DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Emmanuel Macron – militärischer Muskelmann


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Französischer Nationalfeiertag 2019

Da ist der Blick nach Russland völlig überflüssig. Putins Machtdemonstration auf dem Roten Platz mit all dem Kriegsgedöns und den Stechschrittsoldaten kann ganz in unserer Nähe bewundert werden. Am Nationalfeiertag der Franzosen durften wir Europäer Macrons Militärspielzeug auf den freigeräumten und abgesperrten Champs-Ély­sées bewundern. Waffen, Panzer, Flagge, Nationalhymne bedienen den Patriotismus der französischen Linken, die im Gegensatz zu den deutschen Linken mit den nationalen Symbolen keine Probleme haben. Dass die SPD oder die Grünen in Berlin zum Tag der Deutschen Einheit eine national-patriotische Militärschau dulden oder sogar verlangen würden, ist schlicht unvorstellbar. Deutsche dürfen heute darüber dankbar sein, denn was wäre das für eine Peinlichkeit, wenn die vorgeführten Maschinerien plötzlich bei der Vorführung ausfallen und die verrosteten Panzer auf der Strecke liegenbleiben. Deutschland hat keine Vorführtruppen und es braucht auch keine. Da bringt die in Frankreich anwesende deutsche Kanzlerin lieber ein paar ihrer Soldaten-Jungs mit und lässt sie im Gleichschritt mit den Franzosen marschieren. Die Gäste staunten dann auch nicht schlecht über die vorgeführte modernste Militärtechnik des neuen Sonnenkönigs: “An der Tribüne flogen Drohnen vorbei; in einer Mini-Choreografie fuhren Roboter vor den Staats- und Regierungschefs auf und ab, die sich nicht via GPS, sondern mithilfe künstlicher Intelligenz im Raum orientierten. Dazwischen rannten zwei Soldaten hin und her, die Exoskelette getragen haben sollen, jene Roboteranzüge, die ihren Trägern übermenschliche Kräfte verleihen. Höhepunkt war jedoch der französische Jetski-Rennfahrer Franky Zapata, der mit einem Gewehr in der Hand auf einem sogenannten Flyboard hoch in der Luft flog. Die mit Düsenantrieb ausgestattete Mini-Plattform soll bis zu 190 Kilometer pro Stunde schnell fliegen können.”

Und weil das alles nicht reicht, kündigt Macron noch den Aufbau eines militärischen Weltraumkommandos an. Er wird der französischen Luftwaffe noch ein Raumfahrtprogramm gönnen, um auch im Weltraum die Sicherheit Frankreichs zu gewährleisten. Der Weltraum sei ein “neuer Bereich der Konfrontation”, sagte er. Die NATO hatte schon im Juni  eine Weltraum-Strategie beschlossen. Man will sich darauf vorbereiten, dass Kriege künftig auch im Weltraum stattfinden könnten. Diese Welt und ihre Machteliten haben scheinbar nichts verstanden und nichts hinzugelernt. Wie passt in diesen Unfug eigentlich das große Thema Klimaschutz hinein?

Außer Deutschland haben auch diejenigen Länder Mitmarschierer zum französischen Nationalfeiertag entsendet, die sich im letzten Jahr Macrons Interventionsinitiative angeschlossen hatten.
Deutschland, das seit Jahren die Bundeswehr und ihre Gerätschaften hat verkommen lassen, darf sich glücklich schätzen, sich unter den militärischen Schutzschirm der Franzosen zu begeben. Dass Merkel dafür das Portemonnaie weit öffnen muss, ist verständlich und ganz im Sinne Macrons.

Wer sich fragt, was Macron mit seinem Vorstoß in und für Europa beabsichtigt, muss seine Reden und seine Briefe lesen und sein Angebot an Deutschland richtig verstehen. Umsonst ist der Tod – das gilt auch für Europa. Frankreich wird die großspurigen Pläne Macrons nicht finanzieren. Mit der Erneuerung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages in Zeiten von wachsendem Nationalismus Anfang des Jahres dürften die erforderlichen Finanzspritzen schon einmal gesichert sein. Und diese wurden um so erforderlicher, je lauter die Forderungen der Gelbwesten in Frankreich ertönten. Der Verzicht auf die Ökosteuer-Erhöhung bedeutet für den Staat 2019 Mindereinnahmen von vier Milliarden Euro. Hinzu kommen Ausgaben für Heizkostenzuschüsse und andere Hilfen, die von der Regierung schon zu Beginn der Gelbwesten-Krise zugesagt wurden. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass 2019 ein Staatsdefizit in Höhe von 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung zu befürchten ist und Frankreich den EU-Grenzwert von drei Prozent überschreiten könnte.

