DENK-BLOG

Ich denke, also bin ich (René Descartes)

Die Welt um uns herum ist hochkompliziert geworden, für die aber auch wir Verantwortung tragen. Der Bedarf an differenzierten Antworten auf vorhandene Probleme ist riesig und politisch verordnete „Alternativlosigkeit“ demaskiert die Arroganz der Macht. Die Folge dieser Arroganz ist die Spaltung unserer Gesellschaft, ist der Verlust von Demokratie und Freiheit und die Zerstörung des Sozialstaats durch die weiter wachsende Verteilungsungerechtigkeit. Mein Weckruf hinein in das politische und gesellschaftliche „Schlaflabor Deutschland“ greift nach meinem Bürgerrecht, diese Welt mit zu gestalten und zu verändern. Nutzen wir die Restbestände von Freiheit, in Gedanken, Wort und Schrift eine „Gemeinschaft der Denker und umDenker“ zu bilden, die sich auf den Weg gemacht hat.

Mein umDenk-Blog berichtet, kritisiert, fordert, provoziert, analysiert, zürnt, tröstet und ruft dir zu:
„Mensch, wach auf!“

Deutschland und sein (Gesellschafts-)Klima


Share
… völlig oppositionsfrei

Sehr geehrter Herr Steinmeier, wenn Sie sich leisten, über Parteien im deutschen Bundestag Ihre Bewertung abzugeben, müssen Sie sich erst recht die Frage gefallen lassen, welche Maßnahmen Sie gegen die Scheindemokratie, die Sie (ohne Anerkennung der AfD als Opposition) hier repräsentieren, empfehlen!

Hat es Sie, Herr Steinmeier, bisher eigentlich nie gestört, dass Sie einmal der Bundespräsident sein werden, der die Spaltung der Gesellschaft, den Niedergang der SPD, die Existenz einer Scheindemokratie mit abgelehnter AfD und die Meinungszensur zugelassen hat? Meinen Sie nicht auch, dass es mehr als genug zu bewerten und zu bemängeln gibt in diesem „Ihrem“ Land und dass dafür nicht allein Ihr rechtes, sondern auch  Ihr linkes Auge in Benutzung sein sollte? Ihre Fehlsichtigkeit (Feine Sahne Fischfilet) sowie Ihr „staatsmännisches“ Benehmen (Trump-Ablehnung, Gratulation Iran)  wurden der Würde Ihres Amtes nicht gerecht. Und dürfte ich Bürger nicht von Ihnen die Erkenntnis erwarten, dass Ihre Kanzlerin Merkel mit ihrer Alternativlosigkeit nicht nur Ihre Präsidentschaft ermöglichte, Herr Steinmeier, sondern auch das Erstarken der Alternative für Deutschland?

Nicht das von Ihnen gewünschte Bürgerverhalten, auch nicht nur das in Grenzen gepresste Denken und Sprechen einer oft irrsinnigen Political Correctness – der selbst Sie nicht gehorchen, aber deren Einhaltung Sie von uns Bürgern verlangen – obliegt der Autorität Ihres Amtes, sondern Ihr dauernder Blick auf das politische Tagesgeschäft der Regierung. Sollten nicht Sie das kontrollfreie und alternativlose Tun und Nichtstun der Regierenden, die Überschreitung von Grenzen, die Gefährdung demokratischer Werte sowie den außenpolitischen Umgang mit anderen Staaten kritisch beäugen? Gehört nicht zu Ihren Aufgaben, den Hüter der Demokratie zu geben und mit Klugheit und Weitsicht nicht nur den Warner „nach unten“ sondern auch den Mahner „nach oben“ zu (re)präsentieren?

Als im letzten Jahr der G7-Gipfel in Kanada stattfand, rangen sich die Vertreter der Staaten gegenseitige Versprechen ab. Deutschland bekam schlechte Noten für die Erfüllung seiner Zusagen auf dem G7-Gipfel vor einem Jahr. Unter den Mitgliedern der Gruppe der sieben großen Industrieländer (G7) und der Europäischen Union kam Deutschland mit einer Quote von 75 Prozent nur auf Platz Sechs, wie die G7-Forschungsgruppe der Universität Toronto auf dem diesjährigen G7-Gipfel im französischen Biarritz mitteilte.

Gemessen wurden 20 ausgesuchte Versprechen wie etwa zu Umwelt, Gesundheit, demokratischer Transparenz, Klimawandel, Gleichberechtigung, Energiesicherheit und zu Entwicklungsfinanzierung.

Deutschland schnitt unter anderem schlecht in der Durchsichtigkeit von Wahlkampffinanzierung und politischer Werbung, im Umgang mit sexueller Gewalt im digitalen Umfeld, in der Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit, der Bereitstellung von Erdbeobachtungstechnologie für arme Regionen und beim Kampf gegen Plastik und Müll in den Meeren ab, so der 678 Seiten lange Bericht.

Von Ihnen, Herr Steinmeier, dazu keine Rüge und kein Wort!

Aber – so scheint es gerade, beginnt die Frau, die seit 14 Jahren die Richtlinien der Politik bestimmt, jetzt auch Politik zu machen. Das ist nun aber weder Ihr Verdienst, Herr Steinmeier, noch Frau Merkels. Es sind die Gretas und Umwelthilfen, die  gerichtlich festgesetzten Fahrverbote, die Lausitz-Bürger mit ihrem Wutverhalten, die gerne als „rechts“ bezeichneten Sachsen und Organisationen wie die WerteUnion, die sich nach Jahren zustimmenden Kopfnickens ihres Denkapparates bewusst wurden und sich eine öffentliche Stimme aneigneten.

So und nicht anders fand jetzt nach den auch noch verlorenen Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg der jahrelange gemütliche Schlafmodus – schließlich lief die Wirtschaft ja auch ohne Politik reibungslos – sein Ende. Mit der Hektik aufgeschreckter Hühner soll nun in einer einzelnen Woche ein Klimapaket geschnürt werden, das bei Merkel sicher schon aus ihrer Zeit als Umweltministerin in der Schublade liegt, jedoch vor lauter Migrationspolitik bis heute nicht salonfähig gemacht wurde. Jetzt wird es der große Wurf, was beweist, dass es gar keine vier Jahre braucht, um ein Regierungsprogramm umzusetzen und was weiter beweist,  dass die letzten 13 Merkel-Jahre so überflüssig waren wie ein Kropf.

Nun, warten wir es ab, mit welcher großen Krise wir es nach der jetzt zu beschließenden Teuerungsrate für den Bürger zu tun bekommen.

Flugverkehrssteuer, CO2-Steuer, Elektromobilität pur (ohne Brennstoffzellen, ohne Hybrid), Ausbau des vor Jahren stillgelegten Schienennetzes, Ausbau der Fahrradwege und weiß der Kuckuck, was sonst noch das Gewissen der GroKo beruhigt, die nun grüner als die Grünen den „menschengemachten Klimawandel“ für alle Ewigkeit festzurrt.

Dann kann Merkel am 21. September, also einen Tag nach Erstellen des großen Klimaprogramms, beim Jugend-Klimagipfel in New York endlich mal ein paar gemachte Hausaufgaben vorlegen, um von ihrer Lehrerin Greta dann auch ein paar wohlwollende Worte in Empfang nehmen zu dürfen. Und Halleluja, die Welt ist gerettet!

Share

Das Phänomen Greta Thunberg – Die Hintergründe der Kinder-Revolution


Share
Gastbeitrag von Kurt Rohmert
Foto: Quelle pixabay, freie Bildnutzung

Es begann in Schweden vor etwa einem Jahr im August. Monatelang ging die heute 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihren Zöpfen wie 12 aussieht, freitags nicht mehr zur Schule. Stattdessen demonstrierte sie vor dem Parlament in Stockholm für mehr Klima- und Umweltschutz mit ihrem Transparent „Skolstrjk for Klimatet“ . Mittlerweile gilt sie als Gallionsfigur der „Klimaschutzbewegung“. Und die Schülerin ist längst nicht mehr allein: Weltweit haben sich tausende junge Menschen zu der Bewegung “Fridays for Future” organisiert. Auch in Deutschland ist die Bewegung mittlerweile angekommen. Zu Beginn des Jahres demonstrierten sogar (nach eigener Aussage) rund 30.000 junge Menschen in mehr als 50 deutschen Städten für eine bessere Klimapolitik.

Der Aufstieg zum medialen Superstar begann im Dezember 2018, als sich Vertreter aus 200 Ländern in Kattowitz zum Klimagipfel trafen. Zu Beginn der Weltklimakonferenz durfte neben den Politikern auch die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg zu den Gästen sprechen. Sie nutzte ihren Auftritt, um den Politikern ordentlich in den symbolischen Hintern zu treten, so berichtet die Deutsche Welle. Doch stimmt das? Ich habe mir die Bilder des schwedischen Fernsehens angeschaut. Obwohl kaum Leute im Saal sind, gaukeln uns  unsere Medien eine großartige Rede vor großem Publikum vor. In Wirklichkeit ist es ein gut gemachter PR-Gag in einem fast leeren Saal (siehe Foto). (1) und (2)

Trotz wohlwollender Darstellung in den Medien, besonders im deutschen TV, mehren sich die Stimmen, die die Bewegung kritisch sehen. Diese stellen sich zwangsläufig viele Fragen nach den Machern dieser Kampagne, ihren Zielen und wie es zu diesem Erfolg kommen konnte. Die Schüler glauben weiterhin fest daran, dass sie sich für einen guten Zweck einsetzen. Sie sind überzeugt, dass sie ihr Motto  „Gemeinsam gegen den Klimawandel“ unabhängig von Parteien oder Organisationen umsetzen.

