DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Die Kollaps-Republik


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… und ihre Kollaps-Regierung

Jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft! Gestern wollte Seehofer seinen „Masterplan Migration“ vorstellen … Merkel allerdings pfiff ihren Innenminister zurück. Da auch innerhalb der Linken Kipping und Wagenknecht ihre „Masterpläne Migration“ gerade ausfechten, wenden wir uns doch alle lieber dem Fußball zu, der da deutlichere Argumente statt der langweiligen Alternativlosigkeit einer Angela Merkel oder Katja Kipping vorzuweisen hat. An Merkels Kollaps-Politik der offenen Grenzen wird sich auch Seehofer die Zähne ausbeißen. Zustimmung von vielen Seiten ist ihm allerdings schon heute sicher.

Über von der Leyens Kollapstruppe der Bundeswehr habe ich in schon mehreren Beiträgen berichtet. Nach einer Dokumentation in der ARD mit dem Titel „Pflege: Hilft denn keiner?“ hatte Plasberg in „Hart aber fair“ Gesundheitsminister Spahn geladen, der sich zu dem Pflegenotstand in Familie und Heimen äußern sollte. Tag für Tag wird die Würde alter und zu pflegender Menschen verletzt. Pflegende Angehörige fühlen sich von der Politik allein gelassen. 80 % der Deutschen sagen: Die Politik tut nicht genug. 2/3 aller Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt und belasten Gesundheit, Psyche und Portemonnaie der Pflegenden. Es fehlen Tausende Pflegekräfte, viele gut ausgebildete Kräfte verlassen den Job, weil sie die Dauerbelastung psychisch und physisch nicht länger ertragen können. Menschlichkeit und Empathie sind Fehlanzeige, beklagen Pflegekräfte. Alles muss schriftlich dokumentiert werden … von Zehnagel bis Haarsträhne besitzt jeder Handgriff eine Registriernummer. Was hat all das mit der Würde des alten Menschen zu tun?

Jahrzehnte ist das Problem bekannt und das Dilemma, auf das die Pflegesituation zusteuert, doch es passiert politisch nichts. Woher will nun Spahn die Tausende von neuen Kräften nehmen?
Dieser Skandal im reichen Deutschland dokumentiert das jahrzehntelange Dilettantentum deutscher Gesundheitspolitiker, allen voran der „Fähnchenweher“ Gröhe, dem Merkel statt des Fähnchens lieber den Ministerposten hätte wegnehmen sollen.

Spahn hat diesen Schrotthaufen „Gesundheitspolitik“ freiwillig übernommen. Gesundheitspolitik ist für ihn kein neues Feld. Seit November 2005 war er Mitglied der „Arbeitsgruppe Gesundheit“ der Unionsfraktion. Er saß für die Union im Gesundheitsausschuss, hat die Gesundheitsreform 2007 mit vorbereitet. Von 2009 bis 2015 war er dann gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.
Von 2006 bis 2010 war Jens Spahn über eine Zwischenfirma auch an der Agentur „Politas“ beteiligt, einer Lobby-Agentur der Pharmaindustrie. Nach deutlicher Kritik und dem Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte legte Spahn die Beteiligung nieder.

Er wird sich wie sein Vorgänger in die Reihe der Unfähigen und Lobbyhörigen einsortieren, denn sein Auftreten zeigt, dass er außer aktionistischer Worte und üblicher Argumente nichts Spezielles auf der Pfanne hat. Ein Gesundheitsminister, der diesen Notstand übernimmt, hätte sofort einen Rettungsplan aus der Tasche ziehen müssen, um zu beweisen, dass genau er der richtige Mann ist.
Er wollte einen Ministerposten – jetzt hat er den Skandal an der Backe! Und seine Chefin Merkel wäscht ihre Hände wie immer in Unschuld. Sie ist Europa verpflichtet, wie sie beim Zurückpfiff ihres Innenministers Seehofer in Sachen „Masterplan“ wieder einmal so trefflich bemerkte. Was hat sie da mit Deutschlands Alten und Kranken zu tun, wo sie sich nicht einmal für die Gesunden und Arbeitsfähigen interessiert?

Der nächste Kollaps kündigt sich an. „Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft warnte schon im April in einem Brandbrief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor einem ‚organisatorischen Kollaps‘ des deutschen Rettungswesens.“ Report Mainz berichtete darüber. Es heißt, schuld seien die Patienten selber.
Jeder dritte Patient, der in der Notfallklinik auftaucht, hätte auch zum Hausarzt gehen können – oder besser: sollen. Denn Notfallmediziner arbeiten sowieso schon am Limit: Die zeitliche und psychische Belastung ist hoch, die Bezahlung gering für ihre verantwortungsvolle Arbeit. Wäre ein Hausarzt noch ein Hausarzt, gäbe es auf dem Land noch den Landarzt, hätten Arzt und Patient noch einen Draht zueinander, wüsste der Alte oder Kranke, ob er die Nummer 110, 112, 116117 oder das Krankenhaus anrufen soll, würde die Notfallmedizin vielleicht heute noch das sein, was sie mal war.

