DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Glyphosat weitere fünf Jahre verlängert


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CDU/CSU – ein unzuverlässiger Partner

Glyphosat ist gestern in Brüssel wie erwartet in die Verlängerung gegangen. 18 von 28 Ländern haben dafür gestimmt – skan-dalöserweise auch Deutschland. Trotz der massiven Proteste aller Umweltorganisationen, denen auch ich mich angeschlossen habe und über die ich mehrfach berichtet habe, sorgten Lobbyisten und die Firma Monsanto dafür, auch weiterhin die Umwelt belasten, die Menschen gefährden und die Insekten sterben zu lassen.

Dieser europäische Skandal hat eine skandalöse Vorgeschichte. Monsanto ließ nichts unversucht, um  auch zukünftig sein Gift auf europäischen Böden verstreuen zu können. Es ließ auch keine fragwürdigen Studien aus, um den Krebsverdacht vom Tisch zu bringen. So fußt Monsantos Behauptung, Glyphosat  fördere keinen Krebs, auf einer Studie von FAO/WHO. Später deckte allerdings der Guardian auf, dass der Vorsitzende der FAO/WHO-Arbeitsgruppe gleichzeitig für ein Institut, das von Monsanto eine 500.000$-Spende bekam, arbeitete.   Alles, was mit Geld zu haben und auch gegen Widerstände zu entscheiden ist, hat System, wie ich in meinem letzten Beitrag darlegte.

Die Skandale um Glyphosat werden jetzt von einem weiteren begleitet, und zwar von einem vor der deutschen Regierungstür. Bekannt war, dass das SPD-geführte Umweltministerium gegen eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung war, während das Landwirtschaftsministerium einer weiteren Benutzung zustimmen wollte. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hat nun ohne Abstimmung mit der noch amtierenden Umweltministerin Hendricks für eine Verlängerung votiert und damit bewiesen, dass CDU/CSU das Spendenaufkommen und die Lobbyeinflüsse wichtiger sind als der Verbraucherschutz seiner Bürger. In einem Kommentar erzürnte sich der bei den Grünen beheimatete Martin Häusling, auch Landwirt, über ein derartiges skandalöses Politikgebaren in Anbetracht einer so heiklen Abstimmung. Er hält es für unwahrscheinlich, dass Schmidt ohne Zustimmung/Auftrag der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Merkel gehandelt habe. Ich halte das Ganze für ein abgekartetes Spiel. Nichts, was von Deutschland aus Europa betrifft, geschieht ohne Merkels Wissen oder Zutun.

Bundespräsident Steinmeier sollte seinen Erpressungsversuch in Richtung SPD dringend einstellen und die SPD sollte erkennen, dass ein weiteres Mitgehen mit Merkel und ihrer Abnicktruppe CDU für sie „Tod oder Untergang“ bedeuten wird, wie der Stern gestern titelte. Es scheint so, dass nichts mehr die SPD daran hindern kann, auf den Wegen des politischen Selbstmords weiter voranzuschreiten. Diesen Politikern, deren Beliebtheit jede Woche auf einer Skala gemessen und veröffentlicht wird, erhalten ihre Stimme von den potentiellen Wählern oder auch Nicht-Wählern. Ihnen möchte ich eine Aussage von Orson Wells mit auf ihren Abstimmungsweg geben: „Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck und die Muppets längst im Senat.“ Im deutschen Parlament säßen dann heute aus Star Wars Luke Skywalker und Prinzessin Leia und endlich wäre mit diesen auch das Jungvolk auf den Beinen, um die politische Bühne zu rocken.

 

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