Nun, das deutsche Dreimädel-Haus, bestehend aus Merkel, AKK und von der Leyen, wird schon dem französischen Charmeur huldigen und ihn für seinen Europa-Einsatz fürstlich entlohnen. Wie schon gesagt, kommt sein Einsatz ja schließlich auch den “reichen” und unfähigen Deutschen zugute.

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Der Angriff auf die christlichen Kirchen


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Frankreich und der Stolz der Franzosen

Ein faszinierendes Volk, diese Franzosen! Ihr Mut zum Widerstand und ihr Stolz und Zusammenhalt bei Terror und Katastrophen sind bewundernswert. Dass sich in Deutschland das Wort „Stolz“ auf dem Index befindet, verdanken wir den tiefgrünrosaroten „Weltenrettern“ und Identitätszerstörern. Natürlich gibt oder gab es auch für Biodeutsche zig Gründe, um auf deutsche Kultur und Errungenschaften stolz zu sein. „Made in Germany“ ist nicht ohne Grund ein weltweit bekanntes und anerkanntes Label gewesen und stand einmal für deutsche Wertarbeit – heute verflogen und der Lächerlichkeit preisgegeben. Auf der Überholspur fahren inzwischen andere, was nicht verwundert. Ein Flughafen für Anfänger, der nie fertig wird – Regierungsmaschinen, in denen niemand mehr sicher reist oder pünktlich ankommt – eine Autoindustrie, die sich selber ins Abseits manövriert und eine Klimapolitik, die schulschwänzenden Kids das Zepter in die Hand gibt sind die deutschen Errungenschaften der Gegenwart.

Während ich diesen Beitrag schreibe, flattern mir andere ins Haus und darunter einer, der mich aufhorchen lässt.

„2018 wurden 875 Kirchen in Frankreich durch Vandalen attackiert, 3 pro Tag. 129 Kirchen wurden ausgeraubt. Im Jahr 2017 waren es 1.045 Fälle von Vandalismus und 109 Diebstähle.

Im März brannte bereits die zweitgrößte Kirche in Paris, Saint-Sulpice. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Zu Jahresbeginn brannte in Grenoble die Kirche Saint-Jacques, mehr als hundert Menschen mussten aus umliegenden Wohnhäusern evakuiert werden.

Der Februar war besonders schlimm: In die Kirche Notre-Dame-des-Enfacts in Nimes wurde ein Kreuz aus Fäkalien gemalt und die Hostie geschändet. Im selben Monat wurden der Altar der Kathedrale Saint-Alain in Lavaur in Brand gesetzt, Statuen und Kruzifixe zerstört. Zwei Teenager wurden deswegen verhaftet. Am 4. Februar wurde eine Statue der Muttergottes in der St.-Nicolai-Kirche in Houilles, Yvelines, zerstört, und wenige Tage später die Hostie und der Altar in der Kirche Notre-Dame de Dijon geschändet.“ (Deutschland Kurier, 16. 4. 2019)

Vorausgesetzt, die Recherche war gründlich und entspricht den Tatsachen. Warum sollte dann der schreckliche Brand in Notre Dame bei Bauarbeiten entstanden sein? Gleich zu Beginn der Berichterstattung über den Brand schloss man Brandstiftung und einen politischen Hintergrund aus. Und siehe da – heute heißt es kurz und knapp, Widerspruch ausgeschlossen: Ein Kurzschluss hat den Brand ausgelöst. Damit wäre das Gotteshaus also Opfer höherer Gewalt geworden.

Erstaunlich trotz allem, dass schon vor Festlegung der gewünschten oder vielleicht sogar tatsächlichen Brandursache ein Spendenaufruf dafür sorgte, dass die beiden Milliardärsfamilien Arnault und Pinault bereits mehr als 300 Millionen Euro für den Wiederaufbau zusagten. Weitere Milliardäre könnten folgen, an Superreichen mangelt es dem deutschen Nachbarland nicht, berichtet das CAPITAL. 41 französische Milliardäre kommen im Durchschnitt auf ein Pro-Kopf-Vermögen von 8 Mrd. Dollar. Schon 36 Stunden nach Ausbruch des Brandes wurden für die Renovierung der Notre Dame  nach französischen Angaben schon 900 Millionen Euro Spendengelder gemeldet.

