DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Der Kompromiss heißt „Transitzentrum“


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A g’scheite bayrische Brotzeit wär‘ mir lieber!

Aus der Mottenkiste des Jahres 2015 zogen CDU und CSU das, was sie nun Kompromiss nennen. Es sollen Transitzentren, damals Transitzonen  an der bayrischen Grenze nach Österreich errichtet werden, die der damalige SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel als „Haftzonen“ bezeichnete.

Die geplanten Transitzentren sollen die bereits in anderen EU-Ländern registrierten Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze aufnehmen und direkt wieder in diese Länder zurückbringen. Dafür wolle man mit den betroffenen Ländern Verwaltungsabkommen abschließen. Sollten derartige Verwaltungsabkommen nicht gelingen, findet die Zurückweisung des Flüchtlings auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Republik Österreich statt.

https://www.cdu.de/ordnung-steuerung-und-verhinderung-der-sekundaermigration

„Dieser Kompromiss wahrt die gute Nachbarschaft mit Europa“, bestrunzt Frau Kamp-Karrenbauer das Ergebnis. Vielleicht hätte sie vor ihrer Aussage doch mal den österreichischen Kanzler Kurz anrufen sollen, der in seiner Pressekonferenz erstaunlich direkt seine Position für sein Land, aber auch für eine sinnvolle Einwanderungs- und Asylpolitik formulierte. Dieser Mann ist ein Gewinn für Europa. Er schwurbelt nicht herum, hat konkrete Vorstellungen und verfolgt einen Weg, der  Österreich vor Schaden bewahrt und einer europäischen Lösung  ideenreich und aktiv vorauseilt. Seine Ausführungen anzuhören, ist ein Muss für jeden Europäer, speziell für uns Deutsche.

Der Sinn eines Transitzentrums erschließt sich mir genauso wenig wie dem österreichischen Kanzler. Ganz gleich, ob ein Flüchtling rückgeführt wird oder nicht. Er hat so oder so das Recht, gegen die Rückführung zu klagen, beispielsweise weil er in Griechenland schlecht behandelt wurde.

Wenn sich doch das deutsche „Gutmenschentum“ endlich hin zu einem  deutschen „Klugmenschentum“ entwickeln würde, das ohne die Ressentiments von Links, Rechts, Nazi, Rassist usw. auskäme, würden weniger Menschen fliehen, sich weniger Schlepper bereichern, weniger Flüchtlinge ertrinken, weniger Bürger in Wut geraten, weniger Gelder verschwendet und weniger Politiker beschimpft. Doch leider, so Jörg Meuthen (AfD) wird sich Deutschland auch in Zukunft schwer damit tun, Asylbewerber, die einmal die Grenze passiert haben, wieder außer Landes zu bringen. Deshalb sind die geplanten Transitzentren vermutlich auch nur heiße Luft zur Erwärmung erkalteter Gefühle zweier ewig lange aufeinander angewiesener Schwestern namens CDU und CDU. 

Uli Grötsch, der Generalsekretär der SPD Bayern bestätigt das auch direkt mit folgenden Worten: „Wir lehnen alles ab, was Flüchtlinge in irgendwelche Häuser sperrt, also auch die geplanten Transitzentren.“

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Horst Seehofer und seine Kriminalitätsstatistik


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Onkel Horst erzählt uns ein Märchen

Und wieder schlägt der alte graue Märchenonkel – heute in Berlin, früher in München – das große Märchenbuch auf und beginnt daraus vorzulesen. Es ist Onkel Horst und er liest heute das Märchen vor: „Deutschland ist sicherer geworden.
Es war einmal ein Marcel Leubecher, der in der welt am 3. 1. 2018 verkündete: „Die Kriminalität durch Deutsche geht seit vielen Jahren zurück. Damit fallen die Zuwanderer deutlich häufiger als Verdächtige bei einer Gewalttat auf, als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht. Während sich ihre Zahl zwischen 2014 und 2016 verdoppelt habe (plus 117 Prozent), habe sich die Zahl der Gewalttaten mit Verdächtigen dieser Gruppe um 241 Prozent erhöht (Studie für das Land Niedersachsen). Durch die Zuwanderung der Schutzsuchenden ist die Kriminalität in Deutschland gestiegen. Selbst wenn von einer Million Schutzsuchenden nur jeder Hundertste straffällig geworden wäre, würden 10.000 Kriminelle mehr im Land leben als vor der Flüchtlingskrise.“
Onkel Horst allerdings hat ganz andere Zahlen parat. „Deutschland ist heute so sicher wie zuletzt 1992“, liest er weiter. „Alle registrierten Straftaten sind zurückgegangen, besonders auffällig ist der Rückgang in Sachen Diebstahl.“
André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter sagt dazu: „Die tatsächlichen Fallzahlen liegen weit über den in 2017 registrierten Straftaten. Die Wissenschaft geht aufgrund von Erkenntnissen aus der Dunkelfeldforschung und Hochrechnungen von jährlich mindestens 20 bis 25 Millionen Straftaten in Deutschland aus.“
Würde man den Märchenonkel Horst nach den Tausenden von Messerattacken und Messerangriffen befragen, müsste der große alte Mann passen und zugeben, dass für diese Straftaten noch keine umfassenden Erhebungen vorliegen. Bislang werden laut Bundeskriminalamt bundesweit in der polizeilichen Kriminalstatistik nur Schusswaffen als Tatmittel erfasst. Die SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen hatte in einer eigenen Auswertung von Polizeipressemitteilungen für das Bundesland herausgefunden, dass es allein von September 2017 bis Anfang März dieses Jahres 2.075 Angriffe gegeben hat, davon gut 570 mit Stichwaffen.

