauen und sich dann endlich besinnen, ob er dieser gewesenen, jetzt bankrotten Weltmacht und der deutschen Schoßhündin im Frauengewand noch seine Stimme geben will.

(Nachtrag zu „Liste der Kriege und militärischen Konflikte und Einmischungen der USA: Nicht mehr zu finden. Vermutlich gelöscht wegen Zensur. Siehe stattdessen hier!)

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Polen – gespaltene Nation


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Polen demonstriert

Polen hat seine Straßen in den letzten Jahren autofreundlich restauriert, ohne zu ahnen, dass sie 2016 in den Städten wieder von demonstrierenden Menschen bevölkert werden würden.

imageDer Wahlsieg der konservativen PiS-Partei im letzten Jahr sorgte für helle Aufregung erst in Deutschland, dann erst im Wahlland. Auch Brüssel runzelte die Stirn und lauschte der Rede der neuen Ministerpräsidentin Szydlo im EU-Parlament Anfang des Jahres, als sie mit sicheren Worten jede Skepsis und Kritik von sich wies. Sie sei Europäerin, aber vor allen Dingen stolze Polin.
Die seit November amtierende national-konservative Regierung hatte mit einer umstrittenen Justizreform und einem neuen Mediengesetz international Kritik auf sich gezogen.

Familienpolitik 500 Plus

Vielleicht sollte aber auch einmal ein Auge auf das große Sozialprojekt dieser Partei geworfen werden, das am 1. 4. 2016 für die Nachbarländer unbemerkt in Kraft trat. Ich erfuhr in Polen vom Programm „500 Plus“, das endlich da ansetzt, wo der Schuh vieler Wähler drückt, bei den Kindern und Familien.

Ab dem zweiten Kind zahlt der Staat ein Kindergeld
von pro Kind 500 Zloty. Familien mit einem Pro-Kopf-Einkommen von unter 800 Zloty erhalten das Geld schon ab dem ersten Kind. Ebenso Familien mit einem behinderten Kind und einem Pro-Kopf-Einkommen von unter 1.200 Zloty. Dieses nicht gerade sozial abgesicherte Land begibt sich damit auf einen revolutionären Weg. „Mit Speck fängt man Mäuse“, kritisierten Gegner, Medien und die intellektuelle Oberschicht, womit die Überheblichkeit zum Vorschein kam, mit der die selbsternannte „moderne“, „europäische“, „aufgeklärte“ Oberschicht dem gemeinen Volk im Lande begegnet. Ihr wichtigstes Medium, die linksgerichtete Zeitung „Gazeta Wyborcza“, zitierte da beispielsweise den Schriftsteller Wojciech Kuczok: „Recht und Gerechtigkeit hat die Proleten auf dem kürzesten Weg erreicht. Sie hat ihnen jeden Monat fünf Hunderter auf die Hand versprochen für weitere Wodkaflaschen als Belohnung für ihren Fortpflanzungseifer.“image

Die Journalistin Joanna Woleńska-Operacz, Mutter von drei Kindern, antwortete darauf in der katholischen Wochenzeitung „Niedziela“:
„Wieviel Wodka kann man für eintausend Zloty kaufen? Ich habe beschlossen das nachzurechnen, denn als ein verkommenes, sich ungezügelt vermehrendes Element werde ich schon bald jeden Monat eben diese Summe bekommen, und wie man weiβ, werde ich sie für Wodka ausgeben. Bin deswegen extra in einen Schnapsladen gegangen, und weiβ jetzt Bescheid. Der billigste halbe Liter kostet 17,99 Zloty. Ich und mein Mann werden also im Monat gut 55 Flaschen Wodka trinken, nicht ganz zwei am Tag. Das wird hart, aber es führt kein Weg dran vorbei, denn es gilt Erwartungen nicht zu enttäuschen.“

