DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Im Land der verschwiegenen Wahrheiten


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Gastbeitrag von Kurt Rohmert

Unbequeme Menschen – unbequeme Wahrheiten
Ein Buch, eine Meinung, eine Wirklichkeit

Erinnern wir uns, es ist das Migrationsjahr 2015 mit der Erfindung der Willkommenskultur. Ich gebe zu, auch ich dachte, die Einladung der Flüchtlinge vom Budapester Bahnhof kann nur eine einmalige humane Geste der Kanzlerin sein. Das erschreckende Ergebnis: Aus 3.000 Menschen werden fast 2 Millionen (1), die Diskussion spaltet seitdem die ganze Gesellschaft.

Im November 2015 machte sich der Direktor des Goethe Gymnasiums in Weissenfels sehr unbeliebt, weil er als damaliger Vorsitzender des Philologenverbands in einem Artikel von einer Immigranteninvasion sprach. Was war seine Verfehlung? Dr. Jürgen Mannke hatte in dem Leitartikel vor den Gefahren einer un-kontrollierten Masseneinwanderung gewarnt. Er erhielt nicht nur Zustimmung, sondern Empörung und einen Shitstorm sonder-gleichen, eine hemmungslose Verleum-dungskampagne bundesweit durch die Macht der Medien, aber nicht nur. Zwei Jahre später erschien sein Buch, in dem er mit seinen erlebten Wahrheiten ein Resümee der Geschehnisse zog.

Sein Buch heisst „Im Land der verschwiegenen Wahrheiten“ und ist im DeBehr Verlag erhältlich (2). Ich war so beeindruckt von diesem Menschen, von seinem Mut und seiner Courage, dass ich hier das Buch und selbstverständlich auch die Situation in unserem Land betrachten möchte. Die Aufarbeitung der nicht nachvollziehbaren Vorgänge war ihm erst möglich, nachdem er ein halbes Jahr alle 3.000 Zuschriften weggelegt hatte, erst die persönlichen Beleidigungen verdauen musste und in diesem Buch auch die „Kritiker“ zu Wort kommen ließ. Sein Resümee: „Die Flüchtlingspolitik wurde nicht kritisch betrachtet, sondern bejubelt. Probleme wurden verschwiegen. Ich war, wie vor allem viele gelernte DDR-Bürger, wütend, das war für mich Meinungsmanipulation.“

Ein ehemaliger Schüler, schon auf dem Gymnasium durch Attacken gegen Andersdenkende bekannt, nannte als Parlamentarier der Grünen die Aussagen von ihm „… kulturrassistische Ressentiments, Sexismus, neurechte Idoelogieelemente“. Ein Missverständnis? Oder ideologische Konfrontation? Wie verhält es sich also mit derartigen kontroversen Aussagen und unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung?

Die Menschenrechte fußen auf der Aufklärung, finden ihren Niederschlag in der Französichen Revolution, in der Verfassung der USA und sind mit den Grundrechten unseres Grundgesetzes identisch. Hier heisst es in Art.5: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“ Hier steht nicht, nur die richtige Meinung! Auch nicht, wer was sagen darf! Ja, die Freiheit der Meinung hat auch Grenzen, nämlich da, wo das Strafrecht beginnt.

Es muss schon Mut sein, wenn man in einem Leitartikel davon spricht, dass „diejenigen, die zu uns kommen, sich an unsere Grundwerte anzupassen haben“. Seltsam, ich dachte immer, das sei klar, denn auch ich muss mich daran halten. Der ehem. Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Bergner stellt sich folglich klar hinter Dr. Mannke, und verurteilt jegliche Schönfärberei, genannt Political Correctness. Nach unserem Grundgesetz sollte es möglich sein, dass unbeqeme Themen, wie hier, in einer gefestigten Demokratie diskutiert werden können. Der Umgang mit anderen Meinungen in Form von Beschimpfung oder Hilflosigkeit ist keine Diskussion!