Innen-Horsti signalisierte in Bezug auf seine Märchenzahlen, dass die wachsende Unsicherheit der Bürger nur gefühlt ist und keinen Bezug zur Realität hat. Folgende Fragen beantwortete er nicht:

Warum gibt es kein Volksfest, keinen Weihnachtsmarkt mehr ohne Merkel-Poller? Warum werden Veranstaltungen mit derartig aufwändigen Sicherungsmaßnahmen versehen? Warum erging der polizeiliche Rat an Frauen, nicht mehr allein joggen oder bei Dunkelheit nicht mehr ohne männliche Begleitung auf die Straße zu gehen? Warum gleichen Wohnungen und Einfamilienhäuser inzwischen Festungen, nachdem man vor wenigen Jahren noch die Schlüssel in der Haustür stecken lassen konnte? Wozu bewaffneter Wachschutz vor Synagogen? Und wozu gerade jetzt in Bayern das neue stark umstrittene Polizeiaufgabengesetz (PAG)?

Wer nun nicht weiß, was er von all dem halten soll, findet in der deutschen Internet-Zeitung „Unzensuriert“ mit Sitz in Wien, die sich ausdrücklich dem demokratischen Grundprinzip verpflichtet fühlt und „Nein“ zu politischem Extremismus im Internet sagt, deutliche Fakten. Je nach Monat darf man sich dort von einer sicher immer noch unvollständigen Sammlung von Straftaten erschlagen lassen.
… und wenn Horsti nicht gestorben ist, erzählt er noch heute.
= Oder wem ein seriöser Schlusssatz lieber ist, gesprochen von Rainer Wendt: „Die Zeche für die Naivität der Politiker zahlen die Kriminalitätsopfer.“ =

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Kreuz als christliches Symbol


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Kreuz, Kippa, Kopftuch … und Markus Söder

Für aktuelle Aufregung sorgte kürzlich die Anordnung des neuen bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder, in allen öffentlichen Gebäuden wieder Kreuze aufzuhängen. Die Nation tobt – das linke Establishment hat kein Verständnis für diese Maßnahme und verbreitet Kritik und Häme über alle medialen Kanäle.

Natürlich kann man diesen Akt als Wahlkampfgetue abhaken und sich Wichtigerem zuwenden. Man kann aber auch eine Diskussion darüber in Gang setzen, wie der Christ, Jude, Moslem oder auch Atheist dieses Thema der deutschen Leitkultur bewertet. Das allerdings verhindert unser „linkes“ Establishment. Ihren Sieg über Gott wollen sie nicht verspielen. Die Neomarxisten der 68er Bewegung bekämpften das Christentum und die katholische Kirche, indem sie die sexuelle Revolution in Gang setzten, sich für das Recht auf Abtreibung und gegen den Religionsunterricht aussprachen. Der Mensch sollte sich in einem Emanzipationsprozess von allem, was ihn behindert, also auch von religiösen Schranken, befreien. Jede funktionslose oder geschlossene Kirche geht auch auf ihr Konto. Sie, die über Söder am lautesten schreien, stimmen dafür heute dem Bau einer Moschee zu. Der Irrsinn in Deutschland kennt seine Himmelsrichtung: sie heißt „links“.

Natürlich kann bemängelt werden, dass Söders „Kreuzgang“ eine Provokation, ein Wahlkampfmanöver, eine Trotzhandlung oder sonstwas ist. Der Fehler liegt im Abhängen der Kreuze, nicht im erneuten Aufhängen. Diese Irrsinnsrepublik hat sich längst vom „Deutschsein“ verabschiedet – warum nicht auch mit Macht und Überzeugung vom Christsein?
Während Juden als Symbol ihrer Zugehörigkeut die Kippa tragen, Muslime ihre Minarette in den Himmel bauen, um hoch über der Stadt ihre Muezzin-Gesänge und -Rufe zu verbreiten, streiten sich Christen seit Jahren darüber, ob ihr Symbol noch eine Berechtigung in Gerichten, Kitas und Schulen hat oder der Gottesbezug im Grundgesetz abgeschafft werden soll. Das Kopftuch hielt Einzug in deutschen Schulen, die Kreuze wurden abgehängt. Man darf ja schon froh sein, dass sich dieser Streit nicht schon auf die Kreuze in und auf Kirchen ausgedehnt hat. Aber auch das wird keine 10 Jahre mehr auf sich warten lassen. Wer nämlich die heftige Reaktion der kirchlichen Würdenträger auf Söders Kreuzgang mit derjenigen auf die „Ehe für alle“ vergleicht, muss befürchten, dass inzwischen die Grünen und Linken die Bischofs- und Kardinalsstühle besetzt haben. Kardinal Marx, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, behauptet, Söders Erlass sorge für Spaltung und Unruhe. Nein, Eure Eminenz, Sie können Söder vorwerfen, was Sie wollen, aber nicht Spaltung und Unruhe. Dafür hat schon Ihre „Chef-Geldgeberin“ Angela Merkel gesorgt, der Sie DAS nie vorgeworfen haben.