Tusk – liberal, europäisch, kinderlos

Die Löhne in Polen sind niedrig. Der Durchschnittsverdienst liegt bei 2500 Zloty (600 Euro). Tausende junger Menschen haben nur Zeit- und Werkverträge ohne eine Sicherheit für ihre Zukunft. Der Verzicht auf Kinder oder die Entscheidung nur ein Kind zu haben, ist die logische Folge. Irgendwann geben die jungen Paare auf und gehen ins Ausland.image

Im März 2012 rutschten dem liberalen Vorgänger von Szydlo, Donald Tusk, in einem Anflug von Ehrlichkeit, die Worte heraus: „Eine Familie ohne Kinder ist billiger für den Staat.“ Die in Tusk-Polen mit 23% Mehrwertsteuer belegten Kinderwagen und die mit nur 8% Mehrwertsteuer belegten Särge signalisierten ohnehin nur allzu deutlich, wohin die Reise ging.

Andrzej Duda – konservativ, christlich, kinderreich

Gespalten bleibt das Land, das sich als eines der größten Nettoempfänger mit jährlich 13,7 Milliarden Euro nicht seiner Europa-Zugehörigkeit entziehen kann. Über 200.000 Bürger gingen Anfang Mai in Warschau auf die Straße, um gegen die Regierung der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) zu demonstrieren. Und vor allem dagegen, dass deren Vorsitzender Jarosław Kaczyński Polen immer weiter von Europa entfernt.
In Anspielung auf die Absage Warschaus an die Aufnahme von Flüchtlingen sagte Kaczynski: „Eine Situation, die die Sicherheit unserer Bürger – der Polen und vielleicht besonders der Polinnen – bedroht und die die moralische Ordnung missachtet, lehne ich ab. Diejenigen, die in Polen sein wollen, müssen diese rechtliche und moralische Ordnung als die ihre betrachten.“
Auch der polnische Außenministers Witold Waszczykowski fand deutliche Worte: „Wir wollen lediglich unseren Staat von einigen Krankheiten heilen (…). [Es] wurde unter der Vorgängerregierung ein bestimmtes linkes Politikkonzept verfolgt. Als müsse sich die Welt nach marxistischem Vorbild automatisch in nur eine Richtung bewegen – zu einem neuen Mix von Kulturen und Rassen, eine Welt aus Radfahrern und Vegetariern, die nur noch auf erneuerbare Energien setzen und gegen jede Form der Religion kämpfen. Das hat mit traditionellen, polnischen Werten nichts mehr zu tun“.
Die deutsch-polnische Freundschaft wurde aufs Abstellgleis geschoben. Doch eine Gemeinsamkeit haben sie: In jedem der beiden Länder lebt ein gespaltenes Volk.

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Deutschland gegen Ungarn


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Der nationale Gedanke lebt

Heute findet im Schalke-Stadion in Gelsenkirchen das Test- und Freundschaftsspiel Deutschland gegen Ungarn statt.imageDie ungarische Nationalmannschaft mit dem deutschen Trainer Bernd Storck hat seit 44 Jahren erstmals wieder eine EM-Endrunde erreicht und so werden sicher beide Mannschaften heute ihr Bestes geben, um am 12. 6. in die Europameisterschaft zu starten.
Fußballspiele sind nationale Sportereignisse, die auch zu Europa- und Weltmeisterschaften ihren nationalen Charakter nicht ablegen. Und wieviel Menschen der Fußball aktiviert und in die Stadien treibt, beweist, dass das nationale Gefühl, wenn auch politisch seitens Europa nicht gewünscht, lebt.

Und dieser Nationalgedanke muss auch politisch erlaubt sein! In vielen europäischen Ländern ist er vorhanden und eine Selbstverständlichkeit, wird allerdings gerade von deutschen Politikern als „rechtes Gedankengut“ kritisiert und abgewertet. Verständlich, schließlich ist Deutschland das Land, das nach seiner schrecklichen Geschichte im letzten Jahrhundert zu keiner Identität mehr gefunden hat.
Ungarn allerdings besitzt eine solche und es besitzt sogar einen Präsidenten, der zum ungarischen Nationalfeiertag am 15. 3. 2016 eine beachtenswerte Rede zu diesem Thema hielt, die in Deutschland/Europa keine besondere Beachtung fand.

