DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

In eigener Sache


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Liebe Leser meines Denk- und umDenk-Blogs,

über drei Jahre lang berichte, beschreibe und kommentiere ich die politischen Ereignisse speziell in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern. Das bedeutet ein Arbeitspensum von mehreren Stunden täglich. Ab und zu begegnet Ihnen auch der eine oder andere Gastschreiber in meinem Blog, bei dem ich mich hier ausdrücklich für seinen Einsatz und meine Entlastung bedanken möchte. Auch den Spendern und Kommentatoren sage ich herzlichen Dank für die Unterstützung meines Ein-Frau-Betriebs und fürs Denken und umDenken über all die Probleme und Ereignisse, die ich in meinem Blog anspreche.

Nach mehr als drei Jahren brauchen Sie, liebe Leser, aber auch ich ein neues Outfit und so befinde ich mich gerade in der „Umkleidekabine“, um etwas Neues anzuprobieren. Natürlich behalte ich meinen Namen und meine Erkennungszeichen „Denk- und  umDenk-Blog“, dennoch kleide ich mich ab jetzt ein wenig flotter, mutiger und farbenfroher und hoffe, dass Ihnen allen das neue Design gefallen wird.

Gleichzeitig bitte ich um etwas Rücksichtnahme und Geduld, wenn nicht alles sofort reibungslos verläuft. Ihre Rückmeldungen werden mich motivieren, so schnell und reibungslos wie nur eben möglich die in der Übergangszeit vielleicht auftretenden Unsicherheiten abzustellen.

Bitte unterstützen Sie auch weiterhin mein Zeitdokument, mit dem ich Ihnen eine gesellschaftliche und politische  Zeitenwende ungeahnten Ausmaßes nachweise. Sie selbst haben alles miterlebt, es aber vielleicht nicht wahrgenommen. Wer mich liest, kennt meine Überzeugung: Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Molière, französischer Dramatiker und Schauspieler * 1622, † 1673)

Der von mir initiierte Politische BürgerTisch, der an jedem zweiten Mittwoch in 46244 Bottrop-Kirchhellen um 19.30 Uhr stattfindet, ist eine öffentliche Veranstaltung, zu der jeder politisch interessierte Bürger herzlich eingeladen ist. Die nächste Gesprächsrunde findet am 9. Oktober um 19.30 Uhr im Brauhaus Bottrop-Kirchhellen, Kirchhellener Ring 80-82 statt.

 

 

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Auch die Kirchen in der Krise


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Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust

Mein Schulleben begann noch zu Volksschulzeiten und der wöchentliche Religionsunterricht bei Fräulein Borgler war im Stundenplan verankert. Fräulein Borgler war das, was meine sehr fromm katholische Großmutter “eine alte Jungfrau” nannte. Alt war sie, fanden wir Kinder, aber warum sie dann auch noch Jungfrau hieß, erschloss sich uns nicht. Entweder war sie nun “alt” oder eine “Jungfrau”. Beides zusammen passte doch gar nicht! Wer weiß , was die Großmutter da so zusammen phantasierte.
Völlig egal… was Fräulein Borgler uns erzählte, war jedenfalls interessant und spannend. Biblische Geschichten waren das von verlorenen Söhnen, von Frauen, die zu einer Salzsäure erstarrten, einem Gott, der aus drei Leuten bestand und der zaubern konnte. Manchmal mussten wir auch Gebete lernen, denn im 3. Schuljahr sollten wir alle zur Ersten Heiligen Kommunion gehen.
Der Gott, der Chef von uns allen, hatte verfügt, dass alle Menschen sechs Tage arbeiten sollten und am siebten Tag, also am Sonntag, zur Kirche gehen mussten, um ihn zu besuchen und um zu ihm zu beten.
Großmutter erzählte mir einmal, dass sie in Polen jeden Sonntag 7 km durch Regen, Eis und Schnee zur Kirche musste, weil ihre Großmutter in einem kleinen Dorf fernab der nächsten Kirche wohnte. Da brauchte ich mich gar nicht erst beschweren! Ich hatte die Kirche am äußersten Ende unserer recht langen Straße und brauchte dafür zehn Minuten Fußweg.
Gemeinsam mit dem Erwachsenenrecht, die heilige Kommunion empfangen zu dürfen, erwarb man auch die Pflicht, beichten gehen zu müssen. Ich weiß, dass ich vor meiner ersten Beichte meine Großmutter fragte, was ich da eigentlich erzählen sollte und es schien fast so, als hätte selbst Großmutter nicht so recht gewusst, was sie oder ich da als Sünde bereuen sollten.
Die Jungens mussten sonntags sogar arbeiten und als Messdiener dem Pastor oder Kaplan zur Hand gehen. Sie machten Kniebeugen, trugen Kännchen mit Wasser und Wein durch die Gegend und läuteten die Glocken.

So präsentierte sich die katholische Kirche in den 60er Jahren. Autorität war ihr sicher. Dafür nahmen die Gläubigen am gesamten Kirchenjahr teil mit Andachten, heiligen Messen, Hochämtern und großen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten, Weihnachten. Eingebunden in die Gemeinde sammelte man für den guten Zweck, tat seinen Obulus in den Klingelbeutel und baute Fronleichnam wunderschöne Altäre für die Prozession, bei der alle singend und betend durch die Straßen zogen mit dem Pastor an der Spitze.

Diese Idylle verflüchtigte sich mehr und mehr, je wohlhabender die Menschen wurden. Auch das Fernsehen, der zunehmende Informationsfluss sowie die Kulturrevolution der 68er sorgten für eine Abkehr von den Dogmen des kirchlichen Lebens.
Zum ersten Mal in Deutschland erhob sich während des 82. Katholikentags in Essen offener Widerstand gegen die Amtskirche. Der 82. Katholikentag 1968 kann deshalb als wichtige Zäsur in der Geschichte des Katholizismus in der Bundesrepublik betrachtet werden. Es bildete sich das Forum “Kritischer Katholizismus”, der sich mit den Fragen Empfängnisverhütung, Antibabypille, vorehelicher Verkehr sowie mit Ehe und Familie auseinandersetzte. Junge Katholiken wollten eine politische Kirche, die sich einmischt und Unrecht beseitigt, sie wollten keine unhinterfragten Autoritäten mehr und eine Befreiung von der rigiden Sexualmoral.
Das katholische Festhalten am Verbot von Pille und Kondom durch die Enzyklika von 1968 „Humanae vitae“ wurde von den meisten abgelehnt. Es passte nicht in die Zeit der sexuellen Revolution, in der es gleichsam keine Sünde mehr gab. Moral und Recht wurden getrennt. Unter anderem wurden Ehebruch, Pornographie und die Förderung vorehelichen Geschlechtsverkehrs („Kuppelei“) nicht mehr unter Strafe gestellt. Das gesellschaftliche “Sodom und Gomorrha” nahm seinen Lauf.

Es begann die Zeit der Kirchenaustritte und es endete die Zeit der Priesterweihen. Die Anzahl der Austritte aus der katholischen Kirche in Deutschland stieg in den 60ern von etwa 20.000 auf über 60.000 an und erreichte in den 70ern fast die 70.000er Marke. Die aktuellen Zahlen liegen bei über 150.000 Austritten pro Jahr. Die evangelische Kirche traf es noch viel schlimmer. Bereits 1970 traten über 200.000 aus ihr aus. Mit dem Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe innerhalb der katholischen Kirche brach für viele Katholiken die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Werte restlos zusammen und sie traten aus.

Eine gläubige Christin hat mir ihren Brief, mit dem sie ihren Kirchenaustritt aus der katholischen Kirche der Geistlichkeit mitteilt, zur Verfügung gestellt. Mit ihrer Erlaubnis erscheint er hier. Er trägt das Datum 05.07.2019.

Sehr geehrter Herr Pastor X,
gerne nehme ich Bezug auf Ihr Schreiben vom 22.06.2019 bzgl. meines Kirchenaustritts und möchte Ihnen im Folgenden dazu meine Erklärung abgeben.
Es ist mir nicht leicht gefallen und ich habe sehr lange mit mir gerungen, diesen Schritt zu vollziehen. Nach wie vor fühle ich mich dem christlichen Glauben verbunden und versuche innerhalb meiner Familie und unserer Gesellschaft nach den Regeln des Christentums zu leben. Nur der „Institution Kirche“, so wie sie sich heutzutage nach außen hin darstellt, fühle ich mich seit langem nicht mehr verbunden und ich will dieses System nicht länger unterstützen.

Unsere Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Wir werden mit viel zu vielen Informationen überfordert und haben Mühe, uns ein eigenes Bild über die komplexen Vorgänge in der globalen Welt zu machen. Ich bin Anfang der 50iger Jahre geboren, streng katholisch erzogen worden und erlebe derzeit, dass alles was einmal richtig und wichtig war, nun von den Füßen auf den Kopf gestellt wird. Nun könnte ich vieles dazu schreiben, was mich als besorgte Bürgerin, Mutter und Großmutter besonders an der Politik ärgert, aber ich beschränke mich auf den Zustand innerhalb unserer christlichen Kirche.

Es ist mehr als verstörend, wie sich Bischöfe, Kardinäle und auch der Papst dem Islam anbiedern, so als würden sie die Geschichte dieser Religion bewusst ausblenden und als hätten sie nie von Mohammed, dem Gründer dieser Religion und seiner Schrift, dem Koran, gehört. Unfassbar für mich war auch, als am 20. Oktober 2016 der katholische Kardinal Marx und der evangelische Bischof Bedford-Strohm auf dem Jerusalemer Tempelberg vor einem Muslim ihr Amtskreuz ablegten. Ein unerträgliches feiges Verhalten! Warum hört man von diesen Kirchenvertretern nichts darüber, wenn, wie und wo Christen verfolgt, vertrieben, gefoltert und oft grausam getötet werden??? Stattdessen werden all diejenigen, die auf der Basis von Fakten vor einer Islamisierung Europas und ganz besonders von Deutschland warnen, kirchlicherseits beschimpft und marginalisiert.
Wer an Christus glaubt, der sollte auch die Existenz des „Antichristen“ zur Kenntnis nehmen!

