DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

SPD fasst nur wieder in die Taschen der kleinen Leute


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Olaf Scholz will Schwarzarbeit aufdecken

Als ich vor einer Woche morgens die Schlagzeile  „Arbeitsmarkt: Olaf Scholz will Schwarzarbeit aufdecken“ laut ins Zimmer sprach, erhielt ich die spontane Antwort: „Hoffentlich bei den Abgeordneten“ und begann so den Tag mit einem lauten Lacher.

Ich hörte mir die Sätze von Olaf Scholz an und erfuhr so, dass die Kontrolleure der Schwarzarbeit und die daraus zu leistenden  Sozial- und Steuerabgaben zu den Aufgaben des Zolls gehören. Zollbeamte sind demnach FINANZBEAMTE und haben als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft eben auch polizeiliche Aufgaben wahrzunehmen. Ende 2017 waren bundesweit rund 6.700 Zöllnerinnen und Zöllner im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im Einsatz. 

Ordnung muss sein und Kontrolle bei Eingeschleusten und illegal Beschäftigten im großen Stil erst recht, wenn es darum geht, den Staat zu bescheißen, wie der Ruhrpottler es Kraft seiner spezifischen Sprache formuliert. So der Blick ins Volk! Und nun der Blick ins Parlament!

Mehr als 26 Millionen Euro verdienten Bundestagsabgeordnete 2017 zusätzlich. Bestverdiener sind, den vom Bundestag veröffentlichten Zahlen nach, Unionspolitiker. Nach Ansicht des Geschäftsführers von abgeordnetenwatch.de Gregor Hackmack erkaufen sich Unternehmen durch die Postenvergabe an Abgeordnete einen exklusiven Zugang zur Politik. Deswegen müssen endlich Lobbyjobs in der Wirtschaft verboten werden. Eine besondere Form von Schwarzarbeit, wie ich finde – nicht weniger kriminell.

Bevor es aber dabei zu einem Verbot kommt, wird man den jungen mutigen Leuten von abgeordnetenwatch.de den Hahn zudrehen. Mit Attac und der Aberkennung seiner Gemeinnützigkeit (ich berichtete darüber) begann nun die von höchster Stelle eingeleitete Kampfansage gegen regierungs- und politikkritische Organisationen und Gruppierungen. 

Die Taschen des „kleinen Mannes“, die sich oft nur durch Schwarzarbeit, Flaschensammeln und kleine Unwahrheiten gegenüber seinen Kontrollinstanzen etwas auffüllen lassen, sind und werden das politische Kontrollauge auch weiterhin aktivieren. Da in Deutschland 45 reichste Haushalte so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, hier dazu eine kleine „Milchmädchenrechnung“: Aus 41 Millionen Taschen der ärmeren Bevölkerung nur  jeweils 5 Euro zu plündern, bringt dem Staat 205 Millionen Euro ein. Selbst wenn dem Reichen das Tausendfache abgenommen würde, sind das bei der Rechnung von 5000 x 45 nur 225.000 Euro – ein Klacks also. Kein Millionär oder Milliardär wird ohne Vermögensverwalter und Steuerberater auskommen und – bevor er das „Tausendfache“ abgibt, wird sein Vermögen sonst wohin transferiert worden sein und werden alle Steuerlöcher durchforstet sein, die das „Tausendfache“ auf das „Hundertfache“ oder auch nur „Zehnfache“ herunterrechnen lassen.

Steuern zu hinterziehen ist im Übrigen weniger ein Delikt des Armen als des Reichen. Hoeneß ist ein gutes Beispiel dafür. Und die vielen Briefkästen in Steueroasen sind weitere. Ich erinnere an die Panama Papers, mit denen mein Blog gestartet ist. 

Dank unserer Scholz-Partei SPD existiert noch immer die von ihr eingeführte Steuerbefreiung von Unternehmensverkäufen. Die rot-grüne Regierung hat in sieben Jahren Amtszeit vor allem den reichsten Menschen des Landes geholfen. Die Superreichen wurden überproportional stark entlastet und zahlten seitdem relativ gesehen weniger Steuern, nämlich nur noch 29 Prozent ihres Einkommens, stolze 19 Prozentpunkte weniger als zu Kanzler Kohls Zeiten.  Der Grund für den Knick in der Kurve: Die Reformen gaben den Superreichen einen Werkzeugkasten an legalen Steuertricks, an die Hand, mit dem sie ihr zu versteuerndes Einkommen massiv drücken konnten. Weil sie ihr Einkommen meistens aus unternehmerischen Tätigkeiten und nicht als Arbeitslohn beziehen, standen ihnen nun viele Schlupflöcher offen, zum Beispiel bei Leasing- und Mietgeschäften im Immobilienbereich.