Dann kam die Silvesternacht 2015/16 und widerlegte allen Unsinn in den Medien. Doch Spiegel online bis FAZ verfahren weiter in einer Art und Weise, die J. Mannke an die Zeit unter einer SED erinnerte. Natürlich machen auch die Politiker von Grünen und der Linken munter weiter. Vorwurf „Das grenzt an Hetze“ oder „unterirdisches Niveau“ . Man fragt sich, wie gut sie die Wertvorstellungen der Flüchtlinge kennen, wenn sie andere als „Nazischwein, sexuell frustrierten Mann, Hetzer mit Lehrauftrag“ bezeichnen. Auch wenn von 3100 Zuschriften lediglich 270 besorgte Demokraten ihn z.B. einen „hässlichen glatzköpfigen Freak“ nennen, so sprach er doch vielen Menschen aus dem Herzen.

Es mag eine intolerante Eigenschaft von linksgrünen Chaoten sein, die ausfallend reagieren, doch noch mehr schmerzte es ihn, dass auch Kollegen ihm die Freundschaft kündigten, weil er angeblich die „Meinungsfreiheit“ nicht respektierte. So wurde er im Philologenverband mit fadenscheinigen Aussagen angefeindet und schließlich aus dem Amt gedrängt.

Mehr und mehr komme ich zu der Erkenntis, dass eine freie Gesellschaft, die jede Meinung im Keim erstickt, nicht mehr frei ist! Im Zusammenhang mit diesem Buch erkennt man sehr gut, ein Zusammenleben mit unterschiedlicher Meinung scheint es nicht mehr zu geben. Mir fällt immer wieder auf, dass Toleranz zwar eingefordert wird, aber diese Scheindemokraten nicht in der Lage sind, diese auch selbst auszuüben, sie praktizieren de facto Intoleranz. „Nur wenn es weh tut, ist es Toleranz“, so der Jurist Volker Kitz.

„Im Migrationsjahr 2015 verwandelten sich viele Tageszeitungen in Volkserziehungsbroschüren“, so formuliert die Zeit (3). Anstatt die Politik zu kritisieren, entscheiden sie sich dafür, das Denken der Bürger zu manipulieren. In einer Untersuchung der Otto-Brenner-Stiftung ist zu hören (3B), dass völlig unkritisch die Linie von Merkel übernommen wurde und jede Skepsis in Fremdenfeindlichkeit umgedeutet wurde. Mich macht es ratlos und zugleich wütend, wenn ich sehe, welche klaren Gesetze wir haben und wie sie ausgelegt werden. Das Dublin III Abkommen, GG Art. 16a, Asylgesetz §13 und Aufenthaltsgesetz §22 regeln alles, werden aber nicht angewandt!

„Keine Frage: Angesichts von Antisemitismus und Rassenhetze sind Bildungsarbeit und Aufklärung jeglicher Art notwendig und rechtens – nicht aber eine Strategie der staatsbürgerlichen Diskriminierung, die mit allerhand Tricks das Recht verbiegt“, (4) so der tagesspiegel. Ganz klar: „Da wird nicht zuletzt unter Berufung auf die Demokratie die Einschränkung wesentlicher demokratischer Rechte gefordert; da wird im Namen der Freiheit die Freiheit von Andersdenkenden in Frage gestellt; da wird unter der Flagge der Toleranz gegen deren ,Feinde’ die Intoleranz gepredigt.“

Ähnlich wie J. Mannke vor der illegalen Migragtion gewarnt hat, warnte auch der Historiker Jörg Baberowski (Professor für Geschichte an der Humboldt Uni Berlin) vor einer Meinungsdiktatur. Er stellt unmissverständlich fest, dass „abweichende Meinungen nicht mehr toleriert werden. Wir leben in einer Meinungsdiktatur!“ Seiner Meinung nach ist diese sehr gefährlich, weil damit jeder in die rechte Ecke verbannt wird, der sich kritisch äußere. Sein Fazit: „Wer auf den gesunden Menschenverstand verweist, riskiert Ausgrenzung und Ächtung. Viele schweigen, weil sie nicht wollen, dass man ihnen vorwirft, sie seien rechts – und dürften deshalb am öffentlichen Diskurs nicht beteiligt werden.“ Und er warnt: der soziale Frieden und der Zusammenhalt stehen auf dem Spiel! (5)

