DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Denk- und Redeverbote an Universitäten …


Share
… nicht aber für den Unkünstler Böhmermann

Wenn also Böhmermann die Bundeskanzlerin verklagt wegen ihrer Beurteilung seiner hohen Dichtkunst über Erdogan, mit der wir 2017 beschenkt wurden, dann ist das eine öffentlichkeitswirksame Berichterstattung wert. 1.000 Klagen von Bürgern, die die Kanzlerin wegen Rechtsbruch verklagten, waren derzeit keine Diskussion in der Öffentlichkeit wert. Unsere großen Schillers, Goethes und Böhmermanns haben eben mehr Gewicht als das gesamte (schein)demokratische Rechtssystem des deutschen Staates.

Unter der Bezeichnung “Schmähgedicht” formulierte der “Künstler” eine Beleidigung gegen den türkischen Präsidenten Erdogan nach der anderen und verkaufte das Ganze als Satire. Als “bewusst verletzend” beurteilte Merkel das Schmähwerk und da sie schließlich die politischen Scherben, die es erzeugte, zusammenkehren musste, hätte das Quäntchen Wahrheit ihr gut zu Gesicht gestanden. Aber kaum gesagt, nahm sie ihr Sprüchlein mit Bedauern wieder zurück, was jetzt das Gericht als “Einsicht in eine fehlerhafte Äußerung” bewertete und damit Böhmermanns Klage abwies. Er habe von Merkel nichts mehr zu befürchten, da sie ihre Hose ja schon als voll gestrichen bezeichnet hatte. Bedeutet: Merkel hat Unrecht, Böhmermann hat Recht. Wie war das noch derzeit mit Sarrazins Buch “Deutschland schafft sich ab”? Ich kann mich nicht erinnern, dass sie ihre Beurteilung “nicht hilfreich” je zurückgenommen hätte. Nun – das galt wohl als erlaubtes Urteil gegen “rechts außen”, das gegen Böhmermann hingegen begriff sie flott als unerlaubtes Urteil gegen “links außen”.

Ich habe als Lehrerin für Deutsch, Musik und Religion nicht nur ein Faible für die Lyrik, sondern mein Examen mit Hölderlin und Droste-Hülshoff bestritten, was nicht heißt, dass ich nicht auch Heinz Erhard und Eugen Roth mit ihren gereimten Humorgedichten, Dieter Hildebrandt und Kurt Tucholksky als Satiriker zu würdigen weiß. Das, was der niveaulose Schrumpelklötenproduzierer da als deutsche Unkunst verbreitete, war nur peinlich und ließ den gesamten Bundestag zusammenzucken.

In einer Bundestagsdebatte über die Abschaffung des Beleidigungsparagraphen 103 des Strafgesetzbuchs las nämlich der CDU-Abgeordnete Detlef Seif das berüchtigte Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann im Bundestag vor. Das sorgte bei vielen Abgeordneten für Empörung. Die Grünen-Politikerin Renate Künast sagte, sie sei “peinlich berührt” gewesen und drohte dem Vortragenden sogar mit der typisch “Grünen” Überheblichkeit, ob das zu seiner Karriere beitrüge, würde man sehen.

Zu Böhmermanns Karriere trägt scheinbar alles bei. So auch seine Reaktion auf den Vortrag im deutschen Bundestag. Noch während die Debatte lief, reagierte Böhmermann auf Twitter. “Ich beantrage hiermit die Aufhebung der Immunität des CDU-Abgeordneten Detlef Seif wegen Verstoßes gg. §103 StGB”. Das Schmähgedicht, das Seif vorgetragen habe, sei “bewusst verletzend” – mit dieser Formulierung hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Gedicht bezeichnet. Frechheit siegt! kann ich da nur kommentieren – diese allerdings darf nur mit dem linken Haken geschlagen werden.

Man wundert sich schon nicht mehr, wer und warum jemand eine eigene Sendung im TV erhält, Preise entgegennimmt und die Kriterien für Kunst, Satire und außenpolitische Diplomatie bestimmt.
Der Karriere in TV und Politik förderlich und zwar mit Beschleunigungseffekt sind folgende Voraussetzungen: politisch links, frech mit (vermeintlichem) Künstleranspruch, inhaltlich und emotional grenzüberschreitend, sprachlich extrem, versehen mit dem Label: alles erlaubt.