Vorwort und Übersetzung: Professor Adorján F. Kovács

Wie jedes Jahr, so hielt der ungarische Ministerpräsident auch diesmal vor dem Nationalmuseum in Budapest eine Rede in Erinnerung an den Beginn der ungarischen Revolution 1848. Tenor ist immer die innere und äußere Freiheit Ungarns, wie es zum Tag passt.

Mittelteil der Rede Orbans:image

„Das Schicksal der Ungarn ist so mit dem der europäischen Nationen verflochten, ist so in die gemeinsame Union hineingewachsen, dass heute kein einziges Volk – einschließlich des ungarischen – frei sein kann, wenn Europa nicht frei ist. Und Europa ist heute so zerbrechlich, schwach und krank wie eine Blume, die von einem versteckten Wurm zerfressen wird. Heute, 160 Jahre nach den großen Freiheitskämpfen der Völker, ist Europa – unser gemeinsames Haus – nicht frei.

Verehrte Feiernde,

Europa ist nicht frei, weil die Freiheit mit dem Aussprechen der Wahrheit beginnt. In Europa ist es heute verboten, die Wahrheit zu sagen. Ein Maulkorb ist ein Maulkorb – auch wenn er aus Seide hergestellt wird. Es ist verboten zu sagen, dass nicht Flüchtlinge ankommen, sondern dass Europa von einer Völkerwanderung bedroht ist. Es ist verboten zu sagen, dass zig Millionen bereit stehen, in unsere Richtung aufzubrechen. Es ist verboten zu sagen, dass die Einwanderung Kriminalität und Terrorismus in unsere Länder bringt. Es ist verboten zu sagen, dass die Massen von Menschen aus anderen Kulturen eine Bedrohung für unsere Lebensweise, unsere Kultur, unsere Sitten und unsere christlichen Traditionen darstellen. Es ist verboten zu sagen, das diejenigen, die früher hierher kamen, statt sich zu integrieren schon eine eigene Welt gebaut haben, mit ihren eigenen Gesetzen und Idealen, die die tausend Jahre alte Struktur Europas auseinander zwingt. Es ist verboten zu sagen, dass dies nicht zufällig ist und nicht eine Kette von unbeabsichtigten Folgen, sondern eine geplante, orchestrierte Aktion, eine auf uns gerichtete Menschenmasse. Es ist verboten zu sagen, dass in Brüssel heute daran gearbeitet wird, die Fremden so schnell wie möglich hierher zu transportieren und unter uns anzusiedeln. Es ist verboten zu sagen, dass es der Zweck der Ansiedlung ist, die religiöse und kulturelle Landkarte Europas neu zu zeichnen und seine ethnischen Grundlagen neu zu konfigurieren, um die Nationalstaaten zu beseitigen, die das letzte Hindernis für die Internationale sind. Es ist verboten zu sagen, dass Brüssel verstohlen immer neue und neue Scheiben unserer nationalen Souveränität verschlingt, und dass heute in Brüssel viele an einem Plan für die Vereinigten Staaten von Europa arbeiten, wofür niemand jemals ihnen eine Ermächtigung erteilt hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die heutigen Feinde der Freiheit sind aus anderem Holz geschnitzt als die königlichen und kaiserlichen Herrscher oder die Herren des Sowjetsystems; sie verwenden andere Mittel, um uns zur Unterwerfung zu zwingen. Heute kerkern sie uns nicht ein, sie transportieren uns nicht in Lager und sie besetzen nicht mit Tanks die Länder, die der Freiheit treu sind. Heute ist das Trommelfeuer der Weltpresse, sind Denunziationen, Drohungen und Erpressung genug –oder besser gesagt: sie waren es bisher. Die Völker Europas erwachen langsam, ordnen ihre Reihen und gewinnen Boden zurück. Die Balken des auf die Unterdrückung der Wahrheit gebauten Europas knarren und knacken. Die Völker Europas haben jetzt vielleicht verstanden, dass ihre Zukunft auf dem Spiel steht: nicht nur ihr Wohlstand, ihr Komfort und ihre Arbeitsplätze, sondern ihre Sicherheit und die friedliche Ordnung ihres Lebens sind schon in Gefahr. Die im Wohlstand schlummernden Völker Europas haben endlich verstanden, dass die Prinzipien des Lebens, auf die wir Europa gebaut haben, in Lebensgefahr sind. Europa ist das Zusammenleben von christlichen, freien und unabhängigen Nationen; es ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau, fairer Wettbewerb und Solidarität, Stolz und Demut, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
 
