DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Der geballte politische Irrsinn


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Kaum zu bewältigen

Der politische Irrsinn dieses Landes nimmt Formen an, die mit bürgerlichem, tolerantem und demokratischem Gedankengut rein gar nichts mehr zu tun haben. Je verrückter, je unverschämter, je egozentrischer, je lauter, je fordernder Ideen im Mainstream verankert und von Politikern durchgesetzt werden, desto schweigsamer werden unsere Medien, die ja längst ihre Kontrollfunktion gegenüber der Politik aufgegeben haben, stattdessen mit ihr in inniger Umarmung in die gewünschte schwarz-grüne Zukunft tanzen.


http://www.pi-news.net/2019/01/der-irrsinn-ist-ein-meister-aus-deutschland/

„Deutschland ist ein Irrenhaus. Könnte man die Bundesrepublik überdachen, wäre es eine geschlossene Anstalt.“ So äußerte sich der Publizist Henryk M. Broder bei einer Podiumsdiskussion in Österreich. Anlass der Diskussionsrunde war die Vorstellung des Buches „Islamischer Antisemitismus“ des Politikwissenschaftlers Michael Ley. Broders Behauptung veranlasste mich, nachzuforschen, ob man ihr wohl zustimmen kann.

Kürzlich gratulierte der deutsche Bundespräsident den Mullahs im Iran zum 40-jährigen Bestehen ihres islamischen Terrorregimes auch in meinem Namen, ohne mich zu fragen und flog einige Tage später 350 km umweltfreundlich mit dem Flieger nach Neumünster, um die „Fridays for Future“-Schulschwänzer in ihrer Klimahysterie zu bestärken. Dabei ignorierte er völlig die Schulpflicht, die im Schulgesetz wie folgt formuliert ist: „Außerunterrichtliche Veranstaltungen der Schule, die kein Unterricht in anderer Form sind, sind grundsätzlich so zu organisieren, dass kein Unterricht ausfällt.“ Jahrelang beschwerten sich Eltern über zu hohe Unterrichtsausfälle an den Schulen ihrer Kinder … diese Eltern verstummten plötzlich – niemand weiß, warum.

Wie gewohnt, hat inzwischen auch die Kanzlerin ihren göttlichen Segen über den Schulschwänzern ausgeschüttet und sie dadurch bestärkt, so weiterzumachen wie bisher. Desgleichen hatte sie mit den Flüchtlingen 2015 getan und die Welt bestärkt, sich auf den Weg zu machen. Wie war das noch? War sie nicht einmal Umweltministerin? Hat sie nicht 13 Jahre und mehr Zeit gehabt, das Klima zu retten, was sie jetzt den Schulschwänzern überlässt? Natürlich muss sie denen beweisen, dass sie tätig wird. Sie gründet dafür ein neues Gremium. Ein „Klimakabinett“ soll nun einberufen werden, in dem alle Ministerien, die irgendwie zum Klimaschutz beitragen können, unter dem Vorsitz der Chefin irgendwas gegen den Klimawandel tun.
Man fasst sich an den Kopf bei soviel Idiotie in Deutschland!

Aber der politische Irrsinn geht weiter. Um dieses Land in Sachen Digitalisierung voranzubringen, entwickelte Merkel einen Aktionismus, der darin endete, dass heute zig Gremien und Gruppierungen das Hochgeschwindigkeitsnetz 5G „unter sich aufteilen“ und so eher im Chaos enden statt zielgerichtete Arbeit zu leisten. Merkels Digital-Truppe sieht deshalb mit ihrem Digitalkabinett, IT-Rat, IT-Planungsrat, Digitalrat, der Datenethikkommission und weiteren Zuständigkeitsgremien die Lichter des Fortschritts allenfalls von hinten. Jeder in diesen Kommissionen ist selbstverständlich ein „Digi-Experte“ und wird mit klugen eigenen Sprüchen die Digitalisierung mindestens sprachlich vorantreiben.