Wenn also kein Kreuz, dann auch kein Kopftuch, keine Kippa, kein Muezzinruf, kein Glockengeläut, keine staatliche Alimentierung der christlichen Kirchen, keine Gelder für den Ditib-Moscheeverein und seine Spionagetätigkeit für Erdogan!
Wenn schon Deutschland das Land ohne religiöse, kulturelle und staatliche Identifikation sein soll, dann bitte! Weg mit Symbolen wie Flagge, Kreuz und  Kirchenglocken, her mit der bunten gendergerechten Multikultigesellschaft ohne Osterhase, Weihnachtsmarkt, St. Martins-Zug, Weihnachtsbaum, Krippe und Kreuze. Liebesgedichte werden – wie schon geschehen –  durch die #MeToo-Gesellschaft demnächst alle aus dem Verkehr gezogen und Gedichte mit Gott-Bezug müssen aus dem Repertoire unserer großen Dichter gestrichen werden und das „Amen“ am Ende eines Gebets wird zukünftig „Ja und Amen“ heißen.

Verlassen wir  das Satirische und wenden uns dem Thema Christentum und Religionsfreiheit zu. Die Anzahl verfolgter Christen schätzt die Hilfsorganisation Open Doors weltweit auf 200 Millionen. (nal/vom/19.04.2018) In 50 Ländern dieser Welt haben Christen keine Religionsfreiheit. Sie gelten als Staatsfeinde. So erleiden Zehntausende Christen unmenschliche Qualen durch Folter und härteste Zwangsarbeit, die sie zur Aufgabe ihres Glaubens zwingen sollten. Auf der Rangliste der Unterdrückerstaaten stehen Nordkorea, Somalia, Syrien, Irak, Afghanistan, Saudi-Arabien, die Malediven, Pakistan, der Iran und der Jemen. Die Schweizer Organisation Open Doors stellt den Weltverfolgungsindex jährlich auf und informiert so über das Phänomen der Christenverfolgung, das in Deutschland so gut wie keinen politischen Stellenwert hat.

Das ändert sich gerade. Die AfD-Fraktion hat einen Antrag vorgelegt, den der Bundestag am 19. April 2018 nach erster Lesung zur Beratung an den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe überwiesen hat.
Nach dem Willen der AfD solle die Bundesregierung in Bezug auf Staaten, in denen Christen diskriminiert und verfolgt werden, Entwicklungshilfeleistungen kürzen, Finanztransaktionen einschränken, Handelsprivilegien abschaffen, Visa einschränken, politische Eliten etwa durch Einreiseverbote oder Konteneinfrierungen sanktionieren, ein kulturelles Austauschprogramm für Christen anstoßen und Flüchtlingskontingente für verfolgte Christen einführen.“

Aber zurück zu Söders Kreuzerlass. Warum sollte man sich darüber aufregen, wenn in NRW zum guten Ton gehörte, dass statt der Bibel der Koran von Salafisten auf den Straßen verteilt wurde? Das linke Establishment kann sich gerne aufregen über alles, was Bayern zu bieten hat. Fest steht allerdings – so auch die Konrad-Adenauer-Stiftung – dass Religion emotionale Bedürfnissektoren bindet und die Annahme der Bedingungen dieser realen Welt erleichtert. „Es ist jedenfalls augenfällig, dass die Erziehungssysteme in den Bundesländern mit noch starker religiöser Bindung wie in Bayern und Baden-Württemberg (die ebenfalls erfolgreichen Systeme in Sachsen und Thüringen haben sich daran orientiert) realistischer gestaltet und deshalb erfolgreicher sind als die in den weitgehend religionsfreien Gebieten.“

Liebe bayrische Mitbürger, ich liebe eure kunstvollen Kreuze in und auf Kirchen, mitten in eurer Landschaft und auf den Gipfeln der Berge. Seid gelassen, solange euer Ministerpräsident kunstvolle Kreuze an Wände hängt und nicht etwa sein Konterfei in alle Amtsstuben und Schulen blickt. In Gottes Namen … meinen Segen habt ihr!

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