(Foto:screenshot, Aktion Köln, RTL)

Die Südwest Presse swp hat untersucht, ob sich die Schüler und ihre Demos instrumentalisieren lassen und haben dazu den Whats-App Chat der Landesgruppe in Baden Württemberg im Februar 2019 analysiert. Fest steht, dass Gruppen wie Ende Gelände *, die Interventionistische Linke *oder die Rosa-Luxemburg-Stiftung(der Linkspartei) es versuchen, die Teilnehmer an die linksextreme Szene heranzuführen. Im Foto oben klar erkennbar das Logo der antifa. Also doch fremdgesteuert?  

Um zu erkennen, wer ein Interesse an einer Vermarktung eines Mädchens mit Asperger-Syndrom hat,  muss man notwendigerweise bei ihrer Familie beginnen. Just in dem Moment, als Greta mit ihrem Schulstreik begann, veröffentlichte ihre Mutter ein Buch mit dem Titel „Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima“. Kurzgefasst: Das Buch ist eine Projektion des eigenen Unglücks auf den gesamten Globus. Die perfekte Ausrede für eine Familie, die sich in den Klimawahn flüchtet, weil Ärzte beiden Töchtern nach Hungerstreik, Panikattacken und Depressionen die Diagnose Asperger-Syndrom, Autismus und OCD (Zwangstörungen) ausstellen. Entscheidend ist auch, dass, rein zufällig, der PR-Berater Ingmar Rentzhog, der auch Gretas Mutter kennt, das Mädchen streikend vor ihrer Schule trifft und als Folge einer intensiven Rührung einige Posts unter dem Hashtag #WeDontHaveTime auf facebook veröffentlicht, zufällig am Tag der Buchveröffentlichung. Nach dieser Kampagne verkauft er seine Firma und gründet die Plattform „We don’t have time“, die sich für den Klimawandel einsetzt und kräftig Spendengelder sammelt. Die Aktivistin Greta selbst distanziert sich später von ihrer Rolle als „Beraterin“.

Greta Thunberg setzt ihre Ideale, die Welt retten zu wollen, mit einer kindlich-naiven Erscheinung und einem Behindertenstatus durch und trifft trotz Dialogunfähigkeit den wunden Punkt unserer Gesellschaft. Dazu einige Zitate, wie sie es schafft: Oktober 2018 in Helsinki: „Alles muss sich ändern – jetzt.“ Während ihres Streiks vor der Schule: „Ich sitze hier, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.“ Weltwirtschaftsforum Davos: „Ich will, dass ihr in Panik geratet.“ In Kattowitz: „Dinge werden sich ändern, ob es ihnen gefällt oder nicht.“ (3) Allerdings gibt es starke Zweifel daran, dass sie ihre Reden selbst schreibt.

Bis heute glauben die Schülerbewegungen fest daran, dass sie sich selbst organisieren. Auch alle Medien wollen uns dieses glauben machen. Aber es geht ein Gerücht um, dass die fff-Bewegung (fridays for future) schon 2015 geplant wurde und bis heute fremdgesteuert ist. Wer hatte diese Idee?  

„Eine Bewegung, die nur uns gehört“, beschrieb einmal eine Schülerin die Bewegung. Wie aus dem Nichts entstanden?  Tatsache ist aber: auf dem Global Youth Summit 2015 haben sich Teilnehmer den globalen Schulstreik ausgedacht. Beweis dafür ist eine Erklärung auf der Webseite climatstrike.net(4). Diese Veranstaltung wurde von der eher unbekannten NGO Plant-for-the-Planet-Foundation(5) organisiert, eine Stiftung des Vizepräsidenten des Club of Rome Friethjof Finkheimer. (6)

Es lohnt sich, diesen Verein näher zu betrachten. Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von Experten, besser noch ein handverlesener Club des internationalen Geldadels, der sich offiziell für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einsetzt (siehe wikipedia). Aufsehen erregen sie regelmäßig durch Studien wie „Grenzen des Wachstums“ oder „Menschheit am Scheideweg“. Hier propagieren sie ein globales Desaster bis zur Jahrtausendwende. Die „Weltstellte 2018 fest: „…die Gründung des Club of Rome war auch der Auftakt für einen Geschäftszweig, der bis heute boomt: Katastrophen-Business, professionelle Apokalypse-Prophetie, Weltrettungsprogramme im Jetset-Rhythmus“. (8) In Deutschland wird der Club of Rome durch die Präsidenten Mojib Latif und Friethjof Finkbeiner vertreten. M. Latif, Mitglied der Grünen, ist beliebter Gast in deutschen Medien, wenn es um den Klimawandel geht.

Ich hatte gefragt, wer finanziert das alles? Hier die Erklärung: Auf der Seite von fff gibt es einen Spendenaufruf. Dieser führt wieder zu pftp (plant for the planet). Seltsam, da doch gesagt wurde: „Wir sind keineswegs an Parteien oder andere Organisationen gebunden.” Die Erklärung der Schüler dazu lautet: „Das Konto wird von einer befreundeten Organisation, der Plant-for-the-Planet Foundation betreut.” Das kann man so sehen. Aber es ist wohl doch eher so, dass die Schüler dieser NGO ausgeliefert sind. Okay, man kann verstehen, dass es keine Vereinsgründung gibt. Denn dann wären auch die amtliche Registrierung (Vereinsregister) und die Kontrolle durch das Finanzamt (Steuererklärung) inlusive Buchführung verbindlich. Rechtlich vorgeschrieben ist aber auch: Nur bei einer unmittelbaren Verwendung für eigene Satzungszwecke kann die Foundation als gemeinnütziger Verein Spendenbescheinigungen ausstellen. Damit ist dieses Konstrukt juristisch undurchsichtig, ja sogar unseriös. Abhängigkeiten oder Einflussnahme müssen zwangsläufig vermutet werden. Auch die GLS Bank sammelt übrigens Geld für Fridays for future ein – und das unter dem Label „Companies for future“. Interessant ist, was die Bank über die Verwendung der Mittel schreibt: „Über die Verwendung des Guthabens entscheiden drei Organisatoren von Fridays for Future gemeinsam.“ Eine namentliche Nennung dieser drei erfolgt natürlich nicht.

Diesen Organisationen kam folglich das Phänomen Greta Thunberg sehr gelegen. Aber auch in Deutschland gibt es Unterstützer aus der Politik, die gern über diese Zusammenhänge schweigen. Eine der Hauptorganisatoren heißt Luisa Marie Neubauer, immer an der Seite von Greta zu finden. Die Aktivistin und Vielfliegerin engagiert sich in vielen NGOs und ist, wen wundert’s, Mitglied der Grünen.  Andere Organisatoren gehören zu greenpeace oder dem BUND. Also alles Politprofis. Ganz am Ende stehen dann die ahnungslosen Schüler, die für ihre Ideale auf die Straße gehen und denen man keine böse Absicht unterstellen sollte.

Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn Menschen sich für etwas einsetzen. Auch wenn sie noch jung sind. Aber sind wir mal ehrlich. Diesen Jugendlichen fehlt das Wissen, die Lebenserfahrung und eine persönliche Reife. Nicht umsonst greift in unserer Gesellschaft die Volljährigkeit. Junge Menschen brauchen Schutz und Grenzen. Greta ist 16 Jahre alt. Bei allem Respekt glaube ich, dass sie kein Experte für derartige politische Betrachtungen ist oder ein derartiges globales Thema überblicken kann.

Fazit: Alle reden darüber, wie die Welt morgen aussehen soll. Aber darüber muss demokratisch entschieden werden. Demokratie hat komplexe Spielregeln. Greta hat ihre eigenen. Ihre geforderte Kompromisslosigkeit hilft nicht.  Der Klima-Hype um Greta Thunberg lenkt genial von den immensen Problemen in unserem Land ab.  Der Schülerin des Zitats „eine Bewegung, die nur uns gehört“ sei daher entgegnet: Euch gehört die Bewegung nicht, sie gehört anderen. Euer Spendengeld gehört anderen und Euer Engagement auch.  Kurz: Ihr gehört anderen.