Diese Gefahr bedroht uns jetzt nicht, wie es Kriege und die Schläge der Naturkatastrophen tun, die uns den Boden unter den Füßen wegreißen von einem Augenblick auf den andern. Die Völkerwanderung ist ein langsames Wasser, das mit stetigem Strom die Ufer wegspült. Es erscheint in der Gestalt der humanitären Sache, aber seine wahre Natur ist die Besetzung von Territorium; und deren Gewinn an Territorium ist unser Verlust von Territorium. Haufen unverbesserlicher Kämpfer für die Menschenrechte fühlen einen unstillbaren Drang, uns zu belehren und anzuklagen. Es wird behauptet, dass wir fremdenfeindlich und feindselig seien, aber die Wahrheit ist, dass die Geschichte unserer Nation auch die einer der Aufnahme und der Verflechtung der Kulturen ist. Diejenigen, die hier als neue Familienmitglieder, als Verbündete oder als Vertriebene aus Angst um ihr Leben um Aufnahme baten, die haben wir eingelassen und sie haben ein neues Zuhause für sich gefunden. Aber diejenigen, die mit der Absicht kommen, unser Land zu verändern und unsere Nation nach ihrem eigenen Bild zu formen, diejenigen, die mit Gewalt und gegen unseren Willen gekommen sind, die sind immer auf Widerstand gestoßen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zuerst ist nur von ein paar hundert, tausend oder zweitausend Menschen die Rede, die angesiedelt werden sollen. Aber nicht ein einziger verantwortlicher europäischer Führer würde es wagen, unter Eid zu schwören, dass diese paar Tausend nicht schließlich auf Zehn- oder Hunderttausende anwachsen. Wenn wir diese Völkerwanderung stoppen wollen, müssen wir zunächst einmal Brüssel bremsen. Die größte Gefahr für die Zukunft Europas kommt nicht von denen, die hierher kommen wollen, sondern von den Brüsseler Fanatikern des Internationalismus. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Brüssel über die Gesetze stellt.“

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Armenien-Resolution


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Völkermord an den Armeniern

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Heute stimmte der Bundestag über die Armenien-Resolution ab. Es ging darum, ob die Tötung von bis zu 1.5 Millionen Armeniern vor 101 Jahren als Völkermord/Genozid bezeichnet werden soll. Was die Türkei dazu zu sagen hat, fasste der Ministerpräsident der Türkei mit folgenden Worten zusammen: „In der Geschichte der Türkei gibt es kein Kapitel, für das wir uns schämen müssten.“ Das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus hält die Opfer für eine Begleiterscheinungen eines von den Armeniern angefangenen Bürgerkriegs. Nach gängiger Ansicht hätten armenische Gruppen den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum Anlass genommen, sich gegen das Osmanische Reich zu erheben, und dabei zahlreiche Massaker an der türkischen Bevölkerung verübt.

Deutsche Regierung sollte sich schämen.

Wenn sich schon die Türken nicht schämen wollen,  sollten sich allerdings unsere Abgeordneten und die wichtigsten Regierungsvertreter Merkel, Steinmeier und Gabriel schämen, die sich durch Abwesenheit der Abstimmung entzogen. Aber wen wundert es, dass Erdogans Einfluss bis in die Köpfe der Parlamentarier reicht.
Schon vor einem Jahr sollte die Resolution verabschiedet werden. Es kam aber nicht zur Abstimmung aus Rücksicht auf die Türkei. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte damals versucht, die Aufnahme des Wortes „Völkermord“ zu verhindern.