Die Frage, warum die reiche katholische Kirche sich nicht angesprochen fühlt, ist einfach zu beantworten: Notre Dame ist ein staatliches Gebäude

Das Magazin für Kirche und Kultur meldet eine antikatholische Stimmung im Land. Die Vorfälle reichen vom Norden bis zur spanischen Grenze. Christianophobie, ein französischer Blog zur Dokumentation von Christenfeindlichkeit, bezeichnet die Häufung und die Art der Angriffe als „diabolisch“.

Die Französische Revolution von 1789 war der erste Versuch, das Christentum im Land zu vernichten. Der Versuch wurde mehrfach wiederholt und in seiner Intention 1906 im Gesetz zur Trennung von Staat und Kirche festgeschrieben. Mehr als hundert Jahre später erfolgt der Druck nicht nur von militanten Laizisten und Satanisten, sondern auch von Muslimen, die zahlenmäßig in Frankreich längst die gesellschaftliche Entwicklung mitbestimmen.

Nicht nur in Frankreich steckt die Kirche in der Krise. Und sie wird es bleiben, solange sie nicht aus dem Pool von Demut, Selbstbewusstsein und Autorität schöpft und ihre weltfremden Glaubenspostulate in der Schublade belässt. Den Berliner Bischof Heiner Koch erinnern die Freitagsdemos an die biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem – und das ganz passend mit Blick auf die Karwoche, an deren Ende, dem Karfreitag, Christen an den Tod von Jesus am Kreuz erinnern. Und der im Ruhestand befindliche Papst Benedikt gibt der sexuellen Revolution die Schuld an den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Leider übersieht er, dass die Kirche den 68ern und damit den linksgrünen sexuellen Traumtänzern den Niedergang der Kirche verdankt – inbegriffen der sexuellen Revolution. Selbst wenn Benedikt ein Quäntchen recht hat mit seiner Überlegung – einen Freispruch für seine abtrünnigen Priester erwirkt er damit nicht. Vielleicht wäre das Priesteramt in Polen eine hilfreiche Alternative. Ohne sexuelle Revolution hat dort die Mehrzahl der Priester eine Gemeinde hier und Frau und Kinder dort.

Schade, dass Papst Franziskus den einzig wahren Schritt für ein Ende kirchlicher Missbrauchsfälle nicht gegangen ist: Alle Geistlichen von der unnatürlichen Bürde des Zölibats zu befreien.

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Präsident Macron im deutschen Bundestag


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Wache Franzosen – schlafende Deutsche

Während der beste Freund der deutschen Kanzlerin,  Präsident Macron, zwecks Geldempfang die Totensonntagsrede im deutschen Bundestag hielt, protestierten in seinem Land laut Spiegel 290.000 Menschen, um gegen höhere Benzinpreise zu demonstrieren. Sie blockierten Straßen, Supermärkte und Tankstellen und verursachten kilometerlange Staus. Zur “Operation Schnecke”, gekleidet in gelbe Warnwesten, hatte eine wütende 51-jährige Dieselfahrerin die Nation aufgerufen. “Vor zehn Jahren habt Ihr uns dazu gebracht, Diesel zu kaufen, weil sie als umweltfreundlicher galten”. Nun missbrauche der Präsident die Autofahrer als Goldesel. 1,90 Euro der Liter Diesel – 1,98 Euro der Liter Super.

Auf einem vier Minuten und 38 Sekunden dauernden Handyvideo, das sechs Millionen mal angeklickt wurde, mokiert sich die 51-jährige Jacline Mouraud über die wahnsinnigen Benzinpreise, die der Arbeitslose und Geringverdiener aufbringen muss, während für den Élysée-Palast neues Geschirr gekauft oder ein teures Schwimmbad für den Präsidenten gebaut wird. Die Akkordeonspielerin und freischaffende Hypnose-Therapeutin hat Mut bewiesen. Leider sind nach den Protesten eine Tote und 400 Verletzte die traurige Bilanz.

Der große Präsident, der sich wie Merkel mehr für sein Projekt Europa interessiert als für die Belange seiner weniger betuchten Bürger, muss immer wieder Massenproteste gegen seine Politik ertragen. Seine Zustimmungswerte sind inzwischen auf 25% gesunken.