 

*  laut Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft, Ziel: radikaler gesellschaftlicher Wandel

*  laut Verfassungsschutz linksextremistische Organisation, Ziel: Organisation autonomer Gruppen

(1) https://youtu.be/DGDMqyfK8UQ  nur die Rede

(2) https://www.svtplay.se/klipp/20387255/15-ariga-greta-thunberg-klimatmotets-unga-superstjarna

 (3) https://utopia.de/greta-thunberg-zitate-128025/

(4) https://www.climatestrike.net/

(5) https://www.plant-for-the-planet.org/de/footermenu/impressum

(6) https://www.clubofrome.org/member/frithjof-finkbeiner/

(7) https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/club-of-rome-nachhaltigkeitsstrategien-globalisierung-jorgen-randers 

 (8) https://www.welt.de/debatte/article184454552/Pro-Contra-Ist-der-Club-of-Rome-noch-zeitgemaess.html

 

Share

EU moniert wiederholt Nitrate im Grundwasser


Share
Gülle in Hülle und Fülle
Nitratbelastung der Böden

Europa hat mal wieder an die deutsche Tür geklopft und zum x-ten Mal auf den zu hohen Nitratgehalt in deutschen Böden aufmerksam gemacht, verursacht hauptsächlich durch zu viel Gülle und Kunstdünger. Damit gelangt Nitrat ins Grundwasser, in die Flüsse und Seen. Der Grenzwert liegt bei 50mg Nitrat pro Liter. Dieser Grenzwert wird aber in vielen Regionen um ein Vielfaches überschritten. Das bedeutet immer mehr Filteraufwand für die Trinkwasserversorger. Die Mehrkosten zahlt natürlich der Verbraucher. Nun setzt die EU der deutschen Regierung eine letzte Frist von zwei Monaten, ehe der Fall dann vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) landen könnte und eine Geldstrafe von 850.000 Euro täglich fällig würde. 

Eine ziemliche Schweinerei, den Menschen in Deutschland ein giftigeres Grundwasser anzubieten als es die Nachbarländer tun. Aber wir wissen ja: Das große Klima-Spektakel gibt es hauptsächlich in Deutschland, wo die große Klima-Kanzlerin Merkel alles im Griff hat. Dank ihrer Exekutive, der Rettungsorganisation der Deutschen Umwelthilfe e.V. durch Hunderte von Messstationen, die das „Massensterben“ durch das Atmen von „giftiger“ Luft beenden sollen, erhält auch der Bauer seine (verdiente?) Abreibung. Warum hat sich eigentlich die Deutsche Umwelthilfe e.V. nicht auch um die Sauberkeit des Wassers gekümmert? Ganz einfach – da hätte ihr der gesamte deutsche Bauernverband schon gezeigt, wo es langgeht. Nein, die Moralkeule zwecks Erzeugung eines schlechten Gewissens mit Strafgeldzahlung schwingt man am erfolgreichsten gegen den Bürger! So lassen sich Kassen füllen und weiterhin zum Klingeln bringen. Fürs saubere Atmen ist nun einmal die Deutsche Umwelthilfe zuständig, fürs saubere Trinken sorgt Europa. Fragt sich, welche Organisation  demnächst die Strafzölle fürs Essen erhebt. 

Über die Schuld von Rindviechern habe ich in einem früheren Beitrag schon ausgiebig berichtet. Heute interessiert mich die deutsche Nitrat-Politik.

Seit mehr als drei Jahren betrachte ich die nicht enden wollenden Probleme in Deutschland. Ein von mir vernachlässigter Zustand ist die Massentierhaltung mit den von Schwein, Kuh und Huhn als Gülle gesammelten Hinterlassenschaften, die als Dung auf unseren Böden landen und unsere Gewässer sowie unser Grundwasser beeinflussen.

Die Nitrat-Richtlinie von 1991 ist einer der ersten europäischen Rechtsakte mit dem Ziel, die Umweltverschmutzung zu bekämpfen und die Wasserqualität zu verbessern. Alle Mitgliedsstaaten haben inzwischen Messstationen und Aktionsprogramme zur Verringerung der Nitratbelastung aufgestellt. Insbesondere der von der Richtlinie vorgeschriebene Grenzwert von jährlich 170 kg Stickstoff pro Hektar für die auf den Boden ausgebrachte Dungmenge ist in allen Programmen enthalten. Die Verringerung der Nitratbelastung ist ein wesentlicher Bestandteil der Wasserrahmenrichtlinie (2000), die einen umfassenden, grenzübergreifenden Ansatz im Hinblick auf den Wasserschutz verfolgt. Ihr Ziel war es, bis 2015 einen guten Zustand der europäischen Gewässer zu erreichen.

Dass das – als Ziel in den europäischen Nitratrichtlinien 2004 bis 2007 formuliert – in NRW nicht erreicht wurde, habe ich derzeit berichtet. 2010 bewiesen rund 33 % der Messstationen in europäischen Flüssen und Seen einen eutrophen (gestörtes Ökosystem) Gewässerzustand.

In NRW sind 46% aller Grundwasserkörper bis heute mit Nitrat und 16% der Grundwasserkörperflächen durch Ammonium belastet.

2017 hatte die Bundesregierung nach langem Hin und Her die Düngeregeln verschärft. Zu Beginn dieses Jahres hatte Berlin auf Druck der EU-Kommission noch strengere Regeln vorgeschlagen, die im Mai 2020 in Kraft treten sollen.

Viele Bauern fürchten, dass durch die geplante Verschärfung der Düngevorschriften ihre Pflanzen nicht mehr den gewohnten Ertrag bringen oder dass sie nicht mehr so viele Tiere halten können. Bauern sollen ein Fünftel weniger Dünger auf ihren Böden ausbringen und die Zeit der Nicht-Düngung soll verlängert werden. Bauernverbände laufen dagegen Sturm und mancher Bauer sieht sich sogar in seiner Existenz bedroht 

Ackerbau und Viehhaltung, Importfuttermittel und Dünger sind laut Greenpeace für rund 16 % der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Überdüngung und Massentierhaltung werden dabei als Hauptursachen genannt.  Fluch und Segen zugleich. Zwar ist Fleisch für den Verbraucher in Hülle und Fülle zu Billigstpreisen vorhanden, aber eben auch Tonnen von Gülle, die als Dünger wieder in den Kreislauf eingebracht werden. Darin enthalten auch Bakterien, die zusammen mit der ungebremsten Antibiotikanutzung bei der Tierhaltung in die Nahrungskette gelangen.

140 Milliarden Liter Gülle fallen jährlich an. Die Düngung damit muss nach bestimmten Vorgaben geschehen – nah am Boden, um den Ammoniakgehalt so gering wie möglich zu halten. Der Phosphor verändert sich im Boden zu Phosphat, sickert ins Grundwasser und belastet die Gewässer. Eine Gefahr durch Überdüngung der Böden. Seit einer ersten Verschärfung der Düngerichtlinien müssen Bauern angeben, wieviel Gülle anfällt und wieviel sie davon auf ihren Böden ausbringen. Längst wird Gülle quer durchs Land gefahren, was natürlich keine sinnvolle Lösung ist. 15.000 Liter Gülle liefen bei Unfällen unkontrolliert allein in Niedersachsen ins Land. Selbst die Niederlande und Dänemark transportierten wegen ihrer strengeren Richtlinien Gülle (auch illegal) nach Deutschland.

Die starken Deutschen Bauernverbände und das Landwirtschaftsministerium haben viel zu lange die Probleme ignoriert und die Köpfe in den Sand gesteckt, heißt es. Vielleicht wäre es richtig, die Subventionen danach auszurichten, wie Landwirte arbeiten, was sie anbauen und wie Tiere gehalten werden.

Share

Reden wir über Männer


Share
… denen es reicht!

Nach meinem Satire-Aufschrei: “Sag mir, wo die Männer sind! habe ich mich auf die Suche gemacht und tatsächlich auch welche gefunden. Mit drei Exemplaren dieser Spezies kann ich hier dienen.
Zwei davon kümmern sich und äußern sich zum aktuellsten Thema der Deutschen: Klimawandel unter dem Aspekt der scheinbaren Bringschuld der Deutschen. Mit einem weiteren Beispiel präsentiere ich einen Mann, der öffentlich im TV die geringe Leistung Angela Merkels als deutsche Kanzlerin bewertete.

Der erste Mann mit Meinung heißt Konrad Adenauer, ist der Enkel des damaligen Bndeskanzlers Konrad Adenauer, CDU-Mitglied, Kölner Bürger und Meinungsbesitzer.

Adenauer beklagt den Klimawahnsinn in Deutschland, fordert kühlen Sachverstand statt der gegenwärtigen Aufregung, die an Massenhysterie grenzt. Statt der sinnlosen Emotionen seien Rationalität und Versachlichung angebracht. Dazu hantiert Adenauer mit Zahlen als Antwort auf seine fast rhetorische Frage: “Wissen denn diese Leute überhaupt etwas von dem CO²-Gehalt der Luft?” Seine Antwort: Sie besteht zu 21% aus Sauerstoff und zu 78% aus Stickstoff. So verbleiben für die Edelgase und CO² insgesamt gerade einmal 1%. Das Kohlendioxid (CO²) beträgt 0,038% unserer Atmosphäre und ist daher zu vernachlässigen. Von diesem Kohlendioxid produziert die Natur selbst 96%, also ohne menschliches Zutun. Der Mensch verursacht also nur 0,00152% des Kohlendioxids. Daran ist Deutschland wiederum mit 3,1% beteiligt, das sind 0,0004712%.
Was immer Deutschland an diesem Prozentsatz verändert … es hat für den Globus keinen Effekt. Dafür 50 Milliarden jährlich dem Steuerzahler aufzubürden, sei eine Zumutung.