Bundespräsident gibt den Begriff des Völkermordes vor.

Erst als Gauck in einer Rede das Wort „Völkermord“ aussprach, blieb dem Parlament trotz massiver Kritik aus der Türkei nichts anderes übrig, als sich dieser Bezeichnung für den Massenmord an den Armeniern anzuschließen.
Schon mehrfach hatten Türkeivertreter in Brüssel protestiert und sogar einmal damit gedroht, dass die Türkei die Aufnahme in die EU verweigern würde, sollte weiterhin von einem Völkermord an den Armeniern gesprochen werden. Selbst die Forderung durch die ständige Vertretung der Türkei bei der EU nach einem Stopp an Fördergeldern für ein Projekt der Dresdener Sinfoniker wurde bekannt, das sich kritisch mit dem Völkermord  befasste.

Nun, warten wir auf den nächsten Akt der Tragikomödie mit dem Titel „Mehrdogan“.
Friedrich Dürrenmatt schrieb über die Gattung, sie „sei die einzig mögliche dramatische Form, heute das Tragische auszusagen“. Denn sie setze „Schuld, Not, Maß, Übersicht, Verantwortung“ voraus, um ihr Ziel, die Läuterung des Einzelnen, zu erreichen.

Auf die Armenier-Resolution folgte ein verheerendes Presseecho in der Türkei.

Nicht anders zu erwarten war das Echo der türkischen Regierung, der Presse und großer Teile der Bevölkerung auf die Armenier-Resolution des deutschen Bundestages. Der türkischstämmige Abgeordnete Cem Özdemir erhielt massive Drohungen durch türkische Nationalisten wegen seines Einsatzes für die Resolution.
Von „Schande über euch“ bis „Völkermord an der Freundschaft“ reichen die Beschimpfungen. Und wieder einmal wird die Nazi-Uniform für Merkel aus der Mottenkiste bemüht, in der sie in der Zeitung „Sözcü“ mit den Worten bedacht wird: „Hitlers Enkel haben die Türkei des Genozids bezichtigt.“image

Beweise über Beweise für Wulffs wunderbare These: Der Islam gehört zu Deutschland. Ja, für Deutschland im Dauer-Dornröschen-Schlaf sicher!

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Tagesschau vom 29. 5. 2016


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Tagesschau infiziert mit Manipulations-Virus

Was ist dran an der Manipulation des Bürgers durch die Medien? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt und heute bin ich der Antwort ein Stück näher gekommen. Und zwar gleich bei der Hauptsendung der politischen Information, der Tagesschau.imageDie erste Meldung:
Mit einer Äußerung über den dunkelhäutigen Nationalspieler Boateng hat AfD-Vize Gauland für Empörung gesorgt. „Die Leute wollen Boateng nicht als Nachbarn haben“, soll Gauland laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung gesagt haben.
In dem Filmabschnitt, der dann Boateng mit der Mannschaft auf dem Fußballfeld zeigt, wiederholt die Kommentatorin noch einmal: Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung soll Gauland über Boateng gesagt haben: „Die Leute finden ihn als Fußballer gut. Aber sie wollen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Die Empörung ist groß. Vertreter aller Parteien äußern ihre Empörung –  Siegmar Gabriel von der SPD  bezeichnet Gauland als deutschfeindlich. Auch das Wort „Rassismus“ hat mal wieder einen Auftritt zur besten Sendezeit. Die Zeitung bleibt bei ihrer Darstellung, während Gauland seine Aussage anders formuliert und interpretiert haben möchte. „Es steht Aussage gegen Aussage.“ Trotz dieses möglich gewesenen Schlusssatzes dieser ersten fast 3-minütigen Meldung folgt noch eine weitere verallgemeinernde Aussage einer  Kommentatorin: „Viele Beobachter sehen in dem Vorgang ein typisches Muster der AfD. Viele Vertreter der AfD hetzen gegen Fremde, dann distanziert sich die Parteiführung. Zwei Ziele erreicht die AfD damit: Sie erntet Aufmerksamkeit und sie schürt fremdenfeindliche Ressentiments.“

