TV-Duell Merkel/Schulz, Teil 1

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… vor dem Treffen

Ob das heutige TV-Duell Merkel/Schulz stattfindet oder in China ein Sack Reis umfällt … beides ist gleich unwichtig. Und wer dann noch dieses Treffen als Duell bezeichnet, setzt diese Unwichtigkeit der Lächerlichkeit preis. Merkel hat schon im Vorfeld ihre Forderungen an die Sender gebracht, damit sie ihre übliche emotionale Märchenstunde für ihre Kinder (Bürger) abhalten kann. Ein Wahlkampf und ein Fernsehduell erfordern die konkrete Themenabarbeitung beider Kandidaten. Da es aber laut Merkel Deutschland soooooo gut geht wie nie, sieht die Märchentante natürlich auch keinen konkreten Handlungsbedarf. Ihren Titel „Märchentante“ hat sie sich selber mit ihrem Zitat zuzuschreiben: „Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch nach den Wahlen gilt.“ Was ist das für eine unverschämte Aussage? Vor allem: Wer soll eine derartige Märchentante noch wählen? Genau aus diesem Grund blieb mir das Lesen des Wahlprogramms der CDU erspart. Schließlich hatte ich ja das letzte und vorletzte intensiver studiert und kann bestätigen, dass ihr Zitat der Wahrheit entspricht. So bezeichnet auch der Ex-ZDF-Chefredakteur Brender dieses TV-Treffen am heutigen 3. September als „Missgeburt“. Wie auch Merkels Politikstil findet dieses Treffen im üblichen Schlafmodus statt und hat den Vorteil, die gesamte Nation nicht aufzuwecken und sie in ihrem Dornröschenschlaf zu belassen.

Nein, zu kritisieren sind primär die Sender, die ihrem freien Journalismus verpflichtet sind … aber siehe dazu meinen Beitrag über den Fall Gauland/Ösoguz. Die Medien haben sich schon längst als regierungstreue Mainstreamer demaskiert. Auch sie agieren nur noch auf scheindemokratischer Bühne zur Verblödung und Beruhigung des Bürgers.

Wenn doch Frau Merkel sowohl die ursprüngliche Planung der Sender für ein Zwiegespräch mit Schulz als auch ein zweites Treffen ablehnt, hätten sich die Sender doch ein anderes Outfit mit Schulz einfallen lassen können. Ein Herr Seehofer wäre ein möglicher Vertretungskandidat. Schließlich kennt er Merkels Märchen ja auswendig. Oder man hätte per Losverfahren 5 kleineren Parteien die Möglichkeit gegeben, sich an Schulzens Seite zu präsentieren. Warum also geht man auf die Forderungen Merkels ein, die doch sonst mit jeglichen Forderungen, beispielsweise bei Erdogan, stets Zurückhaltung übt.

Eine Antwort auf Merkels mediengerichtete Forderung schenkt uns der Leser des Artikels „Ex-ZDF-Chefredakteur Brender wirft Merkel Erpressung vor“ in spiegel online am 26.08.2017,
„Für Menschen, die mit dem Charisma und der Aura eines Kontoauszug-Druckers sowie der Spontaneität eines Bus-Fahrplanes gesegnet sind, ist die direkte Reaktion auf Fragen ohne vorherige Meinungsumfrage eine unüberwindbare Herausforderung.“

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