Eine äußert nette Information erhalten die deutschen Bürger zum Thema ihrer heutigen und zukünftigen Sicherheitslage. „Mit Verweis auf deutsche Sicherheitskreise berichtet Estlands Auslandsgeheimdienst, dass es hierzulande 11.000 radikale Islamisten und 980 Gefährder gebe, die in der Lage seien, einen Terrorangriff durchzuführen. Sorgen bereitet den Experten auch, dass in den kommenden zwei Jahren rund 200 verurteilte Terroristen in der EU wieder aus dem Gefängnis entlassen werden. „Man kann davon ausgehen, dass es in Gefängnissen zu einer andauernden Radikalisierung kommt“.

Kein Grund zur Besorgnis oder wie der deutsche Innenminister de Maizière zu sagen pflegte: „Das würde die Bevölkerung zu sehr beunruhigen.“ Um einen Gefährder rund um die Uhr zu bewachen, seien 30 Polizisten erforderlich, erfuhren wir in Verbindung mit dem Fall „Anis Amri“ Ende 2016 aus der faz. Um also die 980 Gefährder unter Beobachtung zu haben, wären knapp 30.000 Polizisten für diese in ständigem Einsatz.

Zur Beruhigung hier die Zahl der verurteilten „Busengrapscher und Sexualtäter“ aus der Kölner Silvesternacht 2015/16: 601 Frauen waren Opfer von Sexualstraftaten, 1304 Personen haben Anzeige erstattet, 3 Männer, ein Iraker, ein Algerier und ein Libyer wurden verurteilt, 2 von ihnen kamen mit einer Bewährungsstrafe davon. Bitte nicht wundern! Nur staunen, was in Deutschland unter Merkel alles möglich ist!

Aber weiter im Text! Zum ersten Mal hat das Verteidigungsministerium den Bericht zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und ihrer Hauptwaffensysteme als „geheim“ eingestuft. Das entnahm ich der aktuellen Ausgabe der Jungen Freiheit. Welch ein Hohn! Es weiß doch inzwischen jeder, in welchem desolaten Zustand sich die Bundeswehr mit ihren Gerätschaften befindet. Flugzeuge fliegen nicht, Panzer rollen nicht und Gewehre schießen nicht. Dafür rollen allerdings von der Türkei erworbene deutsche Panzer in Syrien und gegen die Kurden. Hierfür unser Dank an Schröder, Fischer und Merkel, die beweisen, dass deutsche Rüstungspolitik parteiübergreifend verantwortungslos ist.

Grüne sind und bleiben die Politik-Vertreter für irre und kranke Ideen. Der Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek (42) will den Deutschen die „Lust-Vielfliegerei“ mit saftigen Preiserhöhungen vermiesen – um das Klima zu schonen. Wer mehr als drei Flüge im Jahr anstrebt, muss sich dann Flug-Zertifikate von einem anderen Bürger kaufen.
Wer dann in Berlin landet, sucht sein Auto vergebens, um damit nach Hause zu fahren. In Berlin hat nämlich die Verkehrssenatorin Regine Günther, selbst parteilos, aber auf dem „Ticket“ der Grünen ins Amt gekommen, verkündet: „Wir möchten, dass Bürger ihr Auto zukünftig abschaffen.“

So viel zu den politisch Infizierten – gefährdet sind in dieser Republik inzwischen selbst die Kirchenvertreter. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, kann mit dem Begriff „christliches Abendland“ nichts mehr anfangen und nun wurde in Münster eine Veranstaltung über Christenverfolgung in Afrika gecancelt. „Ein Katholik wollte im Bistum Münster eine Veranstaltung über Christenverfolgung organisieren. Der Pfarrer verleumdete plötzlich die Veranstaltung als AFD-Veranstaltung. Es folgten Angriffe und ein Anschlag auf die Firma des Veranstalters durch die Antifa.“