Adenauer wendet sich direkt an Greta Thunberg mit der Aufforderung, sie möge doch erst einmal die Länder missionieren, die dabei sind, ihre massive CO²-Erzeugung noch weiter zu steigern – nämlich China (9839 Millionen Tonnen CO²), die USA (5270 Millionen Tonnen CO²), Indien (2467 Millionen Tonnen CO²) und Russland (1693 Millionen Tonnen CO²). Deutschland mit seinen 799 Millionen Tonnen CO² könne zur weiteren Verringerung kluge und vernünftige Ideen  entwickeln, solle aber seine dumme Hysterie beenden. Schließlich sei gar nicht einmal sicher, ob das Kohlendioxid wirklich unser Klima verändert. “Forscher sagen, dass die Steigerung des Kohlendioxids erst einem Erwärmungsplus folgt, nicht umgekehrt.”
So die Worte eines lebenden, denkenden und angstfrei sprechenden Mannes. Ich danke ihm dafür.

Über Merkels Matriarchat und ihren Joker “von der Leyen”, mit dem sie wieder einmal die Männerwelt überrumpelte, ließ sich der Presseclub am letzten Sonntag aus. Einer der Diskutanten war Stephan Götz-Richter, U.S.- Korrespondent für den „Rheinischen Merkur“, Kolumnist für „CEO Magazine“ und für eine Vielzahl internationaler Zeitungen, Magazine und Fernsehsender. 2000 gründete Stephan Götz-Richter das Online-Magazin „The Globalist“. Dieser Mann traute sich doch tatsächlich – vielleicht zum ersten und gleichzeitig letzten Mal – die Untätigkeit Merkels zu benennen und zu kritisieren. Ungewohnte Worte landeten in den Wohnzimmern der Zuschauer und man fragt sich, warum ein Mann allein auf weiter Flur Dinge erkennt und benennt, die das gesamte deutsche Parlament mit Ausnahme der AfD nicht auf dem Schirm hat. Es lohnt sich, dem Herrn Richter einige Minuten Aufmerksamkeit zu schenken.

Norman Klein soll hier der dritte Mann im Bunde sein, der mit seinen Youtube-Videos und seinem Kanal “Norman Investigativ” den Zuschauer beeindruckt. Sein Beitrag “Tricksen, Täuschen, Fabulieren – Der Klimaschwindel” ist eines seiner Videos, das angeschaut werden muss, um einmal mit anderen Augen als mit den von der buntrotgrünen Öffentlichkeit gewünschten auf das Klima zu blicken. Vielleicht ist es gar nicht mehr wichtig, was wer in diesem Land glaubt und wie sich selbst Wissenschaftler kaufen, beeinflussen und benutzen lassen. Es geht vielmehr um das, was das neue Matriarchat als Spielplan fürs Marionettentheater plant und umsetzt und was dazu gewesene Männer oder verbliebene Männer zu sagen, besser nicht zu sagen haben.

“Ich habe immer gesagt, dass ich die starre Quote nicht will.(…) Natürlich weiß ich, dass der Frauenanteil mit der Quote mit höherer Wahrscheinlichkeit steigt. Dennoch widerspricht die Quote meiner Auffassung von freiwilligem menschlichem Handeln.”
(taz, Angela Merkel, 12.11.1994)

„Unser Ziel muss Parität an allen Stellen sein“, Allerdings könne man Frauen nicht einfach in die gleichen Strukturen wie Männer pressen. „Wir müssen auch offen sein, die Struktur der Arbeit zu verändern“. (Merkel am 15. Juli 2019)

Share

Die Energiewende und der Denkfehler


Share
Gastbeitrag von Kurt Rohmert
Foto: pixabay freie Bildnutzung

„Ich bezeichne die Energiewende als einen Irrweg, da wir noch nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, den grünen Strom zu glätten. Das ist der Knackpunkt der Energiewende.“  Dieser Satz stammt vom  deutschen Ökonom Prof. Hans-Werner Sinn und ist aus einem Interview aus dem Jahr 2015.

Bekanntlich ist es nicht nur eine deutsche Idee, weltweit wird an der Energiewende gearbeitet. Doch Deutschland nimmt eine ganz besondere Position ein. So steht für die (grüne) Heinrich-Böll-Stiftung fest: „Es ist keine Frage mehr der Technologien, ob wir in Europa auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umsteigen. Bis 2050 können wir dieses Ziel erreichen.“ (Geplant sind dagegen 80% von der Bundesregierung!). Doch der politischen Phantasterei fehlt es neben dem Wissen um technische bzw. physikalische Gesetzmäßigkeiten vor allem an einem Plan. Wie kann man gleichzeitig aus der Kernenergie und der Kohle aussteigen, ohne den Menschen die Probleme, resultierend aus den Irrtümern, zu erklären. Wie sagte doch der Bundespräsident so treffend: „Es hilft Deutschland nicht, wenn wir Probleme ausblenden!“

Die Erklärung zur Aussage von Prof. Sinn ist eigentlich ganz einfach. „Grüner Strom wird, dem Wetter und der Tageszeit folgend, sprunghaft – volatil – erzeugt. Deshalb braucht es weitere Anlagen, die die Lücken füllen, entweder Kraftwerke, die kurzfristig einspringen können oder Speicher riesigen Ausmaßes. Da es die benötigten Speicher auf absehbare Zeit nicht geben wird, braucht es eine geeignete Mischung von grünem Strom und konventioneller Stromerzeugung“, erklärt Sinn und warnt: „Die Entwicklung ist im Prinzip nicht falsch. Aber die Rechnung muss aufgehen.“  Eins verwundert doch sehr. Obwohl die Nachteile der Energiewende immer offener zu Tage treten, verharrt die deutsche Bevölkerung praktisch unverändert bei ihrer Zustimmung. Es scheint eine besondere Eigenschaft der Deutschen zu sein, nicht der Einsicht, sondern nur der Erfahrung zu folgen. Oder anders ausgedrückt: „Umdenken findet erst nach dem Knall (Blackout!) statt.“

Und es gibt ein zweites Kuriosum. Wenn man der Welt, insbesondere der Umwelt, helfen will, dann kann das jedes Individuum von selbst tun. Ich vermisse z.B. Aussagen von den sog. Aktivisten, wo sie selbst denn sparen oder worauf sie verzichten wollen. Unter dem Argument, die Natur retten zu wollen, darf dann schon mal  dieselbe mit Windrädern verschandelt werden. Andererseits vergisst die grüne Ideologie, dass die übrige Welt gar nicht daran denkt, uns zu folgen oder die eigene Wirtschaft zu gefährden. So übersieht man regelmäßig, dass wir nur für 2,4% der (1) CO2 Emissionen verantwortlich sind. Der Klimawandel geht nicht ohne die großen CO2 Erzeuger wie China (25,6%), USA (16,9%), Indien und Russland, auch wenn der Pro-Kopf-Fußabdruck dort bedeutend niedriger ist.

Die sicher verständnisvolle Wende zu erneuerbaren Energien, was einer grundlegenden Umstellung entspricht, bedeutet für uns alle die Versorgung mit Energie nicht mehr nach dem Bedarf, sondern weitgehend nach Wetterlage, mit wahrscheinlich gravierenden Konsequenzen für die Stabilität unseres Stromnetzes. In diesem Zusammenhang ist das größte Problem noch gar nicht gelöst. „Strom ist ein besonderes Gut. Er ist nicht speicherbar. Aus technischen Gründen wird unser Stromnetz als Wechselstromnetz mit einer Sollfrequenz von 50 Herz betrieben.“ So erklärt es Prof. Lüdecke (Physiker, früher Hochschule für Technik im Saarland). Diese Sollfrequenz muss eingehalten werden, jede Abweichung muss sofort ausgeregelt werden. Das erledigen zur Zeit die Kraftwerke, die demnächst abgeschaltet werden sollen. 100 Prozent Verfügbarkeit und autonome Bedarfsregelung funktionieren nicht mit fluktuierendem Wind- und Solarstrom.

Mit Speichern ließe sich zwar ein Beitrag von 100% an erneuerbarer Energie erreichen und das Risiko eines Blackouts minimieren, sie fehlen aber. Damit ist es fraglich, wie das Glätten der fluktuierenden Erzeugung von Strom wie auch das Überbrücken bei Erzeugungsausfällen wie bei einer Flaute geregelt werden soll.