Alles nicht gerade von aufregender Besonderheit… oder doch? Ein einziges Wort zweimal genannt erweckte meine Aufmerksamkeit und verrät die Absicht dieser für die Medien so wichtigen Meldung, dass sie an den Anfang gestellt wurde. Es ist das Wörtchen „soll„.
Gauweiler soll gesagt haben…
Hat er gesagt oder hat er nicht gesagt oder soll er (wahrscheinlich) gesagt haben? Was ist das denn für eine Recherche? Eine Meldung von 3 Minuten über die Wahrscheinlichkeitsrechnung: Wieviel Prozent Journalistenaussage ist nötig, um es gegen 100 Prozent AfD auf Platz Eins der Tagesschau zu schaffen? Manipulation vom Feinsten, sprachlich gelungen und delikat verpackt.

Thematisch musste ich mich auch bei der zweiten Meldung nicht umstellen. Die von mir geschätzte Sarah Wagenknecht, deren Rede ich mir vollständig angehört hatte, wurde als kämpferischste Rednerin des Parteitags Der Linken hervorgehoben.
Während sie in ihrer Rede auf alle Politikfelder einging und begründete massive Kritik an der GroKo, sehr speziell an Frau Merkel äußerte, fiel die Wahl der Tagesschau-Redaktion auf folgendes Wagenknecht-Zitat: „Im Bundestag darf es nicht dazu kommen, dass die rechte Opposition stärker wird als die linke Opposition, denn das bedeutete Rassismus und Nationalismus.“
Und um das Manipulationsspektakel noch zu perfektionieren, blieb man noch kurz beim Parteitag der Linken und ließ Dietmar Bartsch noch den passenden Satz aus seiner Rede zum besten geben: „Die AfD spaltet die Gesellschaft immer mehr. Daran arbeitet die AfD, das ist ihr Ziel. Die AfD ist eine Partei, die gelenkt wird von Rassisten, von Chauvinisten und Nationalisten.“
„Der Hauptgegner der Linken ist also nicht mehr die CDU, sondern die AfD“, sagt und interpretiert nun abschließend ein Kommentator.

Nach viereinhalb Minuten endlich durfte ich dann auf die Schlachtfelder von Verdun blicken, sah weitere Kämpfe in Syrien, hörte von wahrscheinlich 700 toten Flüchtlingen im Mittelmeer, sah etwas vom Katholikentag und ließ mir sagen, dass Schulz nicht Kanzlerkandidat werden will. Eine Diskussion über den Milchpreis wurde zur letzten Meldung vor dem Sport und dem Wetter. Für all das blieben weniger als 9 Minuten übrig.

Nach dieser „Ausgewogenheit“ an Informationen darf sich doch wohl kräftig gewundert werden, oder?
Diese Ausgabe der Tagesschau halte ich nicht für eine  Ausnahmeerscheinung. Sie offenbart die Epidemie, die sich mit Macht im Land ausbreitet mit dem Krankheitsbild Mainstream-Manipulation!

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Das ist ja irre!


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Henryk M. Broder

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Henryk M. Broder, geboren 1946 im polnischen Katowice, zählt zu den streitbarsten Schreibern Deutschlands. In seinen Büchern und Kolumnen beschäftigt er sich unter anderem mit der Tagespolitik in Deutschland und Europa, dem Islam und der Integration, dem Antisemitismus und der Gesellschaft. Seine provokanten Beiträge sind nicht unumstritten, sorgen immer für Kontroversen und Diskussionen. Der Ex-Spiegel-Autor schreibt heute für die Welt und Welt Online. Er hat zahlreiche Bücher verfasst, zuletzt: Das ist ja irre! Mein deutsches Tagebuch. Um dieses Buch geht es hier!