Nach dieser Aufzählung von geballtem Irrsinn in diesem Land nehme ich mir das Recht heraus, mich um einen Therapieplan zu kümmern. Ich entdeckte ihn unter @roving_master und drücke hier meine Bewunderung aus für die einzige positive Idee, die dieser Beitrag zu bieten hat. Dr. Roving Master plädiert für folgendes:
Bevor man Minister (erweiterbar auf alle Politiker oder Pfarrer) wird, ist ein soziales Jahr verpflichtend …
– 3 Monate im Pflegeheim
– 3 Monate bei einer Tafel
– 3 Monate im Krankenhaus
– 3 Monate Praktikant in einer Firma.
Alles unbezahlt und natürlich ehrenamtlich.

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Generaldebatte Haushalt 2019: Merkel/Gauland


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Floskeln gegen Fakten

Hat sich diese Kanzlerin Angela Merkel, die nun ihren Parteivorsitz abgibt, um dieses Land verdient gemacht? Darf Deutschland sich freuen, die Ära Merkel nach der langen Ära Kohl genossen zu haben? War ihre Amtszeit eine gekonnte „Rauten-Erfolgs-Phase deutsch-demokratischer Politik? Hat die Europäerin Merkel dieses Europa sicherer, stabiler und geeinter gemacht? Sind die Menschen in Deutschland unter dieser Kanzlerin zufriedener geworden? Und ist diese Frau außenpolitisch ein Friedens-Gewinn?

Nein – das ist und das hat sie alles nicht. Sie ist ein sprachliches Floskelgenie, wie sie am 21.11.2018 zum tausendsten Mal im Bundestag bei ihrer Rede zum Haushalt 2019 bewiesen hat. In ihrer Haushaltsrede hätten Zahlen genannt werden müssen, die dem Bürger vergleichende Einblicke in die Ausgabenplanung der Regierung ermöglichen würden. Nichts dergleichen! Stattdessen durfte man sich ihre Ausführungen über die Digitalisierung anhören, die sie in ihrer Rede auf Platz eins setzte.
Diesen Prognosen-Unfug erspare ich mir hier und wende mich dem zweiten Thema ihrer Rede zu. [in kursiv gesetzt meine Anmerkungen]

Sie begann mit der Schaffung der Vereinten Nationen als einer multilateralen Ordnung, führte über die Verabschiedung der Charta der Menschenrechte 1948 zum Artikel 1 unseres Grundgesetzes, ließ schließlich Verpflichtung und Wiedergutmachung Deutschlands über die Erinnerung an den ersten und zweiten Weltkrieg Revue passieren und kam auf die Rede Macrons und auf seine Liebeserklärung an Deutschland zu sprechen. Das habe sie emotional berührt und daraus ergebe sich für Deutschland eine Verpflichtung.

Seit 2016 sei die Migration als Internationale Organisation für Migration (IOM) unter dem Dach der UN vertreten.
– [Per Twitter-Posting hält diese Organisation Migration für „unvermeidlich, wünschenswert und notwendig“. Kritik: Migration ist zumeist Folge politischer und wirtschaftlicher Fehlentwicklungen und nicht selten führt sie im Zielland auch zu solchen.]