Auch die anderen Begründungen der Energiewende sind eher fragwürdig oder zumindest nicht vollständig durchdacht. So wird das Zertifikatssystem der EU die CO2 Freisetzung nicht verringern, sondern lediglich verlagern. Außerdem  werden die Solar- und Windkraftwerke hauptsächlich nach Erzeugungsgesichtspunkten errichtet, das bedeutet: die Netze müssen großflächig ausgebaut werden. Dies und andere immense Kosten machen den Strom in Zukunft immer teurer zugunsten einiger Profiteure. Heute ist der Strom bei uns doppelt so teuer wie in Frankreich. Vermutlich wird es bei Ausfällen so kommen, dass wir über das europäische Verbundnetz Atom- oder Kohlestrom aus dem Ausland beziehen oder auf den schlimmsten Fall, den Blackout, gar nicht vorbereitet sind. Siehe Berlin im Februar 2019. (2)

Prof. Sinn nennt das einen gefährlichen Irrtum, auch wenn er bei den Zielen übereinstimmt. „Die Frage ist allein, ob sie (die grüne Bewegung) für die Erreichung dieser Ziele auch die richtigen Instrumente verwendet.“ konstatiert er in seinen 13 Thesen. (3)  Als Verfechter einer sicheren Versorgung kann ich nur davor warnen, dem halbgebildeten Wirtschaftsminister Altmeier zu glauben, der sagt „ Die Energiewende müsse bezahlbar sein. Zudem müsse die Versorgungsicherheit gewährleistet sein und die Energiewende müsse nachhaltig sein.“  Oder einer Kanzlerin, die gesagt haben soll „Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir scheitern. Wir müssen es wollen.

Fazit: Wenn wir unser Klima retten wollen, muss der blinde Aktionismus gestoppt werden, denn unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist Windkraft unsinnig (H.-W. Sinn).

Zur Erklärung:  Die Braunkohlekraftwerke haben eine installierte Leistung von 10%, erzeugen aber 24 % des Stroms. Bei Windkraft sieht es anders aus.: 29% erzeugen lediglich 20% des Stroms.

(1)https://www.co2online.de/klima-schuetzen/klimabilanz/die-groessten-co2-emittenten/

(2)https://www.bz-berlin.de/berlin/was-ein-tagelanger-blackout-fuer-berlin-bedeuten-wuerde

(3)http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/policy/Sinns-Corner/Sinn-Juni2014-14-Thesen-zur-Energiewende.html

Siehe auch  Prof. Lüdecke im Bundestag:  https://juergenfritz.com/2019/03/01/klima-kann-man-nicht-schuetzen/

Share

Klima-Fridays for Future


Share
Wahlhilfe mit Spaßfaktor

Nachdem die Kinder-Klima-Revolution unter ihrer Anführerin Greta Thunberg nun schon einige Wochen anhält, die Eltern der Kids mit geschwollener Brust die Medaillen für ihre Kinder prägen und die Lobeshymnen komponieren, ist jetzt ein Wunder passiert. Ein deutscher Politiker hat den Blick für die Realität wiedergefunden. Der hessische Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Alexander Lorz (CDU), droht Schülern Konsequenzen an, wenn sie weiterhin während der Unterrichtszeit für mehr Klimaschutz demonstrieren. Er duldet zukünftig nicht mehr das unentschuldigte Fehlen an Freitagen und fordert die Schüler auf, das Demonstrieren in die unterrichtsfreie Zeit zu legen. Schön, dass sich ein Bildungspolitiker nach Wochen zu einer Anti-Merkel-Meinung durchgerungen hat und sich traut, Mutti zu widersprechen. Ein böser Junge, dessen Meinung so viel taugt wie ein Sack Reis, der gerade in China umfällt. Was Bildung unter der Verantwortung unserer 16 Kultusminister in der BRD bedeutet, verraten die zu beklagenden Zustände wie hochgradiger Lehrermangel, Fehlen von Schulleitern an jeder 6. Schule in NRW, Überforderung der Lehrerschaft durch eine fehlgesteuerte Inklusion und massenhafte Integration von Neubürgern. Es darf bezweifelt werden, dass Kultusminister über die Jahre einen guten Job machten. Zum Thema Merkel und Bildungsrepublik habe ich mich mehrfach ausgelassen, ihr den Bildungskanzlertitel aberkannt und sie in den Stand einer Schwadroniermeisterin erhoben.

Und genauso sieht es nun in Sachen Klimapolitik aus.  Deutschland wird alle selbstgesteckten Klimaziele verfehlen. Und in diese Dauer-Untätigkeit deutscher Regierungspolitik unter der leeren Menge der Kanzler-Richtlinienkompetenz hüpft nun ein junges schwedisches Mädchen und mischt die sonst doch eher unpolitische Jugend auf. Wer mich zu meiner Jugend mit einem Tag schulfrei in der Woche belohnt hätte, für den hätte ich auch Plakate gemalt! Alles gut und richtig – allerdings nicht während der Schulzeit!

Dass sich die Eltern der demonstrationsfreudigen Kinder nicht ins Schulschwänzen einmischen, ist der größere Skandal. Über Jahre werden Unterrichtsausfälle, Schul-und Bildungssituationen in Deutschland bemängelt und das Chaos brachte so manchen Lehrer schon zur Verzweiflung oder trieb ihn in den Burn-out. “Wie wäre es denn, wenn die stolzen Eltern einfach mal ihre Kinder zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule schicken würden. Wie wäre es, wenn diese Generation, die von uns Klimaschutz einfordert, ihr Übergangsjahr (nach dem Abi) nicht in Australien, Neuseeland, Hawaii oder Kanada verbringt, sondern hier in Europa? Und hier work and travel machen würde. So wäre erst einmal ihr eigener Klimaschutz geboren”, fragt ein Leser in ZEIT online. Eine politisch überflüssige Frage.

Jetzt hat man erst einmal geschafft, das Jungvolk politisch zu aktivieren … wie, durch wen und unter wessen Regie sei dahingestellt. Ob Merkel als Marionette für eine multiethnische neue Gesellschaft oder Greta als ferngesteuerte Marionette der Thunberg Dynastie – beides passt in das politische Konzept der Regierenden. Greta, Friedensengel der Schulschwänzer, Grünen, Linken und der deutschen Kanzlerin wird der Startschuss sein für die Herabsetzung des Wahlalters auf 16, besser sofort auf 14 Jahre.
Alles kommt einer solchen Werbekampagne zupass. In ihr steckt der Schlüssel, den manipulierbaren ahnungslosen Jugendlichen endlich wieder die Stimmen in den Wahllokalen zu entlocken, die den Etablierten auf ihrem Weg gegen den Bürgerwillen verlorengegangen sind.

Zum Schluss hier ein Schlaglicht aus dem Meinungspool zum Klima-Thema:
Mich beklatscht niemand und ich hab auch niemand zum Beklatschen, obwohl meine Klimabilanz unübertroffen ist:
– besaß NIE ein Auto (alle Wege per Fahrrad oder -Jahreskarte-ÖPNV); Urlaubsreisen gibt’s für mich nicht.
- Plastiktüten hab ich seit 20 Jahren keine mehr (immer Jutetaschen, weil die ewig halten & belastbar sind)
 – Strom: bezieh ich vom (angeblich 100%) Ökostromanbieter und senkte den Verbrauch so weit, dass die monatl. Pauschale auf 25€ gesenkt wurde (weniger geht nicht und trotzdem krieg ich am Jahresende noch Geld zurück)
 – Heizung: In meiner kleinen Wohnung ist grundsätzlich nur ein einziger Heizkörper in Betrieb (und auch der nur zeitweise) – aber der größte Verzicht von allen (zu dem all die Möchtegern-Klimaschützer nie bereit wären): Hab mein Leben lang auf Kinder verzichtet und halte inzwischen nicht mal mehr Haustiere!
Was ist das Geheimnis dieser – für hiesige Verhältnisse – hervorragenden Klimabilanz? …
Ganz einfach: ARMUT!
 Also, das wär doch mal ein Ansatz: ARMUT für alle – und unsere Klimabilanz/Nachhaltigkeit erklömme ungeahnte Höhen!

Share

Komm mit mir ins Abenteuerland


Share
Gastbeitrag von Irene Lehmann
Photo by Vinícius Estevão from Pexels

Komm mit…
Komm mit mir ins Abenteuerland
Auf deine eigene Reise
Komm mit mir ins Abenteuerland
Der Eintritt kostet den Verstand
Komm mit mir ins Abenteuerland
Und tu’s auf deine Weise
Deine Phantasie schenkt dir ein Land
Das Abenteuerland

singt Pur

Kann man Deutschland in Zukunft auch als Abenteuerland bezeichnen?

Befinden wir uns in Deutschland nicht auch auf dem Weg ins Abenteuerland, wenn wir an unsere Zukunft denken….

Der Eintritt kostet den Verstand….

singt Pur weiter.

Haben die Deutschen noch Verstand oder schenkt ihnen die „grüne“ Phantasie ein neues Land, nämlich ein Abenteuerland?

In diesem, unserem Abenteuerland, gab es gestern auch einen grandiosen Auftritt des neuen Kinderstars als Umweltikonendarstellerin, Greta Thunberg.

Greta Thunberg in Hamburg: „Wir machen weiter“

Selbst die Einheitsparteiführerin des Abenteuerlands Deutschland Angela Merkel machte sich in ihrer wöchentlichen Videobotschaft stark für die jungen Schülerinnen und Schüler, indem sie diese für ihre Teilnahme an den Schülerdemonstrationen F#ridaysforFuture ausdrücklich lobte.