Im Gegensatz dazu warnt der Hochschulverband vor Denk- und Sprechverboten an deutschen Universitäten. Immer häufiger werden profilierte Konservative, Liberale oder Islamkritiker ausgegrenzt und pauschal diffamiert. Und das ausgerechnet von jenen, die sonst immer Toleranz und Vielfalt predigen. Sehr treffend formuliert es der blog bayernistfrei, den ich sonst eher kritisch betrachte. Im Fall der Mundtotmachung von Wissenschaft und Bildung kann gar nicht deutlich genug formuliert werden. “Universitäten sind zu Luftschutzbunkern gegen Einschläge des Geistes geworden. Die Nazifizierungs-Arbeit im Merkelstaat macht sich immer stärker bemerkbar. Repressalien gegen kritische Professoren führen zu „Säuberungen“ im Hochschulbetrieb: Nach den Professoren Werner Patzelt, Ludger Schiffler, Jörg Baberowski, Herfried Münkler oder gegen den Schriftsteller Uwe Tellkamp wurde nun Prof. Egbert Jahn aus dem Vorlesungsverzeichnis entfernt.

Dass dieser Zustand die Folge einer erlaubten, vielleicht sogar gewünschten jahrelangen Entwicklung ist, bestätigt die Empfindung und Beschwerde von Alice Schwarzer nach einem Vortrag über Frauenrechte in der Würzburger Universität schon im Mai 2017. Da schrieb sie in EMMA: “Was ist da nur los an den Unis? Lernen die Studierenden denn keine Fakten mehr?! Werden sie nicht zum kritischen Denken angeleitet?! Werden sie nicht zum präzisen, faktengestützten Widerspruch angehalten?!” …

Nein, werden sie nicht. Der freie Geist, der die Universitäten mit Wissen, Bildung und der Fähigkeit zum kritischen Denken beseelt, hat sich längst verabschiedet. Was Alice Schwarzer 2017 bemerkte und ohne nennenswerten Schaden überstand, hat sich heute dahingehend entwickelt, dass Mobbing, Diffamierung und Rufmord in Unis den Kleingeist beerben, der selber unfähig ist zu denken und nur noch denken lässt.

Aktuell haben studierende Kleingeister die Frankfurter Professorin Susanne Schröter im Visier, die für den 8. Mai am Forschungszentrum “Globaler Islam” die geplante Konferenz „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ durchführen will. Eine Hetzkampagne im Internet wirft ihr „antimuslimischen Rassismus“ und Diskriminierung vor und fordert ihre Absetzung. Da Alice Schwarzer ebenfalls an der geplanten Veranstaltung teilnimmt, erlebt sie sie gleichzeitig als die Steigerungsform höchster Bildungsverdummung in Frankfurt an der Goethe Universität.

Zumeist ist die Einsicht das Schwierigste, was der heutige in Political Correctness lebende Mensch erlangen kann. Erstaunlich, dass ausgerechnet ein Grüner, der Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, Bastian Hermisson, auf einem Grünen-Parteitag von seinen Parteifreunden forderte, endlich den Duktus der moralischen Überheblichkeit abzulegen. Schöne und wahre Worte, die zwar beklatscht, jedoch nicht befolgt wurden. Das bestätigt heute sein Parteifreund und Tübinger Bürgermeister Boris Palmer, der zum x-ten Mal den Duktus der moralischen Überheblichkeit von seiner eigenen Partei zu spüren bekommt. Die fordert nämlich wegen eines Facebook-Posts seinen Ausschluss aus der Partei.

Man mag als Bürger lange darüber nachdenken, was man bei der Europawahl wählt. Hilfreich ist jedenfalls, dass man im Duktus der moralischen Überheblichkeit schon mal entschieden hat, was man auf keinen Fall wählt!