Und das sagte Merkel über den Migrationspakt:
„Wer hier den Eindruck erweckt, das wäre etwas, worüber wir nie gesprochen hätten, dann ist das doch das Gegenteil von richtig. Es war immer die Frage, wie können wir das Problem lösen und haben das EU-Türkeiabkommen verabschiedet, das zu der Frage nach einer geregelten Migration geführt und Leben gerettet hat, weil sich die Flüchtlinge nicht mehr in die Hände von Schleppern und Schleusern begeben mussten und danach haben wir eine Zusammenarbeit mit Afrika aufgebaut. Wir haben gesagt: Die Souveränität unseres Landes, die Gesetzgebung wird nicht berührt. Aber wir wollen vernünftige Bedingungen überall auf der Welt. Und darum ist es in unserem nationalen Interesse, dass die Bedingungen für Flucht auf der einen Seite und Migration auf der anderen Seite sich verbessern.
Wenn wir uns dafür einsetzen, dass es woanders auf der Welt besser wird, dann kann es doch nicht sein, dass wir dabei nicht mehr mitmachen, weil noch nicht die letzte Feinheit geklärt ist. Dieser Pakt für Migration ist richtig, über die globale Flucht und Migration zu verhandeln.
Da gibt es auch keine Kompromisse. Entweder man glaubt, man könne nur an sich denken. Das ist Nationalismus in reinster Form. Das ist kein Patriotismus. Patriotismus ist, wenn man in deutschem Interesse auch andere einbezieht im Sinne einer Win-Win-Situation.
– [Eine gewagte Aussage gegenüber den Ländern, die den Pakt nicht unterschreiben werden, die laut Merkel damit den Nationalismus in reinster Form darstellen.]

In sechs Monaten werden wir in eine Europawahl ziehen und deshalb wollen wir die Wirtschafts- und Währungsunion wetterfester machen. … Das mit dem Eurobudget haben Sie vernommen.
– [Welche Abstimmung im Bundestag hat dazu stattgefunden?]

Zur Frage des Austritts Großbritanniens aus der EU sagt sie: „Wir haben Wert gelegt, dass GB nicht alleine dasteht. … Wir wollen ja eine gute Beziehung zu GB auch in der Zukunft. Wir wollen gute Partner bleiben und ich werde dafür alles einsetzen und die Bundesregierung auch. …
– [Hat sie sich eingesetzt, bevor sich GB entschied, aus der EU auszutreten?]
Deutsches Interesse heißt immer auch für die anderen mitzudenken. Das ist der Erfolg von Europa.
– [Das Floskelende der Rede zur Haushaltsdebatte 2019 im deutschen Bundestag.]

Die größte Oppositionspartei im deutschen Bundestag, die AfD, schickt Alexander Gauland ans Pult. Hier wichtige Inhalte aus seiner Rede:
Gauland beginnt mit den Protesten in Frankreich, über die ich berichtete und mit der Rede Macrons, aus der er den bedeutendsten Satz zitiert: „Jeder von uns wird im Sinne einer Vergemeinschaftung seine Entscheidungsbefugnisse, seine Außenpolitik, seine Migrations- oder Entwicklungspolitik sowie einen wachsenden Teil seines Haushalts sowie seiner Steuereinnahmen teilen müssen.“
Gauland dazu: „Nun, meine Damen und Herren, es wäre nicht die erste aus finanziellen Gründen arrangierte Ehe, die öffentlich als Liebesheirat verkauft wird. Was uns betrifft: Wir bekennen uns zu jenem Ehevertrag, der in Maastricht geschlossen wurde und der gerade nicht eine Teilung der Steuereinnahmen zur Übernahme der Schulden anderer vorsieht – und dabei wollen wir auch bleiben!

Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, dass es nur ein Bruchteil der deutschen Bevölkerung ist, dem wir die Tatsache verdanken, überhaupt einen Haushalt planen zu können – ungefähr 15 Millionen wirkliche Steuerzahler halten den Laden hier am laufen. Sie müssen alles schultern: Die Unsummen der Energiewende, der Massenimmigration, der sogenannten Eurorettung und nun also auch die als Klimarettung verkaufte Automobilfeindschaft. Großzügig will die Bundesregierung den Grenzwert für Stickoxide im Straßenverkehr von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auf 50 Mikrogramm anheben, um Dieselfahrverbote in Städten zu vermeiden. Bis heute gibt es keinen Beleg dafür, dass eine Stickoxidkonzentration über 40 Mikrogramm Gesundheitsschäden auslöst. Der Grenzwert einer Stickoxidkonzentration liegt in Deutschland und in Europa bei 950 Mikrogramm. Der Lungenfacharzt und ehemalige Präsident des deutschen Pneumologenverbandes Prof. Köhler hat erklärt, die EU-Grenzwerte für Stickoxid und Feinstaub bezeichneten in keiner Weise irgendeine Gesundheitsgefährdungsschwelle. In Deutschland sei noch niemand durch Stickoxide gestorben. Aber, meine Damen und Herren, es geht hier in Wirklichkeit auch nicht um Abgas, sondern um höhere Werte. Es geht nicht um Stickoxide, sondern um Hochmoral. Mit der Hochmoral verhält es sich so, dass die einen sie predigen und die anderen sie bezahlen. Wenn grüne Apostel in Politik und Medien den Menschen jetzt erklären, dass wir künftig eben mehr zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad oder Bahn fahren müssen, dann ist das sogleich die Aufforderung: Mund halten und zahlen – es sei denn, die Menschen nehmen sich ein Beispiel an den Franzosen und gehen auf die Straße.

Für Feinstaub und Stickoxide gelten penibel überwachte Obergrenzen – für Migration bekanntlich nicht. Dabei sind die gelegentlich tödlichen Nebenwirkungen von Migration im Gegensatz zum Feinstaub offensichtlich. Eben erst hat in Wittenburg ein abgelehnter aber geduldeter afghanischer Asylbewerber einem Rentner die Kehle durchgeschnitten – was nicht zu Hass und Hetze führen darf, wie der zuständige Innenminister sofort anmerkte.

Obendrein kostet Migration beachtliche Summen, die von der Bundesregierung diskret beschwiegen werden. Ich zitiere: Die Flüchtlingskosten werden auf viele Etats verteilt. Wer bei der Berliner Regierung nach der Gesamtsumme fragt, wird in ein Labyrinth von Statistiken und Zuständigkeiten geschickt. Nur die eine entscheidende Zahl gibt es nicht, die alle Aufwendungen für einen klar definierten Personenkreis bezeichnet. Ist nicht von mir, das schrieb die Neue Zürcher Zeitung.

Entwickungshilfeminister Gerd Müller sprach von 30 Mrd. Euro, die Bund, Länder und Gemeinden pro Jahr für 1 Mio. Flüchtlinge ausgeben. Da ungefähr 1 1/2 Mio. Flüchtlinge – tatsächliche und angebliche Flüchtlinge – seit 2015 zu uns gekommen sind, wären das 45 Mrd. Euro im Jahr. Das Institut der Deutschen Wirtschaft kommt auf 50 Mrd., das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung auf bis zu 55 Mrd. Zum Vergleich: Haushalt:
– Die Ausgaben für Erziehungs- und Elterngeld des Bundes betrugen im vergangenen Jahr 6,4 Mrd.,
– für Bundesautobahnen und Bundesstraßen 6,6 Mrd.,
– der Jahresetat des Bundesforschungsministers – unsere Zukunft – liegt bei 17 Mrd. Euro.
Aber meine Damen und Herren, ist das Geld wenigstens gut angelegt? Ein Großteil der aktuellen Einwanderer gehört in die Kategorie Primär- oder Sekundäranalphabethen.
– 70 % der Immigranten brechen laut Handwerkskammer ihre Lehre ab.
– Jeder zweite Arbeitslose in Westdeutschland hatte 2017 einen Migrationshintergrund.
– Etwa 30 % der Häftlinge in deutschen Gefängnissen sind Ausländer.
– Zugleich müssen sich einer Studie des WDR zufolge 40% der Deutschen auf Alters-armut einstellen.
– Fast jedem zweiten Bundesbürger, der ab 2030 in Rente geht, drohe eine Altersversorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterhalb der Armutsgrenze.
– Die Zahl der Menschen ohne Wohnung wuchs von 248.000 Personen im Jahre 2010 auf 335.000 Personen im Jahr 2016 – wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken antwortete.
– Über die Zustände an öffentlichen Schulen, Bädern und Parks liest man wenig Erfreuliches. Es fehlt überall an Geld, obwohl wir angeblich so viel haben.
Ich weiß meine Damen und Herren auf der linken Seite des Hauses, Sie werden jetzt wieder sagen: Die AfD spiele Ausländer gegen deutsche Sozialfälle aus. Aber ich habe lediglich ein paar Fakten aufgezählt.