„Wir können unsere Klimaschutzziele nur dann erreichen, wenn wir auch Rückhalt in der Gesellschaft haben. Und deshalb begrüße ich es sehr, dass junge Menschen, Schülerinnen und Schüler, demonstrieren und uns sozusagen mahnen, schnell was für den Klimaschutz zu tun. Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.“

Wie man sehen kann, beginnt für unsere Schülerinnen und Schüler der Eintritt ins Abenteuerland nun an jedem Freitag und unsere Kanzlerin mahnt die Schülerinnen und Schüler nicht einmal davor, die Schule zu schwänzen. Im Gegenteil – die Meisterin der Raute freut sich und strahlt. So wie man sie in letzter Zeit öfter „strahlen“ sieht. Liegt es daran, dass sie die Erfüllung ihrer Ziele immer näher rücken sieht?

Sie freut sich, denn die jungen Klimaschützer mahnen doch zu großer Eile an, schnell etwas für den Klimaschutz zu tun. Mit dem überstürzten Atomausstieg hat sie es doch auch von einem Tag auf den anderen geschafft.

Kann es sein, dass der Kohleausstieg doch nicht so einfach ist, weil man sich plötzlich verpflichtet fühlt, an Arbeitsplätze und Wirtschaftkraft zu denken. Dabei ist es doch sooo einfach, sich auf den Weg ins Abenteuerland zu machen, denn das kostet doch den Verstand.

Stattdessen kommen tröstend von unserer Abenteuerlandführerin:

Ja, sie wisse, beim Ausstiegsdatum für die Kohle in Deutschland hätten viele Schülerinnen und Schüler sich mehr erhofft. „Da muss ich allerdings als Regierungschefin darauf hinweisen, dass wir natürlich vieles bedenken müssen. Wir müssen Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft auf der einen Seite mit den Zielen des Klimaschutzes versöhnen.“

Dushan Wegner schreibt in seinem Blog vom 3. März 2019:

„Die Greta-Kinder (und deren Eltern) träumen von einer Welt, in der man mit ein paar Plakatschildern und der richtigen »Haltung« seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. In Asien und den Privatschulen der Politikerkinder setzt man dagegen auf Robotik, Sprachen und Management-Skills von der Vorschule an – wie viele Privatschulkinder lassen den teuren Unterricht wöchentlich für Bullshit-Demos ausfallen? Alles, was erreicht wird, ist, den Graben zwischen den Verführbaren und den Verführern weiter zu vergrößern.“

Da kann man nur hoffen, dass bei unserer nachfolgenden jungen Generation der Eintritt ins Abenteuerland nicht den Verstand kostet.

Zuerst veröffentlicht am 3. März 2019 von rotbusch

Share

Ein fragwürdiger Verein – Deutsche Umwelthilfe e.V.


Share
Mini-Verein mit Maxi-Kapital

Frau Angela Merkel hat in der Dieselaffäre ein (Macht)Wort gesprochen. Natürlich in Hessen – natürlich im Wahlkampf – natürlich zwecks Stimmenfang. Während sie bisher der Autolobby hörig war, hat mal wieder der Wahlkampf Besitz von ihr ergriffen.
Der vom Bund festgelegte Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) je Kubikmeter Luft dürfe auch bei „geringfügigen“ Grenzwert-überschreitungen keine Fahrverbote nach sich ziehen. Sie sei sogar bereit, diese auch gesetzlich abzuwenden. Wo der Grenzwert um weniger als zehn Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft überschritten werde, seien Fahrverbote „unverhältnismäßig”. So Merkel bei einer Wahlkampfrede in Hessen.

Ein Hoch auf die Klimakanzlerin, deren Statement der Baden-Württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit folgenden Worten kommentierte: “Da hätte es jetzt der Weisheit der Bundeskanzlerin nicht bedurft, so schlau waren wir schon selber. … Das ist auch kein Ausweis guten Regierens, fünf Tage vor der Hessenwahl zu sagen, jetzt machen wir da doch mal schnell einen Coup.“ Das aus dem Munde ihres guten Freundes, der einmal zugab, dass er seine Kanzlerin täglich in seine Gebete mit einschließt! Nun – auch die Grünen machen Wahlkampf und Kretschmann weiß sehr gut, dass die politische Zukunftsehe CDU/Grüne heißen wird. Die Stimmen, die er als Vertreter seiner Partei der CDU nimmt, bleiben schließlich in der schwarz-grünen Zukunfts-Familie.
Lieber Wähler, schrei also nicht so laut “Seehofer und Merkel weg!”, sondern besinne dich darauf, dass  es noch schlimmer kommen kann und verhindere, was mainstreamgefördert kommen soll! (Cohn-Bendit sieht gute Chancen für Habeck als künftigen Kanzler).

Zurück zur Diesel-Hysterie unserer bei allen Gerichten bekannten  Deutschen Umwelthilfe.
“Die bestehen doch nur aus ein paar Männekes und wenn du da rein willst, wirst du erst vom Verfassungsschutz überprüft”, erklärte mir eine ehemalige Grün-Wählerin diesen Verein mit einer typisch abwinkenden Handbewegung. Wer oder was sind sie also, die paar Männekes?

Jürgen Resch
Foto: Junge Freiheit

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. ist ein “gemeinnütziger” Umwelt- und Verbraucherschutzverein mit tatsächlich nur 287 Mitgliedern, dafür aber einem Kapitalbudget von mehreren Millionen Euro. Die sprudelnden Geldquellen fließen sowohl aus größeren und kleineren Firmen,  die in eine Gesetzeslücke getappt sind, die die DUH juristisch und im Klageverfahren für sich nutzt, als auch aus Sponsorengeldern und natürlich aus deutschen Steuerzahlergeldern. Für aktuelle Vorhaben erhält die Deutsche Umwelthilfe fünf Millionen Euro von der Bundesregierung, wie diese dem Bundestag Anfang März mitteilte.

Im Vergleich zu den bekannten Umweltorganisationen sollten wir einmal eine Rechnung übernehmen, die das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) schon geleistet hat. Umweltorganisationen wie der BUND haben 565.000 Mitglieder (Wikipedia, Stand 2015), NABU hat 541.000 Mitglieder (Wikipedia, Stand 2015) und der WWF hat gar über 5 Millionen Mitglieder (Wikipedia, Stand 2014). Die Deutsche Umwelthilfe mit ihren “paar Männekes” hat gerade einmal das Mandat von nicht einmal 0,0003% der Bevölkerung, schickt sich aber an, mit dubiosen Klageverfahren ganze Kommunen, Mittelstands-unternehmen und Industriezweige zu strangulieren, ohne dass die Politik dieser dubiosen Minderheit Einhalt gebietet. Im Gegenteil, sie lässt sich von ihr sogar durch die Manege treiben und schaufelt sich damit dieseltechnisch ihr eigenes Grab, wie Merkel gerade wieder im Hessen-Wahlkampf beweist.

Der 0,0003-prozentige Mandatsträger und Vorsitzende Jürgen Resch, der laut Süddeutscher Zeitung ein Studium der Verwaltungswissenschaften abbrach, um heute als personifizierte Umweltrichtlinienkompetenz Mitglied des sog. HON Circles bei der Lufthansa zu sein, lässt sich ungern in die Karten gucken und hält die Fäden der Macht fest in seiner Hand.  “Diesen höchsten Vielfliegerstatus erhält derjenige, der innerhalb von zwei Jahren 600.000 Meilen fliegt. Dies sind ca. 28,5 Erdumrundungen. Damit gehört Jürgen Resch zu einem kleinen und erlauchten Kreis von knapp 3.000 Lufthansa-Vielfliegern. Wer die begehrte schwarze Karte besitzt, wird vor und nach dem Flug in exklusiven Topkunden-Lounges verwöhnt und auf Wunsch sogar in einem Porsche-Cayenne direkt zum Flugzeug gebracht.” Das ist Umwelt- und Klimaschutz in höchster Vollendung.

Dieses Land glaubt zwar, von denen regiert zu werden, die ab und zu mal aus dem Sicherheitstrakt “Bundestag” heraustreten, um Mikrophone, Kameras und die Neugier der Bürger zu bedienen – dem ist allerdings nicht so. Unzählige NGOs und Lobbyisten haben die Zügel in der Hand und Sie dürfen raten, aus welchem bunten Vielfaltlager die Anweisungen für unsere “Marionetten” kommen, die Horst Seehofer mit den Worten beschreibt: “Diejenigen, die gewählt sind, haben nichts zu sagen und diejenigen, die was zu sagen haben, sind nicht gewählt.” Treffender kann auch das Treiben und Hantieren der Deutschen Umwelthilfe nicht bezeichnet werden.

Eine letzte Frage bleibt offen: Welche Koryphäe hat uns eigentlich den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) je Kubikmeter Luft beschert und die Tausende von Toten auf unser Schuldkonto geschrieben, das wir alle zu verantworten haben? Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat die Grenzwerte für Luftschadstoffe festgelegt. Besonders putzig hört sich dabei die Begründung für diese lebensrettende Maßnahme der Grenzwertbestimmung an: In 41 europäischen Ländern kam es nach Schätzungen 2016 zu 467.000 vorzeitigen Todesfällen wegen PM2.5-Exposition (Feinstaub), 71.000 wegen NO2-Exposition (Stickstoffdioxid), 17.000 wegen O3-Exposition (Ozon); davon in Deutschland 73.400 (PM2.5), 10.610 (NO2), 2.500 (O3).