Die Einführung von Hartz IV unter Schröder wie auch wesentliche Elemente der Agenda 2010 (Deregulierung der Finanzmärkte, Deregulierung der Arbeitsmärkte durch Abschaffung des Kündigungsschutzes, Deregulierung der Arbeitszeitordnung, Senkung des Spitzensteuersatzes, Milliardenkürzungen bei Behinderten, Alten und Kranken usw.) haben zu einer beträchtlichen Bereicherung der Kapitalisten und entsprechenden Verarmung der unteren Klassen geführt. Erinnern wir uns an Gerhard Schröders Worte beim Weltwirtschaftsforum 2005 in Davos: „Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.“

Das Volk kann ruhig darben, wenn es Herrn Schröder nur gutgeht! Glücklicherweise haben Teile dieses Volkes inzwischen begriffen, dass man durch eigene Arbeit NICHT reich wird! Es fehlt eigentlich nur noch die Erkenntnis, dass von 10 erarbeiteten Euro 9 in die Taschen anderer wandern. 

Und selbst, wenn es unsere linken Mainstreamer nicht mehr hören wollen: Auch die Wohnungsverknappung, dramatisch verschärft durch den Flüchtlingsdruck, erweitert die Arm-Reich-Schere in einem Wahnsinnstempo. Schließlich erhalten nur Leute billige Kredite für den massenhaften Zukauf von Immobilien, die bereits Vermögen haben. Die Zeche zahlen die Mieter, die immer höhere Mieten Bezahlen müssen.

Die Schlinge ist längst zugezogen um den Hals der Mittelschicht. Es gibt hier nur noch zu viele Erkenntnisverweigerer. Die Armen haben ohnehin schon lange verloren. 

Die Erde ist groß genug für die Bedürfnisse aller Menschen, aber nicht groß genug für die Gier Einzelner. 

Mahatma Gandhi 

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Attac und die Amadeu-Antonio-Stiftung


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… und deren Gemeinnützigkeit

Attac ist die Abkürzung für den französischen Ausdruck “Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen” (association pour une taxation des transactions financières pour l’aide aux citoyens). 1997 gründete Ignacio Ramonet in Frankreich Attac als Initiative für eine internationale Steuer zur Kontrolle der Finanzmärkte. Heute engagieren sich rund Hunderttausend Mitglieder in neunzig Ländern in der globalisierungskritischen Bewegung. Attac hält eine andere Welt für möglich, die eine ökologische, solidarische und friedliche Weltwirtschaftsordnung anstrebt. Der gigantische Reichtum dieser Welt muss laut Attac gerecht verteilt werden.

Attac beschäftigt sich mit den internationalen Finanzmärkten, dem Welthandel und den Auswirkungen auf Deutschland und Europa. Dazu zählen etwa die Privatisierung öffentlicher Infrastruktur, eine Steuerpolitik zugunsten von Unternehmen und großen Vermögen sowie die unsozialen Renten- und Arbeitsmarkt”reformen”. 

Was Attac bemängelt:

  • die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf, hierzulande, innerhalb Europas und weltweit
  • Millionen Menschen leiden Hunger, viele arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen, Kinder wachsen in Armut auf
  • Unternehmen und Konzerne schreiben Rekordgewinne und entlassen dennoch tausende MitarbeiterInnen, Politiker und Gewerkschaften scheinen dagegen machtlos zu sein
  • Bildung, Wissen, Gesundheit, Altersvorsorge werden privatisiert und damit vom Allgemeingut zum Luxusobjekt
  • das Klima verändert sich in rasendem Tempo, aber gegen den Ausstoß von Treibhausgasen scheint es kein Mittel zu geben
  • um gefragte Rohstoffe werden Kriege geführt

Heute, am 26. 2. 2019 wurde dem globalisierungskritischen Netzwerk ATTAC vom Bundesfinanzhof die Gemeinnützigkeit aberkannt, weil Attac versuche, mit seinen Kampagnen die politische Meinung zu beeinflussen. Laut Finanzgericht gilt zwar die unter Volksbildung zu fassende politische Bildungsarbeit als gemeinnützig, nicht aber der Einsatz für allgemeinpolitische Forderungen zur Tagespolitik und dazu durchgeführte Kampagnen.