Sehr geehrter Herr Pastor X, aus diesem Schreiben entnehmen Sie hoffentlich, wo mein ganz persönlicher Hauptkritikpunkt gegenüber der christlichen Kirche liegt. Selbstverständlich haben aber auch der Missbrauchsskandal und der Umgang seitens der Kirche damit den entscheidenden Grund für meinen Entschluss geliefert.
Es tut mir leid, aber ich kann mich derzeit mit dem Wirken dieser Kirche nicht mehr identifizieren.
Das Gemeindeleben innerhalb unserer Pfarrei war für mich immer eine Bereicherung und ich bedauere, dass ich mit meinem Austritt auch hier eine Distanz erleben werde.
Für Ihren Brief und Ihre Aufmerksamkeit bedanke ich mich und wünsche Ihnen persönlich alles Gute und Gottes Segen. Beten Sie bitte für mich und viele andere, die sich aus Verzweiflung oder Frust von der Kirche abwenden.

Mit herzlichen Grüßen

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Merkels Kessel dampft wieder


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Erdoğan droht, Kurz warnt, (EU)Merkel zahlt

Vorgestern fanden in Österreich Neuwahlen statt und es sieht danach aus, dass der ehemalige Kurz noch länger bleibt. Ich habe den Ibiza-Skandal, der Kanzler Kurz aus dem Amt gebracht hat, nicht verfolgt, denn immer, wenn eine schonungslose Aufklärung angekündigt wird, heißt das, dass der Fall früher oder später im Sande verläuft.

Spannend war die Wahl auch aus dem Grunde, weil die favorisierte ÖVP wohl auch dieses Mal einen Koalitionspartner für die Regierungsbildung brauchen wird und die „abgesackte“ FPÖ scheinbar nicht zur Verfügung steht. Die Grünen haben auch in Österreich ihren „Greta-Bonus“ eingefahren und so kann es passieren, dass Kurz keine andere Wahl hat, als mit ihnen in eine Regierungsverantwortung zu starten. Es bleibt also weiterhin spannend.

Sebastian Kurz ist für uns heute aber auch deshalb interessant, weil er in seinen Statements vor einer neuen Flüchtlingswelle im Mittelmeer warnt. Während Seehofer eher still und heimlich die Kontrollen an den deutschen Grenzen verstärkt, Merkel im Greta-Getöse abgetaucht ist und Trump zum x-ten Mal seine Präsidentschaft verteidigt, erhebt sich einer der jüngsten Politiker aus einem der kleineren Länder, um Klartext zu reden. „Das Bundeskriminalamt Wien bestätigt, dass sich erneut zahlreiche Flüchtlinge auf der Balkanroute befinden. Alleine Anfang Juni sollen es 80.000 Menschen gewesen sein. Die Zielländer sind Deutschland, Österreich und Schweden. Doch die EU-Staatsoberhäupter schweigen“, war in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten zu lesen.

Nachdem der deutsche ergrünte Innenminister Horst Seehofer noch vor kurzem auf Druck zusagte, ein Viertel der Flüchtlinge übernehmen zu wollen, die es nach Italien schaffen, bereitet er sich andererseits schon einmal an den deutschen Grenzen auf den neuen Flüchtlingsstrom vor. Seit Sommer 2018 hatten sich Dutzende deutsche Städte und Kommunen zu „Sicheren Häfen“ erklärt – aktuell tragen dieses selbst verliehene Prädikat 60 Kommunen. Damit dürfte die Frage geklärt sein, ob für die BRD die Flucht über das Mittelmeer eine legale oder illegale Aktion im Sinne der Schleuserkriminalität ist.

Wenn man den Zahlen in BILD glauben darf, wurde Deutschland in diesem Jahr bis Ende August um 26.409 unerlaubte Einreisende reicher.  2018 waren es 42.487. Der Globale Migrationspakt der UN, der im letzten November gegen alle Widerstände in Marokko von Deutschland unterschrieben wurde, diente doch nichts anderem als der Billigung und Legalisierung illegaler Einreisen. Ob nun Seehofers Intensivierung der Grenzsicherung in Anbetracht der nächsten Flüchtlingswelle etwas bewirkt, darf bezweifelt werden.

Sieger auf dem Podest der Flüchtlings- und Geldnehmer war und ist Erdogan, mit welchem Merkel derzeit zur Eigenrettung einen Deal schloss, den die WELT am 16. 3. 2016 detailliert und lesenswert zum Besten gab.

Mehrfach hatte Erdogan gedroht, das mit der EU geschlossene Flüchtlingsabkommen platzen zu lassen. 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge hat die Türkei inzwischen aufgenommen. Seit 2017 besteht von Seiten der Türkei der Wunsch nach einer Sicherheitszone entlang der Grenze unter ihrer alleinigen Kontrolle. Als erstes unterzeichneten Russland, die Türkei und Iran ein Memorandum über die Einrichtung von Schutzzonen in Syrien. Auch die USA befürworteten eine 10 km breite Schutzzone entlang der Grenze, doch Syrien lehnt ein solches Vorhaben bis heute ab. Trotz Syriens Ablehnung haben die Türkei und die USA mit Kontrollgängen begonnen. Ziel ist ein entmilitarisierter Streifen entlang der türkischen Grenze auf syrischem Gebiet. Türkische und US-Militärs würden dabei von Drohnen unterstützt, heißt es.

Es gibt trotz der gemeinsamen Patrouillen kein gutes Verhältnis zwischen den USA und der Türkei. Allein Erdogans Kauf eines russischen Raketensystems sorgte für Unmut und so verweigern die USA den Verkauf moderner Kampfflugzeuge an die türkische Luftwaffe. Für einen weiteren Streitpunkt sorgt die syrische Kurdenmiliz YPG. Während Erdogan sie als Terrororganisation bezeichnet, ist sie für die USA eine Hilfskampftruppe gegen den Islamischen Staat (IS).

Seit Monaten fordert Erdogan wieder Geld von der EU für seine Flüchtlingsunterbringung. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, durfte Griechenland letzten Monat mehr als 8.000 Bootsflüchtlinge aus der Türkei auf Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos aufnehmen. Auf den Inseln brach beinahe wieder Chaos aus, weil die dortigen Aufnahmelager binnen weniger Tage überfüllt waren.

Wer mit Erdogan Geschäfte macht, muss schon nach seiner Pfeife tanzen – und erst recht, wenn der Tänzer eine Tänzerin ist.

Sebastian Kurz lässt sich in der Migrationspolitik nicht beirren, kritisiert Spanien und Italien und Erdogan, der mit üblichen Mitteln seine Ziele zu erreichen sucht. „Wenn ich mir anschaue, wie sich die Politik in Spanien in den letzten Jahren geändert hat, in Richtung wieder mehr offene Grenzen, wenn ich mir anschaue, was jetzt in Italien die neue Linie ist, dass sie dort wieder mehr offene Häfen anvisieren, dann ist das eine Umkehr in der Migrationspolitik“, so Kurz. Dies seien „keine sehr richtigen Signale, die aus Europa in Richtung Afrika, in Richtung der Schlepper gesendet werden.“

Wann endlich, fragt man sich, werden sich die europäischen Staaten auf  ein Einwanderungsgesetz verständigen, um endlich das Chaos im Bereich der Flüchtlingsströme zu regeln? In Deutschland feiert man sich ja gerade selber, weil man sich auf ein Fachkräftegesetz geeinigt hat. Das neue Gesetz soll qualifizierte Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland ebnen. Selbst wenn es sich dabei nur um den kleinen Wurf eines allumfassenden großen Einwanderungsgesetzes handeln mag – es geht dabei wie auch bei anderen politischen „(Gesetzes-)Paketchen“ vorrangig darum, den gesellschaftlich angestauten Dampf aus dem sozialen Kessel zu lassen.

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Klimarat (IPCC) sorgt für Weltuntergangsstimmung


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500 Wissenschaftler widersprechen
Foto: Quelle pixabay, freie Bildnutzung

Am letzten Mittwoch erhielten alle “Klima-Emotionalisten” ihre Glaubensbestätigung von “wissenschaftlicher” Seite. In der zehnseitigen Zusammenfassung für Politiker und Entscheidungsträger fordert der Klimarat (IPCC) ein sofortiges Handeln. Die Treibhausgase müssten drastisch reduziert, Ökosysteme geschützt und mit den natürlichen Ressourcen behutsam umgegangen werden. Der IPCC-Bericht warnt vor dem schneller und höher als bislang gedacht steigenden Meeresspiegel. Bei weiterhin hohen Emissionen könnte der Meeresspiegel im Jahr 2100 rund 1,1 Meter höher liegen. In tiefliegenden Küsten- und Inselregionen verursachen schmelzende Eismassen demnach ab 2050 jährliche extreme Fluten. Durch den Anstieg des Meeresspiegels infolge des schmelzenden Eises könnten laut aktuellem Stand bis zu 680 Millionen Küsten- und 65 Millionen Inselbewohner ihre Heimat verlieren. Bis 2050 könnten es gar eine Milliarde Menschen sein. Ein Zukunftsszenario angstmachender Güte. Übersäuerte Meere und marine Hitzewellen wären die Folgen und würden das gesamte Ökosystem zerstören. Sachlicheres zum Klimawandel speziell nur in Deutschland fand ich hier.

Nun sollte man glauben, dass dieser Weltklimarat, der im Besitz des Friedensnobelpreises ist, am besten weiß, was er tut. Schließlich ist er als Institution der Vereinten Nationen (UN) eingesetzt, um die Fakten zu sichten und damit den Regierungen der 150 IPCC-Mitgliedsstaaten eine solide, rationale Basis für politische Entscheidungen zu liefern. Gerade weil damit so viele unterschiedliche politische Interessen verknüpft sind, ist das wichtigste Kapital des IPCC seine Neutralität und Glaubwürdigkeit. Aber genau daran hapert es. Gerne wird immer wieder unter den Teppich gekehrt, dass der IPCC keineswegs ein Gremium von Wissenschaftlern ist. Tatsächlich gehören ihm 195 Vertreter der Regierungen aller Länder an und üben ihren Einfluss aus. Es gibt sogar die Behauptung, der IPCC sei eine politische Organisation und rechtfertige mit seinen “aus Forschung und Wissenschaft” entstandenen Thesen auch die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik.