Broders journalistisches Gespür, sein politisches Auge, seine sprachliche Direktheit und sein bissiger Humor funktionieren ohne die stets geforderte politische Korrektheit, sondern sie kommen mit der nicht mehr allzu beliebten Meinungsfreiheit aus.

Aus Henryk M. Broders politischem Tagebuch „Das ist ja irre!“ hier drei Kostproben:

„Wie jede Religion hat auch der Glaube an die EU eine Priesterkaste, welche auf die Einhaltung der Spielregeln achtet, von denen sie selbst am meisten profitiert. Martin Schulz zum Beispiel kassiert für seine Tätigkeit als Oberpriester nicht nur etwa eine Viertelmillion Euro im Jahr, er bekommt zusätzlich den Karlspreis, Platz 1 in der Tagesschau und auch ein >Tagegeld< von 304 Euro pro Tag, unabhängig davon, was, wo und warum er etwas macht. Dieses >Tagegeld< summiert sich zu knapp 110.000 Euro jährlich, steuerfrei. Er lebt im Hier und Heute. Und die Zeche bezahlt die Gemeinde der Gläubigen, die an die Zukunft der EU glauben. Irre, oder?“

„Exclusiv, das tägliche Starmagazin mit Frauke Ludowig, lasse ich mir nicht entgehen. Heute ging es auch um die Hamburger Drag Queen Olivia Jones alias Oliver Knöbel. Er, beziehungsweise sie, hat ein Kinderbuch (Titel: Keine Angst im Andersrum) geschrieben und stellte es in einer Hamburger Kita vor. >Ist es eigentlich normal, schwul zu sein?<, eine Frage, die sich jedes dreijährige Kind täglich stellt. Drei- bis Vierjährige von der Schönheit eines Lebens >im Andersrum< überzeugen zu wollen, ist Teil eines Programms für eine bessere, buntere und tolerantere Welt. Das grenzt nicht an Missbrauch, das ist Missbrauch. Die Kleinsten werden „Das ist ja irre!“ weiterlesen

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Carsten Maschmeyer


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Die Millionärsformel

Was flatterte mir vor einigen Wochen in meinen virtuellen Briefkasten? Ich traute meinen Augen nicht. imageDer Milliardär Carsten Maschmeyer bewirbt sein Buch, betitelt mit „Die Millionärsformel“. Bis heute sind mir die Herren Rürup, Schröder, Riester und Maschmeyer auf damals veröffentlichten Fotos und Nachrichten in Erinnerung geblieben. Was diese Herren miteinander ausheckten, hat Tausende von Menschen Ihr Vermögen, ihre Alterssicherung gekostet, manche auch durch Selbstmord ihr Leben.

Und dieser Mann erdreistet sich, mir unaufgefordert seine Buchwerbung ins Haus zu schicken. Es reicht ein einziger Satz, um Maschmeyers Millionärsformel zu offenbaren und jedes Opfer kennt diesen Satz.
Dieses Buch ist eine einzige Ohrfeige für diese Menschen, die mit ihren kleinen Ersparnissen die Millionen des Herrn Maschmeyer mit finanziert haben.
Ich habe keine Rechtsanwälte, die in unserer Demokratie anderen Menschen den Mund verbieten. Ich habe nur das Recht der freien Meinungsäußerung… und das ist mehr als 650 Millionen Euro, die Herr Maschmeyer besitzen soll. Meinen einzigen möglichen Protest, meine Solidarität mit Betroffenen bekunde ich durch die Ablehnung aller Filme, in denen Maschmeyers Frau Veronica Ferres eine Rolle spielt.

Und doch befürchte ich, dass auch jetzt wieder Tausende auf Maschmeyers Buchwerbung reinfallen werden aus Gier nach einem Rezept für das große Geld.

Ich empfehle stattdessen das Buch
„Die Liebesformel„.