Dr. Jürgen Mannke lässt uns miterleben, wie eine intolerante Gesellschaft mit berechtigter Kritik umgeht. So etwas hatte er schon einmal erlebt. Damals in der DDR, als die Staatspartei SED (heute als die Linkspartei bekannt) die Macht und die Meinung kontrollierte. Sie drillte die Menschen und diese sangen voller Inbrunst „Die Partei, die Partei hat immer Recht.“

(1) https://www.zeit.de/2016/35/grenzoeffnung-fluechtlinge-september-2015-wochenende-angela-merkel-ungarn-oesterreich/seite-2

(2) https://www.lehmanns.de/shop/sozialwissenschaften/38683921-9783957533883-im-land-der-verschwiegenen-wahrheiten-auf-dem-schafott-der-politischen-meinungsbildung

(3) https://www.zeit.de/2017/30/fluechtlinge-medien-berichterstattung-studie

(3B) https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/studien-2017/die-fluechtlingskrise-in-den-medien/

(4) https://www.tagesspiegel.de/meinung/im-wort-laut-unter-der-flagge-der-toleranz-wird-intoleranz-gepredigt/4352460.html

(5) https://www.huffingtonpost.de/2015/09/28/jorg-baberowski-deutschland-meinungsdiktatur_n_8206768.html

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Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt


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Gedächtniskirche, Berlin
Gedächtniskirche, Berlin

Mein persönliches Gefühl ist tiefes Mitgefühl mit den Betroffenen, den Familien der Toten und den Verletzten. Gleichzeitig kann ich aber auch Wut und Ärger nicht verbergen, die mich nach den Verantwortlichen fragen lassen. Wer Leser meiner Beiträge ist, kennt meine Antwort darauf, die ich hier aus pietätsgründen gegenüber den Opfern nur emotionsgedämpft formuliere.

Fassungslosigkeit bei Politik und Gesellschaft

Warum eigentlich? Wir alle haben gewusst, dass sich Deutschland schon längst im Fokus terroristischer Anschläge befindet.
Und diese Bezeichnung „terroristisch“ wurde auch direkt von den kondolierenden ausländischen Staatschefs in den Mund genommen, als es unser Innenminister de Maizière noch vermied. Die Frage eines Journalisten an ihn, ob durch dieses schreckliche Ereignis ein Überdenken der bisherigen Flüchtlingspolitik stattfinden wird, wurde nicht beantwortet. Es sei nicht der Tag, um über politische Konsequenzen zu reden. Muss man auch nicht. Schließlich hat man mit der Aufklärung der Tat genug zu tun. Erst recht, nachdem trotz Verfolgung des LKW-Fahrers der womöglich Falsche festgenommen wurde und zu befürchten ist, dass die Fahndung danach unterbrochen wurde.

Merkel äußerte in ihrer Rede, dass sie hofft, dass dieser Anschlag nicht von einem Menschen begangen wurde, der Schutz und Asyl bei uns suchte. Diese Bemerkung ist nur dumm. Natürlich weiß sie, dass es sich bei solchen Terroristen nicht um Schutz- und Asylsuchende handelt. Diese Menschen gehorchen dem IS und man kann bei dieser Flüchtlingspolitik nicht ausschließen, dass sie sich im Rahmen der Einladungs- und Willkommenswochen seit 2015 unter die Hilfesuchenden gemischt haben.

So verständnislos wie Angela Merkel vor nicht allzu langer Zeit bemerkte, dass es nicht ihr Land ist, wenn es nicht erlaubt sei, ein freundliches Gesicht zu zeigen … so ungehalten rufe ich jetzt aus: Das ist nicht mehr mein Deutschland, das mit einladenden Worten in alle Richtungen versäumte, kontrollierend die Spreu vom Weizen zu trennen.

Bundespräsident Gauck wünscht sich, dass die Hass-Tat des Terroristen nicht auch von Seiten der Bevölkerung mit Hass beantwortet wird. Das wünsche auch ich mir und frage mich dann aber auch, wie ein solcher Satz bei den Familien der Getöteten und Verletzten ankommt.

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