So weit, so gut! Dann schauen wir doch einmal auf die allgemeinpolitischen Forderungen und die in Schriften verborgenen Kampagnen eines Netzwerks, das die Voraussetzungen für eine Gemeinnützigkeit erfüllt — auf die Amadeu Antonio Stiftung (AAS). Sie nimmt für sich in Anspruch, sich für die Zivilgesellschaft und die demokratische Kultur zu engagieren und formuliert: “Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert auf eine rechtsextreme Alltagskultur, die sich vor allem in den neuen Bundesländern verankert hat. Doch auch im Westen Deutschlands nehmen rechtsextreme Aktivitäten an Intensität und Quantität enorm zu. Es werden täglich Menschen von Rechtsextremisten beleidigt, bedroht, angegriffen und sogar getötet. Der Amadeu Antonio Stiftung ist es wichtig, auf die Gefahren des Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus aufmerksam zu machen und dagegen vorzugehen, sich für eine demokratische Kultur zu engagieren und für den Schutz von Minderheiten einzutreten.

Sehr beliebt sind stets Handreichungen, die der Zivilgesellschaft den rechten Weg „nach links“ weisen und mit schier dubiosen hirngespinstischen Konstruktionen rechts-rassistische, gerne immer völkisch genannte Realitäten herstellen. 

So heißt es in der Schrift dieser Stiftung: Es wählen „völkische Esoteriker, so genannte »Reichsbürger«, Rassisten oder auch militante Nationalsozialisten gezielt die ländlichen Regionen, um preiswerte Grundstücke zu erwerben und dort nach eigenen Vorstellungen zu leben. Die AAS warnt vor „rechter Raumergreifung“ speziell in den ländlichen Gebieten Niedersachsens.

„Deswegen brauchen wir auch für Niedersachsen eine klare Haltung und deutliche Zeichen gegen diese Raumergreifung, damit das Land nicht zum Labor für rechtsextreme Ansiedlungsversuche wird.“

Ei der Daus! Ist der Wahnsinnige wiederauferstanden und hat die Seite gewechselt? Statt wie damals in jüdischen Gewässern fischt er jetzt in seinen völkischen? 

Nein, sicher nicht – er dient lediglich als Vorbild für Methoden, die sich bewährt haben. Und so machte Heiko Maas für sein Netzwerkdurchsetzungsgesetz den Bock (Anetta Kahane, ehemals „IM Viktoria“ als Stasi-Mitarbeiterin) zum Gärtner (Partner für das Zensur- und Löschgremium im Internet).

Wenn man bedenkt, dass die Stasiaktivitäten in der DDR mit ihren Bespitzelungs- und Diffamierungsmethoden die Fortsetzung der Nazi-Methoden waren, ist ja die logische Folge, dass ehemaliges Fachpersonal der Stasi heute auch die Spitzeltätigkeit im vereinten Deutschland für die Demokratie übernimmt. Es reicht vollständig, sich die ersten Seiten des „Völkischen Rechtsextremismus in Niedersachen“ und/oder die Kita-Broschüre „Ene, mene, muh und raus bist du!“ durchzulesen. Wie derartige Schriften in einer sogenannten Demokratie von einer „gemeinnützigen“ Stiftung herausgebracht werden können, ist ein Beweis für einen Zustand in Deutschland, der nur noch zum Fürchten ist. Diese Stiftung  ist gemeingefährlich, und nicht gemeinnützig! Diesem einäugigen Spitzeltrupp aus den faschistischen Lehranstalten der Vergangenheit muss das Wort „demokratisch“ entzogen werden. Er sollte dem Verfassungsschutz vorgestellt werden. Als sehr „gemeinnützig“ erweist sich natürlich eine Organisation, die mit dem Verschönern von Lebensbiographien beginnt und bei der Diskriminierung und dem Ausschluss von Öffentlichkeit endet. 

Alles in Deutschland kein Problem, solange dem tiefgrünrosaroten Mainstream bzw. der RiesenGroKo CDUCSUSPDFDPGrüne Genüge getan wird. Das Marschieren in eine Richtung steht längst auf ihrer Liste der Bedürfnisbefriedigung. Uns widerborstigen Kritikern und Meinungsbesitzern steht die Zwangsbeglückung durch die Zensurbehörden und unsere Gleichschaltung durch sie noch ins Haus. Wer aber sagt, dass ich ihnen die Tür öffnen muss?

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