Wenn Ziel der Klima-Reporte ist, den Stand der weltweiten Klimawissenschaft zusammenzufassen und zu bewerten oder den Klimazustand politisch zu kommunizieren, dann blickt man nicht nur auf wissenschaftliche Erfolgsquoten der IPCC wie beispielsweise der Ozeanograph Nils-Axel Mörner, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Dr. Sebastian Lüning und alle weiteren kritischen Wissenschaftler feststellten.

“Der Weltklimarat wurde ja mit dem Zweck gegründet, den menschengemachten Klimawandel darzustellen und vor ihm zu warnen. Sein Ziel stand also von Anfang an fest. Und er hält daran fest wie an einem Dogma”, äußerte Mörner. Und es ist nachzuweisen, dass viele Wissenschaftler, die mit Skepsis auf die Veröffentlichungen des Klimarats blicken und zum Teil sogar zu ganz anderen Ergebnissen kamen, bewusst von diesem übersehen wurden.

Das lassen sich nun 500 Wissenschaftler nicht mehr gefallen. Sie erklären in einem offenen Brief an die Vereinten Nationen: „Es gibt keinen Klimanotfall“ und fordern endlich ein „konstruktives Treffen auf höchster Ebene zwischen Weltklasse-Wissenschaftlern auf beiden Seiten der Klimadebatte“.

Ob wir den Klima-Zug in eine vernünftige Richtung nicht schon längst verpasst haben und deshalb auch kein Wort über die 500 Skeptiker in den Medien verlauten wird, davon darf ausgegangen werden.

 

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Was haben Rockefeller, Mounk und Weber gemeinsam?


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Ihre Prognosen sind “Krisen-sicher”

Der Fraktionschef der konservativen Parteienfamilie EVP im Europaparlament Manfred Weber, der für eine Frau von der Leyen den Platz freiräumen musste, propagiert sein „Zukunftsmodell für Deutschland“ mit den Worten: „Nur ein Bündnis von Union und Grünen auf Bundesebene kann die gesellschaftlichen Konflikte, die wir in Deutschland haben, befrieden.“ In einer Zusammenarbeit mit der SPD sieht Weber dagegen „kein Zukunftsprojekt“.

Wie denn auch? Wie ich schon in anderen Beiträgen analysierte, haben die 68er mitsamt ihrer alten Riege Künast, Trittin, Roth als heute Grüne ihr Ziel erreicht und man kann es kaum fassen, dass selbst ohne Regierungsbeteiligung ihre Politik längst umgesetzt wurde. Das haben Merkel und ihre linksgrüne CDU längst erledigt: Atomausstieg, Ehe für alle, Gender-Mainstream und endlich auch Grenzöffnung und Klimapaket. Das alles funktionierte mit Merkel wie am Schnürchen. Gleichzeitig wurde alles Konservative, was vor Jahren mal christlich demokratisch war, auf den Misthaufen der Geschichte verbannt und weil das nicht reicht auch noch mit Worten diffamiert, die dem Wortschatz der grausamsten Zeit deutscher Schuld entnommen wurde.

screenshot (youtube)

Wundert sich nach der Transformation von CDU/CSU und dem Erfolgsritt der Grünen durch das “Zugpferd Greta” noch ein Bürger in Deutschland über die bevorstehende Apokalypse, in die uns die Merkelaner bewusst hineinmanövriert haben? Das jedoch nicht durch Überzeugung und Führungskraft, sondern durch das Marionettenspiel zwischen Vermögens-Elite und Politik-Elite. Erinnern wir uns an George Soros, der mit seinen Währungsspekulationen ganze Volkswirtschaften in den Ruin getrieben hat und der in Deutschland und Europa die Grünen präferiert. Sie seien die „einzige konsequent pro-europäische Partei des Landes“, wie er sie nennt. Kein Wunder also, dass die Merkelaner ihr linkes Auge geschult haben, um sich auf die nächste Regierungsphase mit den “rosarotgrünbunten Träumern” vorzubereiten.

Erinnern wir uns an die Vorhersagen von mehreren Seiten, die uns das schon heutige und noch stattfindende Zukunftsszenario prognostiziert haben. In den Tagesthemen erzählte uns der Politologe Yascha Mounk vor einem Jahr von dem geplanten Experiment, eine monoethnische Gesellschaft in eine multiethnische zu verwandeln. Man müsse zwar mit Verwerfungen rechnen (in dieser Phase befinden wir uns gerade), aber letztlich würde die Transformation gelingen.

Was ist diese Aussage anderes als die Supersprüche unserer Kapitalmanager, die sich das gewünschte Weltgeschehen erkaufen? Der verstorbene Familien-Patriach David Rockefeller (geb. 1915, † 2017), Star der Bilderberger bis zu seinem Tod, besaß ein
Privatvermögen von 3,3 Milliarden US-Dollar. Als wäre die Familie Rockefeller noch nicht groß genug, verbündete sie sich mit der mächtigen Familie Rothschild und stieg 2012 in deren Vermögensverwaltung mit ein. So haben die mächtigsten und reichsten Familien ein Bündnis geschaffen, das ihre Macht immer mehr ausweitet. Von Zuckerberg, Warron Buffet und Soros ganz zu schweigen. Das ganze Weltgeschehen liegt in den Händen der Menschen, in deren Händen sich auch das meiste Kapital befindet. Die acht Reichsten besitzen 426 Milliarden Dollar. 1 % der Weltbevölkerung besitzt die Hälfte des Weltvermögens (OXFAM 2016).  
Der Rest der Bevölkerung besitzt die andere Hälfte des Vermögens. In Deutschland konzentriert sich ein Vermögen von 297 Milliarden Dollar auf 36 Personen. Das ist die viel gepriesene soziale Marktwirtschaft mit dem Wohlstand für alle.

„Wir befinden uns am Anfang einer globalen Umwälzung. Alles, was noch fehlt, ist eine große weltweite Krise, bevor die Nationen die ‚Neue Weltord-nung‘ akzeptieren.“
Kein Geringerer als David Rockefeller verkündete 2005 auf der Bilderberger-Konferenz in Rottach-Egern seine Planung. Die gleiche Aussage machte er 1994 vor dem Wirtschaftsausschuss der Vereinten Nationen.

Die große weltweite Krise hat nun in zweifacher Hinsicht ihren Anfang genommen. Und unser Berliner Marionettentheater führt Regie. Nach 30-jährigem Klimaschlaf der deutschen Klimakanzlerin (sie war 1994 bis 1998 bereits Umweltministerin) musste eine von einer höheren Macht eingesetzte und finanzierte Schulschwänzerin den Klimaweckruf ins deutsche Kanzleramt brüllen. Plant-for-the-Planet Foundation organisiert die globale Klimakrise und spielt den Spendeneintreiber. Dahinter verbergen sich globalistische Denkfabriken wie der Rockefeller-Verein „Club of Rome“ und die „German Marshall Plan Foundation“.
Da ist er also schon wieder, der Herr Rockefeller, dessen Erben nach seinem Dahinscheiden nun mit dem in der Stiftung der Rockefeller Brothers Fund (RBF) vorhandenen Vermögen über 860 Millionen Dollar aus dem Öl- und Kohlegeschäft aussteigen. Ausgerechnet die Familie, die ihren Reichtum im Ölgeschäft erworben hat, ist nun eine der treibenden Kräfte im Kampf gegen fossile Brennstoffe. Gretas sind also herzlich willkommen und dürfen die Hand aufhalten.

Auch andere Größen der Reichtumseliten arbeiten an der großen Krise mit. Bill Gates setzt hinter den CO2 Ausstoß, der in seinen Ausführungen für die Klimaerwärmung verantwortlich sein soll, den Faktor Mensch. Durch die Reduzierung dieses Faktors soll der CO2-Ausstoß neutralisiert werden. In seiner grundlegenden Auffassung muss also das Bevölkerungswachstum reduziert werden, um auch den CO2-Ausstoß zu senken.

Ein Blick ins Rockefeller-Archiv beweist, dass schon in den 50er Jahren an der Reduktion der Menschen, speziell der Armen gearbeitet wurde. Mit der Aktion “Geld gegen Fruchtbarkeit” waren Familienplaner der UNFPA (amerikanische Bevölkerungskontrolle und -reduktion der UN, gegründet von Rockefeller) beispielsweise in Korea, Indien, China unterwegs, um die Bevölkerungsreduktion zu forcieren. Selbst Indira Ghandi machte mit und sorgte für den größten Sterilisationszwang der Geschichte. 8 Millionen Männer und Frauen wurden damals unfruchtbar gemacht. Kissinger forderte den Kinderschwund durch Abtreibung in Entwicklungsländern und natürlich galten Mädchen von da an als zweite Wahl. Es waren nur noch Jungen gewünscht. Gerade Mädchen wurden abgetrieben und abgegeben. Nur Jungen waren gewünscht mit dem Ergebnis, dass 20 Jahre später zur Verheiratung der Männer keine Frauen mehr da waren. Die wenigen, die es gab, wurden verkauft oder entführt.
Auch China blieb nicht verschont. 1972 reiste der amerikanische Präsident Nixon zu Mao Tse Tung, um für eine Bevölkerungskontrolle zu werben. China führte daraufhin tatsächlich die Einkindpolitik ein. Heute ist in China eine Zweikindpolitik gültig. Auch in Indien sind jetzt Mädchen erwünscht und das Kinderkriegen ist an ein Belohnungssystem gekoppelt.

Ob Migration, Klima, Bevölkerung – die globalen politischen Felder obliegen der Einflussnahme der globalen Vermögens-Eliten und ihren NGOs. Von Rockefeller bis Soros fließen Gelder überall dorthin, wo die gewünschte NeueWeltOrdnung voranschreitet und Gegner verprellt werden. Dass die Demokratie dabei vollständig auf der Strecke bleibt, kann nicht erstaunen. Großes Ziel bleibt die große weltweite Krise, die sich längst nicht nur am Horizont abzeichnet, sondern schon von der “Masse Mensch” Besitz ergriffen hat.

