DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Vergangenheitsbewältigung


Share
Polens steiniger Weg

Deutschland hat sich in Sachen Vergangenheitsbewältigung nach dem Krieg äußerst schwer getan, gerade weil ein von Hitler fanatisiertes Volk nicht mit einer Spontanheilung rechnen konnte. Die giftige braune Farbe war einfach nicht wegzubekommen und Schlieren von ihr durchzogen noch über Jahrzehnte Parlament, Parteien und Institutionen. Das Büßerhemd tragen wir Deutsche bis heute und so haben beispielsweise unsere polnischen Nachbarn auch aus der großen deutschen Schuld ihr Opferrollenhemd gestrickt. So passt auch zusammen, dass im polnischen Geschichtsverständnis die Lager in Auschwitz jahrzehntelang in erster Linie polnisches Leid bedeuteten und Geschichtsbücher und Lehrpläne diese Sicht der Geschichte zementierten.

Ich war 2008 zur Zeit meiner künstlerischen Aufenthalte in Polen das erste deutsche Mitglied der TPN (Polnisch-deutsche Gesellschaft) und erlebte die große Aufregung mit, die das Buch „Fear: Anti-Semitism in Poland After Auschwitz“ auslöste, welches das Pogrom von Kielce am 4. Juli 1946 zum Gegenstand hat. Der Autor Jan Tomasz Gross wurde in Polen geboren und emigrierte nach Amerika. Gross ist keineswegs der Einzige, der in seinen Büchern den Antisemitismus in Polen und die Nachkriegs-Pogrome thematisiert, aber er ist das Enfant terrible für die nationalkatholischen Polen und ihre politischen Vertreter, deren Medien mit Ablehnung und Empörung reagierten. „Es geht hier um nichts sonst, nur darum, dass die Sünde beim Namen genannt wird“, formuliert Gross, dem für Verdienste um die Verständigung zwischen Polen und anderen Nationen 1996 der Verdienstorden der Republik Polen verliehen wurde.
Doch dann ging 2001 Jedwabne um die Welt, der Name einer Kleinstadt, in der 1941 die jüdische Bevölkerung von ihren polnischen Mitbürgern in eine Scheune getrieben und bei lebendigem Leib verbrannt wurde. Ähnliche Pogrome fanden in 23 weiteren Städten und Dörfern 1941 statt. Gross begründet die Judenmorde in Polen nach dem Krieg mit der Angst vor jüdischen Rückkehrern und dem verdrängten Schuldbewusstsein derjenigen, die an der Vernichtung der Juden mitbeteiligt waren oder sich an der Übernahme jüdischen Eigentums bereichert hatten.

Nun ist für Jan Tomasz Gross die Zeit der Abrechnung gekommen. Lange genug hat er mit seinen Büchern an den Gewissen der nationalkatholischen Polen gerüttelt. Jetzt sitzen sie im Parlament auf sicheren Stühlen und kein Geringerer als der rechtsnationale Präsident Andrzej Duda wird die Entscheidung darüber treffen müssen, ob Gross der verliehene polnische Verdienstorden wieder aberkannt werden soll. 4.000 Unterschriften hat die „Polnische Diffamierungsliga“ schon gesammelt, nachdem Gross Ende des letzten Jahres noch das Pünktchen auf das „i“ gesetzt hatte, indem er in einem Artikel in „Die Welt“ die „europäischen Werte“ Polens angesichts der Flüchtlingskrise hinterfragte.

Anmerkung: Dieser Blog-Beitrag entstand, nachdem mir der Brief der polnischen Diffamierungsliga, auch „Festung für den guten Ruf Polens“ genannt, übermittelt worden war, der in vier Sprachen an alle europäischen Medien versendet wurde.

Share

Mohamed – Eine Abrechnung


Share
Hamed Abdel-Samad: Mohamed – Eine Abrechnung

image

Der deutsch-ägyptische Schriftsteller Hamed Abdel Samad steht seit 2013 unter Polizeischutz, weil er wegen seiner Bücher über den Islam mit der Fatma belegt wurde. Sein Tod wird gefordert, weil er – der unter anderem am Erfurter Lehrstuhl für Islamwissenschaft und am Institut für Jüdische Geschichte in München arbeitet – den Propheten Mohamed kritisiert und beleidigt hat.