Solange mir niemand erklären kann, wie diese Todesfälle berechnet wurden, wie genau ermittelt wurde, ob es sich um einen durch Feinstaub, durch Stickstoffdioxid oder Ozon verursachten Todesfall handelt, werte ich diese Zahlen als mathematische Geschichten aus “Tausend und eine Nacht”.

Interessant auch zu erfahren, dass Deutschland sein nationales Recht, seine Grenzwerte per Gesetzgeber festzulegen, in die europäische Hand gegeben hat. “WHO-Richtwerte dienen als evidenzbasierte Grundlage, auf deren Basis verbindliche Grenzwerte durch die Gesetzgeber abgeleitet werden können. … Nationale, rechtlich verbindliche Grenzwerte werden vom nationalen Gesetzgeber festgelegt, für Deutschland gelten EU-Grenzwerte. … Grenzwerte sind Ergebnis eines politischen Abwägungsprozesses: gesundheitliche Verbesserungen versus Machbarkeit und Kosten der zu ergreifenden Maßnahmen.” Ein idealer Zustand für die Deutsche Umwelthilfe, die hervorragend die Löcher füllen kann, welche die Politik ihr gelassen hat.

Da können selbst Lungenärzte wie Dieter Köhler, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, das politische Gezeter über Fahrverbote und das Getöse um NO2-Grenzwerte für völlig überzogen halten – was stört es eine deutsche Eiche, wenn sich ein Wildschwein daran reibt? Die Raucher müssten schon alle reihenweise tot umgefallen sein. Schließlich inhaliert jeder von ihnen “über 200.000 Mikrogramm pro Kubikmeter, wenn er eine Zigarette raucht”. Selbst das Anzünden eines Adventskranzes verursache mehr als 200 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft, gibt Köhler zu bedenken.

Wieso verdreht sich eigentlich nicht unser Magen, wenn wir übers Wochenende nach Barcelona jetten oder unsere 70 Kilogramm Körpergewicht von einem 2,5 Tonnen schweren SUV durch die Innenstadt kutschieren lassen?
(Nick Reimer, Journalist und Buchautor)

Share

Die Klima-Hysterie der Grünen


Share
Heißzeit – neue Wortschöpfung der Grünen

Es ist Sommer, und zwar ein ausgesprochen heißer. Während sich in Abwesenheit der Vorsitzenden und Kanzlerin Teile der Union neu positionieren und sich in einer WerteUnion zu den verlorengegangenen konservativen Ausrichtungen ihrer Partei rückbesinnen wollen, posaunt eine andere Gruppe von CDU-Politikern einen interessanten Vorschlag hinaus ins politische Sommerloch: Ein Comeback der Wehrpflicht und ein Pflichtjahr in einer sozialen Einrichtung. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht 2011 fiel auch der Zivildienst weg – beides Dienste für die Allgemeinheit, die mit Verantwortung, Einsatz und Pflichterfüllung zu tun haben. Kaum aber ist der neue Gedanke ausgesprochen, stehen schon wieder die Kritiker auf, um mit ihren Menschenrechtsparolen und „Wir setzen auf Freiwilligkeit“-Gesängen den gedanklichen Steckling sofort im Keim zu ersticken. Gleichzeitig stimmen aber genau diese linksgrünen Alleswisser und Alleskönner das Klagelied über eine verrohte Gesellschaft mit ihren Hassparolen an. Die Journalistin Hayali mit ihren Sologesängen in Funk und Fernsehen muss dem Dummvolk journalistische Orientierung vermitteln, Außenminister Heiko Maas ließ gleich für alle Zukunft seine Zensurkeule in ein Gesetz gießen, die Gesetzeshüter kümmern sich um die Rückholung krimineller HarzIV-Empfänger und der deutsche Bundespräsident bereitet schon einmal das Staatsbankett für den Super-Demokraten Erdogan vor, den er mit militärischen Ehren dafür belohnen will, dass er uns für viel Geld einige Flüchtlinge abgenommen hat. 

Aber zurück zum Sommer 2018, der endlich mal wieder ein richtiger Sommer ist! Seit Jahren sehnen sich die Menschen nach Jahreszeiten, wie sie auf dem Kalender stehen. Zu meiner Kindheit waren Sommer noch Sommer und Winter auch Winter und meine Aufenthalte in Polen lehrten mich, was ein kontinentales Klima ist – extrem heiße Sommer und mit Schnee und Eis dienende kalte Winter. 

Aber unsere linksgrünen Hysteriker machen aus diesem Sommer den bevorstehenden Weltun-tergang. Es droht eine Heißzeit … Wir befinden uns mitten im Klimawandel … wir brauchen ein Klimaschutzgesetz … Kohleausstieg sofort … weg vom Verbrennungsmotor … 

Es ist doch immer wieder hilfreich, ein gerade zur rechten Zeit (vor einer Wahl) auftretendes Naturereignis als Wahlhelfer zu benutzen. Dieser Heiß-Sommer darf nicht ungenutzt verstreichen, dachten sich die Grünen und die mit ihnen verbündeten Aktivisten und bliesen zur Jagd nach Wählerstimmen. Ihre tägliche Medienpräsenz mit Aufrufen zur Klima- und Weltrettung ist unüberhörbar und während sich die ehemalige Klimakanzlerin in Marokko und Spanien um ihr Lieblingsthema „Relocation und Resettlement“ kümmert, greifen  die Grünen schon einmal nach ihrem zukünftigen Ministerium, das sie nach der nächsten Wahl (egal in welchem Bundesland) unter Regierungsbeteiligung beanspruchen werden. Dazu haben sie auch neue Köpfe ins Rennen geschickt, die nun zusammen mit den „alten“  ihr jahrzehntelang geübtes ideologisches  Säbelrasseln täglich zum Besten geben. 

Der Klimawandel ist eine naturgegebene Tatsache. Das Klima kann gar nicht anders, als sich ständig zu wandeln. Und wer diesen Sommer als Beweis für einen von Menschen gemachten Klimawandel anführen will, der sollte sich einmal die Wetteraufzeichnungen der letzten 120 Jahre zu Gemüte führen. Heißzeit gab es damals schon ohne die Grünen.

Da sind Extremwetterereignisse, Temperaturen oder Temperaturänderungen, Heiß-, Kalt- und Regensommer, Überschwemmungen und Hitzeperioden mit Toten genauso ausgeprägt wie heute. „Der Begriff  ‘Klimaschutz’ ist sinnlos, denn man kann Klima – einen naturgesetzlich sich laufend ändernden statistischen Mittelwert über 30 Jahre – nicht schützen. Entsprechend sinnlos und unwirksam sind Klimaschutzgesetze. Jetzt kommen die linken und grünen Gauner ins Spiel. … Diese Leute werden nicht eher Ruhe geben, bis sie das logische Resultat linker Politik erreicht haben: den Kollaps des Systems. Wie ich bereits schrieb, ist die Linke nicht der Gegner und schon gar nicht irgendeine Alternative zum Kapitalismus, sondern sein Parasit.“

Diese Deutschland-Hasser und -Zerstörer haben gerade ihr Lieblingsspielzeug verloren, ihre unglaubwürdige Türkeipolitik zwecks Übernahme und Ausbreitung des Islams in Deutschland. Glücklicherweise bot sich Merkels Grenzöffnung 2015 und ihre „Kommt-alle-zu-uns“— Politik als Ersatz an, sodass bei den ideologisch Verfärbten bei der letzten Regierungsbildung (Jamaika-Verhandlungen) die Hoffnung aufkeimte, wieder in vorderster Front am Untergang Deutschlands mitwirken zu können. Hat wie wir wissen nicht geklappt — also: Strategiewechsel! Klimakatastrophe in den Mittelpunkt rücken! Dabei hat die Grünste aller Grünen, Göring-Eckard, sogar noch den Stein der Weisen ausgebuddelt: Sie ist dabei, den Klimawandel als Fluchtgrund einzuführen. 

  • Wo sind die Grünen, wenn Waffenexporte in die Türkei abgesegnet werden? 
  • Wo sind die Grünen, wenn die Giftküche Monsanto von Bayer aufgekauft wird?
  • Wo sind die Grünen, wenn der Autokäufer vom Hersteller betrogen wird?
  • Wo sind die Grünen, wenn Imker das Sterben ihrer Bienen beklagen?
  • Wo sind die Grünen, wenn das Schwinden von Insekten bemerkt wird?
  • Wo sind die Grünen in den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz?
  • usw. usw.

Dafür standen sie einmal. Heute ist das alles viel zu unspektakulär!

HEUTE …

  • sind sie da, wenn es um Staatsverträge mit Islamverbänden geht.
  • sind sie da, wenn es um den  Islamunterricht an NRW Schulen geht.
  • sind sie da, wenn die Genderisierung der Gesellschaft vorangetrieben wird.
  • sind sie da für Kampagnen wie Me-Too oder Me-Two.
  • sind sie da, wenn die AfD nicht nur mit legalen Mitteln bekämpft wird.
  • sind sie da, wenn Andersdenkende als Rassisten beschimpft werden.
  • sind sie da, wenn Sexualunterricht schon in Kitas zum Thema wird.
  • sind sie da, wenn mehr als 50  sexuelle Identitäten gezählt werden.
  • sind sie da, wenn allen Flüchtlingen der Welt Einlass gewährt wird.
  • usw. usw.