„Wir befinden uns am Anfang einer globalen Umwälzung. Alles, was noch fehlt, ist eine große weltweite Krise, bevor die Nationen die ‚Neue Weltordnung‘ akzeptieren.“ (Rockefeller)

Und wie muss ich mir nach der großen Krise die Neue Weltordnung, also die Welt, die Politik und das Ende der Nationalstaaten vorstellen? Wagen wir dazu zum Schluss einen Blick in das Buch von Carl Friedrich von Weizsäcker, der 1983 in “Der bedrohte Friede” ein globales Schreckensszenario für möglich hält.
„Die herrschende Elite wird zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen unterhalten. Um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen und eine weltweite Diktatur errichten. Die ergebenen Handlanger dieses Geldadels werden korrupte Politiker sein. Die Kapitalwelt fördert einen noch nie dagewesen Faschismus. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielter Hungersnöte und Kriege. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus ein skrupelloses und menschenverachtendes System erleben, wie es die Welt noch nie erlebt hat. Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich sein wird, heißt ‚unkontrollierter Kapitalismus’“.

Ich bin nach Veröffentlichung dieses Beitrags darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Weizsäcker-Zitat eine im Netzt tausendfache Fälschung sei. Nachdem ich noch einmal meine Recherche verstärkt habe, gestehe ich ein, dass ich wahrscheinlich einer Fälschung aufgesessen bin. Sollte das der Fall sein, bitte ich meine Leser um Entschuldigung. Als Maßnahme habe ich gerade das teuerste Gebraucht-Buch meines Lebens bestellt, denn nur so werden die wahren Zukunftsprognosen Weizsäckers bestätigt werden. Nach Erhalt und Lesen des Buches  „Der bedrohte Friede werde ich persönlich in einer Rezension des Buches  für Aufklärung sorgen.

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Der EZB- Zinsentscheid vom 12.09.2019


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Gastbeitrag von Carsten Redler
Minuszinsen – Die Enteignung der Sparer geht weiter
Foto: Quelle pixabay, freie Bildnutzung

Deutschlands 57 Mio. Sparer sind die Verlierer der Geldpolitik der EZB (Europäische Zentralbank). Bereits durch die bisherigen Niedrigzinsen der EZB haben die Sparer im Zeitraum 2010 bis 2019 ca. 648 Mrd. Euro verloren. Dies ergab eine Berechnung der DZ Bank (Handelsblatt 15.05.2019). Dem stehen 290 Mrd. Euro an Einsparungen bei den Kreditnehmern gegenüber.

Im laufenden Jahr 2019 wird sich der Verlust für die Sparer auf 54 Mrd. Euro belaufen. 2010 waren es noch 24 Mrd. Euro. Der Verlust steigt stetig an und wirkt sich insbesondere auch auf die Altersvorsorge der arbeitenden Bevölkerung aus. Gleichzeitig wird die Rentenhöhe beschnitten. Die Altersarmut wird in der Folge zunehmen.

30 der rund 1600 deutschen Geldhäuser berechnen den Sparern bereits einen Negativzins in Höhe von -0,4 %.

Notwendig geworden ist die massive Absenkung der Zinsen durch die hohe Staatsverschuldung in einigen Ländern der Eurozone wie z. B. Griechenland, Zypern und Italien.

Dazu kommt noch, dass die Wirtschaft in Europa wahrscheinlich in eine Rezession schlittern wird. Das wiederum bedingt, dass die Steuereinnahmen kleiner werden, was wiederum die Schuldenkrise der ohnehin hoch verschuldeten Euro-Staaten verstärken würde.

Das Maastricht-Kriterium (Begrenzung der max. Staatsschulden auf 60 % des Bruttosozialproduktes eines Landes) wurde und wird von einer Vielzahl der Euro-Länder nicht eingehalten. Nach 16 Jahren als Defizitsünder unterschreitet Deutschland erfreulicherweise aktuell das Defizitziel. Aber schon schreien die Parteien der Grünen und Linken, der Staat solle endlich wieder mehr Schulden machen, womit die verfassungsmäßig beschlossene Schuldenbremse in Frage gestellt wäre.

Die Party können dann die folgenden Generationen bezahlen, sofern das Geld nicht in zukunftsbildende und nutzenstiftende Bereiche gesteckt wird, wovon auch die nachfolgenden Generationen noch profitieren.

Hätte die EZB die Zinsen nicht bis in den Null- bzw. negativen Bereich gedrückt, wären die überschuldeten Euro-Länder schon längst Pleite gegangen, da die Schuldentragfähigkeit an ihre Grenzen gestoßen wäre. Die negativen wirtschaftlichen und politischen Folgen für Europa wären gewaltig gewesen.

Darüber hinaus versucht die EZB seit Jahren die Staatsschulden weg zu inflationieren, indem sie (diese) Staatsanleihen aufkauft und so absurde Geldmengen (Billionen Euro) in den Markt drückt und damit eine indirekte Staatsfinanzierung betreibt.

 Durch den Null- bzw. Negativzins der EZB werden die Sparguthaben bei der gegenwärtigen Inflation kontinuierlich entwertet. Realzins = Nominalzins (gegen 0,0 %) – Inflation (ca. 1,5%) = -1,5 % Entwertung pro Jahr.

 Der Zinsentscheid vom 12.09.2019

Bei dem am 12.09.2019 vorgelegten Zinsentscheid, wurden die Negativzinsen für Kreditinstitute auf Einlagen bei der EZB von -0,4 % auf -0,5% erhöht. Zur Entlastung der Banken werden sogenannte Staffelzinsen eingeführt (Freibeträge).

Des Weiteren werden auch wieder monatlich für 20 Mrd. Euro Staatsanleihen durch die EZB ohne zeitliche Befristung erworben (indirekte Staatsfinanzierung).

Der Zinsentscheid der EZB zementiert den zinslosen Zustand auf Jahre hinaus.

Die EZB sitzt so lange in dieser Falle, bis die Staaten der Eurozone ihre strukturellen Defizite in den Griff bekommen. Das bedeutet, dass notwendige und für die Bevölkerung häufig „schmerzhafte“ Reformen unterblieben sind (aus Angst vor den Wählern). Die Methode der Wahl für diese Politik nennt man: Verschleiern und verschleppen.

Einstein sagte einmal, dass es Wahnsinn ist, immer das gleiche zu tun und trotzdem andere Ergebnisse zu erwarten. Dieser Satz könnte auch auf die EZB zutreffen (ständige Zinssenkungen und Käufe von Staatsanleihen zur Erhöhung der Inflation, was bislang nicht im gewünschten Maß gelingt).

Wichtiger Bestandteil zur Lösung der Schuldenkrise der Staaten ist neben strukturellen Reformen in den Euro-Staaten ein wirtschaftliches Wachstum. Dieses Wirtschafts-wachstum wird aber nur durch eine Erhöhung der Produktivität erreicht, was die Nachfrage erhöht und somit die Wirtschaft in Schwung bringt. Was zurzeit fehlt, sind nicht Zinssenkungen, sondern Innovationen, in welche es sich lohnt zu investieren, um die notwendigen Renditen zu erwirtschaften.

In der Folge würden wieder mehr Kredite vergeben werden, die Nachfrage nach Geld stiege an und damit auch der Marktzins. Die Steuereinnahmen verbesserten sich, die Staaten könnten in wirtschaftlich guten Zeiten den Staatshaushalt wieder finanzieren und die aufgelaufenen Schulden idealerweise tilgen.

Des Sparers Qualen durch die (sinnlose) Zinsentscheidung der EZB

Für den normalen Sparer ergibt sich folgende rechnerische Situation: Zinsen für Sparguthaben 0,00 % ; Unterstellte Ø Inflation 1,50 % ; Entwertung des Guthabens       -1,50 % (pro Jahr).

Sollten gleichzeitig noch Strafzinsen auf das Guthaben durch die Banken an den Sparer berechnet werden, so erhöht sich die jährliche Enteignung auf 2,0 %. Auf 10 Jahre berechnet, beträgt der Wertverlust somit ca. 22 %. Aus 10.000,00 Euro werden somit wertmäßig 7.800,00 Euro, ohne dass der Sparer auch nur einen Cent ausgibt.

Die EZB definiert Geldwertstabilität bei einer Inflation von nahe 2 %. Das ist nicht nur merkwürdig, sondern auch frech, Entwertung mit Stabilität zu verwechseln. Oder? Selbst bei Überschreitung der 2 % würde der Zustand von der EZB immer noch als „stabil“ bezeichnet werden.

Auf dem Weg dorthin befindet sich die EZB, denn sie versucht krampfhaft, die Inflation zumindest zeitweise auf über 2 % zu treiben. Dementsprechend würde sich der Wertverlust des Geldes weiter erhöhen (bei 4 % Entwertung beträgt der Wertverlust schon 48 % in 10 Jahren). Das bedeutet fast eine Halbierung des mühsam erworbenen Vermögens.

Die Regierung ruft den Bürger regelmäßig auf, Geld für das Alter zurückzulegen. Welch ein Hohn, wenn nach 40 Jahren das nominal Ersparte real nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes darstellt.

Alle Bemühungen, auch im Alter die mit Sicherheit kommende Versorgungslücke aufzufangen, wären vergebens, wenn es nicht gelingen sollte, eine höhere Verzinsung über den aktuell negativen Realzins zu erwirtschaften. Negative (oder verlorene) Prozentpunkte in einzelnen Jahren wirken sich durch den Zinseszinseffekt gravierend auf die Gesamtrendite gerade über lange Zeiträume aus.

Die immer wieder vom Staat geforderte „vermehrte Eigenverantwortung“ des Bürgers wird in diesem Zusammenhang massiv eingebremst.

Die negativen Realzinsen wirken wie eine „indirekte Steuer“ für (Vorsorge-) Sparer.

Der Sparer wird damit auf der Suche nach Rendite förmlich in das Risiko (Aktien, Immobilien, Gold etc.) getrieben. Denn nur mit steigendem Risiko kann derzeit eine Entwertung des Sparvermögens vermieden werden. Dies ist wiederum mit der Gefahr verbunden, dass sich sogenannte „Blasen“ in diversen Vermögensklassen bilden (z. B Immobilienblasen), die dann auch wieder platzen können, was einen weitreichenden Vermögenverlust mit sich bringen würde.