Der lange Arm des mordenden Islam reicht von der Al-Azhar-Universität bis in alle Teile der Welt. Überall leben die Befehlsempfänger, die darauf warten, den Willen Allahs jederzeit und überall auszuführen.
Der aus Ägypten stammende Hamed Abdel-Samad allerdings, selber Sohn eines sunnitischen Imams, behält seinen aufrechten Gang, weil er sein Rückgrat vor den Drohungen und der Gewalt nicht beugt.
Und er geht für seine Überzeugung noch weiter. Er warnt Deutschland und Europa vor einer falschen Toleranz und richtet sich nicht nur an seine Leserschaft, sondern direkt an Frau Merkel mit der Frage: “ Wie können Sie, Kanzlerin aller Deutschen, behaupten: Der Islam gehört zu Deutschland?“

„Der Islam ist nicht gekommen, um Teil dieser Welt zu werden, sondern um über die Welt zu herrschen. „Mohamed – Eine Abrechnung“ weiterlesen

Share

Der Terror des Geistes


Share
Majestätsbeleidigung im 21. Jahrhundert

Was ist das für eine Welt und eine Politik, in der ein Diktator mit einem Kahlschlag den Rest von Demokratie und Meinungsfreiheit jetzt auch in Deutschland wegfegen darf? Erdogan CartoonFür den türkischen Präsidenten Erdogan eine der leichtesten Übungen, bei denen er es zu einer Rekordhöhe brachte, indem er sich inzwischen über 1800 mal von Kritikern jeglicher Berufsgruppen in seinem Land beleidigt gefühlt hat und seine Machtbefugnis dahingehend missbraucht, dass er diese Menschen zum Teil als Terroristen bezeichnet und einsperren lässt. Schon mehrmals hat er selbst Kinder angeklagt. Einem Zwölfjährigen und einem 13-Jährigen drohte eine Gefängnisstrafe, weil die beiden ein Plakat mit Erdogans Konterfei abgerissen hatten – eine Beleidigung des Präsidenten. Die Staatsanwaltschaft forderte Gefängnisstrafen zwischen 14 Monaten und vier Jahren für die Schüler.
 Ein anderes Mal war Erdogan beleidigt, weil sich ein Junge auf Facebook über ihn geäußert hatte. Der 13-Jährige wurde im Februar 2015 im Klassenzimmer festgenommen. Auch ein 17-Jähriger wurde bereits wegen Präsidentenbeleidigung zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt, weiß der Spiegel zu berichten.
Die Causa Böhmermann hat allerdings eine Dimension, die unsere westlichen Werte in ihren Fundamenten erschüttert. Und doch ist dieser Vorgang die logische Folge einer Entwicklung, die Merkel „Der Terror des Geistes“ weiterlesen

Share

Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört


Share
Sharia und Menschenrechte?

„Der Islam gehört zu Deutschland“. Dieser Satz wird dem Lieblingspräsidenten der Kanzlerin, Christian Wulff, zugeschrieben. Vier Jahre vor ihm allerdings formulierte schon der damalige Innenminister Wolfgang Schäuble in der Eröffnungsrede der ersten von ihm initiierten Islamkonferenz: „Der Islam ist Teil Deutschlands und Europas.“
CDU und CSU-Politiker sowie Teile der Bevölkerung fühlten sich durch die Formulierung Wulffs stark überrumpelt, was dann nicht Angela Merkel, sondern Joachim Gauck mit dem einzig gescheiten Satz in der Debatte zu glätten verstand. Er sagte nämlich: „Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland.“
Und genau so ist es! Der Islam gehört aus vielerlei Gründen nämlich nicht zu Deutschland, obwohl Merkel und ihr Regierungssprecher Steffen Seibert Wulffs Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ in den letzten Jahren schon mehrfach übernommen und öffentlich formuliert haben.
Man kann nur hoffen, dass uns nicht bald der „Islamische Staat“ beweist, wie sehr der Islam zu Deutschland gehört! „Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört“ weiterlesen