Share

Merkelland ist Feminismus-Genderland


In Anlehnung an “Wischmeyers Logbuch der Bekloppten und Bescheuerten”, das in die Satiresendung der “heute-show” eingebettet ist, werde ich diesem Logbuch einen Beitrag widmen.

Share
Das neue Modewort: Sexismus

Da reichte es den Feministinnen nicht, sich gegen den Mann und das Objekt Frau, wie sie die gängige normale Frau kategorisierten, abzusetzen. Sie wollten nun die aktive Rolle bei einer etwaigen Paarung einnehmen und die Frage stellen: “Zu dir oder zu mir?” Nach Kinderkriegen mit Mutterrolle war ihnen auch nicht mehr und der “gemeine Mann” gehörte zukünftig auf Platz zwei der Schöpfungsgeschichte, was sie als Gleichberechtigung bezeichneten. Männer gerieten ins Abseits, machten sich vom Acker, wenn ihnen diese Spezies begegnete und flüchteten sich lieber ins Schwulsein, als mit derartigen “Emanzen” in eine (Liebes-)Beziehung zu treten. Ein Beispiel für die Trennung Weib/Mannweib bot uns vor Jahren das Treffen Alice Schwarzer/Verena Feldbusch im TV, das viel aussagt über den Kampf unter Frauen. Man kann nicht umhin, die Feministinnen à la Alice Schwarzer in die Kategorie von Frau stecken zu wollen, um die sich auch ohne ihre Ideologie nie ein Mann gekümmert hätte. Was ist so abgründig daran, als Frau nicht nur etwas im Kopf, sondern auch etwas in der Bluse zu haben?

Fragt Frauen, die Karriere gemacht haben und ihr Leben bestreiten, ob sie Feministinnen sind. Sie werden euch sagen, dass ihr Aufstieg, ihre Karriere eine Frage des Selbstbewusstseins ist. Damit bewerben sie sich und fordern eine angemessene Bezahlung oder später eine Gehaltserhöhung – Geschlecht hin oder her. Aufrecht geh’n heißt das Rezept, nein sagen und sich wehren, wenn es nottut. Das geht ohne Feminismus und ohne die Steigerungsform des Gender-Mainstreams.
Dieser kommt als größte Impertinenz daher, indem er dem Volk seinen gequirlten Schwachsinn per Gesetz, Verordnung und verbindlicher Sprachregelung zwangsweise ins Hirn drückt. In verschiedenen EU-Gremien wurde bereits diskutiert, öffentliche Feminismuskritik unter Strafe zu stellen, ähnlich, wie das für die „Klimaleugner” schon angedacht ist.
Frauen gelten heute unreflektiert als die besseren Menschen.
Das, was einst als Engagement für Frauenrechte vor über 100 Jahren begann, wurde als Spaltkeil zur Trennung der Geschlechter eingesetzt. Dazu in einem Gespräch mit dem Entertainer Jürgen von der Lippe ein wunderbarer Beitrag in journalistenwatch.

Jürgen von der Lippe hat da keine Berührungsängste mit dem Mainstream. Er äußert sich in einem Interview: “Meine Lebenserfahrung als erfolgreicher Charmeur tat ein Übriges, um mir heute völlig schamlos sicher zu sein, daß es grundsätzliche, biologische und kulturell gewachsene Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die dann, wenn man sie leugnet oder ignoriert, unweigerlich in die gesellschaftliche Katastrophe führen müssen.”

Inzwischen sind wir gesellschaftlich schon einen enormen Schritt weiter. Die Gender-Ideologie hat einerseits gerade laut einer Liste in wikipedia 60 sexuelle Identitäten erschaffen, in denen wir uns nun bezeichnenderweise öffentlich tummeln können. In weiterer Planung befindet sich eine groß angelegte Sexismus-Diskussion, die seit 2015 durch den Zustrom vieler Menschen aus allerlei Kulturen und die ständigen Übergriffe der Testosteronproduzierer auf Frauen zur gesellschaftlichen Beruhigung und zu Therapiezwecken auf die politische Tagesordnung kam.