Was also soll der Europäer an derartig turbulenten Zeiten in Frankreich? Das Geld ist in Deutschland bei Merkel zu holen. “Macrons Plan ist, eine neue breite liberale Mitte in Europa aufzubauen. Sein Ziel sind etwa 140 Abgeordnete – und damit nach der EVP zweitstärkste Kraft im EU-Parlament zu werden. Mit seinem neuen Bündnis könnte Macron dann nicht nur die Ausarbeitung von EU-Gesetzen im europäischen Parlament maßgeblich beeinflussen, sondern auch Personalpolitik auf höchster Ebene machen”, ließ die  „Welt“ Ende Juli verlauten. Ein gutes Polster für seine Pläne wäre da schon einmal ein Anfang. Der ist in dem Schlaflabor Deutschland widerstandslos zu machen. Heute ging es mit salbungsvollen Worten über die großartige deutsch-französische Freundschaft erst einmal um ein gemeinsames Budget für die Eurozone, um Ungleichgewichte besser auszugleichen. Wie formulierte er es noch in seiner Rede zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkrieges? “Ein reiches Land wie Deutschland muss lernen, seinen Wohlstand mit anderen Ländern zu teilen.”

Liebe arbeitende Deutsche,
nach diesem Satz Macrons sollte man den Mann nach Hause schicken. Andererseits – welchen wahren Eindruck sollte er von Deutschland schon haben, wenn er die Verteilungsmentalität der deutschen Bundeskanzlerin erlebt. Daniel Stelter, ein Ökonom und früherer Mitarbeiter der Unternehmensberatung „BCG“ (Boston Consulting Group) zog Bilanz mit dem Ergebnis: Merkel kostet uns in den Jahren ihrer Kanzlerschaft Billionen.
Der Welt-Reichtums-Report bezeichnet die Deutschen als die ärmsten Würstchen der EU. Deutlich wird das, wenn man die Medianwerte des Vermögens und nicht den statistischen Durchschnitt betrachtet. “So macht es der renommierte Global Wealth Report des Credit Suisse Research Institute’s, das jährlich die weltweite Vermögensentwicklung analysiert. Beim reinen Durchschnitt heben die vielen Reichen und Superreichen in Deutschland den Wert im Vergleich nach oben, der Medianwert begrenzt den Einfluss von Ausreißern und zeigt die Lebenswirklichkeit der Bevölkerung. Der Medianwert des geldwerten Vermögens für die Erwachsenen liegt in Deutschland bei 47.000 Dollar. Schon im krisengebeutelten Griechenland sind es 55.000 Euro. Holländer (94.000 Dollar), Dänen (87.000 Dollar), Belgier (168.000 Dollar) sowie Franzosen (120.000) und Italiener (125.000) sind alle reicher als Deutschland. Lichtenstein (168.000) und Schweiz (229.000) bilden erwartungsgemäß die Spitze. (aus Stern-Artikel).
Die Notenbanken der Euro-Partner wie Italien, Spanien oder Frankreich schulden der Bundesbank über das Verrechnungssystem Target2 fast eine Billion Euro. Welche Vernichtungskraft sich für Deutschland dahinter verbirgt, sollten Merkel und Macron in ihren Positionen wissen. Also, Herr Macron – ab nach Hause und kehren vor der eigenen Tür, vor der es gerade ziemlich turbulent zugeht.

Liebe arbeitende Franzosen,
meine Bewunderung für euren politischen Wachheitsgrad kennt keine Grenzen. Wie oft in den 70 Jahren Nachkriegsgeschichte habt ihr schon eure Arbeit niedergelegt, seid gegen politische Entscheidungen und Maßnahmen geschlossen auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren und euch Gehör zu verschaffen.
Ich schäme mich, zu der Nation zu gehören, die sich bis heute immer und immer wieder die Schuld der Vergangenheit aufbürden lässt, um sich damit erpressen und auspressen zu lassen. So hörte ich auch die salbungsvollen Worte eures Präsidenten im deutschen Bundestag und wertete viele von ihnen so, wie auch meine Worte gegenüber meiner Großmutter häufig zu werten waren: Ein bisschen Schönrederei, ein Kompliment für ein kleines Taschengeld im Sommer, für das ich mir ein Eis leistete.
Ja, die deutsch-französische Freundschaft ist wichtig, sie ist mir aber nicht wichtiger als die deutsch-polnische oder deutsch-schweizerische. Sie ist mir auch nicht wichtiger als eine in den Sand gesetzte deutsch-russische oder deutsch-amerikanische.

Liebe deutsche Mitbürger,
öffnet endlich eure Augen, schaut auf deutsche Straßen, Brücken, Schulen, auf eure Steuern und Konten und zukünftigen Renten. Vor allem: Schaut auf eure französischen Nachbarn und nehmt sie euch als Vorbild! Löst euer Hinterteil vom heute noch vorhandenen bequemen Sessel und werdet echte Demokraten mit eigener Meinung, einem neuen politischen Interesse, einer großen Skepsis gegenüber den drei Gewalten und speziell gegenüber der sehr fragwürdigen Mediengewalt, weil auch sie in Händen der Mächtigen liegt.
Bürger Deutschlands! Wacht endlich auf und erhebet euch und eure Stimme!