Sozialstaat und offene Grenzen – das kann niemals zusammen funktionieren. Das ist ungefähr so, als wenn man im Winter das Fenster aufreißt und zugleich die Heizung immer höher dreht, um die Temperatur zu halten. Gut – die aktuelle Migration kostet viel und rentiert sich nur wenig, aber wir haben doch wenigstens geholfen, oder?

Meine Damen und Herren, ich bitte Sie, sich eine Zahl gut einzuprägen: Die Bevölkerung Afrikas wächst alle 12 Tage um 1 Mio. Menschen. Das heißt: jene etwa 1 1/2 Mio. Migranten, die aufgrund von Frau Merkels Poitik der offenen Grenzen seit September 2015 zu uns geströmt sind und unser Land vor enorme Schwierigkeiten stellen, werden in Afrika in 18 Tagen nachgeboren. Was wir getan haben und tun werden, wird dort nicht einmal bemerkt.

Obwohl die bisherigen Erfahrungen mit der Migration nicht die besten sind, will die Bundesregierung ja in wenigen Tagen dem Global Compact for Migration beitreten. Dieser Global Compact, der völlig unverbindlich ist, aber Fluchtursachen bekämpfen soll, nennt die Hauptfluchtursache mit keiner Silbe: die Bevölkerungsexplosion. Wer Europa als Ablussbecken dafür anbietet, wird Europa schwächen und Afrika kein bisschen helfen.

Viele Länder, auch viele Europäer, werden das Dokument nicht unterzeichnen. Nun hat auch Israel nein gesagt und da bin ich mal auf die Erklärung gespannt. Dem Bundestag liegen derzeit mindestens 17 Petitionen gegen den Pakt vor und auch in der Union wächst der Widerstand gegen ihn.
– Herr Spahn, der Bundesgesundheitsminister, will über ihn abstimmen lassen.
– Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Herr Ramsauer, ist der Meinung, der Pakt öffne dem Flüchtlingsstrom nach Deutschland Tür und Tor. Das ist einer Ihrer Abgeordneten, liebe Kollegen von der CDU.
– Die Werteunion sagt – Integration ja, Migrationspakt nein danke. Recht haben sie.

Der Öffentlichkeit wird immer erklärt, der Global Compact sei unverbindlich. Er ist rechtlich nicht bindend und deshalb steht Deutschland dazu, sagte die Bundeskanzlerin Anfang November in Warschau. … Zugleich hören wir, der Pakt solle die weltweite Migration ordnen, die illegale Einwanderung eindämmen und das Schlepperwesen bekämpfen.
Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank, könnten Sie der Öffentlichkeit einmal erklären, wie das funktionieren soll mit einem völlig unverbindlichen Papier? Viel Vergnügen bei der Erklärung. Ich weiß schon, warum der Herr Maas das nicht macht. Weil er es nicht kann.
Wir fordern ein Ende dieser Experimente. Die Probleme, die diese Regierung unserem Land aufgebürdet hat, sind ohnehin nicht zu schultern. Hören Sie auf, Ihre Politik an Illusionen auszurichten. Ich will deshalb heute nicht mit einem Zitat Bismarcks schließen, was ich gern mache, sondern mit Abraham Lincoln:
Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem Ihr die Starken schwächt. Ihr werdet denen, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, nicht helfen, indem Ihr die ruiniert, die ihn bezahlen.“

 

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Bildung in Deutschland – ein skandalöses Trauerspiel