Geschichten von misshandelten Senioren, überarbeiteten Pflegekräften und einem überforderten System sind bereits so oft erzählt worden, niemand will sie mehr hören. Claus Fussek, Kenner und Kritiker dieses maroden Gesundheitssystems und Buchautor sagt: „Die Guten werden verheizt und müssen einfach irgendwann aufhören – die Schlechten bleiben und zerstören das System immer weiter.“ Über 50.000 Briefe und E-Mails hat der Pflegekritiker inzwischen nach eigenen Angaben gesammelt. Von Pflegern, Heimleitern oder Mitarbeitern des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK). Alle zeichnen das gleiche Bild: Die Pflegebranche ist kaputt. Zerstört von Gewinndenken und Profitsucht.

Gute Heimbewohner sind bei diesem System solche, die sich nicht beschweren und nicht mucken. Die entweder klaglos vor sich hin dösen oder so selbstständig sind, dass sie keine Arbeit machen – alle anderen Heimbewohner werden eher als störend empfunden. So stellt sich auch die Heimleiterin Frau Glück dar in dem wunderbaren Film „Die Spätzünder“ mit Jan Liefers als Rocco in der Hauptrolle. Sie hat die Senioren am liebsten schön ruhig, benebelt von Medikamenten, taten- und willenlos. Sie mag es, wenn ihre Schützlinge im Aufenthaltsraum sinn-, gedanken- und sprachlos den Lebensrest verbummeln. Die Herzschrittmacher allerdings, wie sich die alten musizierenden Herrschaften in diesem Heim nennen, denken gar nicht daran, sinn-, gedanken- und sprachlos ihr restliches Dasein zu fristen. Ein großartiger Film, der jedem ein Lächeln entlockt und die Fragen stellt:
Warum sieht es in unseren Altenheimen so trist und traurig aus?
Warum hat nicht jedes Heim einen Gesellschafter namens Rocco?

Schenken wir den alten Menschen Zeit und Aufmerksamkeit! Konfrontieren wir sie mit Musik! Schicken wir ihnen Kindergartenkinder zum gemeinsamen Lesen, Singen und Spielen und zum … Liebhaben! Platzieren wir unsere Tierheime neben Altenheime und gönnen wir Tier und Mensch die so nötigen Streicheleinheiten! Es gäbe so viel zu tun für alte Körper und Seelen! Und das nach der Devise: Wer alten Menschen liebevoll „Hintern und Seele putzt“, weil es niemand sonst tut, verdient die beste Bezahlung in dieser Republik. Wer hinter der Sicherheitsscheibe mit Schlips und Kragen Geld zählt und über Kreditvergaben entscheidet, ohne sich schmutzig zu machen oder am Rednerpult dummes Zeug erzählt, hat keinen Euro mehr verdient als der, der Dienst am Menschen tut.

Ich gehe für die Würde der alten Menschen, für die Anerkennung der Pflegekräfte und für meine hilflose Zukunft mit euch auf die Straße. Auf meinem Transparent wird stehen:
Für die Würde des Pflegers und seines Pflegebedürftigen.

Und für alle, die noch immer gutgläubig alt werden, hier das Zitat des letzten „großartigen“ Gesundheitsministers Hermann Gröhe:
„Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich insbesondere in ihrem Umgang mit kranken und pflegebedürftigen Mitmenschen.“

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Erdogans Antwort auf Enissa Amani


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Aus „Hart aber fair“ wird „Nicht zu fassen“

Wer am 9. April 2018 die Sendung „Hart aber fair“ zu dem Thema „Gehört der Islam zu Deutschland?“ gesehen hat und darin die Entertainerin Enissa Amani erleben musste, hat nun eine Vorstellung davon, wie geistige Blindheit, getarnt als „Friede-Freude-Eierkuchen“-Mentalität eine Muslima und vier gestandene Männer außer Gefecht setzen kann. Es galt nämlich, so schnell zu hören und zu reagieren, wie Amanis geballtes Wortgeschwader argumentations- und kenntnislos den Senderaum flutete. Dabei setzte sie alle Sprachzentren ihrer „Gegner“ streckenweise außer Kraft und füllte noch lange nach der Sendung die Medien mit Aussagen wie „Ging es früher noch um politische Argumentation, ist heutzutage die jeweilige Befindlichkeit der Motor solcher Diskussionsprozesse. Aus dem Worte-Tsunami von Enissa Amani ließ sich aber trotzdem noch eine politische Aussage destillieren: Seid nett zueinander.“

Und wieder die Frage: Was wird durch die Medien transportiert? Nicht das umfassende Wissen eines Islamexperten Hamed Abdel Samad oder die politisch-gesellschaftlichen Überlegungen eines Cem Özdemir! Es sind Lautstärke, Dummheit, Frechheit und der Wortschwall zwecks Übertünchung inhaltlicher Leere. Prima Repräsentanzen für den journalistischen Mainstream, der mit Bildung, Wissen und argumentativer Beweisführung schon längst nichts mehr anfangen kann. Zu langweilig, zu schwierig, zu negativ!
Es geht den Medien stets um den Unterhaltungswert, ganz egal, wie ernst das Thema auch ist. Und den beförderte Amani sogar schon tonlos nur durch ihre Körpersprache, indem sie durch Wippen, Augenaufschläge und Grimassen auf sich aufmerksam machte, was die Kameraleute auch entsprechend belohnten.