Die Grünen gehören längst der bildungsbürgerlichen Mittelschicht an und versammeln in ihrem Parteitopf alle möglichen bürgerrechtlichen Organisationen. Somit machen sie auch nur für diese Klientel Politik. Die Zustimmung zu Gerhard Schröders Agenda-Politik war dafür ein sichtbares Zeichen. „Auf den Parteitagen wurden nicht mehr Dritte-Welt-Aktivisten eingeladen, sondern die Chefs von Weltkonzernen … Man setzte sich inzwischen lieber für Spitzenpositionen von Frauen in Dax-Konzernen ein als für die Lebensbedingungen alleinerziehender Mütter mit Hartz IV. … Die heutigen Mandatsträger sind in der Mehrheit Anhänger der sogenannten menschenrechtsgestützten Außenpolitik der Ära Merkel.“

Was also kann einen denkenden Menschen dazu bewegen, diese Ideologie zu wählen, die als genderwahnsinnige, politisch-korrekte Sprach- und Ernährungspolizei das heutige „Gutmenschentum“ vertritt. Ihr alleiniger Anspruch, über Gut und Böse, Christentum und Islam, Demokrat und Rassist, Links und Rechts, Lüge und Wahrheit, Sicherheit und Risiko entscheiden und urteilen zu können, charakterisiert ihre Arroganz und Selbstliebe. Beide Eigenschaften haben nichts mit Demokratie und Menschenachtung zu tun. Die Mehrheit der Bürger und deren Mehrheitsmeinung haben sie nie interessiert. Sie machen bis heute jede Minderheit zur Mehrheit und missachten jeden, der ihnen und ihrer Meinung widerspricht. Davon ist auch ihre Klimapolitik nicht ausgeschlossen. Auf der Idee des menschengemachten Klimawandels baut ihre Politik eine preistreibende Energiepolitik auf. Dabei sind die Treibhaus-Thesen längst widerlegt, wie es Günter Ederer schon  2011 in der Welt beschrieb.

Als abgehobene Verbots-, Besserwisser-, Heißzeit- und Multikulti-Partei, die so gut wie nichts mehr mit ihren Umwelt- und Verbraucherschutz-Wurzeln zu tun hat, stehen sie für die Arroganzen, die schon seit Jahren in der Versenkung des Bundestags und der Länderparlamente hätten verschwinden müssen. Aber wie schlechte und alternde Chorvereine oder Schützen- und Kleingartenvereine, die sich zwar ständig streiten, kleben sie über Jahrzehnte zusammen nur deshalb, weil sie eine gemeinsame Vergangenheit haben. Und nur, weil ihnen immer wieder ein neues Ideologiethema einfällt, wuseln sie noch weiter in der Altparteienlandschaft herum. 

Mein Champagner wechselt zu jeder Wahl in Deutschland seinen Standort vom Keller in den Kühlschrank, immer in Erwartung des Wahlergebnisses, das irgendwann einmal verkündet, dass die Grünen die Fünf-Prozent-Hürde nicht genommen haben. 

Share

Deutschland und seine Klimakanzlerin


Share
Die Klima-, Kohle- und Autokanzlerin Angela Merkel

Angela Merkel, Klima-, Bildungs- und Umweltkanzlerin in einer Person, erhält nun die Quittung für ihre Auto-Lobby-Hörigkeit. Statt sich von Anfang der Diesel-Skandalwelle auf die Seite ihrer betrogenen Bürger zu schlagen, nimmt sie bis heute die Autoindustrie in Schutz. “Es kann nicht unser Interesse sein, dass wir durch politische Maßnahmen die Automobilindustrie so schwächen, dass sie keine Kraft mehr hat, in die eigentlichen Zukunftsinvestitionen etwas hineinzustecken.“ Eine solche unehrliche Politik gegen Bürger und Natur gehört bestraft – und das passiert nun. Wegen zu schmutziger Luft in vielen deutschen Städten verklagt die EU-Kommission Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof. Aber was soll’s? Die Zeche zahlt sowieso wie immer der deutsche Steuerzahler. Was also geht es die GroKo und vor allem die Dame an, die längst nicht mehr meine Kanzlerin ist? Da Verkehrsexperten kurzfristig nur zwei Lösungsmöglichkeiten sehen, nämlich die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen oder Fahrverbote, wird uns Merkel, die Tatenlose, wohl Fahrverbote bescheren.
Kaum hatte Merkel bei der Haushaltsdebatte im Bundestag der Autoindustrie ihre Loyalität versichert, da glänzten schon die nächsten Modelle mit einem erneuten Abgasbetrug. 60.000 Porsche-Modelle, die Luxusgeländewagen Cayenne und Macan, werden gleich wegen mehrerer Software-Manipulationen vom Kraftfahrt-Bundesamt zurückgerufen.

Sicher ist, dass jeder Einzelne etwas für die Umwelt, für das Klima und die Natur tun kann, wenn er nur will. Meine Zuversicht hält sich jedoch in Grenzen. Eine kommunale Veranstaltung mit dem Thema “Was ist mir eine saubere Stadt wert?” brachte etwa 20 Teilnehmer auf die Beine. Sowohl Politiker als auch Bürger übertrafen sich mit Klagen und Kosten, zeigten sich aber wie gewohnt recht ideenlos.

Was aber haben wir versäumt in dieser unserer einzigen Welt? Jeder von uns trägt ein Quäntchen Verantwortung für ihren Fortbestand. Die Politiker allerdings als Inhaber von Macht und Gesetz stehen an vorderster Front. Das ist für unser Land seit mehr als 12 Jahren die Klima-, Bildungs- und Umweltkanzlerin mit “Erfolgen” wie
– Anstieg der Trinkwasserpreise in zehn Jahren um 25%
– neben Malta die höchste Nitratbelastung des Grundwassers. (Auch hierzu liegt ein Klageverfahren der EU vor. Die Klageschrift zeichnet akribisch nach, wie Deutschland seit Jahren das Problem ignoriert. Es werde zugelassen, dass wesentlich mehr Dünger auf die Äcker gebracht werde, als die Pflanzen überhaupt aufnehmen könnten.)
– die Zustimmung zum Pflanzengift Glyphosat
– die Inbetriebnahme neuer Kohlekraftwerksblöcke in Boxberg, Neurath, Moorburg oder Hamm, die für eine Steigerung und nicht für eine Verminderung von CO2 in unserer Atemluft sorgen.
– das weitere Festhalten am Kohlestrom, der in Deutschland längst nicht mehr gebraucht wird.
– das Durchsetzen von Sonderregeln für die deutschen Autohersteller bei den Beratungen über Ober­grenzen für den CO2-­Ausstoß und das Verhindern einer Abstimmung über die EU-Richtlinie im Minister­rat.
– usw.

Wieviel Klima also in der Klima-Kanzlerin vorhanden ist, darf wohl nach dieser Aufzählung klar sein. Alles nur Makulatur, ob Bildung, ob Klima, ob Landwirtschaft, ob Gesundheit. Nichts von positiver Bedeutung, wohin man auch schaut, eher im Gegenteil.

Wer der Prognose des des Klimaforschers Hans Joachim Schellnhuber lauscht (Gründungsdirektor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen), hat weiß Gott nichts mehr zu lachen. In einem sehr guten, aber auch beängstigenden Bild erklärt er, warum der Klimawandel zum zentralen Thema der Weltpolitik werden muss: “Man könnte die Situation mit einem leckgeschlagenen Schiff auf hoher See vergleichen. Natürlich gibt es auch neben dieser Havarie Probleme: Das Essen in der dritten Klasse ist miserabel, die Matrosen werden ausgebeutet, die Musikkapelle spielt deutsche Schlager, aber wenn das Schiff untergeht, ist all das irrelevant. Wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, wenn wir das Schiff nicht über Wasser halten können, brauchen wir über Einkommensverteilung, Rassismus und guten Geschmack nicht mehr nachzudenken.”
Schellnhuber beklagt die politische und mediale Gleichgültigkeit im Umgang mit der anstehenden Klimakatastrophe, die in diesem Tempo, auf einem überbevölkerten, übernutzten Planeten, einem kollektiven Suizidversuch gleichkommt. „Ja, wir müssen alle Kohlekraftwerke schließen, ja, Deutschland muss auf 100 Prozent erneuerbare Energien gehen, aber Sie und ich können von heute auf morgen beschließen, kein Fleisch mehr zu essen und keine Langstreckenflüge mehr zu machen.”

Enden möchte ich diese Misserfolgsstory unserer Klimaexpertin Merkel mit einem Witz auf Professor Leschs Buchrücken seines neuen Buches „Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän“ : Treffen sich zwei Planeten. Der eine: „Du siehst aber schlecht aus.“ Der andere: „Ich habe Menschen!“ Der eine: „Oh, das geht vorbei.

Share