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Sicherheitsdienste an Berliner Grundschulen

Mit Sicherheitsdiensten an Grundschulen beginnt in Deutschland inzwischen Bildung … und die interessante Frage steht im Raum: Wo endet das?
Ich traute meinen Augen nicht, als ich – 30 Jahre lang Lehrerin an Grund- und Hauptschulen in NRW – über aktuelle Zustände und Probleme an deutschen Schulen zu recherchieren begann.
2003, also vor 15 Jahren, erschien mein Buch über den Schulalltag an deutschen Grund- und Hauptschulen in NRW. Heute, nachdem zwischen 2014 und 2016 um die 221.000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren mit Asylantrag ins deutsche Schulsystem einwanderten und seit Ende 2016 noch mehrere Hunderttausend unbearbeitete Anträge aller Altersgruppen für weitere Mengen an Schulkindern sorgen, fragt man sich: Und wo sollen so urplötzlich die Lehrer für die „nicht Deutsch sprechenden Kinder“ herkommen? Die vorhandenen Pädagogen hatten schon genug damit zu tun, alle bildungs- und erziehungsspezifischen Defizite samt ihrer neuen Aufgabe der Inklusion zu bewältigen. Und so wundert man sich nicht darüber, dass nicht allein an Grundschulen Schulleiterstellen unbesetzt bleiben und kaum ein Kollege den Rücken beugen will, um einerseits der Schulbehörde und ihren Forderungen nachzukommen und sich andererseits mit Verständnis und Solidarität vor die Lehrerschaft zu stellen, die ihre Gesundheit zu Markte trägt. An deutschen Grundschulen fehlen inzwischen 1.000 Schulleiter und 20.000 Lehrer, um einen vollständigen Unterricht zu gewährleisten.
Schon vor Jahren übernahmen Studenten in vielen Bundesländern den Unterricht, wenn Lehrer ausfielen. 2.000 Verträge für Vertretungen wurden von August 2009 bis März 2010 allein in Berlin geschlossen. Aus einer Umfrage der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin ging hervor, dass die Hälfte der Vertretungslehrer keine pädagogische Ausbildung hatte. Aber wie in vielen Bereichen, in denen die Politik mitmischt, ist keine Änderung in Sicht. 2016 stellten Schulen schon Studenten heimlich als Klassenlehrer ein. Geld sparen, Menschen ausnutzen und überfordern und das alles politisch in seichte und schöne Worte packen ist inzwischen eine typisch deutsche Verfahrensweise.
An Nordrhein-Westfalens Schulen unterrichten immer mehr Quereinsteiger. Beinahe jeder zehnte (9,8 Prozent) der insgesamt 5.563 Lehrer, die für das Schuljahr 2017/18 eingestellt wurden, war in dem Beruf vorher nicht tätig.
Kritisch muss dabei bewertet werden, dass die Seiteneinsteiger nach einer allgemeinen Einführungswoche zum Teil vom ersten Tag an allein vor der Klasse stehen, manchmal ohne jegliche pädagogische Erfahrung.
Die neue Schulministerin in NRW Yvonne Gebauer (FDP) hat sich zum Ziel gesetzt, verstärkt auf Seiteneinsteiger zurückzugreifen, um den Lehrermangel und den massiven Unterrichtsausfall zu mildern.

In einem Oberhausener Gymnasium ging eine Schülerin, die mit einer Entscheidung der Sportlehrerin nicht einverstanden war, auf die Pädagogin los, trat und biss die Frau. Seither gehen immer zwei Sportlehrer in die Klasse – zur Sicherheit.
Hochgerechnet seien mehr als 45.000 Lehrkräfte (sechs Prozent) an allgemeinbildenden Schulen bereits Opfer von tätlicher Gewalt geworden. Zu den körperlichen Angriffen gehörten etwa Fausthiebe, Tritte, An-den-Haaren-Ziehen oder das Bewerfen mit Gegenständen.