Share

Volks-Aufklärung


Share
Sei wachsam! (Reinhard Mey)

Die große Mehrheit der Völker ist ja politisch so naiv, leichtgläubig, verführbar und vergesslich, dass es durch Korruption, die haushohe finanzielle und mediale Überlegenheit des Finanzkapitals immer wieder gelingt, die Völker zu verklapsen. Deshalb ist VOLKS-AUFKLÄRUNG im Sinne Kants und Wielands, nämlich „sich seines EIGENEN Verstandes zu bedienen“, um „Licht ins Dunkel zu bringen, wo ein gewisses Völkchen sein Unwesen treibt“, die wichtigste und edelste Pflicht für jeden Basisdemokraten. (Günter Rahm)

Share

Demokratie auf dem Sterbebett


Share
Land ohne Opposition

Adenauer: „Ich bin der Auffassung, daß die Opposition eine Staatsnotwendigkeit ist, daß sie eine staatspolitische Aufgabe zu erfüllen hat, daß nur dadurch, daß Regierungsmehrheit und Opposition einander gegenüberstehen, ein wirklicher Fortschritt und eine Gewöhnung an demokratisches Denken zu erzielen ist.
Eine Regierung, die keine Kontrolle hat in einer Opposition, die läuft Gefahr, in die Irre zu gehen.
Demokratie ist mehr als eine parlamentarische Regierungsform, sie ist eine Weltanschauung, die wurzelt in der Auffassung von der Würde, dem Wert und den unveräußerlichen Rechten eines jeden einzelnen Menschen.
Churchill: „Eine Demokratie ohne eine starke, gleichberechtigte Opposition ist nur eine Scheindemokratie.“

Das Deutschland des Jahres 2016 geht also laut Adenauer in die Irre und ist laut Churchill nur eine Scheindemokratie. Deutschland ist gerade unter Angela Merkel ein Land ohne Opposition. Das hat Merkels Flüchtlingspolitik mehr als bewiesen. Ihre Politik ist alternativlos wie sie selber, „Demokratie auf dem Sterbebett“ weiterlesen

Share

Bedingungsloses Grundeinkommen – keine Zukunftsmusik mehr!


Share
DER Weg in die Verteilungsgerechtigkeit

Endlich haben wenigstens zwei europäische Länder begriffen, dass der Kapitalismus, der mit seinem gefräßigen Maul in Form einer auseinanderklaffenden zerstörerischen Schere zwischen Arm und Reich seine Menschen frisst, überwunden werden muss, um der Demokratie und Freiheit und der Menschenwürde eine neue Chance zu geben.

Finnland ist das erste europäische Land, das das BGE einführt, in der Schweiz wird in diesem Jahr darüber durch Volksentscheid entschieden.

Befürworter und Ablehner des BGE diskutieren mit zwei Haupt-Argumenten für und gegen diese Zukunftsidee, welche in Kurzform auf den Nenner gebracht werden können: Faulheit gegen Freiheit.

Jeder Bürger, ob HartzIV-Empfänger oder Arbeitsloser, ob Krankenschwester, Postbote, Arzt oder Lehrer, ob Minister oder Banker, jeder erhält ohne jegliche Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zur Arbeit das BGE in einer Höhe von etwa 1000 Euro. Es ist ein die Existenz sichernder und die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichender Betrag, der durch weitere Einkommen über Beruf und Arbeit ergänzbar ist.

Güter, Reichtum und Wohlstand sind weltweit vorhanden, allein die Verteilung ist ungerecht. Kinder leben in Armut, Alte sind von Altersarmut bedroht, Arbeitslosigkeit ist nicht wirklich abbaubar und die Kapitalmärkte beherrschen das Land, seine Bürger und die Politik. Aus ethischen, sozialen und humanistischen Gründen „Bedingungsloses Grundeinkommen – keine Zukunftsmusik mehr!“ weiterlesen

Share