So viel zum Wunschdenken dieser „Sprech-Granate““, deren Lebenswelt weder in Duisburg-Marxloh noch in Berlin-Neukölln zu suchen ist. Die wenigen fundierten Inhalte dieser Sendung erreichten diese Frau nicht. Die passende Antwort auf ihre Traumwelt liefert ihr gerade der türkische Präsident Erdogan auf seine ganz eigene Art und Weise.

„An meine Bürger in Europa“ lauten seine einleitenden Worte an seine türkischstämmigen Bürger in allen EU-Staaten, die er dazu auffordert, ihren politischen Einfluss auszuweiten. „Übernehmt persönlich Aufgaben in politischen Parteien und politischen Mechanismen“, so Erdogan in seinem Appell.

So kehrt er heute dahin zurück, wofür er als Bürgermeister von Istanbul 1997 neun Monate im Gefängnis saß. Er hatte bei einer Demonstration aus einem Gedicht des islamischen Dichters Ziya Gökalp folgende Zeilen zitiert: «Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unsere Bajonette und die Gläubigen unsere Soldaten.»
Das Staatssicherheitsgericht verurteilte ihn daraufhin zu zehn Monaten Gefängnis wegen «religiöser Volksverhetzung». Erdogan hatte gegen die säkulare Staatsordnung, also die Trennung von Staat und Religion, verstoßen. Die Richter sahen in Erdogan die Speerspitze einer radikalen, islamischen Bewegung in der türkischen Politik.

Weise türkische Richter erkannten schon damals den wahren Charakter dieses heutigen Despoten, der genau die Zeilen des von ihm gewählten Gedichts vorgelesen hatte, die seinem Wunsch und seiner Überzeugung entsprachen.
Wer heute in Deutschland einen solchen Blödsinn verbreitet wie die Komödiantin Amani aus „Hart aber fair“, sollte lieber das von Loriot verbreitete Jodeldiplom erwerben statt sich in die Diskussion von Erwachsenen einzumischen. Dabei ist sie doch nur als laute freche Stimme für das gewünschte Mainstreamgeblöke gegen gebildete und fundierte Meinungsträger eingesetzt, die mit ihrem Unterhaltungswert die Einladung ernsthaft Diskutierender ad absurdum führt.

Dass der von ihr geliebte Islam allerdings bei weitem mehr als nur eine Religion ist, sondern ein umfassendes System mit politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und militärischen Komponenten, offenbaren inzwischen nicht nur die Zeilen des o.g. Gedichts, sondern die islamischen Strömungen und ihre Konkurrenzen untereinander in fast allen muslimischen Ländern. Der Boss des Ganzen, Recep Tayyip Erdogan fühlt sich dabei seit seinem selbstinszenierten Putsch als Sultan von Allahs Gnaden.

Der vor einigen Monaten getätigte Aufruf Erdogans an seine Brüder und Schwestern im Ausland, sich fleißig zu vermehren, dient natürlich wie andere Aufrufe Erdogans auch, der Erweiterung seines Einflusses und der Islamisierung Europas. Die Horden an deutschen „Komikern“, für die Enissa Amani hier steht, werden erst dann mit dem Zuhören und Nachdenken beginnen, wenn auch an sie Gebetsteppiche, Kopftücher und der Koran verteilt werden. Nach dem Erreichen aller „religiösen Rechte“, für die unsere muslimischen Freunde heute noch für Erdogan und Allah kämpfen, wird uns das „System Islam“ mit seinen politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und militärischen Forderungen und Ausweitungen auf die Barrikaden gehen lassen, die dann aber schon von Allahs Dienern und Kämpfern besetzt sind.

Im Gegensatz zu den Christen ist bei ihnen auch die Nachwuchsförderung in vollem Gang. So reichte letztlich Erdogans Propagandamaschine bis in den türkischen Religionsverband Ditib in Herford, wo Kinder eine Schlachtszene aus dem Ersten Weltkrieg aufgeführt haben – in Militäruniformen und mit Spielzeuggewehren. Und das in Deutschland! Wo auch sonst wäre es möglich? Der Deutsche ist die einzige Spezies, die applaudierend den Ast absägt, auf dem sie sitzt. 
„Carpe diem! Die Titanic sinkt und die Musik spielt noch!“

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