DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Bottroper Krebsmittel-Apotheker Stadtmann verurteilt


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Stadtmanns millionenschwere Protzvilla verwaist

Eine traurige Skandalgeschichte nahm heute vor Gericht ein lausiges Ende. Lausig deshalb, weil die Verteidiger des Bottroper Apothekers Peter Stadtmann mit allen Mitteln versucht hatten, den kriminellen Krebsmittelpanscher  für unschuldig zu erklären. Bis zum Schluss zweifelten sie die Indizienkette an und forderten für Stadtmann einen Freispruch. Nichts sei bewiesen, meinten sie. Dahingegen setzte sich die Staatsanwaltschaft durch, indem sie 14.537 Fälle des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz sowie 59 Betrugsfälle für bewiesen ansah. Sie forderte  dreizehneinhalb Jahre Haft. 

Der Richter verhängte 12 Jahre, 17 Millionen Euro und ein lebenslanges Berufsverbot. Als Ironie des Schicksals wurde das Urteil am 48. Geburtstag des   grausamsten aller Apotheker verkündet.

Es lässt sich jetzt nach der Urteilsverkündung darüber streiten, ob das ein gerechtes Urteil ist. Ich als Mitbetroffene, die ich erleben musste, wie ein Ehepaar, das seine Krebsmittel aus besagter Apotheke bekam, fehlende Nebenwirkungen wie fehlende Wirkungen beklagte und in kürzester Zeit verstarb, bin in meiner Beurteilung gnadenlos. Es hieß, man hätte nicht klären können, wie viele Patienten von Stadtmann unterdosierte Medikamente bekommen hatten. Anfänglich war die Staatsanwaltschaft von mehr als 1000 betroffenen Patienten ausgegangen. Welche Rolle spielt es, ob nur das von mir erwähnte Ehepaar oder 1000 Patienten würdelos und mit der Billigung eines früheren Todes behandelt worden waren. In den mir bekannten Fällen bezweifle ich, dass überhaupt ein Wirkstoff vorhanden war. Ich nenne das Menschenverachtung, Körperverletzung und versuchten Mord.

Ich bedanke mich bei den beiden Mitarbeitern der TodesApotheke, Marie Klein und Martin Porwoll, für die Offenlegung dieses Skandals und reagiere mit einem angeekelten Pfui gegenüber den Menschen, die ihr Wissen verschwiegen oder unbehelligt weiter die Alte Apotheke im Zentrum Bottrops als Kunde betraten und noch immer betreten.

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