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Der Tod in deutschen Krankenhäusern


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Ich klage an – im Namen aller Betroffenen

Wo bleiben Wut, Anklage, und Forderungen, die WIR BÜRGER gegenüber den Politikern ins Feld führen, deren Namen wir kennen und die ihrer Verantwortung nicht nachkommen?image

Die Dokumentation im WDR am 18. 5. 2016 „Kontrovers – Die Story – OP gelungen, Patient tot“
die jeder Mensch unseres Landes gesehen haben muss, weil es ihn genauso treffen kann wie die 600.000 Infektionen und mindestens 40.000 Toten, die durch Krankenhauskeime jedes Jahr in Deutschland mitten aus dem Leben gerissen werden. In dieser Story verliert eine junge Frau nach der Geburt ihres ersten Sohnes ihr Leben – in einem Land, das sich seiner modernen und fortschrittlichen Medizintechnik rühmt und mit den Milliarden aus unseren Steuergeldern in alle Himmelsrichtungen nur so herumwirft.
Wer ist in Deutschland der verantwortliche Gesundheitsminister? Welche Maßnahmen wurden getroffen, um diesen Skandal in Deutschland mit Macht, Personal und Geld schnellstmöglich vom Tisch zu fegen?

Holland und Hygiene heißen die Lösungswege, die unseren Ärzten und Krankenschwesternn schon längst bekannt sind. Diese kennt auch der Gesundheitsminister Hermann Gröhe mit seiner ministerialen Gefolgschaft. Und was leisten dort die Damen und Herren unter dem Kommando ihres Dienstherrn? Nichts bis zu wenig!

In den Niederlanden liegt die Häufigkeit des Problemkeimes MRSA 15mal niedriger als in Deutschland. Unser Nachbarland fährt schon seit 1989 eine „Search and Destroy“-Strategie: Suchen und zerstören. In Holland werden alle Patienten bei der Aufnahme in einer Klinik vorsorglich einem Scan unterzogen. Bei dem Verdacht einer Infektion kommen Risikopatienten unter Quarantäne, bis ein Nasenabstrich beweist, dass sie keimfrei sind. Beim Nachweis des Erregers werden die Patienten sofort isoliert und lediglich von Pflegepersonal in Schutzkleidung behandelt. Auch von allen Patienten, mit denen sie in Kontakt waren, werden Abstriche genommen. Zudem halten sich niederländische Ärzte mit dem Verschreiben von Antibiotika zurück, weil die Bakterien unempfindlich gegen Antibiotika werden können, wenn es zu häufig angewendet wird.“

Damit kann behauptet werden, dass in Deutschland jeder Gesundheitsminister seine Zeit und seine Konten gut verwaltet hat, während es sich der Keim in unseren Krankenhäusern bequem machen konnte und immer mehr Menschen und Familien ins Unglück stürzte.
Es sei noch erwähnt, dass laut gut geführter Statistik 25.000 Medizin-Tote durch ärztliche Fehlbehandlungen („Kunstfehler“) jedes Jahr in der Bundesrepublik bei insgesamt 100.000 Medizinschäden zu beklagen sind. Damit liegt die Zahl der Medizin-Toten höher als die Zahl der Verkehrstoten.
Es kann kein ernsthafter Zweifel daran bestehen, daß die Medizinschäden eins der größten, wahrscheinlich sogar das größte Schadensgebiet in der Bundesrepublik sind. Das gilt zumindest für Personenschäden. Diese Tatsache ist in der Öffentlichkeit aber nicht hinreichend bekannt, weil Ausmaß und Häufigkeit von Behandlungsfehlern zu den bestgehütetsten Geheimnissen unseres Medizinbetriebs gehören.

Beenden wir das Lamento! Fordern wir für jedes Krankenhaus die notwendige Personalaufstockung: Immunologen, Mikrobiologen, Hygieniker, mehr Personal, Räume für Quarantäne-Patienten und Milliarden UNSERER Steuergelder für UNSERE Gesundheit und Sicherheit!

Hier handelt es sich um ein Politikversagen auf höchster Ebene, ein eindeutiger Fall für die Staatsanwälte dieser Republik, spätestens dann, wenn die Betroffenen und ihre Angehörigen ihre 40.000 plus 25.000 Klagen jährlich einreichen.

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