Muss man sich da wundern, dass die Schulen massiven Lehrermangel zu beklagen haben? Wenn 45.000 angegriffene Lehrkräfte aus Sicherheitsgründen stets mit einem zweiten Kollegen unterwegs sein müssen, bleibt es nicht aus, dass eine solche Doppelbesetzung zu einem massiven Lehrermangel führt. Das sahen einige Schulleiter ähnlich und beauftragten externe Sicherheitsdienste zum Schutz der Anwesenden.

So weit hat es die von Angela Merkel 2010 ausgerufene Bildungsrepublik Deutschland inzwischen kommen lassen. Unterrichtsausfall, Lehrer- und Schulleitermangel, Integrations- und Inklusionsprobleme, Gewalt an Schulen mit Sicherheitsdiensten vielleicht schon bald in Kitas. In großen Fachartikeln und dicken Fachbüchern wird nach Ursachen für kindliche Gewalt geforscht und so finden wir Begründungen in der Vererbungstheorie, dem Triebmodell von Konrad Lorenz, in Freuds Psychoanalytischem Persönlichkeitsmodell, in der Soziologischen Ursachentheorie und bei der Betrachtung des Sozialen Umfeldes.
Meine Erfahrung nach fast 30 Jahren Lehrerdasein im Schuldienst ist weniger wissenschaftlich. Ursache für den furchtbaren Zustand an deutschen Schulen sind das staatliche SchulUNwesen und der weit verbreitete elterliche Erziehungsnotstand – nachzulesen in meinen Bildungsbüchern „Deutschlands kaputte Kinder“ und „Kinder wieder ganz machen“.

Man darf die Hoffnung hegen, dass sich mit der anstehenden großartigen Digitalisierung unserer Schulen für fünf Milliarden Euro (siehe Koalitionsvertrag) das Gewalt-Problem von alleine löst. Die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer (FDP), hat nämlich zwecks schneller Digitalisierung einen Vorschlag gemacht, wie private Initiative helfen kann. Die Schüler hätten ja schon fast alle ein Smartphone, sollten sie es doch in den Unterricht mitbringen dürfen. Und schon wird jeder Lehrer überflüssig, denn die große zukünftige Wissensvermittlung läuft jetzt digital ab. Bildungspolitik ausgestattet mit dem Gütesiegel „Fachleute am Werk“.

Das Buch des amerikanischen Psychologen und Autors Haim Ginott „Teacher and Child“ endet mit folgendem Epilog: „Liebe Lehrer, ich bin Überlebender eines Konzentrationslagers. Meine Augen haben gesehen, was niemand je sehen sollte. Gaskammern, erbaut von gelernten Ingenieuren; Kinder, vergiftet von ausgebildeten Ärzten; Säuglinge, getötet von geschulten Krankenschwestern; Frauen und Babys, erschossen und verbrannt von Hochschulabsolventen. Deswegen bin ich misstrauisch gegenüber Erziehung. Meine Forderung ist, dass Lehrer ihren Schülern helfen, menschlich zu werden. Ihre Anstrengungen dürfen niemals führen zu gelernten Ungeheuern, ausgebildeten Psychopathen, studierten Eichmanns. Lesen, Schreiben, Rechnen sind nur wichtig, wenn Sie dazu dienen, unsere Kinder menschlicher werden zu lassen.“

Ein Plädoyer für den Schwerpunkt von Schule, Bildung und Erziehung: Seele und Menschlichkeit. Bildung ohne Seele bleibt hohl. Seele erfordert nämlich den ganzen Menschen – Herz, Hand und Hirn. Wieviel davon sind heute noch in unseren Schulen und Elternhäusern vorhanden?
Danach zu forschen und Wege dorthin zu finden muss bildungspolitische und gesellschaftliche Aufgabe werden.

Und hier die Klage der Wiener Kollegen zum Zustand von Schule und Bildung.

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