In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass die Vermögenswerte durch die niedrigen Zinsen steigen, was häufig aus den Augen verloren wird. So stiegen die Immobilienpreise wesentlich schneller als die Verbraucherpreise. Dies führt dazu, dass es für Normalverdiener z. B. immer schwerer wird, Wohneigentum zu erwerben.

Die Regierungen müssen schnellstens darauf hinarbeiten, das Finanzuniversum wieder zu normalisieren, damit ein Crash in der Zukunft vermieden werden kann.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann, äußerte sich kritisch über die Entscheidung der EZBDie EZB müsse „darauf achten, dass das, was sie tut, die Menschen nicht zutiefst verunsichert“, riet er. „Dazu gehört auch, dass die Menschen sich darauf verlassen können, dass das Geld seinen Wert behält“ (Welt vom 13.09.2019).

Zwar ist die EZB die zuständige Institution für die Geldpolitik und damit auch für den niedrigen Zins. Die eigentliche Verantwortung haben jedoch die Staaten mit ihrer Finanzpolitik (Maßnahmen des Staates bzw. der Euro-Staaten zu Einnahmen und Ausgaben). Hierum ist es in einigen Ländern der Eurozone allerdings nicht gut bestellt.

Die EZB ist letzten Endes der Ausputzer für die Folgen der verfehlten Finanzpolitik in der Eurozone (Nichteinhaltung der vertraglich vereinbarten Maastricht-Kriterien durch einige Länder). Dieser Vertrag ist nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht. Es ist de facto Stand heute so wie es scheint, nur eine unverbindliche Absichtserklärung, da permanent dagegen verstoßen wird. Eine Sanktionierung durch die Vertragsgemeinschaft erfolgt aus diversen Gründen nicht. Und so sind und bleiben alle einfach nur „ziemlich beste Freunde“.

In diesem Zusammenhang ist es wohl wieder einmal an der Zeit, sich den Wortlaut des Amtseides für Kanzler/innen und Minister/-innen der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 56 des Grundgesetzes durchzulesen:

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Mein Kommentar dazu: „Papier ist geduldig – der Bürger scheinbar auch!“

 

 

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Deutschland und sein(Gesellschafts-)Klima


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… völlig oppositionsfrei

Sehr geehrter Herr Steinmeier, wenn Sie sich leisten, über Parteien im deutschen Bundestag Ihre Bewertung abzugeben, müssen Sie sich erst recht die Frage gefallen lassen, welche Maßnahmen Sie gegen die Scheindemokratie, die Sie (ohne Anerkennung der AfD als Opposition) hier repräsentieren, empfehlen!

Hat es Sie, Herr Steinmeier, bisher eigentlich nie gestört, dass Sie einmal der Bundespräsident sein werden, der die Spaltung der Gesellschaft, den Niedergang der SPD, die Existenz einer Scheindemokratie mit abgelehnter AfD und die Meinungszensur zugelassen hat? Meinen Sie nicht auch, dass es mehr als genug zu bewerten und zu bemängeln gibt in diesem „Ihrem“ Land und dass dafür nicht allein Ihr rechtes, sondern auch  Ihr linkes Auge in Benutzung sein sollte? Ihre Fehlsichtigkeit (Feine Sahne Fischfilet) sowie Ihr „staatsmännisches“ Benehmen (Trump-Ablehnung, Gratulation Iran)  wurden der Würde Ihres Amtes nicht gerecht. Und dürfte ich Bürger nicht von Ihnen die Erkenntnis erwarten, dass Ihre Kanzlerin Merkel mit ihrer Alternativlosigkeit nicht nur Ihre Präsidentschaft ermöglichte, Herr Steinmeier, sondern auch das Erstarken der Alternative für Deutschland?

Nicht das von Ihnen gewünschte Bürgerverhalten, auch nicht nur das in Grenzen gepresste Denken und Sprechen einer oft irrsinnigen Political Correctness – der selbst Sie nicht gehorchen, aber deren Einhaltung Sie von uns Bürgern verlangen – obliegt der Autorität Ihres Amtes, sondern Ihr dauernder Blick auf das politische Tagesgeschäft der Regierung. Sollten nicht Sie das kontrollfreie und alternativlose Tun und Nichtstun der Regierenden, die Überschreitung von Grenzen, die Gefährdung demokratischer Werte sowie den außenpolitischen Umgang mit anderen Staaten kritisch beäugen? Gehört nicht zu Ihren Aufgaben, den Hüter der Demokratie zu geben und mit Klugheit und Weitsicht nicht nur den Warner „nach unten“ sondern auch den Mahner „nach oben“ zu (re)präsentieren?

Als im letzten Jahr der G7-Gipfel in Kanada stattfand, rangen sich die Vertreter der Staaten gegenseitige Versprechen ab. Deutschland bekam schlechte Noten für die Erfüllung seiner Zusagen auf dem G7-Gipfel vor einem Jahr. Unter den Mitgliedern der Gruppe der sieben großen Industrieländer (G7) und der Europäischen Union kam Deutschland mit einer Quote von 75 Prozent nur auf Platz Sechs, wie die G7-Forschungsgruppe der Universität Toronto auf dem diesjährigen G7-Gipfel im französischen Biarritz mitteilte.

Gemessen wurden 20 ausgesuchte Versprechen wie etwa zu Umwelt, Gesundheit, demokratischer Transparenz, Klimawandel, Gleichberechtigung, Energiesicherheit und zu Entwicklungsfinanzierung.

Deutschland schnitt unter anderem schlecht in der Durchsichtigkeit von Wahlkampffinanzierung und politischer Werbung, im Umgang mit sexueller Gewalt im digitalen Umfeld, in der Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit, der Bereitstellung von Erdbeobachtungstechnologie für arme Regionen und beim Kampf gegen Plastik und Müll in den Meeren ab, so der 678 Seiten lange Bericht.

Von Ihnen, Herr Steinmeier, dazu keine Rüge und kein Wort!

Aber – so scheint es gerade, beginnt die Frau, die seit 14 Jahren die Richtlinien der Politik bestimmt, jetzt auch Politik zu machen. Das ist nun aber weder Ihr Verdienst, Herr Steinmeier, noch Frau Merkels. Es sind die Gretas und Umwelthilfen, die  gerichtlich festgesetzten Fahrverbote, die Lausitz-Bürger mit ihrem Wutverhalten, die gerne als „rechts“ bezeichneten Sachsen und Organisationen wie die WerteUnion, die sich nach Jahren zustimmenden Kopfnickens ihres Denkapparates bewusst wurden und sich eine öffentliche Stimme aneigneten.

So und nicht anders fand jetzt nach den auch noch verlorenen Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg der jahrelange gemütliche Schlafmodus – schließlich lief die Wirtschaft ja auch ohne Politik reibungslos – sein Ende. Mit der Hektik aufgeschreckter Hühner soll nun in einer einzelnen Woche ein Klimapaket geschnürt werden, das bei Merkel sicher schon aus ihrer Zeit als Umweltministerin in der Schublade liegt, jedoch vor lauter Migrationspolitik bis heute nicht salonfähig gemacht wurde. Jetzt wird es der große Wurf, was beweist, dass es gar keine vier Jahre braucht, um ein Regierungsprogramm umzusetzen und was weiter beweist,  dass die letzten 13 Merkel-Jahre so überflüssig waren wie ein Kropf.

Nun, warten wir es ab, mit welcher großen Krise wir es nach der jetzt zu beschließenden Teuerungsrate für den Bürger zu tun bekommen.

Flugverkehrssteuer, CO2-Steuer, Elektromobilität pur (ohne Brennstoffzellen, ohne Hybrid), Ausbau des vor Jahren stillgelegten Schienennetzes, Ausbau der Fahrradwege und weiß der Kuckuck, was sonst noch das Gewissen der GroKo beruhigt, die nun grüner als die Grünen den „menschengemachten Klimawandel“ für alle Ewigkeit festzurrt.

Dann kann Merkel am 21. September, also einen Tag nach Erstellen des großen Klimaprogramms, beim Jugend-Klimagipfel in New York endlich mal ein paar gemachte Hausaufgaben vorlegen, um von ihrer Lehrerin Greta dann auch ein paar wohlwollende Worte in Empfang nehmen zu dürfen. Und Halleluja, die Welt ist gerettet!

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Der UNgesunde deutsche Menschenverstand


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… treibt irrsinnige Blüten

Ich leistete mir einen 12-tägigen Urlaub, verzichtete auf Zeitung, TV und Buch und genoss die Freiheit, meinen Händen und meinem Hirn eine Regenerationspause zu gönnen. Seit drei Tagen durchforste ich die mir entgangenen politischen Ereignisse und bin überfordert. Meine nächsten Beiträge werden daher eine Fülle an Informationen bieten zu unterschiedlichen Themen. Zur Erinnerung:

Jeder meiner Beiträge bildet zwangsweise nur meine Meinung  ab. In Zeiten des Populismus, der medialen Beeinflussung, der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger, sich mit allen Informationen äußerst kritisch auseinanderzusetzen. Dies gilt auch für die hier veröffentlichten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, genannt, verlinkt oder am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen, diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.

1. Syrer und ihr Gastrecht

Mehrfach erfuhr man, dass unsere aus ihrem Heimatland Syrien geflohenen Gäste sich zu einem Urlaub nach Syrien begeben hätten und noch immer begeben. Syrer besorgen sich in diplomatischen Vertretungen hierzulande Papiere und fliegen in die Türkei oder den Libanon – denn direkt nach Syrien zu reisen ist unvereinbar mit ihrer Anerkennung als Flüchtling in Deutschland. Oft sind sie dabei auch bereit, wenn sie auf Schwierigkeiten stoßen, dafür Schmiergelder zu zahlen. Für „welt“ gibt es Anzeichen dafür, dass regimetreue Syrer nach Deutschland geschleust wurden, um hier Landsleute auszuspionieren und zum Teil unter Druck zu setzen. Da aber unsere rosarotgrünbunten Entscheider in Politik und Recht das Asylrecht für ein Sodom und Gomorrha einer Masseneinwanderung missbraucht haben, laufen juristisch auch Gesetze gegen illegale Einwanderung, gegen Missbrauch des Asylrechts oder gegen die Verhöhnung des Gastlandes durch finanzielle Abzocke, illegale Urlaube und kriminelle Rechtsbrüche immer ins Leere.