 

Nachtrag:  

Deutschland und Frankreich legen Entwurf für Eurozonen-Budget vor:

Über den genauen Inhalt des Papiers zur „Architektur eines Eurozonen-Budgets“ ist noch nicht viel bekannt. … Unklar ist bisher allerdings, woher die Mittel für solch einen Haushalt kommen sollen. … Ein Volumen wird weiter nicht genannt.

Ungenau, unbekannt, intransparent … aber der deutsche Finanzminister spricht schon einmal wichtige Phrasen gelassen aus: Ein eigener Euro-Haushalt könne „den Euro und unseren dadurch verbundenen Wirtschaftsraum stärker“ machen, sagte Scholz heute. „Das halte ich für sehr wichtig, dass wir eine solche Möglichkeit bekommen.“

 

 

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Der Retter Europas kommt aus Frankreich und heißt Macron


Frankreich hat gewählt – Europa atmet auf. Emmanuel Macron ist jung, frisch, modern und selbstbewusst und hat sich vorgenommen, Frankreich und Europa zu erneuern. Vielleicht endlich jemand mit klaren Zielen!

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Jung, frech, selbstbewusst mit dem Zusatz ‘linksliberal’.
Emmanuel Macron

Die Wahlen in Frankreich sind gelaufen. Sie waren spannend wie ein Krimi und Europa atmet auf. Wenn schon in Amerika mit Donald Trumps Wahl alles schiefgelaufen ist, sich Großbritannien gerade den Staub des “schmutzigen” Europas vom Revers streift, hat es jetzt wenigstens Frankreich geschafft, die europäischen Erwartungen zu erfüllen.
Frankreich ist nun an der Stelle angekommen, an der sich Merkel nach ihrer Wahl zur Bundeskanzlerin befand: Ihre Euphorie für Europa schien größer als die nationale Verantwortung. Der einzige Unterschied zwischen damals Merkel und heute Macron liegt darin, dass Merkel einen Parteiapparat hinter sich wusste, aus dem niemand mehr die Erlaubnis bekam, eigene Ideen oder Meinungen zu verkünden. Die CDU wurde ab sofort zu einer Monarchie-Partei mit Merkel als Souverän.
Macron hingegen hatte keine Partei hinter sich, an deren Spitze er sich wie damals Merkel nun automatisch stellen könnte. Er hat sich nach seiner Wahl erst seine Mannschaft zusammengesucht, die zum großen Teil aus einer Elite ohne Parteihintergrund besteht und ohne politische Erfahrung an den Start geht. Diesem Umstand, den Macron natürlich in seinem Wahlkampf nutzte, verdankt er seinen Wahlerfolg. Bei vielen seiner Wähler war nämlich die Hoffnung aufgekeimt, dass Macrons Regierungsteam das französische Volk besser repräsentieren würde als es bei seinem Vorgänger Hollande der Fall war. Das hatte Macron schließlich versprochen. “Doch der Präsident hat ein Kabinett nach seinem Ebenbild geschaffen”, schreibt Annika Joeres in Zeit online. Hatte es aber nicht jeder wissen müssen, dass ein ehemaliger Wirtschaftsminister aus der Regierungsmannschaft Hollandes, der gesellschaftlich aus der Elite kommt, keine nationale Politik fürs arbeitende Volk plant, sondern eher die Bühne Europas mit einer neuen Aufführung beglücken will. Zwar gehörte zu seinem Wahlversprechen auch die Modernisierung der Sozialsysteme und des Parlaments, doch dafür hat er ja hochgradig intelligente Wissenschaftler und Wirtschaftsfachleute rekrutiert, die nun beweisen müssen, dass sie das können.
Sein Kabinett ist – würde man es auf Deutschland übertragen – eine Art schwarz-gelbe Koalition mit einigen sozialdemokratischen Ministern und einem grünen Umweltminister. Neoliberal in der Wirtschaft und gesellschaftlich offen, etwa bei Fragen der Homoehe.”

Merkel, die Einäugige unter den Blinden, hat in Macron ihr perfektes zweites Auge gefunden. Beide werden sie nach dem Brexit als europäisches Traumpaar einen zweiten Anlauf in und für Europa wagen, koste es in ihren Ländern, was es wolle.

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