In einem TV-Beitrag berichteten Frauen über anzügliche Komplimente und kleinere Anmachversuche ihrer männlichen Kollegen. Ihnen wurde die Frage gestellt, die auch ich ihnen gestellt hätte: Warum haben Sie Ihre Grenze nicht gezeigt und benannt? Die Antworten darauf waren erstaunlich. Sie wollten es sich nicht mit ihnen verscherzen. Sie fürchteten um ihre Sympathie. In meiner Erinnerung als Sekretärin, Studentin, Orchestermusikerin, Dirigentin und Lehrerin – auch in der Erwachsenenbildung – erinnere ich mich sehr wohl an männliche Anzüglichkeiten und Anmachversuche. Zumeist reichten schon freundliche Abgrenzungen meinerseits, bei größerem Machogehabe waren kräftige Ansagen erforderlich, um die Herren aus dem Sexismusspiel zu verbannen.

Was in dieser Gesellschaft abläuft, zwischen Jung und Alt, zwischen Mann und Frau, zwischen Alt- und Neubürgern, zwischen Flüchtlingen, zwischen den Religionen, zwischen Wählern und Gewählten, hat das Maß des Aushaltbaren längst überschritten. Wer am lautesten schreit, tönt und fordert – sei es nur ein kleiner Anteil einer Minderheit – wird seine ideologischen unwissenschaftlichen Erfindungen auch unter die Leute und in die Politik bringen. Darum waren und sind Feministinnen die lautesten, ihre Vermännlichung zur Schau tragenden GesellschaftsmitgliederInnen.

“Geschafft!” sagen heute die Feministinnen, klopfen sich auf die Schulter und belagern mit Genderprofessuren die Universitäten.
Um die 200 Frauen haben derartige Professuren an Universitäten und Hochschulen inne. Da der Staat seine Fördergelder nur so fließen lässt, muss die Frage nach dem Sinn und der Wissenschaftlichkeit dieser Genderhysterie erlaubt sein. Biologen sprachen sich schon vor Jahren gegen Gender aus, legten Beweise vor, dass Jungen und Mädchen von Geburt an unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen und die Gendertheorie widerlegt ist. Doch die Unwissenschaftlichkeit der feministischen Zweckwissenschaft ist politisch toleriert und gewollt. “Öffentliche Kritik an der Unwissenschaftlichkeit ist unerwünscht und wird nach Möglichkeit unterdrückt, dämonisiert und tabuisiert. Fachliche Kritik führt jedenfalls nicht zur Einstellung der Finanzierung der Zweckwissenschaft und ist insofern politisch wirkungslos.” Das Umerziehungsprogramm bleibt also staatlich gefördert und ist wohl der gewollte Weg in eine Welt überzüchteter Individuen, die ihre naturgegebenen biologischen Prägungen höchstens noch im Bioshop ausleben. Die Bausteine Feminismus, Gender, Sexismus tragen jedenfalls die Farbe Grün und stehen links. Und da auch der Mainstream aus der linken Quelle fließt, soll jeder, der nicht mitfließen will oder sich nicht wenigstens treiben lassen will, seine Koffer packen oder verbale Enthaltsamkeit üben.

Männer, die einer Frau die Tür aufhalten, in den Mantel helfen oder ihr den Vortritt lassen, ihr in den großzügig geschneiderten Ausschnitt blicken oder unter Männern Sexwitze erzählen, sind sexistisch. Was interessiert da Freud, der den Witz (als eine Kompensation, eine Lebenshilfe, eine Abreaktion) für therapeutisch hielt? Er wird von Pseudowissenschaftlern aus dem Leben und aus der Welt des Humors verbannt. Selbst Lachen birgt inzwischen die Gefahr von sexistischen Tendenzen.

Vorzuschlagen wäre ein staatlich geführtes Kontrollorgan, das die von Männern geplanten Sätze an Frauen vorab auf ihre politische und sexuelle Korrektheit hin überprüft, um diese dann in die neutrale Gendersprache ohne Geschlechts- und Sexismusverdacht zu übertragen. Ich werde die Erste sein, die den Satz meines Freundes zwecks Zensurüberprüfung dort einreichen wird. Er lautet:
“Ich habe nichts gegen Frauenbewegungen – nur rhythmisch müssen sie sein.”

 

Share