Kein Wunder also, wenn nun sogar ein mutmaßlicher Islamist in Aachen gegen sein Ausreiseverbot nach Syrien klagt. Der 35-jährige lebt mit Unterbrechungen seit 2001 in Deutschland, soll aber 2013 in Syrien an Kämpfen islamistisch-terroristischer Gruppen teilgenommen haben. Sein nicht mehr abrufbares Facebook-Profil aus demselben Jahr zeige ihn als  Dschihadist mit einer Kalaschnikow und als Standort die syrische Stadt Aleppo.

Wen wundert das noch? In Deutschland ist inzwischen kein Ding mehr unmöglich und was Politik und Recht in diesem Land verunstaltet haben, ist ein Schaden auf allen Ebenen, der nie wieder gutzumachen ist.

2. Jodtabletten für ein „atomfreies Deutschland“

Am 22. 8. vermeldet die Tagesschau den Kauf von 50 Millionen Packungen Jodtabletten als Vorsorgemaßnahme gegen eventuelle grenznahe AKW-Unfälle. Eine Präventionsmaßnahme zur Vermeidung von Schilddrüsenkrebs im Fall eines schweren Reaktorunfalls, heißt es in der Begründung auf Nachfrage des WDR. Dass es bei der Einnahme von Jod den Älteren an den Kragen gehen kann, ist dabei wohl nicht weiter schlimm. Mediziner warnen nämlich vor gefährlichen Nebenwirkungen. „Der Jod-Kick kann bei Menschen sogenannte ‚warme Knoten‘ anfachen, schlimmstenfalls tödliche Herz-Kreislauf-Krisen, Rhythmusstörungen und Herzinfarkte auslösen“, warnt Professor Dietlein. Wer also älter ist als 45, sollte die Finger von den Jodtabletten lassen. Die Tabletten sollten zur Wirksamkeit gegen die Aufnahme von Radioaktivität eine Stunde vor Eintreffen der radioaktiven Wolke eingenommen werden. Hoffentlich haben Merkel und ihre Apothekenhelfer ihren Wecker entsprechend gestellt.

3. Gesichtslose Kinder

Seit der  großartigen bürokratieintensiven  neuen EU-Datenschutz-Verordnung Anfang des Jahres hat die Gesichtslosigkeit endlich ihre Berichtigung erhalten. Identitätslos, alternativlos und meinungslos schlittert diese Nation kritiklos und wehrlos in die Zukunft. Was die Parteien können, kann der Privatmann erst recht. Gesichtsverlust auf allen Ebenen – jetzt sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Eltern – eine scheinbar neue Spezies, die ich als Pädagogin in meinen 30 Jahren an Grund- und Hauptschulen glücklicherweise noch nicht habe kennenlernen müssen, erlauben heute kein Einschulungs-, Klassen- oder Entlassungsfoto seines Kindes. Erinnerungen werden sofort gepixelt , damit sie erst gar nicht die Gehirne der Kinder belasten.

Welche Begründungen sollten sich hinter einem solchen Verbot verbergen? Welches Elternpaar würde sein Kind aus der Klassengemeinschaft und dem Klassenfoto ausschließen, das sich doch freut, zu einer Gemeinschaft zu gehören und seiner Freude auch auf einem Foto Ausdruck verleihen will. Kinder lieben es, fotografiert zu werden und Eltern lieben es, ihre Kinder auf den Fotos hübsch und fröhlich zu sehen. Das gehörte 30 Jahre lang zu meinem Erfahrungsschatz – völlig unabhängig von der jeweiligen Nationalität. Das scheint sich geändert zu haben. Der gläubige Moslem lässt scheinbar heute seine Kinder nicht mehr fotografieren. Grund soll ein Bilderverbot im Islam sein, das unter anderem auch dafür ursächlich ist, dass es in Moscheen und Koranhandschriften nie Abbildungen von lebenden Wesen gibt.

Zu dieser Inszenierung der muslimischen Kinderwirklichkeit gehören dann wohl auch die Herstellung und der Vertrieb salafistischer Puppen in Köln zur Indoktrination von Kindern. Die gesichtslosen Puppen werden nach WDR-Informationen über soziale Netzwerke zum Teil unter dem Namen “Jundullah” (Soldaten Gottes) vertrieben. Die Frauenpuppen seien vollverschleiert. O Deutschland, deine Kinder!

4. Knabenchöre verfassungswidrig

Auch biodeutsche Eltern brüten inzwischen ihre „Knälle“ aus und treten als Kunstbanausen und musikalische Analphabeten ins Licht der Öffentlichkeit. So klagte eine Mutter vor Gericht gegen die Diskriminierung ihrer 9-jährigen Tochter, der man die Aufnahme in den Berliner Knabenchor verweigerte, ein Staats- und Domchor, die älteste musikalische Einrichtung Berlins. Er wurde im Jahre 1465 unter dem Kurfürsten Friedrich II. von Brandenburg ins Leben gerufen. Statt die musikalische Begründung ins Feld zu führen, dass es Knaben-, Männer-, Frauen- , Jugend- und gemischte Chöre gibt und dies der Tradition und dem Klangcharakter entspricht – beides kulturelle Errungenschaften – ließ man das Mädel vorsingen, lehnte es dann mit fadenscheiniger Begründung ab (Die UdK bestreitet, dass die Nichtaufnahme des Mädchens auf ihr Geschlecht zurückzuführen sei. Die Universität beteuert, dass die Neunjährige aufgenommen worden wäre, wenn sie durch eine außergewöhnliche Begabung und hohe Leistungsmotivation aufgefallen wäre), ließ dann die Klage gegen die Universität der Künste (UdK) zu, die die Trägerin des Chores ist und so landete die Sache vor Gericht. Das Gericht wies die Klage ab. Das Recht auf Kunstfreiheit aus Artikel 5 Grundgesetz überwiege hier das Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechts aus Artikel 3, Absatz 3 (was nicht heißt, dass beim nächsten Fall nicht auch anders entschieden werden kann). Der Leipziger Thomanerchor hat aufgrund dieser Vorkommnisse erstmals ein Mädchen zum Vorsingen eingeladen. Nach Angaben der Berliner Rechtsanwältin Susann Bräcklein vom Dienstag wurde das Mädchen, dessen Bewerbung zunächst abgelehnt worden war, zum Aufnahmeverfahren der Thomaner zugelassen. Seine Stimme müsse dem Klangbild des Knabenchors entsprechen.

Als wenn ein Chor NUR eine reine Singgemeinschaft wäre! Hoch lebe der Gender-Irrwitz der Nation!

5. Kuschelpakete und Lockrufe für Lehrer

„Kommt nach Berlin“, säuselt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dirk Stettner. In der bundesdeutschen Hauptstadt sitzt die Bildung im Parlament – in den Schulen braucht man sie nicht. Dort sind zwei Drittel der 2734 in diesem Schuljahr eingestellten Lehrkräfte Quer- oder Seiteneinsteiger ohne pädagogische Ausbildung. Scheinbar sitzen in den Kultusministerien die PISA-Absolventen aus 2003, die in den Schwerpunkten Mathematik und fächerübergreifendes Lernen so erfolglos abgeschnitten haben, dass wir bundesweit allein in Grundschulen bis 2025 auf einen Lehrermangel von über 26.000 zusteuern. Macht gar nichts! Blöd bleiben ist immer noch besser als demonstrierend über die Straßen zu laufen und womöglich noch der AfD anzugehören!

Skandale über Skandale im Bildungsbereich! Tausende Lehrer fehlen und die vorhandenen angestellten Pädagogen wurden und werden je nach Bundesland  vor den Sommerferien entlassen, damit das Land sein Sparprogramm durchsetzen kann. Wenn aber Millionen Zahlungen an deutsche und europäische Parlamentarier über die Sommerpause hinweg gezahlt werden, gehört das zum guten Ton. Wo ein Staat so mit seinen Bürgern umgeht und so wirtschaftet, da hat Bildung ausgedient und der Staat seine Funktion eingebüßt. Aber statt dass alle Eltern dieser Nation gegen diese Skandale Sturm laufen, kümmern Sie sich lieber um ihre Unterschrift unter dem Fragebogen, ob ihr Kind auf dem Klassenfoto gesichtslos sein soll.

6. Parteiausschluss als neues Demokratiespiel

In Frankenstein, Nähe Kaiserslautern, nehmen Monika Schirdewahn (CDU) und ihr Ehemann Horst Franz Schirdewahn (AfD) ihre Arbeit auf. Das bedeutet: Es hat sich kommunal eine CDU/AfD Fraktion gebildet, die für Furore sorgt. Nachdem die Bundes-CDU derartige Spielchen für unerlaubt erklärt hat, steht Monika Schirdewahn nun der Ausschluss aus der CDU bevor.

Recherchen des Politikmagazins “Report Mainz” zufolge soll in mindestens 18 Kommunalparlamenten in Sachsen und Thüringen eine Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD stattfinden.

Parteiausschlüsse gehören gerade in Deutschland zum Lieblingsspiel der Politiker. Sarrazin, der Spielball der SPD und Maaßen, den die CDU so gerne loswerden würde, sind die bekanntesten Beispiele. Am liebsten sind den Parteien natürlich die Störenfriede, die von allein von der Bühne gehen. Andrea Nahles ist ein solches Beispiel. Einer geht und 15 stehen in den Startlöchern. Nichts als ein politisches Ringelpietz mit Anfassen!

7. Steuergelder – ein unerschöpflicher Pool

Hunderte Beschuldigte und mehr als hundert Finanzinstitute weltweit sind in den Cum-Ex-Skandal verwickelt. Der erste Strafprozess gegen zwei britische Bänker hat gerade vor dem Bonner Landgericht begonnen. Es wird die Frage geklärt werden müssen, ob ein groß angelegter Steuerbetrug vorliegt oder nur eine Gesetzeslücke geschlossen wurde, für die die Minister Steinbrück und Schäuble die Verantwortung tragen. Die Steuerschulden belaufen sich laut Anklage auf mehr als 440 Millionen Euro. Diesem riesigen Steuerskandal schob die Politik über Jahre hinweg keinen Riegel vor. Bänker und Anwälte hatten sich eine Möglichkeit gezimmert, Milliarden Steuergelder abzugreifen. Und das geschah über den Weg, die Kapitalertragssteuer mehrfach erstattet zu bekommen, obwohl nur einmal bezahlt.

Kriminelle Machenschaften in Exklusivformat. Nichts Besonderes unter Bänkern, Anwälten, Aktionären – Finanzelite eben, die ihre Gelder vervielfachen. Das Unfassbare liegt woanders. Nicht Staatsanwalt, nicht Steuerfahnder, nicht Richter, nicht Staatssekretär, nicht Finanzminister, der den größten Steuerraub der deutschen Geschichte aufdeckt, meldet und trotz einer riesigen Aufregung in der gesamten Finanzwelt nicht aufgibt und dranbleibt. Es ist die Sachbearbeiterin Anna Schablonski (Name erfunden). Politischer Dilettantismus – einfach nur unfassbar!

8. Deutschland brennt

Es reicht nicht, Krankenhäuser zu schließen oder zu privatisieren. Es reicht auch nicht, Dass sich Patienten in Deutschland der ständigen Gefahr aussetzen, sich im Krankenhaus oder Pflegeheim mit multiresistenten Keimen zu infizieren. Es reicht ebenfalls nicht, sich des Nachts eine Nacht- oder besser Notschwester mit Patienten auf zwei Stationen teilen zu müssen. Nein, zu allem erhalten Kranke und Alte noch den Zusatzjoker, dass es jede Woche  in einem der 2000 deutschen Krankenhäuser brennt.  Sieben Tote sind zu beklagen, weil kein vollständiger Brandschutz gewährleistet ist. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert, dass der Brandschutz in den 2000 Kliniken und 14 500 Pflegeheimen ungenügend sei. Notwendig seien mehr Vorsorgemaßnahmen wie Sprinkler-Anlagen, fordert Stiftungsvorstand Eugen Brysch. „Sprinkleranlagen müssen auf allen Stationen und in jedem Patientenzimmer gesetzlich vorgeschrieben werden. So etwas ist für Möbelhäuser und Lagerhallen heute schon längst Standard“, sind seine Worte.

9. Tagesschau und ein Mord

Am 24. August berichtet die Tagesschau über einen Mord in der Türkei. Mit großen Worten von Abscheu und Entsetzen rückt ein Mord in der Türkei ins Zentrum wichtigster deutscher Berichterstattung. Warum findet der gleichzeitige Angriff mit schwerer Körperverletzung auf vier deutsche Polizisten in ihrer Freizeit wegen eines vorangegangenen Einsatzes keine Erwähnung?  Wenn ein Mord in der Türkei für Entsetzen in deutschen Wohnzimmern sorgen soll, darf doch wohl gefragt werden, warum Morde, Vergewaltigungen und verschwundene deutsche Bürger kaum Tagesschau-Präsenz erhalten. Könnte die Antwort lauten: Es finden so viele Gewalttaten in Deutschland statt, dass ihre Erwähnung die Sendezeit der Tagesschau mindestens verdoppeln würde. Da sind Feindbilder wie Putin, Orban, Johnson,  Trump, ihre Machenschaften oder ein Mord in der Türkei doch gute Ablenkungsmanöver. Schon länger fällt mir auf, dass der Schwerpunkt der Berichterstattung längst nicht mehr auf Nachrichten aus Deutschland liegt.

10. Eine reine Lachnummer

„Wir sind jetzt gerade im Sommer der Entscheidungen. Und dann kommen der Herbst und dann der Winter der Entscheidungen. Jetzt kommen überhaupt nur noch Entscheidungen.“ Angela Merkel am 22. Juli 2011. (Quelle: FOCUS)

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Das Phänomen Greta Thunberg – Die Hintergründe der Kinder-Revolution


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Gastbeitrag von Kurt Rohmert
Foto: Quelle pixabay, freie Bildnutzung

Es begann in Schweden vor etwa einem Jahr im August. Monatelang ging die heute 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihren Zöpfen wie 12 aussieht, freitags nicht mehr zur Schule. Stattdessen demonstrierte sie vor dem Parlament in Stockholm für mehr Klima- und Umweltschutz mit ihrem Transparent „Skolstrjk for Klimatet“ . Mittlerweile gilt sie als Gallionsfigur der „Klimaschutzbewegung“. Und die Schülerin ist längst nicht mehr allein: Weltweit haben sich tausende junge Menschen zu der Bewegung “Fridays for Future” organisiert. Auch in Deutschland ist die Bewegung mittlerweile angekommen. Zu Beginn des Jahres demonstrierten sogar (nach eigener Aussage) rund 30.000 junge Menschen in mehr als 50 deutschen Städten für eine bessere Klimapolitik.

Der Aufstieg zum medialen Superstar begann im Dezember 2018, als sich Vertreter aus 200 Ländern in Kattowitz zum Klimagipfel trafen. Zu Beginn der Weltklimakonferenz durfte neben den Politikern auch die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg zu den Gästen sprechen. Sie nutzte ihren Auftritt, um den Politikern ordentlich in den symbolischen Hintern zu treten, so berichtet die Deutsche Welle. Doch stimmt das? Ich habe mir die Bilder des schwedischen Fernsehens angeschaut. Obwohl kaum Leute im Saal sind, gaukeln uns  unsere Medien eine großartige Rede vor großem Publikum vor. In Wirklichkeit ist es ein gut gemachter PR-Gag in einem fast leeren Saal (siehe Foto). (1) und (2)

Trotz wohlwollender Darstellung in den Medien, besonders im deutschen TV, mehren sich die Stimmen, die die Bewegung kritisch sehen. Diese stellen sich zwangsläufig viele Fragen nach den Machern dieser Kampagne, ihren Zielen und wie es zu diesem Erfolg kommen konnte. Die Schüler glauben weiterhin fest daran, dass sie sich für einen guten Zweck einsetzen. Sie sind überzeugt, dass sie ihr Motto  „Gemeinsam gegen den Klimawandel“ unabhängig von Parteien oder Organisationen umsetzen.

(Foto:screenshot, Aktion Köln, RTL)

Die Südwest Presse swp hat untersucht, ob sich die Schüler und ihre Demos instrumentalisieren lassen und haben dazu den Whats-App Chat der Landesgruppe in Baden Württemberg im Februar 2019 analysiert. Fest steht, dass Gruppen wie Ende Gelände *, die Interventionistische Linke *oder die Rosa-Luxemburg-Stiftung(der Linkspartei) es versuchen, die Teilnehmer an die linksextreme Szene heranzuführen. Im Foto oben klar erkennbar das Logo der antifa. Also doch fremdgesteuert?  

Um zu erkennen, wer ein Interesse an einer Vermarktung eines Mädchens mit Asperger-Syndrom hat,  muss man notwendigerweise bei ihrer Familie beginnen. Just in dem Moment, als Greta mit ihrem Schulstreik begann, veröffentlichte ihre Mutter ein Buch mit dem Titel „Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima“. Kurzgefasst: Das Buch ist eine Projektion des eigenen Unglücks auf den gesamten Globus. Die perfekte Ausrede für eine Familie, die sich in den Klimawahn flüchtet, weil Ärzte beiden Töchtern nach Hungerstreik, Panikattacken und Depressionen die Diagnose Asperger-Syndrom, Autismus und OCD (Zwangstörungen) ausstellen. Entscheidend ist auch, dass, rein zufällig, der PR-Berater Ingmar Rentzhog, der auch Gretas Mutter kennt, das Mädchen streikend vor ihrer Schule trifft und als Folge einer intensiven Rührung einige Posts unter dem Hashtag #WeDontHaveTime auf facebook veröffentlicht, zufällig am Tag der Buchveröffentlichung. Nach dieser Kampagne verkauft er seine Firma und gründet die Plattform „We don’t have time“, die sich für den Klimawandel einsetzt und kräftig Spendengelder sammelt. Die Aktivistin Greta selbst distanziert sich später von ihrer Rolle als „Beraterin“.

Greta Thunberg setzt ihre Ideale, die Welt retten zu wollen, mit einer kindlich-naiven Erscheinung und einem Behindertenstatus durch und trifft trotz Dialogunfähigkeit den wunden Punkt unserer Gesellschaft. Dazu einige Zitate, wie sie es schafft: Oktober 2018 in Helsinki: „Alles muss sich ändern – jetzt.“ Während ihres Streiks vor der Schule: „Ich sitze hier, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.“ Weltwirtschaftsforum Davos: „Ich will, dass ihr in Panik geratet.“ In Kattowitz: „Dinge werden sich ändern, ob es ihnen gefällt oder nicht.“ (3) Allerdings gibt es starke Zweifel daran, dass sie ihre Reden selbst schreibt.

Bis heute glauben die Schülerbewegungen fest daran, dass sie sich selbst organisieren. Auch alle Medien wollen uns dieses glauben machen. Aber es geht ein Gerücht um, dass die fff-Bewegung (fridays for future) schon 2015 geplant wurde und bis heute fremdgesteuert ist. Wer hatte diese Idee?  

„Eine Bewegung, die nur uns gehört“, beschrieb einmal eine Schülerin die Bewegung. Wie aus dem Nichts entstanden?  Tatsache ist aber: auf dem Global Youth Summit 2015 haben sich Teilnehmer den globalen Schulstreik ausgedacht. Beweis dafür ist eine Erklärung auf der Webseite climatstrike.net(4). Diese Veranstaltung wurde von der eher unbekannten NGO Plant-for-the-Planet-Foundation(5) organisiert, eine Stiftung des Vizepräsidenten des Club of Rome Friethjof Finkheimer. (6)

Es lohnt sich, diesen Verein näher zu betrachten. Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von Experten, besser noch ein handverlesener Club des internationalen Geldadels, der sich offiziell für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einsetzt (siehe wikipedia). Aufsehen erregen sie regelmäßig durch Studien wie „Grenzen des Wachstums“ oder „Menschheit am Scheideweg“. Hier propagieren sie ein globales Desaster bis zur Jahrtausendwende. Die „Weltstellte 2018 fest: „…die Gründung des Club of Rome war auch der Auftakt für einen Geschäftszweig, der bis heute boomt: Katastrophen-Business, professionelle Apokalypse-Prophetie, Weltrettungsprogramme im Jetset-Rhythmus“. (8) In Deutschland wird der Club of Rome durch die Präsidenten Mojib Latif und Friethjof Finkbeiner vertreten. M. Latif, Mitglied der Grünen, ist beliebter Gast in deutschen Medien, wenn es um den Klimawandel geht.

Ich hatte gefragt, wer finanziert das alles? Hier die Erklärung: Auf der Seite von fff gibt es einen Spendenaufruf. Dieser führt wieder zu pftp (plant for the planet). Seltsam, da doch gesagt wurde: „Wir sind keineswegs an Parteien oder andere Organisationen gebunden.” Die Erklärung der Schüler dazu lautet: „Das Konto wird von einer befreundeten Organisation, der Plant-for-the-Planet Foundation betreut.” Das kann man so sehen. Aber es ist wohl doch eher so, dass die Schüler dieser NGO ausgeliefert sind. Okay, man kann verstehen, dass es keine Vereinsgründung gibt. Denn dann wären auch die amtliche Registrierung (Vereinsregister) und die Kontrolle durch das Finanzamt (Steuererklärung) inlusive Buchführung verbindlich. Rechtlich vorgeschrieben ist aber auch: Nur bei einer unmittelbaren Verwendung für eigene Satzungszwecke kann die Foundation als gemeinnütziger Verein Spendenbescheinigungen ausstellen. Damit ist dieses Konstrukt juristisch undurchsichtig, ja sogar unseriös. Abhängigkeiten oder Einflussnahme müssen zwangsläufig vermutet werden. Auch die GLS Bank sammelt übrigens Geld für Fridays for future ein – und das unter dem Label „Companies for future“. Interessant ist, was die Bank über die Verwendung der Mittel schreibt: „Über die Verwendung des Guthabens entscheiden drei Organisatoren von Fridays for Future gemeinsam.“ Eine namentliche Nennung dieser drei erfolgt natürlich nicht.

Diesen Organisationen kam folglich das Phänomen Greta Thunberg sehr gelegen. Aber auch in Deutschland gibt es Unterstützer aus der Politik, die gern über diese Zusammenhänge schweigen. Eine der Hauptorganisatoren heißt Luisa Marie Neubauer, immer an der Seite von Greta zu finden. Die Aktivistin und Vielfliegerin engagiert sich in vielen NGOs und ist, wen wundert’s, Mitglied der Grünen.  Andere Organisatoren gehören zu greenpeace oder dem BUND. Also alles Politprofis. Ganz am Ende stehen dann die ahnungslosen Schüler, die für ihre Ideale auf die Straße gehen und denen man keine böse Absicht unterstellen sollte.

Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn Menschen sich für etwas einsetzen. Auch wenn sie noch jung sind. Aber sind wir mal ehrlich. Diesen Jugendlichen fehlt das Wissen, die Lebenserfahrung und eine persönliche Reife. Nicht umsonst greift in unserer Gesellschaft die Volljährigkeit. Junge Menschen brauchen Schutz und Grenzen. Greta ist 16 Jahre alt. Bei allem Respekt glaube ich, dass sie kein Experte für derartige politische Betrachtungen ist oder ein derartiges globales Thema überblicken kann.

Fazit: Alle reden darüber, wie die Welt morgen aussehen soll. Aber darüber muss demokratisch entschieden werden. Demokratie hat komplexe Spielregeln. Greta hat ihre eigenen. Ihre geforderte Kompromisslosigkeit hilft nicht.  Der Klima-Hype um Greta Thunberg lenkt genial von den immensen Problemen in unserem Land ab.  Der Schülerin des Zitats „eine Bewegung, die nur uns gehört“ sei daher entgegnet: Euch gehört die Bewegung nicht, sie gehört anderen. Euer Spendengeld gehört anderen und Euer Engagement auch.  Kurz: Ihr gehört anderen.

 

*  laut Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft, Ziel: radikaler gesellschaftlicher Wandel

*  laut Verfassungsschutz linksextremistische Organisation, Ziel: Organisation autonomer Gruppen

(1) https://youtu.be/DGDMqyfK8UQ  nur die Rede

(2) https://www.svtplay.se/klipp/20387255/15-ariga-greta-thunberg-klimatmotets-unga-superstjarna

 (3) https://utopia.de/greta-thunberg-zitate-128025/

(4) https://www.climatestrike.net/

(5) https://www.plant-for-the-planet.org/de/footermenu/impressum

(6) https://www.clubofrome.org/member/frithjof-finkbeiner/

(7) https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/club-of-rome-nachhaltigkeitsstrategien-globalisierung-jorgen-randers 

 (8) https://www.welt.de/debatte/article184454552/Pro-Contra-Ist-der-Club-of-Rome-noch-zeitgemaess.html

 

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Ossis haben gewählt – Wessis staunen


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Demokratie im Osten gerettet – Opposition vorhanden

Die gerade stattgefundenen Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg haben es in sich. Nichts ist mehr, wie es war … und doch bleibt irgendwie alles beim Alten. Die CDU in Sachsen behält als stärkste Partei ihren Regierungsauftrag, in Brandenburg ist es die SPD. Der große Denkzettel für alle ist der enorme Wahlerfolg der AfD in beiden Ländern.
Und während sich nach der Wahl wieder einmal alle benehmen wie vor der Wahl, die Wähler der AfD und ihre Vertreter beleidigen, degradieren, diffamieren und als Rechtsextreme, Rassisten und Schande für die Demokratie bezeichnen, beginnt es allmählich selbst in den Hirnen der gezähmten, mit Schuld beladenen und schlafenden Wessis zu rumoren. Wie kann das sein, dass Ossis so viel mutiger, wütender, konsequenter und radikaler wählen als die Wessis? Vielleicht hilft da ein Blick auf Zahlen, wie zum Beispiel auf das eine Viertel der ursprünglichen Bevölkerung Ostdeutschlands, das in den Westen zog: 3.681.649-mal gingen Menschen, in der Mehrzahl Frauen, fort. Es kamen auch Menschen in den Osten, genau 2.451.176. Aufhalten konnten diese den Niedergang vieler Orte aber nicht.
Ostdeutsche besetzen nur 1,7 Prozent der Spitzenjobs in Deutschland. Das ergab eine Studie der Universität Leipzig im Jahr 2016. Das ist viel weniger als ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland ausmacht – der beträgt nämlich 17 Prozent. An den Spitzen der 80 staatlichen Universitäten sitzen gar ausschließlich Westdeutsche.
Es gibt zahlreiche Beispiele, die zeigen: Die Macht über Geld und Entscheidungen in Wirtschaft, Justiz, Militär, Verwaltung, Wissenschaft und Bildung liegt fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung überwiegend in den Händen von West-Deutschen.
Und noch ein paar Zahlen für das Hinterherhinken des “Ostens”: Löhne (-22 %), Arbeitslosigkeit (+1,8 %), geleistete Wochenarbeitszeit (+5,5 %), Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (-27 %), Vermögen (-57 %), Wohneigentum (-14 %).

Wer sich erinnert, weiß, dass die Treuhand damals ordentlich aufgeräumt hat. Ihre Aufgabe wäre gewesen, das Eigenleben, die Eigen-Identität und den eigenen Stolz der Ossis dadurch zu erhalten, dass man Firmen und Unternehmen auch erhalten hätte. Stattdessen gab es einen alleinigen Ausverkauf des Staates an gierige Wessis. Ja, es gab nach der Wende im Westen keine Kinderkleidung zu kaufen. Ja, massenhaft Gelder flossen in den Osten, um Leipzig und Dresden zu Vorzeigestädten der Einheit zu machen. Es sollen laut Aussage mehrerer Ökonomen zwei bis drei Billionen Euro in den Aufbau Ost geflossen sein und trotz allem lag 25 Jahre nach der Wende das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Osten noch nicht einmal bei drei Vierteln des Westniveaus, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung vor 5 Jahren ausrechnete. Und die Produktivität eines Erwerbstätigen machte 79 Prozent des Westwertes aus. Ein Beweis dafür, dass die Billionen wohl nicht an den richtigen Stellen eingesetzt wurden und die Politik zwar den Verteiler im Osten, jedoch nicht den gerechten und klugen Verteiler gespielt hat.

Vielleicht hätten die politischen Quotenvertreter derzeit einmal über eine Ost-Quote nachdenken sollen, statt durch das ständige Frauenquoten-Palaver die schon vorhandene Unfähigkeit politischen Tuns noch weiter zu steigern. Gregor Gysi war einer der Befürworter. Zu spät, kann ich da nur sagen. Die Posten sind vergeben und Wessis sind inzwischen Ossis und umgekehrt.

Warum also sollten die Ossis und Wessis im “Osten” aus Protest, aus Überlegung und wegen der Ignoranz der alteingesessenen Politiker nicht die AfD wählen, die ja in allen Parlamenten schon vertreten ist? Etwa weil die bisherigen Volksparteien für ihre Bürger und das Land so wahnsinnig gute und gerechte Politik gemacht haben? Mein Wunsch ist mit der Wahl dieser Partei in die Parlamente erfüllt. Bei allen Schwächen und  Ärgernissen, die diese noch unsortierte junge Partei haben mag, bietet ja nur sie gegenüber der Großkoalition der “Etablierten” eine Opposition, die eine Demokratie erst möglich macht.

Fazit: Damit bietet der “Osten” ein weiteres Politikfeld, das hätte beackert werden müssen und zwar von einer Frau, die als Ossi im Westen Karriere machen durfte, aber lieber so tat, als hätte sie mit den Ossis rein gar nichts gemeinsam. Wer aber weiß, dass Bildung und Studium in der DDR auch ein Disziplinierungsinstrument für eine sozialistische Grundeinstellung und eine Parteikonformität waren, darf dann auch behaupten, dass Merkel als konforme Ossi-Frau ihre Bildung genossen hat.

Unsere Demokratie lebt von der Führungsverantwortung der mehrheitlich gewählten Regierung und der Kontrollverantwortung der kritischen Opposition. (Rainer Brüderle, FDP)

Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet. (Gustav Heinemann, 3. Bundespräsident der BRD)

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